Festplatte defragmentieren

applemacfan04

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Hallo!
Da ich erst seit 2 Monaten iMac benutze (bin mehr als sehr zufrieden, und dabei geschafft, Wintel endlich aussem Fenster zu schießen!), möchte ich mal gerne wissen, wie es mit der Festplatten-Defragmentierung aussieht.
Bei macwelt.de gibt es einen Hinweis zum Programm "Prosoft: Neues Festplatten-Tool für Mac-OS X" (http://www.macwelt.de/news/software/allgemeines/30349/)
Etwas verwirrt mich:
Apple empfiehlt, dass man die Festplatte nicht defragmentieren zu brauche.
Dabei war ein anderes Programm im Gespräch, welches öfters Probleme bereitete bei der Defragmentierung der Festplatte.
Nun gibt es diese Software von Prosoft. Die kostet 99 $.
Jetzt bräuchte ich mal einen Rat/Tipp:
Ist die Defragmentierung der Festplatte bei Mac nötig oder nicht?
Wenn ja welche Software könnte man dafür einsetzen....
 
H

HAL

applemacfan04 schrieb:
Apple empfiehlt, dass man die Festplatte nicht defragmentieren zu brauche.
Richtig. OS X macht das von Haus aus. Es kann auch manuell im Terminal
gemacht werden oder mit Hilfe von GUI-Tools. Es reicht aber, den Rechner
ab und an einmal über Nacht laufen zu lassen.
 

grabmeru

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Herzlich willkommen hier!

Kurz gesagt: Defragmentieren ist überflüssig bis schädlich.

Details wurden in anderen Threads schon sehr detailliert diskutiert; einfach mal danach suchen (Tipp: ._ut in den Suchstring mit aufnehmen; Grund wird sich mit der Zeit schon erschliessen ;-)
 

hertzchen

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unter os 9 war es manchmal sinnvoll, zu defragmentieren...

unter os x macht es keinen sinn!!!

spar dir die 99euronen und kauf dir lieber mehr ram und noch mehr ram, dann tust du was für die performance

solltest du wirklich der meinung sein defragmentieren zu müssen, dann lad dir carboncopycloner runter (ist für lau) kopier dein system in ein image und spiel es dann auf die frisch initialisierte platte zurück é voila
 
Zuletzt bearbeitet:

applemacfan04

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Hallo HAL,
mir wird es immer klarer, was Apple und Mac wirklich leisten!

Das was Du meinst, bedeutet also:
Ich sollte wirklich mal einmal in der Nacht den Rechner anlassen (und wie sieht es mit Energiesparmodus aus? Festplatte bestimmt aktivieren lassen....) und dabei sorgenlos im Bett schlafen können.....
 

cbecker-nrw

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applemacfan04 schrieb:
Das was Du meinst, bedeutet also:
Ich sollte wirklich mal einmal in der Nacht den Rechner anlassen (und wie sieht es mit Energiesparmodus aus? Festplatte bestimmt aktivieren lassen....) und dabei sorgenlos im Bett schlafen können.....
Hallo und Herzlich willkommen im Forum!

Das könnte dich vieleicht interesieren, wenn du mitmachst wirst du sehen das der rechner nicht nur selber defragmentiert und so sondern auch wochen und monate ohne neustart läuft...

also, lass deinen rechner ruhig an und geh schlafen, ich hatte auch anfangs ein mulmiges gefühl, mittlerweile ist er auch drei wochen an...
 

applemacfan04

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Hallo an alle, die hier auf die Frage von mir geantwortet haben, ich danke Euch!
Hoffe, dass es so bleibt mit der Gemeinschaft.
Dann kann ich sorgenloser leben mit dem Mac OS X! :)
 

lundehundt

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HAL schrieb:
Richtig. OS X macht das von Haus aus. Es kann auch manuell im Terminal
gemacht werden oder mit Hilfe von GUI-Tools. Es reicht aber, den Rechner
ab und an einmal über Nacht laufen zu lassen.
Man muss zwischen einer fragmentierte Platte und fragmentierten Dateien unterscheiden.

OS X versucht alle Dateien kleiner 20 MB am Stueck zu schreiben. Das fuehrt zwangslaeufig dazu, dass die Platte fragmentiert wird. Also die Daten nicht zu grossen Blocken zuzammengeschoben werden (wie das Norton nach einer Defragmentierung so schoen grafisch darstellt und was unweigerlich dazu fuehrt, dass Files nach kurzer Zeit wieder fragemntiert geschrieben werden muessen) sondern immer auch freie Luecken zwischen einzelnen Dateien entstehen, die bei passender Datei Groesse aber gefuellt werden. Der Vorteil dieser Methode ist, dass Dateien nicht fragmentiert gespeichert werden muessen. Also der erste Teil eines files am Speicherplatz xy mit einem Sprungbefehl am Ende der Datei auf die Fortsetzung am Speicherplatz xyz verweist. Genau das macht das Laden von Dateien langsam.

Damit das optimal funktioniert, sollte die Platte nie bis zum Anschlag voll sein, sondern Apple raet immer min. 20% freien Speicherplatz vorzuhalten.

Das macht des OS soweit mir bekannt ist on the fly beim Speichern der Dateien und nicht irgendwann in der Nacht. Mir ist auch nicht bekannt, wie das ueber das Terminal oder eine Applikation getriggert werden koennte. Ich wuerde ganz schoen nervoes werden, wenn ich nachts vorm Rechner sitze und ploetzlich wie von Geisterhand Fesplattenaktivitaeten bei mir angezeigt wuerden, die ich nicht veranlasst habe.

Cheers,
Lunde
 

?=?

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hertzblau.net schrieb:
. . . dann lad dir carboncopycloner runter (ist für lau) kopier dein system in ein image und spiel es dann auf die frisch initialisierte platte zurück é voila
Na ja, der gute Mike Bombich würde sich schon über eine kleine Spende freuen:
CCC is considered donation-ware (uncrippled shareware). I worked hard developing CCC and its methodology and documenting it on the internet for the rest of the Mac OS X community.
Über das Festplattendienstprogramm geht's auch mit Panther Bordmitteln und wirklich für lau.


Gruß,

?=?
 

cbecker-nrw

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lundehundt schrieb:
(...)Ich wuerde ganz schoen nervoes werden, wenn ich nachts vorm Rechner sitze und ploetzlich wie von Geisterhand Fesplattenaktivitaeten bei mir angezeigt wuerden, die ich nicht veranlasst habe.

Cheers,
Lunde
mein bruder hat mir mal erzählt das er von seinem G5 wach geworden ist der ein Zimmer weiter (jedoch nur durch vorhang getrennt) anfing auf der platte rum zu rödeln und dadurch die lüfter hochdrehten...
 

Hilarious

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Alle Zweifler aufgepasst:
Ein Defragmentieren ist mit dem Dateisystem HFS+ nicht mehr notwendig und, ja, das kann das System eher durcheinanderbringen als nützen.

Hier ist übrigens näher beschrieben, warum man das manuelle Defragmentieren nicht benötigt:
Panther has automatic defragging?

Jedesmal wenn auf die Festplatte zugegriffen wird, also auch, wenn man eine Datei nur einmal anklickt, oder ein Programm darauf zugreift, wird geprüft, ob die Datei kleiner ist als 20 MB. Da es davon üblicherweise sehr viele gibt, man denke nur an die vielen kleinen Dateien, die schon das System mitbringt, sind solche Dateien am Ehesten fragmentiert.

Noch während des Zugriffes prüft also das System den Fragmentierungsgrad einer Datei und defragmentiert diese durch schnelles Verschieben auf der Festplatte. Im Einzelnen wird man das kaum merken, und in Verbindung mit der Journaling-Funktion von HFS+, die standardmäßig in Panther aktiviert ist, gehört HFS+ meines Echachtens mit zu den modernsten Dateisystemen, die derzeit existieren und stellt Dateisysteme, die derzeit in der Windows-Welt üblich sind (z. B. NTFS) in vielen Punkten in den Schatten.

Sind dann im laufenden Betrieb die kleinen Datei defragmentiert, sind die großen Dateien überwiegend auch in zusammenhängenden Blöcken. Sozusagen ein Gratis-Effekt.

Daher ein paar Wahrheiten zum Mitnehmen:
o Michael Knight und sein schwarzes Auto («Kitt, gib' alles was Du hast.») sind nie bei hoher Geschwindigkeit rückwärts aus einem LKW gefahren.

o Elvis ist wirklich tot.

o Macs defragmentiert man nicht.

Punkt.
 

nkonde

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aufräumarbeiten in der nacht oder nich?

HAL schrieb:
Es reicht aber, den Rechner
ab und an einmal über Nacht laufen zu lassen
lundehundt schrieb:
Das macht des OS soweit mir bekannt ist [...] nicht irgendwann in der Nacht.
Was denn, wie denn wo denn jetzt??
Dass OS X die daten möglichst am stück schreibt unter 20 MB war mir bewusst. aber arbeitet der mac nun heimlich nachts und räumt auf oder nicht?
wenn ja würde ich ihn doch auch mal laufen lassen, da das hier und da doch sicher mal nen performance schub bringt...
und stört es beim aufräumen denn wenn ich musik laufen lasse -so zum in den schlaf wiegen (schließlich bedeutet musik laufen lassen ja ständige hd zugriffe) ??

wer weiss es? :rolleyes: :p
 

Hilarious

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Nachts laufen anderen Dinge, aber keine General-Defragmentierung (diese allerdings quasi by the way, wenn er den Rest erledigt). Nachts meist zwischen 3 und 4 Uhr morgens räumen UNIX-Systeme gern mal den Prüll in die Ecke, fegen ein wenig die Küche und putzen das Klo. Im Klartext, es werden LogFiles rotiert, hin- und wieder wird ein "update pre-binding" durchgeführt, und viele weitere kleine Dinge, die einfach dazugehören. Dabei gibt es tägliche, wöchentliche und monatliche Dienste.

Wenn Du keine Lust hast, den Rechner über Nacht schnurren zu lassen, kannst Du Deinem System hin und wieder einen Gefallen tun und diese so genannten "cron-jobs" per Hand anstoßen. Am einfachsten geht dies zum Beispiel mit MacJanitor von Brian Hill (Werd's auch gleich mal wieder machen). Bei dem Progrämmchen kann man nett zuschauen.
 
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