Freier Mitarbeitervertrag vs. Freelancer bei mehreren Agenturen

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von ROLLUM, 16.04.2008.

  1. ROLLUM

    ROLLUM Thread Starter Mitglied

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    hallo.
    folgender fall. ich habe meine 2-3 stammagenturen für die ich freelance (+ ein paar kleinkunden). lange und gute geschäftsbeziehungen, aber nicht über irgendwelche verträge geregelt sondern basierend auf langjährige gute zusammenarbeit. nun kommt eine neue agentur, fragt auch nach freier mitarbeit und die wollen sich natürlich mit nem mitarbeitervertrag absichern.
    nun ist da natürlich auch in puncto wettbewerb einiges aufgeführt.
    meine frage: wie »handelt« (engl. ausgesprochen) ihr das für mehrere agenturen zu arbeiten, denn man kann ja nicht versprechen, das die eine agentur plötzlich für kunden xy arbeitet oder beackert für die gerade die andere agentur auch was macht!?!

    gruss.
     
  2. tulix

    tulix Mitglied

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    Hey,

    also wenn da Sachen wie

    "... darf der Auftragnehmer weder für einen direkten oder indirekten Kunden des Auftraggebers wie auch für seine Konkurrenten tätig werden ..."

    stimme ich dem Vertrag nicht zu.

    Eine ähnliche Formulierung wollte mir neulich tatsächlich ein Projektvermittler andrehen und war stinksauer, als ich nicht unterzeichnet habe.

    Aber ich finde, das solche Knebelverträge in unserem Geschäft einfach nicht zumutbar sind. Bei festen Mitarbeitern ist das was anderes, aber wir Freelancer leben einfach davon, unser Spezialwissen bei verschiedenen Kunden einzusetzen.

    Spezialwissen heißt aber auch, dass unsere Kunden (z.B. Agenturen) in vielen Fällen Konkurrenten sind... nicht immer, aber doch oft.

    Scheinabr ist es so, dass versucht wird, diese Klauseln möglichst allgemein zu halten - was imho sehr gefährlich für uns werden kann.

    Ich würde zunächst mal versuchen, die Passage komplett zu streichen.
    Das halte ich für das beste. Ich kann einen Klempner auch nicht dazu verdonnern, nur noch bei mir Rohre zu verlegen, wenn er mal für 1 Woche was an meiner Heizung gemacht hat...


    Alternativ bitte die Kunden/Konkurrenten namentlich auflisten und zum Vertragsbestandteil machen. Dazu gehört aber auch der Standord/Abteilung des Kunden und die genaue Tätigkeit wie auch der Zeitraum, in dem man nicht für diesen tätig werden darf!
    Gleichzeitig muss die Auflage aber auch in Relation zum Projektzeitraum bzw zu den Einnahmen stehen. Für 3 Monate programmieren würde ich mir das nicht antun - dann lieber ein anderes Projekt.
     
  3. Al Terego

    Al Terego Mitglied

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    ganz genau so sehe ich es. ich bin freier grafiker, daher kann ich nicht verbindlich zusagen, ausschließlich für den kunden X tätig zu sein. kunde X wiederum kann mir nicht zusichern, mich ständig über einen bestimmten zeitraum hinweg mit aufträgen zuzuschütten, die meine existenz und gutes karma sichern. deshalb steht zumindest in meinen verträgen auch drin, dass ich aufträge des kunden X jederzeit ablehnen kann. direkt hinter dem passus, dass es mir obliegt, wo ich die aufträge erfülle. dass dies natürlich lediglich der gegenseitigen absicherung in puncto scheinselbstständigkeit dient, ich mich nach der x-ten ablehnung eines angebotes ins aus manövriere und es unclever ist im home office zu arbeiten, wenn der job ständig persönliche absprachen notwendig macht, ist unbestritten.
     
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