Euer Backup-Konzept/-Setup?

  1. Chaostheorie

    Chaostheorie Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich erstelle natürlich regelmäßig Time Machine-Backups, die mir schon ein paar Mal geholfen haben. Außerdem werden einzelne Projektdateien auf einem 128GB USB-Stick gespeichert.

    Seit einer Weile habe ich aber ein mulmiges Gefühl: was ist bei einem Einbruch ins Büro/die Wohnung mit Diebstahl? Dann sind nicht nur die Rechner weg, sondern wahrscheinlich auch die externen Festplatten. Und damit nicht nur alle Daten, sondern auch alle Backups.

    Wie habt ihr das als Freiberufler/Selbstständige gelöst? Bei Cloud-Backups in Dropbox, Google Drive oder was auch immer bekomme ich ehrlich gesagt Magenschmerzen, weil ich für viele Projektdateien vorab NDAs unterschreiben muss. Das dann in die Datenwolken zu laden, könnte mehr Ärger als Nutzen bringen...

    Danke für Eure Tipps.
     
  2. roedert

    roedert MacUser Mitglied

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    Es gibt auch Cloudspeicher die in Deutschland lagern. Als Backupsoftware nutze ich zusätzlich zB arq, welches die Daten mit selbst festgelegtem Schlüssel bereits auf Clientseite verschlüsselt.
     
  3. davedevil

    davedevil MacUser Mitglied

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    Die Daten sind in D nicht unbedingt sicherer gegen das Herrausrücken an Behörden.
     
  4. Stargate

    Stargate MacUser Mitglied

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    Das mulmige Gefühl ist ja in der heutigen Zeit leider nicht unbegründet.

    Meine Lösung ist ein lokales NAS (Synology).
    Darauf wird über Time Machine stündlich ALLES gesichert.
    Das gleiche passiert zusätzlich noch mal mit einer Time Capsule.

    Das NAS macht selbstständig einmal pro Tag eine komplette Sicherung auf eine externe Festplatte.
    Diese Festplatte nehme ich ausser Haus und lasse die auf meiner Bank wegschliessen.

    Grundsätzlich sind alle Daten verschlüsselt.

    Ein Programm wie z.B Retrospect macht das genau so.

    Eine wie auch immer geartete Cloud würde mir im Traum nicht einfallen.

    Erstens unterliegt z.B das beste und bequemste Beispiel nicht mal der deutschen Rechtssprechung.
    Zweitens hätte ich im Ernstfall keinen Zugriff auf meine Daten.
    Drittes gibt es kaum einen Grund seine privaten oder geschäftlichen Daten 16.000 Km um den Globus zu jagen.

    Warum man genau das nicht macht lässt sich fast alle 6-10 Stunden frisch im Netz lesen.
     
  5. roedert

    roedert MacUser Mitglied

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    Hälst du die Disziplin wirklich dauerhaft durch ..... jeden abend Festplatte abklemmen, mitnehmen und morgens wieder anschliessen? Evtl. sogar zur Bank ... jeden Tag?
    Bei einem "Ein-Mann-Unternehmen" vielleicht noch machbar, aber wenns schon ein paar mehr Leute sind wirds schon schwierig.
    "Keinen Zugriff mehr auf seine Daten zu haben" kann bei einem Cloudanbieter natürlich vorkommen - aber das Cloudbackup soll ja nur ein zusätzliches Backup sein - um eben die lokalen Gefahren (Überspannung, Feuer, Wasser, Diebstahl etc) abzudecken.
    Wenn man einer Cloud (trotz eigener Verschlüsselung) nicht traut, kann man auch noch selbst an einem zweiten Standort (Büro, zu Hause, bei Freunden...) ein kleines NAS hinstellen und dorthin nachts die Daten inkrementell sichern.

    Ich würde eine selbständig laufende Lösung vorziehen (die natürlich auch regelmäßig kontrolliert werden muss), anstatt täglich Festplatten durch die Gegend zu tragen. Irgendwann lässt man es schleifen ... und schon ein 2 Tage altes Backup kann vieeeeeel zu alt sein.

    Bei deiner beschriebenen Lösung wäre mir aber auch etwas "mulmig", da so wie du es beschrieben hast alles nur auf TimeMachine basiert - und das Offsite-Backup nur ein Backup vom Backup ist.. Gerade diese Software ist in letzter Zeit immer fehleranfälliger geworden und Berichte über nicht nutzbare Backups gibts dazu auch genug. Ausserdem hat die Software gravierende Mängel - zB werden Fehler bei der Sicherung einfach "verschwiegen" statt den Nutzer über irgendeine Weise darüber zu benachrichtigen.
    TimeMaschine ist sicherlich einfach und auch ganz ok, aber eine zweite davon unabhängige Sicherung schadet nie.
     
  6. noodyn

    noodyn MacUser Mitglied

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    Und noch immer gilt die Regel: 1 Backup onsite, 1 Backup offsite. Onsite hast du ja durch Timemachine gelöst, aber Offsite, also außerhalb deiner Wohnung / Büro ? Ich würde hier auf Cloudanbieter setzen. Die übliche Angst "Aber bitte nur deutsche Hoster" entbehrt einer sachlichen Grundlage. Du kannst auch bei ausländischen Hostern wie z.B. Crashplan deine Daten hochsicher und verschlüsselt ablegen, ohne dass du dafür manuell etwas tun musst. Das Backup zu Crashplan läuft als kleines Programm auf deinem Rechner und sichert im Hintergrund.
     
  7. wegus

    wegus MacUser Mitglied

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    ich arbeite auf einer SSD, Backups werden auf ein RAID1 geschrieben. Quartalsweise sichere ich das auf externen Medien.
    Wichtigen Inhalt habe ich um Paßwörter etc. bereinigt in Clouds und in Git-Repositories.
     
  8. rembremerdinger

    rembremerdinger MacUser Mitglied

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    1. Timecapsule einmal täglich abends
    2. wöchendlich mit CCC einen Klon des kompletten Systems.
    3. nicht persönliche Daten und Programmimages in der Dropbox.
     
  9. SwissBigTwin

    SwissBigTwin MacUser Mitglied

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    Ein Backup per TM auf eine externe Festplatte
    Ein Backup mit ChronoSync auf eine externe Festplatte
    Ein Backup der Daten mit ChronoSync in eine Cloud... wobei ich mir hier Arq ebenfalls mal anschauen werde.

    Du schreibst also auch keine Emails? :rolleyes:
     
  10. Impcaligula

    Impcaligula MacUser Mitglied

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    Richtig...

    Erstens ist Time Machine übrigens nicht 100% zuverlässig. Es gibt im Forum viele Beiträge wo Anwender mit alten TM Backups und der Wiederherstellung zu kämpfen haben.

    Zweitens. Ja bei einem Bekannten von mir ist im Büro eingebrochen worden - der hatte eine Synology als NAS und eben als TM Backup im Betrieb. Die ist einfach mitgenommen worden. Hatte aber auch schon Kunden, die bei einem Blitzeinschlag und Überspannung das NAS komplett samt Platten verloren haben. Deine "Angst" ist also berechtigt.

    Gerade hier sollte man beachten...

    2 Orte
    2 verschiedne Backup Systeme (also Art wie Du das Backup sicherst)

    Ich selber löse das so.

    Regelmäßig täglich
    1x Backup lokal mit TimeMachine als Software und einer lokalen Festplatte (NAS) bei mir lokal
    1x Backup durch Ordner und Dateien in OneDrive (oder Dropbox) - so habe die die Dateien in der Wolke und auf meinem Rechner immer synchron und eben als Backup in der Cloud. Bei Dropbox Business hast halt einen echt guten Vorteil - Dateiversionierung! Das ist schon praktisch.

    Immer mal wieder regelmäßig
    1x Backup durch die NAS in die Cloud. Mein TM Backup auf dem NAS wird über Nacht immer mal wieder verschlüsselt in die Cloud geschoben. Bietet Synology und Qnap ja recht einfach an.
    1x Ab und zu mache ich per CCC ein 1:1 Image meiner Notebook Platte


    Ansonsten wurde hier ja schon viel geschrieben und richtige gute Tipps gegeben. Egal was Du nun nimmst für Dich - ich denke man kann es immer so zusammen fassen, dass Du 2 Orte (oder mehr) und 2 verschiedene Arten / Systeme der Sicherungsmechanik (Software) nehmen solltest.
     
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