Expose für Wettbewerb aufpolieren

A. Pazzo

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Moin liebe Community!
Ich nehme an einem Wettbewerb teil, für den ein Expose auf einer DinA4-Seite eingereicht wird. Der Text steht und auch das Layout könnte zur Not so durchgehen...
Da aber in der Jury eine Reihe Werber sitzen, und ich natürlich einen möglichst guten Eindruck machen will, suche ich kurzfristig einen Grafiker, Nebenbei-Grafiker oder Studenten, der mir meine Seite neu setzen kann und auch einen Blick auf das (selbst gefertigte) Logo wirft.
Das ganze ist als Freundschaftsdienst gedacht. Ich selbst bin Journalist und texte auch recht gut, könnte also auf diesem Felde meine Dienste anbieten.

Wer hat Lust? Leider muss das ganze schon am Donnerstag in die Post.

Gruß
A.

Edit: Ich hoffe, dass dies hier nicht als Job-Angebot durchgeht und in diesem Forum seinen gerechten Platz hat.
 
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Discovery

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Ist halt so ne Sache mit den "Freundschaftsdiensten."
Wenns nach denen geht, sind hier alles nur noch Freunde
unter Freunden…

Um was geht es denn?

Was ist, wenn Du den Wettbewerb gewinnst - wenn
Werber da sitzen, wird der optische Auftritt wohl eine
grössere Rolle spielen. Wie sieht es dann für den
Grafiker mit Bezahlung aus?
 

mores

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ach komm, nicht schon wieder so ein "grafiker muss man bezahlen" antwortenmüll.
a.pazzo bietet ein gegengeschäft an.
DU setzt ihm die seite, ER textet dir was für dein nächstes projekt. quid pro quo, clarice!

:rolleyes:

a.pazzo: sorry, ich bin nicht layouter genug um mir dieser wichtigkeit anzunehmen.
 

Discovery

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Mores, ich sehe das nicht als "Grafiker-muss-man-bezahlen"-Antwortenmüll.

Er bietet kein klares Gegengeschäft an. Er sagt lediglich: könnte meine
Dienste anbieten. Und er sagt auch nicht, dass er es dann auch als
Freundschaftsdienst macht.

Zudem müssten Texte von einem Kunden, NICHT von einem Grafiker abgenommen
werden. Wie soll dann die Verrechnung geschehen?
Sagt der Grafiker zum Kunden: ich habe da einen Text - kostet Summe X? Oder wie
soll das gehen? Und was ist, wenn der Text dem Kunden des Grafikers nicht gefällt?
Wer übernimmt dann die Kosten?

Ich vermute, dass hier kein Grafiker einen journalistischen Texter braucht.
In der Regel bekommen Grafiker die Texte angeliefert. Und wir reden
hier von Werbetexten. Nicht von Journalismus.

Ich finde es einfach nicht korrekt, dass man mit der Bezahlung von Leistung
anderer "locker" umgeht. Ganz gleich in welchem Zusammenhang.

Tauschgeschäft in dem Tätigkeitsbereich und im täglichen Geschäft haben praktisch
noch nie funktioniert. Das gibts hinterher immer böses Blut.

.
 
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mores

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okay, ich sah das eindeutig entspannter wie du.

bei tauschgeschäften hab ich noch kein böses blut erlebt. immer nur bei preisdrücken, oder "den ersten job machst du mir umsonst, dann komm ich auch später immer wieder zu dir" oder "mach mir eine webseite und du kannst bei mir essen und trinken bis zu einem preis von X".
 

converter

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Mores, ich sehe das nicht als "Grafiker-muss-man-bezahlen"-Antwortenmüll.

Er bietet kein klares Gegengeschäft an. Er sagt lediglich: könnte meine
Dienste anbieten. Und er sagt auch nicht, dass er es dann auch als
Freundschaftsdienst macht.

Zudem müssten Texte von einem Kunden, NICHT von einem Grafiker abgenommen
werden. Wie soll dann die Verrechnung geschehen?
Sagt der Grafiker zum Kunden: ich habe da einen Text - kostet Summe X? Oder wie
soll das gehen? Und was ist, wenn der Text dem Kunden des Grafikers nicht gefällt?
Wer übernimmt dann die Kosten?

Ich vermute, dass hier kein Grafiker einen journalistischen Texter braucht.
In der Regel bekommen Grafiker die Texte angeliefert. Und wir reden
hier von Werbetexten. Nicht von Journalismus.

Ich finde es einfach nicht korrekt, dass man mit der Bezahlung von Leistung
anderer "locker" umgeht. Ganz gleich in welchem Zusammenhang.

Tauschgeschäft in dem Tätigkeitsbereich und im täglichen Geschäft haben praktisch
noch nie funktioniert. Das gibts hinterher immer böses Blut.

.
frag den threadstarter doch direkt, bevor du vermutest und findest ...
wieso immer diese grundsatzdiskussionen, ihr werdet niemanden damit beeindrucken oder umstimmen, der sich im vorfeld entschieden hat, um einen dienst in „freundschaft“ zu bitten. er wird seine gründe haben, dies hier so zu schreiben. entweder du akzeptierst es oder eben nicht. diese ewige missionierung nervt, sorry *nicht persönlich gemeint* ein bisschen mehr lockerheit schadet in dem punkt nicht. hätten mir nicht ab und an ein kollege, eine kollegin oder bekannte einen freundschaftsdienst erwiesen, hätte ich sicher in gewissen momenten sehr alt ausgesehen. ;)
 

converter

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Tauschgeschäft in dem Tätigkeitsbereich und im täglichen Geschäft haben praktisch
noch nie funktioniert. Das gibts hinterher immer böses Blut.

.
nö! kommt ganz drauf an, was man vom gegenüber erwartet und wie einig man sich im vorfeld ist. streit gibt es immer dann, wenn in diesem tausch einer mehr gibt als er bekommt ... aber im sinne der nächstenliebe und um sein karma zu verbessern, ist geben eh seliger denn nehmen.
 

Discovery

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@converter

Ich verstehe was Du meinst. Hier meine Gedanken dazu. (Versuchs bitte
auch mal von der anderen Seite zu sehen.)

Grundsatzdiskussion:
Findet statt, weil arbeiten und davon leben etwas grundsätzliches ist.

Missionierung:
Man kann nicht oft genaug darauf hinweisen, wie und wo im geschäftlichen
Beziehungen die Stolpersteine liegen. War auch schon froh drum.

Dienst in Freundschaft:
Warum muss denn das Risiko eines Fehlschlages auf andere
übertragen werden. Warum sagt er nicht zb. ich zahle 70 Euro für
1 Arbeitsstunde. Damit sichert er sich nämlich auch das Interesse
eines Ausführenden = bessere Arbeit.

Missionierung/locker sehen:
Ich sehe geschäfliche Beziehungen grundsätzlich NIE locker.
Seit 20 Jahren nicht.

Sicher gibt es Freundschaftsdienste in der Form, die Du beschreibst.
Ich gehe aber davon aus, dass Dir diese Kollegen persönlich bekannt
waren. Das ist ein Unterschied.

Ich würde Hilfe auch annehmen, handle sonst aber nach dem Grundsatz:
Never make a friend to business partner.

Nachtrag: das Zeug mit Karma kannst Du ja im geschäftlichen Bereich
nicht wirklich ernst meinen… (Wendest Du das auch beim Hauskauf/täglichen
Einkauf auf andere an. Geben die Dir ihr Zeug auch gratis um ihr Karma
aufzupolieren? :) )

Noch n'Nachtrag: Einer gibt mehr als der andere… exakt das ist es, was
oben gefordert wird - und das nullkommaplötzlich. Bis Donnerstag.

Damit wir uns recht verstehen. Ich finde Freundschaftsdienste schon ok.
Aber ein "zum reduzierten Stundensatz" wäre dann ja auch ok, oder?
 
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converter

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Nachtrag: das Zeug mit Karma kannst Du ja im geschäftlichen Bereich
nicht wirklich ernst meinen…
doch doch, ich meine das ernst. manchmal muss man eben über seinen schatten springen. ich lebe und arbeite danach. weißt du ob der „pazzo“ nicht z.b. zufällig leute kennt, die dich weiterbringen können, die er dir im rahmen dessen vorstellen kann? hier gibt es viele eventualitäten, die man so nicht erahnen kann.

naja, jeder wie er kann und mag. will mich darüber auch nicht streiten. wenn du für alles geld nimmst, okay, jeder arbeitet nach eigenen regeln. aber ich denke man muss nicht jedem einen strick drehen, der es anders sieht oder nicht anders kann. ;) :)

EDIT: frag ihn doch mal per pn, vielleicht mag er ja einen kleinen obolus geben.
 

Discovery

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Ich gebe Dir in gewissen Punkten recht.
= Freundschaft, Anstand, Helfen, etc. Aber… :)

Geld: Der Entscheid Frondienste zu leisten
muss von meiner Seite kommen (Darum kann
ich oben nein sagen)und nicht von mir als
Vorgabe gefordert werden.

Und ja, ich will Geld verdienen.

Nochmal's Karma:
Wenn ich von mir aus entscheide zu geben, wird das gleich
hoch beurteilt, wie wenn ich einer Forderung
nachgebe, oder wie siehst du das? ;) ) Will heissen:
Er sagt "kleine Arbeit, Wettbewerb, kleines Budget"
Ich sage "ich helfe, mache es gratis".

Die Eventualitäten… mit denen ist es so
eine Sache… gäbe einen eigenen Thread
über die "Vielleichts" und "Könnte-ja-seins".

Obulus & PN: Ich bin nicht auf der Suche
nach einem Auftrag - zumindest nich hier
im Forum und in der Art.

(Nachtrag: das letzte Mal als ich versucht habe
mein Karma rein zu halten, musste nachher doch
der Rechtsanwalt ran. Weil es nämlich einfach
ausgenutzt wurde.)

Ich kann mir schon vorstellen, dass wir es
ähnlich sehen. Ich sehe es einfach ein bisschen
differenzierter. Wie so oft, wird wohl die Wahrheit
oder richtige Lösung in der Mitte liegen.
 
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converter

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Ich gebe Dir in gewissen Punkten recht.
= Freundschaft, Anstand, Helfen, etc. Aber… :)

Geld: Der Entscheid Frondienste zu leisten
muss von meiner Seite kommen und
nicht von mir gefordert werden.
(Darum kann ich oben nein sagen)
Und ja, ich will Geld verdienen.
... na, wer will das nicht. aber der threadstarter kann oder will in diesem fall nichts geben außer einer gegenleistung.

Nochmal's Karma:
Wenn ich entscheide zu geben, wird das gleich
hoch beurteilt, wie wenn ich einer Forderung nachgebe,
oder wie siehst du das? ;) )
... ich sehe es eher als bitte, nicht so sehr als forderung

Obulus & PN: Ich bin nicht auf der Suche
nach einem Auftrag - zumindest nich hier
im Forum und in der Art.
... na dann ;)

(Nachtrag: das letzte Mal als ich versucht habe
mein Karma rein zu halten, musste nachher doch
der Rechtsanwalt ran. Weil es nämlich einfach
ausgenutzt wurde.)
... nettigkeiten werden leider oft bestraft, nicht nur bei dir, aber kein grund es nicht zu tun, oder? man ist ja nicht nur unter der prämisse hilfsbereit, etwas dafür im gegenzug zu erhalten. das wäre dann der bonus :D
egal, betrifft dich ja nicht.
 

A. Pazzo

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Es ist Zeit mich auch mal wieder zu melden. Ich habe schon geahnt, dass es eine Grundsatzdiskussion geben würde. Trotz aller Bedenken war das Feedback gut und mir wird geholfen!

Grundsätzlich gilt in meinen Augen hier ein "sowohl als auch". In allen Branchen gilt doch, dass man auch mal etwas ohne klassische Bezahlung tut. Fürs Karma eben, oder weil es eines Tages zurück kommt, aus welchen Gründen auch immer. Das gilt für Maurer, Tierärzte und Kunstmaler.

Ich habe diese Bitte hier gepostet, weil ich hoffte, dass es hier Leute gibt, die so arbeiten wie ich, nämlich auch ab und zu auf Freundschaftsbasis. Ich lag richtig. Jeder, der das für sich anders entschieden hat, der hat sich bei mir auch nicht gemeldet. Ganz einfach.
 
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