Gender-Sprache in Musik-App

kermitd

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Was für Probleme sollen das sein? Es ist ungewohnt, aber nicht problematisch. Generisches Femininum ist genauso gut oder schlecht wie generisches Maskulinum.
in der letzten Folge des NDR-Corona-Podcasts schien das verwendet zu werden:“Politikerinnen und Experten“ wenn ich mich richtig erinnere (oder andersrum, jedenfalls ohne Pause vor dem „innen“. Naja, man weiß ja was gemeint ist… warum einfach wenns auch kompliziert geht

Interessanterweise hat dort nur die Journalistin und nicht die Expertin die Gender-Sprache verwendet (oder es jedenfalls tapfer versucht)
 

berlin69er

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Was für Probleme sollen das sein? Es ist ungewohnt, aber nicht problematisch. Generisches Femininum ist genauso gut oder schlecht wie generisches Maskulinum.


Nö, Du sagst ja selbst: es ist generisch. Für die eigentliche Aufgabe spielt es keine Rolle, welche Variante man verwendet.
Aber warum sollte überhaupt etwas geändert werden? Ich erkenne die Notwendigkeit nicht.
Die Sprache wird „auf der Straße“ nicht verwendet und verkompliziert die Kommunikation unnötig.
Der vorgeschobene Grund der Gleichberechtigung ist scheinheilig, da sich im Miteinander dadurch nichts ändert. Im Gegenteil: ich sehe das gleichberechtigte Miteinander sogar eher gefährdet.
Und Firmen wie Apple werfe ich Doppelmoral vor, da sie diese Vorreiterrolle nur lokal umsetzen. Die „Regenbogen-Kollektion“ z.B. gibt es nämlich in arabischen Ländern nicht.
Von mir aus können sie einführen, was sie wollen, aber sollten es dem Kunden überlassen, ob er es einstellen und nutzen will oder nicht.
 

WollMac

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Aber warum sollte überhaupt etwas geändert werden? Ich erkenne die Notwendigkeit nicht.
Die Sprache wird „auf der Straße“ nicht verwendet und verkompliziert die Kommunikation unnötig.
Hast du dich nur hier angemeldet, um zu polemisieren oder hast du auch was zum Thema Apple zu sagen?
 

berlin69er

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Aha, wenn ich zum Ausdruck bringe, dass ich das nicht möchte polemisiere ich?
Und das Thema betrifft doch Apple gerade akut!
Nochmal: es geht mir nicht um männliche oder weibliche Formen, sondern um den Doppelpunkt oder welche Genderform für das „dritte“ Geschlecht Apple letztlich nutzen will. Diese Art der Umsetzung diskriminiert Nutzer, die auf Sprachausgabe angewiesen sind, auf Kosten einer Modeerscheinung die Apple offensichtlich nutzt, um sich besser dastehen zu lassen.
 

Fl0r!an

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in der letzten Folge des NDR-Corona-Podcasts schien das verwendet zu werden:“Politikerinnen und Experten“ wenn ich mich richtig erinnere (oder andersrum, jedenfalls ohne Pause vor dem „innen“. Naja, man weiß ja was gemeint ist… warum einfach wenns auch kompliziert geht

Interessanterweise hat dort nur die Journalistin und nicht die Expertin die Gender-Sprache verwendet (oder es jedenfalls tapfer versucht)
Ja, das wird hier und da gemacht, z.B. Die Zeit gendert so. Empfinde ich von den verfügbaren Möglichkeiten als eine der sprachlich angenehmeren, das "holpert" nicht so sehr und stört nicht den Lesefluss. Wenn man nicht explizit drauf achtet, fällt es eigentlich kaum auf.
Ist sicherlich nur nicht ganz trivial, da dann eine wirklich faire Verteilung der männlichen und weiblichen Form hinzukriegen, nicht nur was die Anzahl betrifft, sondern auch positiv/negativ assoziierte Worte angeht.
 

MacEnroe

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Ich finde das :innen in einem geschriebenen Text gar nicht so schlimm, nur vorlesen ist dann blöd. Ich hab neulich
eine Komikerin gesehen, eigentlich ganz witzig, aber in jedem Satz 3x das abgehackte „innen“ war so schrecklich,
dass ich abgeschalten hab.
 

kermitd

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@berlin69er
Geräte auf englische Sprache umzustellen.
Das war auch vorher schon ratsam, weil die blöden Deutschen Wörter einfach zu lang sind um gut in Benutzeroberflächen zu funktionieren. Da kann sich Apple meinetwegen mit dem Gendern austoben und dieses Problem noch verschlimmern, solange einem die englische Alternative bleibt.
 
Zuletzt bearbeitet:

MacEnroe

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Die englische Alternative ist aber auch betroffen. siehe -> Userinnen
 

kermitd

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Die englische Alternative ist aber auch betroffen. siehe -> Userinnen
Ich steh wahrscheinlich auf dem Schlauch, oder meinst Du das als Witz? :unsure: Ich hatte jetzt nicht an die Verwendung einzelner denglischer Wörter gedacht, sondern an das Umstellen der Systemsprache auf Englisch,
 

MacEnroe

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Ja, war mehr als Witz gemeint ... hatte deinen Beitrag aber auch nicht ganz gecheckt. :shame:
 

Strunzoelp

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Mein Kurzer ist gerade schwer in Sachen Harry Potter unterwegs. Da heissen die weiblichen Lehrkräfte Hogwarts auch nur Professor. Mag aber auch daran liegen, dass die Bücher ja mittlerweile über 20 Jahre auf dem Buckel haben und das damals schlicht kein Thema war.
Kommt schon noch. Lucky Luke haben sie ja auch nachträglich einen Grashalm verpasst. Eine Zensur findet doch statt.
 

wolfgang ehle

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Nochmal mein Hinweis auf die
die Firefox App "Binnen-I be gone"
Das war ernst gemeint, die gibt es tatsächlich und es funktioniert. Da macht lesen wieder Spass.
Die Diskussion hier - gut und richtig - ist irgendwo falsch abgebogen.
 

WollMac

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Nochmal mein Hinweis auf die
die Firefox App "Binnen-I be gone"
Das war ernst gemeint, die gibt es tatsächlich und es funktioniert.
Das mag ja sein, aber eine App gegen angebliche Sprachverhunzung in einem schauderhaften Denglisch zu benennen, ist schon Realsatire.
Oder ein Schuss ins eigene Knie.
 

kermitd

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Für die Musik-App wird eine Firefox-Extension denke ich mal auch nichts bringen.
 

carstenj

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Na dann bringe ich mich mal in die Diskussion einwenig mit ein, obwohl ich weiß, dass dann ein Sturm über mich herein brechen wird.
....
Alles sehr schön beschrieben, und ich kann das nachvollziehen. Und ja, tatsächlich sehe ich das sogar wie du, dass Sprache unser Handeln zumindest (mit) beeinflusst und in ein oder zwei Generationen durchaus die Gleichberechtigung existiert, die wir uns alle wünschen, nicht zuletzt eben genau wegen des Genderns.

Allerdings ist es immer noch so, dass eine Mehrheit dagegen ist. Ich finde schon, dass dieser Punkt nicht zu verachten ist, denn dieser Teil der Menschen fühlt sich übergangen oder nicht gehört. Man könnte jetzt so argumentieren, dass das alles Menschen sind, die nicht so weit denken wollen oder können und die Aspekte, die du beschreibst, in deren Gedankenwelt gar keine Rolle spielen. Aber ist das der richtige Weg? Vermutlich wird niemand Deutschland verlassen oder den Rest seines Lebens verbittert in einer Höhle verbringen, aber eine Art der Spaltung ist es schon.

Für mich ist das, so empfinde ich es zumindest, eine auferzwungene Änderung der Sprache, diktiert von einer Elite, die denkt sie wüsste was besser sei für alle. Und da gerät (leider) auch bei mir die eigentliche Sache aus dem Fokus, sondern mein innerer Widerstandskämpfer übernimmt die Kontrolle.
 

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