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Ethikdebatte um Gentechnik

Dieses Thema im Forum "MacUser Bar" wurde erstellt von Pamela, 20.05.2005.

  1. Pamela

    Pamela Thread Starter MacUser Mitglied

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    STREIT UM STAMMZELLEN

    Gentechnik-Sensation löst neue Ethikdebatte aus

    Nach dem Durchbruch in der Stammzellen-Forschung ist die Debatte um den Schutz menschlicher Embryos wieder voll entbrannt. Kritiker sehen in den Experimenten südkoreanischer Forscher eine neue Bedrohung. Kanzler Schröder spielt indes mit dem Gedanken, die deutschen Klongesetze zu lockern.

    >>> zum ganzen Spiegel-Artikel






    [​IMG]


    Wie steht ihr dazu?
    Forschung zulassen? Weitermachen wie gehabt und von den Ergebnissen im Ausland profitieren? Komplette Verbote?

    Als Beispiel: In Deutschland werden jährlich bei künstlichen Befruchtungen überzählige Embryonen produziert – bisher werden diese eine gewisse Zeit konserviert und dann vernichtet. Dürfte man diese in Euren Augen für die Forschung verwenden?
     
  2. maxi.d.

    maxi.d. MacUser Mitglied

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    Stammzellenforschung und Forschung mit Embryonen ist - soweit ich weiss - strikt auseinanderzuhalten!

    Embryonen sind schon optisch nah an einem menschlichen wesen
    Stammzellen is nur ein haufen, ein tropferl quasi, in dem alle anlagen genetisch vorhanden sind und man theoretisch daraus alles mögliche, wie bestimmte Organe, züchten könnte...

    hoff das stimmt so halbwegs was ich da geschrieben habe
     
  3. Pamela

    Pamela Thread Starter MacUser Mitglied

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    Das von mir gezeigte Bild stellt eine Blastozyte dar, heißt einen Embryo nach dem fünften Tag der Befruchtung. Stammzellen werden sehr wohl aus Embryonen gewonnen. Maxi, Du meinst vermutlich den Begriff »Fötus«.

    >>> Hier Bilder von Embryonen

    >>>»Embryo bei Wikipedia«

    >>>»Stammzellen bei Wikipedia«
     
  4. maxi.d.

    maxi.d. MacUser Mitglied

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    also wenn etwas bereits existiert und dann vernichtet wird
    ist das schwachsinn wenn man damit menschen helfen könnte

    sonst bin ich gegen das gottspielen des menschen
    clonen und leben erzeugen halte ich für sehr sehr fragwürdig

    bei stammzellen kenne ich mich zuwenig aus

    so oder so problematisches thema und müsste fast genauer behandelt werden
    es kommt ja auch darauf an wofür es verwendet wird
    wo zieht man grenzen, wenn man es zulässt und so weiter...

    ich kenne mich da leider einfach zu wenig aus
     
  5. flaebehop

    flaebehop MacUser Mitglied

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    wenn die "eltern" die überschüssigen embryos für die forschung freigeben, warum nicht? ohne echtes 'patientenmaterial' kann die medizinische forschung nicht arbeiten. wo in anderen ländern bereits damit gearbeitet wird, werden die ergebnisse eben nicht bloß frei veröffentlicht, so dass auch deutsche forscher darauf zugreifen können, sondern über kurz oder lang auch patentiert und, wenn geeignet, der kommerziellen verwertung z.b. bei der entwicklung von neuen therapien zugeführt. aufhalten kann man diese entwicklung eh nicht, also sollte man davon partizipieren und sich nicht selbst die tür vor der nase zumachen.

    und zumindest in den westlichen ländern gibt es schon seit langem strikte ethische auflagen für medizinische forschungsvorhaben, auch in weniger medienwirksamen bereichen. diese auflagen würden durch die neue regelung ja nicht ausgehebelt, sondern ergänzt. die rechtliche grauzone, in der sich die stammzellforschung befindet, würde dadurch verschwinden. der wissenschaft würde das sicher guttun.
     
  6. maxi.d.

    maxi.d. MacUser Mitglied

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    ja stimmt
    hab mich vertan, sorry

    wobei embryonen im umgangssprachlichen gebrauch immer so gebraucht werden wie ich das offenbar fälschlicherweise gemacht habe...
     
  7. maxi.d.

    maxi.d. MacUser Mitglied

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    wenn man stammzellen entnimmt, muss ja der/das embryo nicht notgedrungen sterben, oder ?
    also wenn ich als baby im mutterbauch gemütlich liege und die picksen mich kurz und entnehmen mir sowas für einen möglichen späteren gebrauch, finde ich das ok *g*

    embryos extra dafür zu züchten finde ich mehr als fragwürdig
    und leben erzeugen sowieso
     
  8. Pamela

    Pamela Thread Starter MacUser Mitglied

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    die embryonen werden für diesen vorgang zerstört.

    im übrigen ist das »picksen« von einem baby im mutterleib auch nicht ungefährlich und kein eingriff der mal eben nebenbei geschehen würde. bei einer fruchtwasseruntersuchung kann man z. b. davon ausgehen, dass jedes 200ste kind diese untersuchung nicht überlebt. und ob das an sich so überhaupt möglich wäre (stammzellgewinnung) weiß ich nicht. bisher wird an blastozyten geforscht.
     
  9. flaebehop

    flaebehop MacUser Mitglied

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    die überschüssigen embryos liegen für gewöhnlich im flüssigstickstoff, bei -196* C. (OT: wie mache ich denn das grad-zeichen?). 'leben' kann man das eigentlich nicht nennen, aber darüber streiten sich ja bekanntlich die geister... :rolleyes:
     
  10. maxi.d.

    maxi.d. MacUser Mitglied

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    oh!
    das ist natürlich was anderes

    :) najaaaa
    ich geh natürlich davon aus dass die Forschung dorthin forschen würde, dass es wirklich ungefährlich wäre...

    wenn die gefahr wirklich äusserst gering wäre
    wenn kein psychischer noch physischer schaden dabei entsteht
    wenn es möglich wäre und man natürlich dabei nicht stirbt (sonst wäre ja alles dannach, was ich meine, sinnlos...)

    unter diesen umständen wäre ich dafür,
    dass man für jeden einzelnen menschen so ein ersatzteillager anlegt

    aber es scheint ja so dass diese Stammzellen nicht einfach so entnommen werden können und gebraucht werden für die entwicklung
    also ist mein vorschlag leider eh hinfällig... hm...

    ich werd mir mal das alles durchlesen... Ganz schön viel Hausübung, Pamela :)