[GUIDE] ~1000 MB/s SSD Blade im Classic Mac Pro (cMP)

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  1. Tzunami

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    Viele Leute sind von der Übertragungsrate der SSD Blade im neuen Mac Pro begeistert. Was jedoch nur wenige wissen: Mit wenig Aufwand kann man die standardisierte Version der Samsung SSD Blades auch im cMP verwenden.

    Die Kosten liegen ca. bei 280€ für 256 GB inkl. allem Zubehör.

    Damit ist diese Lösung wesentlich billiger als eine Sonnet Tempo Pro + 2 SSDs

    Benötigt wird:

    1x Samsung SSD XP941 256 GB/512 GB (250€/425€)
    http://geizhals.at/de/?fs=Samsung+SSD+XP941&in=

    1x DeLOCK PCIe 1 x M.2 NGFF - 89370 Carrier Karte (25 €)
    http://geizhals.at/de/?fs=DeLOCK+PCIe+M.2+NGFF&in=

    Blade einfach in die Carrier-Karte einsetzen und das ganze dann in einen freien PCIe 2.0 4x Slot stecken, fertig.

    Die Samsung SSD XP941 ist bootfähig und im EFI sichtbar. Trim Enabler wird für Trim benötigt.

    Hier ein Bericht der die einzelne SSD Blade im nMP alt aussehen lässt:
    http://www.barefeats.com/hard183.html

    Hier mal mein Benchmark:
    Bildschirmfoto-2014-05-08-um-15.05.47.jpg
     

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  2. v3nom

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    coole Sache, nur traurig das die 2006-2007er MacPros mal wieder durch ihre lahmen PCIe Schnittstellen begrenzt werden.
     
  3. Lor-Olli

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    "nur traurig das die 2006-2007er MacPros mal wieder durch ihre lahmen PCIe Schnittstellen begrenzt werden"

    Die Hardware ist aber auch schon 8 Jahre alt! Bedenkt man die Verdopplung der CPU-Leistung alle 18 Monate (Moore's law), dann ist das irgendwie logisch. Ein PCI-Bus mit der Geschwindigkeit von heute wäre einfach zu viel "overkill" gewesen (es gab kein TB, keine schnellen SSDs, erheblich langsamere Festplatten, Speicherlimitierung…).

    Aber gut zu wissen, dass man einen relativ neuen MacPro (2010-2012) noch mal ordentlich "trimmen" kann. 2,2GB/s, da dürften die Leitungen heiß werden - die Frage bleibt ob das jetzt Spielerei ist, oder ob man die Geschwindigkeit angesichts der Prozessorleistung wirklich sinnvoll nutzen kann (sicher wohl der 12Core).
     
  4. Tzunami

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    Was ich komisch finde ist, dass der Unterschied so gravierend ist, denn eine PCIe 1.0 4x müsste eigentlich ca. 1000 MB/s schaffen.

    Ich glaube ich teste das nachher mal mit meinem Mac Pro 2008 und dem PCIe 1.0 x4
     
  5. spaceman88

    spaceman88 unregistriert

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    Vielleicht ist der Overhead bei PCIe sehr hoch? Wäre bei einer internen Schnittstelle allerdings merkwürdig.
     
  6. Tzunami

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    @ v3nom

    Traurige Nachricht, die Karte schaft leider nicht die von mir erwarteten Werte sondern nur lausige 700 MB/s :d

    Ich schreibe mal Barefeats an, damit die das korrigieren.

    Hier die Daten:
    Bildschirmfoto-2014-05-09-um-14.28.32.jpg Bildschirmfoto-2014-05-09-um-14.28.59.jpg Bildschirmfoto-2014-05-09-um-14.27.49.jpg
     

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  7. v3nom

    v3nom Mitglied

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    Der Durchsatz geht ja schon in die gleiche Richtung, wie die PCIe 1x eSATA Karte mit 200MB/sec anstelle der möglichen 250MB/sec.

    Aber schön zu sehen, das immerhin noch 700MB/sec drin sind! :)
     
  8. Phrasenbieger

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    Schade.
    Nur mal so zum Verständnis: warum hat es erst (#1) geklappt und jetzt (#6) nicht mehr?
     
  9. Tzunami

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    Wenn ich ehrlich bin habe ich mit genau diesem Wert gerechnet. Eine PCIe Karte wie die Velocity X2 nutzt PCIe 2.0 x2. PCIe 2.0 x2 hat den selben Durchsatz wie ein PCIe 1.0 4x Interface. Naja und die Velocity X2 liegt bei ca 700 MB/s.
     
  10. Tzunami

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    Das ist ein vergleich zwischen Mac Pro 2012 und Mac Pro 2008

    Der Mac Pro 2009-12 hat PCIe 2.0 x4 (2000 MB/s Maximum)
    Der Mac Pro 2006-8 hat PCIe 1.0 x4 (1000 MB/s Maximum) (wobei der 2008er auch noch 1x PCI 2.0 x16 frei hat)
     
  11. Phrasenbieger

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    Sorry, hatte nicht kapiert das das 2 verschiedene Maschinen waren!

    Aber diese Blackmagic App die ich auf diesem Wege kennengelernt habe ist cool!

    DiskSpeedTest.jpg

    Warum schreibt mein Mac schneller als er liest?
     
  12. Tzunami

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    Hast du eine 512 GB SSD? SSDs haben Controller die gleichzeitig auf mehrere Zellen schreiben (Je mehr Zellen um so mehr gleichzeitige Schreibvorgänge). Bei grossen SSDs kann dann schon mal das Schreiben schneller sein als das lesen.
     
  13. Lor-Olli

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    Schreiben kann man "gnadenlos" parallel, Lesen erfolgt zumindest partiell sequentiell - die Daten sollen ja auch in der richtigen Reihenfolge ankommen ;), beim Schreiben ist das nicht so wichtig, solange klar ist was wo steht.
     
  14. Tzunami

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    Nachgereicht, AJA System Test

    Bildschirmfoto-2014-05-13-um-02.41.04.jpg
     
  15. Lor-Olli

    Lor-Olli Mitglied

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    Dachte es passt hier ganz gut rein:
    http://techon.nikkeibp.co.jp/english/NEWS_EN/20140522/353388/

    Kurz zusammengefasst, hier wird eine Softwareoption aufgezeigt, die den Datentransport innerhalb einer schnellen SSD deutlich optimiert und die Zahl der Schreibzyklen und den Stromverbrauch verringert - alles mit bestehender Hardware rein softwaregesteuert. Die Idee ist, dass der Übergang von "storage engine middleware" zu "flash translation layer middleware" immer nur über freie Blöcke erfolgt, wodurch große Fragmentation entsteht. Die Garbage Collection arbeitet dem "hinterher", bremst das System aber enorm aus (im Bereich von 100ms).

    Die Idee ist also, einen "logical block address scrambler" dazwischen zuschalten, der die logische Adressierung in eine flashoptimierte Adressierung wandelt, mit dem Ergebnis, dass viel weniger Defragmentation (halb gefüllte Blöcke) entsteht, viel weniger gelöscht werden muss und die Garbage Collection fast nichts mehr zu tun hat. Der Geschwindigkeitsgewinn ist enorm, ca 300% höhere Schreib und Lesegeschwindigkeit, ca. 60% weniger Energieverbrauch und ca. 55% weniger Schreib/ Löschzyklen. Würde für den Mac Pro bedeuten: ca. 4 GB/s Lesen/Schreiben ;)

    Da es sich um eine reine Softwareanpassung an bestehende Hardware handelt, dürften wir wohl nicht allzu lange warten müssen!?!? (Für die Hersteller zweischneidig, einerseits leben die SSDs länger, andererseits dürfte das den Absatz von noch mehr Speicher fördern ;) )
     
  16. Tzunami

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    Klingt toll, aber…

    …4 GB/s sind unmöglich da das SSD Blade an einem PCIe x4 interface angebunden ist, was die Übertragungsrate auf ca 1700 MB/s begrenzt.
     
  17. Massaguana

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    Hat sich Erledigt...
     
  18. Lor-Olli

    Lor-Olli Mitglied

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    Ja, hatte ich "unterschlagen". Dennoch eine interessante Perspektive ein Raid aus wenigen SSDs ( 2 reichen) welchen den TB2 zum "glühen" bringt. Die Thunderboltanschlüsse werden auch so schon ordentlich heiß (ich weiß auch dort sind bei theoretischen 2500 MB/s Schluss).
    Die Frage ist angesichts der Entwicklung wie lange herkömmliche HDs noch eine Perspektive haben, wenn SSDs weniger Strom verbrauchen, längere Haltbarkeit haben (durch weniger Schreib- und Löschzyklen) und die Speicherkapazität ohne GarbageCollection besser ausnutzen. Im mobilen Bereich geht die Tendenz ja jetzt schon sehr verstärkt zu SSD (nicht nur Apple). Die einzigen die hier noch bremsen können / werden (?) sind die Hersteller von SSDs, obwohl die "Umrüstung" technisch eher simpel ist.
     
  19. Tzunami

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    Für mich ist im Moment die SSD nur für System, Cache und zum Bearbeiten wichtig. Für alle anderen Daten verwende ich immer noch Festplatten, denn 12 TB als SSD wären ein klein wenig teuer.
     
  20. Lor-Olli

    Lor-Olli Mitglied

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    12 TB SSD sind denke ich auch mal unnötig, weil so viele Daten von 99% der User nie ständig genutzt werden. Die Entwicklung ist deswegen spannend, weil
    a) die Kapazitäten der SSDs bei gleicher Hardware wohl größer ausfallen (weniger "Reserve")
    b) die Standzeiten / Haltbarkeit der SSDs erhöht werden kann (weniger Schreib/Löschzyklen)
    c) die Geschwindigkeit gerade beim Speichern großer Projekte "in Arbeit" sicher interessant bleibt. 1GB sehr schneller Speicher etwa lohnt sich in einigen Bereichen definitv.
    d) wenn der Stromverbrauch sinkt, würde auch die Laufzeit der mobilen Rechner davon profitieren

    Als reines Datengrab halte ich eher die Langlebigkeit für wichtig, so wie das Preis/Leistungsverhältnis. Auch Bandspeicher haben noch ihre Berechtigung. Jedenfalls gut zu wissen, dass da immer noch ordentlich Bewegung in der Entwicklung ist, gerade Filmprojekte in 4K sind extrem speicherhungrig.
     
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