Farbprofile

iroy

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ich habe hier im InDesign eine arbeit geschrieben und möchte das teil jetzt drucken lassen. das ganze muss nicht professionell oder perfekt werden, aber ich habe von diesen 'farbprofilen' gehört...und wenn es ohne grossen aufwand möglich ist, die 'farbechtheit' zu steigern, dann wäre das schon nützlich...

in anderen threads zu diesem thema habe ich überhaupt nichts verstanden, ich habe auch nicht die zeit mich tiefer damit zu beschäftigen (muss morgen in den druck)...

meine bilder sind alle bereits CMYK...

im InDesign hat es eine eine recht grosse auswahl an voreinstellungen, wie z.b. 'Colorsync Workflow' oder 'Europe Prepress Defaults'...

welche einstellung soll ich wählen?
muss ich das dokumnet dannach auch noch in diesen farbraum konvertieren?

thxs

have a nice day
roy
 

derJo

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Mit Farbprofilen kann man SEHR viel machen, aber wenn man keine Ahnung hat, sollte man beim instellierten Standart bleiben!!! Sonst kann man auch SEHR viel Sch... bauen. Schau dir lieber die Bilder In Photoshop nochmal an und drehe da was an den Farben, wenn es sein muß. Also: Mach dir keinen Kopf - ab damit in den Druck!

Schöne Grüße

Jo
 
D

Dr. NoPlan

So sollten in InDesign die Farbeinstellungen aussehen. ;)
 

metron

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Deaktiviere am besten das Farbmanagement. Arbeite selbst in der Druckvorstufe und nur max. 5% aller Drucksachen werden mit echtem Farbmanagement verarbeitet. Das muss dann vom Monitor bis zur Druckmaschine angepasst werden.
Also Farbmanagement raus und ab zum Druck.
 

iroy

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vielen dank erstmal an alle...

nur weiss ich jetzt immer noch nicht recht, was ich machen soll...

hat 'Dr. NoPlan' überhaupt keinen plan, wenn er mir diese farbeinstellungen empfiehlt :)D) und ich soll tatsächlich die finger davon lassen oder ist es genau umgekehrt?

wenn ich noch ein paar zusätzliche meinungen hören könnte, wäre es leichter sich festzulegen...thx

have a nice day
roy
 
D

Dr. NoPlan

hat 'Dr. NoPlan' überhaupt keinen plan, wenn er mir diese farbeinstellungen empfiehlt und ich soll tatsächlich die finger davon lassen oder ist es genau umgekehrt?
... bei mir klappts, warum solltest kein Farbmanagement verwenden! kopfkratz
 

Ogilvy

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wenn die Druckerei nach ISO druckt,
würde ich diese Einstellungen ver-
wenden.


Die verwenden Profile bekommts
du bei der European Color Initiative.

Wenn du es absolut richtig machen
willst, solltest du dich vorab informieren
in welchem Verfahren und mit welchen
Profilen deine Druckerei arbeitet.

Ob du für deine Arbeit jetzt Color-
Management einsetzt oder nicht,
hängt von deinem persönlichen
Anspruch für Qualität ab.
Mit deaktivierten Colormanagement
(Bild haben deswegen trotzdem
einen Arbeitsfarbraum, indem
sie bearbeitet worden sind) müßten
„eigentlich“ dennoch akzeptable
Ergebnisse zu erwarten sein.



Gruß
ck
 

marshallgrobi

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Dr. NoPlan schrieb:
... bei mir klappts, warum solltest kein Farbmanagement verwenden! kopfkratz
Genau! Aber zwei Dinge gibt es dringend zu bedenken.

1. Bei CMYK sollte immer das Profil der Offset-Druckmaschine angegeben werden, auf der das Objekt gedruckt wird.

(das von DrNoPlan benutzte Euroscale coated v2 [Euroskala auf gestrichenem Papier] ist eine brauchbare Pauschal-Möglichkeit, wenn der Drucker kein eigenes Profil hat, aber was ist, wenn auf einer Zeitungsrotation auf ungestrichenem Papier gedruckt wird? Oder gar auf einer Digitalmaschine?)

2. Die Umwandlungsoptionen (anders ausgedrückt: der Rendering-Intent): Absolut farbmetrisch ist für die Umwandlung von Farben in Text oder Strichgrafiken geeignet, da hierbei versucht wird, alle Farben identisch abzubilden, nicht abbildbare Farben werden auf den nächst erreichbaren Wert verschoben.
Für Fotos ist der Perceptual Rendering-Intent besser. Er ändert zwar letztlich alle Farben, behält aber die Verhältnisse der Farben untereinander bei, was für die Wahrnehmung durch das menschliche Auge wesentlich ausschlaggebender ist.

Indesign ist also in der Zwickmühle, weil es nur auf einen Rendering-Intent gestellt werden kann, der für das eine richtig ist für das andere aber nicht ganz so optimal.

Deshalb würde ich so vorgehen:
Farbmanagement in Photoshop bei der Umwandlung von RGB in CMYK mit den entsprechenden Profilen und Perceptual benutzen (Profile einbetten nicht vergessen), in Indesign Farbmanagement ausschalten und alle dort angelegten Farben schon als CMYK anlegen, damit z.B. ein Pantone gar nicht erst umgewandelt werden muss.
Abhängig ist diese Wahl aber auch von der Art des Dokumentes: habe ich ein Foto-freies mit Pantone-Farben aufgebautes Dokument, kann ich es über Indesign-Farbmanagement und Absolut farbmetrisch in den Farbraum der Druckmaschine umandeln lassen.

Ganz prima nach zu lesen in: »Die Postscript & PDF-Bibel« von Merz und Drümmer, ISBN 3-935320-01-9, Seite 216 ff
Grüße,
mg
 
Zuletzt bearbeitet:

iroy

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jetzt wird's wieder ziemlich kompliziert.

habe ich das richtig verstanden, dass ich, wenn ich 'Euroscale coated v2' verwende, eigentlichnichts 'verunstalten' kann? dann werd ich wahrscheinlich diese option wählen.

in meiner druckerei haben die noch nie was von farbmanagement gehört. die erhalten einfach PDF's und klicken dann 'Drucken'.


thxs

have a nice day
roy
 

marshallgrobi

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Hi,
frag Deine Druckerei nochmal, ob sie Euroskala auf gestrichenem Papier druckt. Wenn ja und Du mit ein paar (sicher nicht massiven) Farbveschiebungen in deinen Bildern leben kannst, nimm Dr.NoPlans Einstellungen.
Grüß,
mg
 
D

Dr. NoPlan

in meiner druckerei haben die noch nie was von farbmanagement gehört.
Hä?!! das ist ja erschreckend



die erhalten einfach PDF's und klicken dann 'Drucken'.
Druckereien bekommen von mir auch druckfähige PDF´s (Euroscale).
Der Unterschied, die haben was von Farbmanagement gehört!

Abgesehen davon, vor dem Druck gehört geprooft. Egal ob digital
oder herkömmlicher Offset!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Der_Soso

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Aaaaaargh....

.... wenn deine Druckerei ohne Profile arbeitet, brauchst du auch keine einbetten, weil die bei der Film/Plattenbelichtung sowieso rausfliegen und/oder gar das RIP abschmieren lassen (ist das überhaupt Level3 tauglich?).

Wenn deine Bilder sauber im Photoshop in CMYK umgewandelt wurden (zumindest mit folgendem Ergebnis: Lichter mind 3% im Einzelnen, Tiefen max 97% im Einzelnen und Gesamt max. 300-350% Farbauftrag) und du sicher sein kannst, dass die Farben, wie du sie am Bildschirm eingestellt hast auch der Umsetzung in den 4 Druckfarben entspricht und die
Angelegten Schmuckfarben im Indesign im CMYK Modus sind und so angelegt sind, wie du sie im Druck haben willst... die Mischung C20 m100 y100 k10 genau das weinrot ist das du brauchst...

...Na dann: Ab damit zur Druckerei und jockohoh

Ein Farbmanagement macht es dann auch nicht schöner.

Hast du aber ein totsicher vorhandene Abweichung in der Bildschirmdarstellung und danach die Farben gemischt... dann hilft dir auch kein Farbmanagement weiter ... dann eher: Proofen und nach Gefühl korrigieren.

Arbeitest du aber vornehmlich im LAB-Modus, mußt deine Bilder sowohl für das Internet, den Print, den Digitaldruck und gar für den Zeitungsdruck ausgeben: DANN und aber auch NUR DANN ist ein standardisiertes Farbmanagement sinnvoll.

Und bitte, bitte verwechselt nicht die seperationseinstellungen im Photoshop mit Farbmanagement.
 

Ogilvy

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Der_Soso schrieb:
Arbeitest du aber vornehmlich im LAB-Modus, mußt deine Bilder sowohl für das Internet, den Print, den Digitaldruck und gar für den Zeitungsdruck ausgeben: DANN und aber auch NUR DANN ist ein standardisiertes Farbmanagement sinnvoll.
Sorry, aber das stimmt einfach nicht.
Woher soll denn der Empfänger deiner
Bilder wissen, mit welchen Einstellungen
(Arbeitsfarbraum) du gearbeitet hast?

Außerdem gibt es kein deaktiviertes
Colormanagement in Photoshop.
Kannst ja mal in den Farbeinstellungen
nachschauen.

Der_Soso schrieb:
Und bitte, bitte verwechselt nicht die seperationseinstellungen im Photoshop mit Farbmanagement.
und was passiert dann deiner Meinung nach,
wenn du ein RGB-Bild über „In Profil konver-
tieren“ nach CMYK konvertierst. Im Profil
sind auch Separationseinstellungen gespeichert.
 

iroy

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jetzt weiss ich echt nicht mehr was ich machen soll...alle widersprechen sich hier...kann mir jemand sagen, was ich machen soll und irgendein zertifikat (z.b. 'dipomierter farbprofil-experte') vorweisen?
 
D

Discovery

Colormanagement kann man halt nicht so mal kurz nebenbei erklären.

Also: grundsätzlich würde ich im DTP Programm keine Farbkalibrierung verwenden. du verstellst dadurch auch die Zusammensetzung der Farben in der Datei. Finger weg.

Lade dir die ISO Profile runter und stell es so ein wie bei Ogilvy gezeigt.
(Das Colormanagement soll aus dem Bildprogramm kommen (nicht DTP) in FOrm eines Profiles.) Euroscale liefert ein zufriedenstellendes ergebnis, aber kein gutes.
 

Der_Soso

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Na eben....

Also: grundsätzlich würde ich im DTP Programm keine Farbkalibrierung verwenden. du verstellst dadurch auch die Zusammensetzung der Farben in der Datei. Finger weg.
Kann ich nur unterstreichen


...aber:
Sorry, aber das stimmt einfach nicht.
Woher soll denn der Empfänger deiner
Bilder wissen, mit welchen Einstellungen
(Arbeitsfarbraum) du gearbeitet hast?
Sorry, wenn ich dir widerspreche, aber wenn (und glaube mir, das ist so) ich meinen Job gut gemacht habe, hat es dem Empfänger nicht zu interessieren, wie ich ein Bild in dem CMYK-Modus überführt habe, weil das Ergebnis optimal ist. NATÜRLICH arbeite ich im Printbereich mit CMYK-Bildern aber ohne eingebettete Profile, ausser ich erstelle korrekte PDF X3, dann ist es zwingend.

Und in welcher Art und Weise Bilddaten von bspw RGB zu CMYK umgerechnet werden, dass legst du bequemerweise im Photoshop mit den Profilen fest. Die ISO Profile sind da ja ganz brauchbar und reichen sicherlich in den meisten Fällen. Für spezialfälle, Hauttöne z.B. kan man sich auch seine eigene Seperationseinstellungen basteln und dort festlegen nach welcher Methode (GCR/UCR) bei welchem unbuntaufbau etc. man die Daten separiert haben möchte. Aber das ist noch lange kein Farbmanagement nach ISO-Norm. Das ist ein riesen Unterschied.

(Wenn mir jemand mit einer Bratpfanne auf den Kopf schlägt, nenne ich das ja auch nicht kochen, oder??????)

ICH wollte iroy lediglich eine sinnvolle Lösung auf sein Problem anbieten. Denn Farbmanagement mit eingebundenen Profilen ist erst ab PDF X3 möglich, fraglich ob seine Druckerei damit umgehen kann (ohne was zu vermurksen, zumindest). iroy hat cmyk-Bilder verwendet, sind dort Tonwertabrisse, bekommt man sie über Profileinbindung im Indesign auch nicht wieder weg. Dann lieber den guten alten und soliden Weg. Weil so kommen die Sachen so raus, wie er sie angelegt hat.

btw. ich würde rgb-bilder ja auch nicht (ungesehen) beim öffnen via profilwahl zu cmyk-konvertieren, da ja das Original niemals saichtbar wird und somit evtl. Umsetzungsfehler nicht beurteilbar sind.

Soso
 

iroy

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thxs

wenn ich die die arbeit auf meinem cmyk-tintenstrahler ausdrucke, dann bin ich mit den farben eigentlich zufrieden.

ich dachte bisher die farbprofile vor allem den unterschied zwischen RGB und CMYK ausgleichen sollen. stimmt das?

und wenn ja: bedeutet das, dass die farben des drucker aus der druckerei ähnlich sein werden?


have a nice day
roy
 
D

Discovery

(Wenn mir jemand mit einer Bratpfanne auf den Kopf schlägt, nenne ich das ja auch nicht kochen, oder??????)

DAS IST GENIAL!!!!!!

Weisst du, ich verstehe deine, sagen wir mal Frustration. Aber eben, Farbmanagement ist nichts mal so für nebenbei. Man muss aber auch keine Hexerei draus machen. Es sind halt viele Komponenten die da mitspielen. Auch der Monitor. Die ganze Rumbastlerei nützt nichts, wenn nicht der gesamte Workflow stimmt.

Mach es, wenn du unsicher bist so. Lass die Bilder wie sie sind und sag der Druckerei/Vorstufe, sie sollen diese über das Profil der verwendeten Druckmaschine laufen lassen. Hat die Druckerei nichts dergleichen zu bieten, sei vorsichtig. Dann wird einer deiner Kunden so oder so, früher oder später das Ergebnis bemängeln und dann wird es mühsam.

Was ich sagen will: wenn du eine Qualitätsdruckerei hast, können die das korrekte Profil für ein Bild nehmen und es entsprechend behandeln (inklusive Proof). Hast du im Nachhinein ein Problem, kannst du so die Verantwortung abwälzen...
 

Ogilvy

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Der_Soso schrieb:
Sorry, wenn ich dir widerspreche, aber wenn (und glaube mir, das ist so) ich meinen Job gut gemacht habe, hat es dem Empfänger nicht zu interessieren, wie ich ein Bild in dem CMYK-Modus überführt habe, weil das Ergebnis optimal ist. NATÜRLICH arbeite ich im Printbereich mit CMYK-Bildern aber ohne eingebettete Profile, ausser ich erstelle korrekte PDF X3, dann ist es zwingend.
Für den Fall das man an den Bildern nix mehr ändern
muß und keine falschen Profile dran hängen
stimmt das natürlich. Und genau das ist ja der Fall
bei iroy. Daher war meine Aussage diesbezüglich
überflüssig :)

Der_Soso schrieb:
Aber das ist noch lange kein Farbmanagement nach ISO-Norm. Das ist ein riesen Unterschied.
Wieso? Damit fängt doch Farbmanagement erst
an oder? Was ist es dann deiner Meinung nach?

Der_Soso schrieb:
ICH wollte iroy lediglich eine sinnvolle Lösung auf sein Problem anbieten. Denn Farbmanagement mit eingebundenen Profilen ist erst ab PDF X3 möglich, fraglich ob seine Druckerei damit umgehen kann (ohne was zu vermurksen, zumindest).
Wieso ist Farbmanagement mit eingebundenen
Profilen erst mit pdf x3 möglich? Wenn meine
Bilder profiliert sind, mein Ausgabeprogramm
(z.B. InDesign) Colormanagement aktiviert hat,
hab ich doch trotzdem eine farblich korrekte
Ausgabe.

Der_Soso schrieb:
iroy hat cmyk-Bilder verwendet, sind dort Tonwertabrisse, bekommt man sie über Profileinbindung im Indesign auch nicht wieder weg. Dann lieber den guten alten und soliden Weg. Weil so kommen die Sachen so raus, wie er sie angelegt hat.
Stimmt, das bekommt kein Profil
der Welt hin. :D


Aber ich glaub wir werden jetzt
ein wenig OT. Iroy fährt am
besten, wenn er die Profile
weglässt und die von dir
beschriebenen Dinge beachtet.


Gruß
Ogilvy
 
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