Illustrator vs. Affinity Designer vs. Corel

Veritas

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Interessant. Mal als Vergleich dazu. Vielleicht nicht ganz zu vergleichen aber als grobe Richtlinie.
Mein Windowsrechner: i7 @ 4,5Hz, 32GB RAM, alles SSDs am Sata.

Coreldatei mit 2,6GB. Es sind 13 Rollups. 13 Hintergrundbilder (300dpi) mit Vectorebene davor. Grundsätzlich gibt es keine Probleme das in Corel zu handeln.
Ausgabe als PDF/X3, CMYK, Bilder 300dpi verlustfrei als ZIP.
Dauer: 45 Minuten! Endgröße der PDF erwartete 2,6GB.
Es geht gemütlich voran bei 16% CPU-Last. Zwischenzeitlich war ich beim Nachbarn Königsberger Klopse essen.
Auf dem Mac wäre diese Aufgabe nicht zu lösen gewesen!
Ich habe hier eine Testgrafik auf dem Windows-PC, die wird neu aufgebaut und braucht dafür ca. 20 Sekunden. Mac: 5 Minuten! (allerdings tut sich Affinity mit der Grafik auch schwer)
Der Hammer ist aber: Diese Grafik unter Windows XP und einem altem CorelDRAW8 in einer VM: 5 Sekunden!
CorelDRAW ist dick und fett geworden. Und auf dem Mac ist das Teil so schwer, dass es unter geht.
Von wegen: "Von Grund auf neu programmiert!" Ich halte das schlichtweg für eine Lüge!

Ich würde mir gerne einen neuen HighTech-Rechner aufsetzen, leider wird dadurch Corel nicht wirklich schneller.
Und, ich habe ja gehofft, dass CorelMac (da es ja, angeblich, von Grund auf neu programmiert wurde) schnell und leichtfüßig wird/wurde.
Ich wäre dann, evtl. wieder zurück auf Mac gewechselt - aber volle Fehlanzeige!
Also ich hab jahrelang in dem Bereich gearbeitet, da waren RollUps im MB Bereich. Meine Messewand mit 24qm hat aktuell 31,6MB.
 

dreilinger

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Ach, Veritas ...
Ich habe doch geschrieben zum nicht zu vergleichenden Vergleich. Da du ein Offsetdruck als Beispiel vorgelegt hast, habe ich wenigstens in der gleichen Auflösung und Parametern exportiert. Zudem habe ich geschrieben verlustfrei. Kannst du damit Leben? ;)
 

Veritas

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13 RollUps bei 80x215cm sind ja weitaus mehr, als 28 A4 Seiten. Ein RollUp wären ja schon knapp 28 A4 Seiten. Rein interessehalber hau ich mir mal Corel drauf.
 

dreilinger

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Das war so eine Datei die eine vergleichbare Ausgangsgrösse hatte.
Ich wollte nur darauf hinaus, dass Corel gemütlich mit einem Kern vor sich hin rendert. Deine 90 Sekunden sind wahnsinnig schnell.
Auf wenn ich Broschüren habe, geht es doch gemächlich zu. Selten sind da aber die Ausgangsdateien im Gigabytebereich bei mir mir.
Die Rollups die ich hier als Beispiel genommen habe, waren für eine Ausstellung in einem Museum. Da war viel Theater drauf. Sichtabstand max. 50 cm. Vergleichbar mit einer Broschüre halt.
Normale Rollups sind auch bei mir für den Druck sehr viel kleiner.

Unterm Strich ist mir das bei DIESER Anwendung aber auch egal. Der PDF-Export ist ja so ziemlich der letzte Schritt im Projekt. Da ist die Geschwindigkeit ziemlich nebensächlich. Jedenfalls bei mir.

Die PDF-Ausgabe von Corel finde ich aber ganz in Ordnung. Es gibt Tücken, aber ansonsten ganz OK.

Ich finde jedenfalls die Macversion von Corel gegenüber Windows sehr enttäuschend.
 

Veritas

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Das war so eine Datei die eine vergleichbare Ausgangsgrösse hatte.
Ich wollte nur darauf hinaus, dass Corel gemütlich mit einem Kern vor sich hin rendert. Deine 90 Sekunden sind wahnsinnig schnell.
Auf wenn ich Broschüren habe, geht es doch gemächlich zu. Selten sind da aber die Ausgangsdateien im Gigabytebereich bei mir mir.
Die Rollups die ich hier als Beispiel genommen habe, waren für eine Ausstellung in einem Museum. Da war viel Theater drauf. Sichtabstand max. 50 cm. Vergleichbar mit einer Broschüre halt.
Normale Rollups sind auch bei mir für den Druck sehr viel kleiner.

Unterm Strich ist mir das bei DIESER Anwendung aber auch egal. Der PDF-Export ist ja so ziemlich der letzte Schritt im Projekt. Da ist die Geschwindigkeit ziemlich nebensächlich. Jedenfalls bei mir.

Die PDF-Ausgabe von Corel finde ich aber ganz in Ordnung. Es gibt Tücken, aber ansonsten ganz OK.

Ich finde jedenfalls die Macversion von Corel gegenüber Windows sehr enttäuschend.

Ich hab jetzt mal nur 13 Seiten mit 13 Bildern erstellt. Export lag bei ca. 3min mit deinen Einstellungen. Allerdings würde die InDesign Datei ja im MB Bereich liegen. Kann Corel auch nur verknüpfen?
 

dreilinger

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Wau. Gute Frage. Die ich nicht mit Gewissheit beantworten kann. Ich bin ja eine Onemanshow und Verknüpfungen führen nur zu Problemen. Speicherplatz habe ich genug, layouten tue ich weniger - daher habe ich Verknüpfungen irgendwie mal abgewählt. Da Corel ja tausend Jahre alt ist, wird es wohl Verknüpfen können. Es konnte aber definitiv schon immer mit nativen Bildern im Dokument arbeiten.

Es kam hier ja der Vorwurf, dass InDesign fehlerhafte PDFs für den Progammimport liefert.
Das eigentlich nur, wenn Jungdödels davor sitzen. Stimmt, da werden Vorschaubilder mit eingebunden, und der Rest ist im Zweifel tatsächlich nicht ohne weiteres importierbar. Das liegt da eigentlich nur an den richtigen Einstellungen beim PDF-Export. Aber so entstehen Vorurteile.

Bei Corel ist das ja noch schlimmer! Nur weil, wenn man früher bei Aldi ein Kilo Bananen kaufte und dann eine CorelCD mitbekam, Corel billig war, ist Corel sehr verbreitet.
Ich habe Corel, ich bin Grafiker, hier meine Datei. Kotz! Die Ergebnisse waren/sind dann unübersehbar. Schon ist der schlechte Ruf da.
Billige Folienplotter beschleunigten die Entwicklung.

Wie gesagt, ich arbeite gern mit Corel. Damit ist man schnell, quick and dirty. Auf einem Arbeitsblatt kann man alles schön zusammenfuschen. Satz, Layout, Plott, Großformatdruck. Ich bin in dem Verein auch ziemlich involviert aber in letzter Zeit bin ich auch ziemlich angepisst.
 
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nonpareille8

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Ich habe Corel, ich bin Grafiker, hier meine Datei. Kotz!
Genau so.
Hatte mal eine Zeit Filmbelichtungen gemacht, der Horror waren angelieferte Corel-Dateien.
Natürlich waren die Kunden alle Profis. :hamma:

Allein diese Diskussionen welche Erstellungsfehler bei den Daten zu welchen Belichtungsfehlern führten. Würg.
Ich war froh diese Sch... irgendwann nicht mehr machen zu müssen.
 
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dreilinger

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Sag ich doch. :D

Als „ehrenwerter“ Coreluser hat man dann es schwer unter Illukollegen. Dabei hat/hatte Corel durchaus den Anspruch als Profiprogramm wahrgenommen zu werden. Die hatten mal ein Programm, einen Club wo nur Profis aufgenommen wurden. Die Aufnahmeprüfung war unter anderem so: man bekam eine Coreldatei. Diese musste man so aufbereiten dass man sie problemlos ausbelichten kann. Der Outputtest. Da waren dann so Fallstricke wie Duoton, Haarlinien bestimmte Coreleffekte usw. drin.
Also, man kann durchaus mit Corel professionell arbeiten. Aber auch hier gilt: ohne Wissen wird das nix.
 

MacEnroe

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Ich hab so um 1990 angefangen mit CorelDraw. Die Bedienung war um einiges besser gelöst als
z.B. Illustrator. Ich mochte CorelDraw, man konnte sehr schnell damit arbeiten, die Weiterverabeitung
war aber kaum möglich, die Druckereien waren auf Mac und QuarkXpress eingestellt.

Verknüpfungen gab es damals, bis etwa 1996 jedenfalls, nicht.

Dann bin ich auf Mac, Freehand und QuarkXpress umgestiegen. Freehand ist bis heute in vielen
Dingen unerreicht, weder von Illustrator noch von Affinity.
 
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dreilinger

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Echt? Es gab keine Verknüpfungen?
Ich hätte gedacht dass das gleich zu Anfang zwingend notwendig war. Wegen mangels Speicherplatz in der damaligen Zeit von 5 1/4 Zoll Disketten :D
Na, ich schrieb ja, dass ich es nicht genau weiß.

Und was Freehand betrifft ..., ich vermute das Corel den gleichen Weg gehen wird. Im letzen Jahr wurde Corel an KKR verkauft. Und wie Fotolia ging das dann paar Jahre später an Adobe. Und Freehand wurde ja auch suuuuuuper unter Adobe weiter entwickelt. :rolleyes:
 

nonpareille8

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Und Freehand wurde ja auch suuuuuuper unter Adobe weiter entwickelt. :rolleyes:
entwickelt = abgewickelt.

Ich empfand Corel subjektiv als den finalen Sargnagel der Vorstufe.

In Summe war Freehand das beste Vektorprogramm, mit Illustrator bin ich bis heute nicht „warm” geworden.
 

dreilinger

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Ich empfand Corel subjektiv als den finalen Sargnagel der Vorstufe.
Und deswegen gab es ja das Premiumclubdingsbums mit dem Outputtest um das Gegenteil zu beweisen.
Und es geht ja. Ich mache nichts anderes als das.
Aber rein statistisch wirst du Recht haben mit deinem finalen Sargnagel.
 

dreilinger

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Du kennst Corel 4? Merkst du was? Nur noch alte Säcke hier. :D:D:D
 
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MacEnroe

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Ich habe schon ohne Computer layoutet. Alles schön geklebt und ausgezeichnet, dann
ab damit in die Repro ... ja, das waren noch Zeiten :)
 
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Libi

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Du kannst direkt in InDesign an Illustrator oder Photoshop übergeben, speicherst du dann im jeweiligen Programm, überwacht InDesign das automatisch und aktualisiert auch automatisch. Im Live-Preflight geht die Ampel dann auf grün.
Ich weiss, aber in Affinity merkst du es fast gar nicht, wenn du vom Publisher zum Designer und zurück wechselst. Das ist einfach besser gemacht. Du musst auch nicht im Designer speichern, sondern kannst in den Publisher wechseln, weiterarbeiten und dann dort alles mit einem Befehl speichern. Eigentlich ist es so wie bei Corel, nur dass ich da immer das Gefühl habe, ich bin wieder in den Neunzigern in Canvas (wenn das noch einer kennt).

Das mit dem automatischen Aktualisieren im Indesign klappt bei mir zu 95%, aber halt nicht immer. Dann muss ich über das Verknüpfungsfenster manuell aktualisieren.
Aber wenigstens zeigt es die Ampel zuverlässig an, wenn was nicht stimmt.
 
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Veritas

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Das war so eine Datei die eine vergleichbare Ausgangsgrösse hatte.
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Auf wenn ich Broschüren habe, geht es doch gemächlich zu. Selten sind da aber die Ausgangsdateien im Gigabytebereich bei mir mir.
Die Rollups die ich hier als Beispiel genommen habe, waren für eine Ausstellung in einem Museum. Da war viel Theater drauf. Sichtabstand max. 50 cm. Vergleichbar mit einer Broschüre halt.
Normale Rollups sind auch bei mir für den Druck sehr viel kleiner.

Unterm Strich ist mir das bei DIESER Anwendung aber auch egal. Der PDF-Export ist ja so ziemlich der letzte Schritt im Projekt. Da ist die Geschwindigkeit ziemlich nebensächlich. Jedenfalls bei mir.

Die PDF-Ausgabe von Corel finde ich aber ganz in Ordnung. Es gibt Tücken, aber ansonsten ganz OK.

Ich finde jedenfalls die Macversion von Corel gegenüber Windows sehr enttäuschend.
Versteh ich schon, aber da InDesign nur verknüpft, speichert es auch schneller. Die eigentliche Datei wird nach dem Verpacken ziemlich klein. Die Messewand hat gerade mal ~19MB, der 28-Seiter ~39MB. Photoshop hingegen benötigt beim Speichern der PSDs mit Ebenen, Einstellungsebenen, Smartobjekten usw. auch sehr lange. Dafür ist InDesign im Netzwerk sehr träge, wenn alles verknüpft ist.
 

Veritas

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Ich weiss, aber in Affinity merkst du es fast gar nicht, wenn du vom Publisher zum Designer und zurück wechselst. Das ist einfach besser gemacht. Du musst auch nicht im Designer speichern, sondern kannst in den Publisher wechseln, weiterarbeiten und dann dort alles mit einem Befehl speichern. Eigentlich ist es so wie bei Corel, nur dass ich da immer das Gefühl habe, ich bin wieder in den Neunzigern in Canvas (wenn das noch einer kennt).

Das mit dem automatischen Aktualisieren im Indesign klappt bei mir zu 95%, aber halt nicht immer. Dann muss ich über das Verknüpfungsfenster manuell aktualisieren.
Aber wenigstens zeigt es die Ampel zuverlässig an, wenn was nicht stimmt.
Aber da wird dann alles im Affinity-eigenen Format gespeichert und eingebettet, oder?
Ich denke, das ist auch Workflow-abhängig. Mein Werkzeuglayout sieht in InDesign, Illustrator, Capture One und Photoshop gänzlich anders aus. Mal auf einem Monitor, mal auf beiden. Mal sind die Paletten statisch, in Illustrator werden sie immer verschoben.
Was in InDesign wirklich nervig ist... macOS und Windows zusammen über Netzlaufwerke. Bei mir heißt es z.B. /Server/Projekte beim Kollegen \\Server\P und InDesign kommt da durcheinander.
 

MacEnroe

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Versteh ich schon, aber da InDesign nur verknüpft, speichert es auch schneller. Die eigentliche Datei wird nach dem Verpacken ziemlich klein.
Corel verknüpft ja auch. Aber beim Speichern als PDF ist es eigentlich egal, die Originaldaten
müssen in jedem Fall „geöffnet“ und umgewandelt werden, da hilft verknüpfen nichts, im Gegenteil.
 
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