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Duke Ellington - TakeThe A Train

Dieses Thema im Forum "MacUser Bar" wurde erstellt von CheGuevara, 03.05.2004.

  1. CheGuevara

    CheGuevara Thread Starter MacUser Mitglied

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    Ich muss morgen eine überlebenswichtige Klausur nachschreiben:

    Grundkurs Musik, aus zuverlässigen Quellen hab ich erfahren, über welches Stück ich schreiben werde:


    Take The A Train von Duke Ellington



    Ich muss das Stück analysieren :confused:


    Kann mir jemand auf die Sprünge helfen, würde mich sehr freuen, da ich trotz google nix gefunden habe


    HILFE clap
     
  2. Wenn du mir eine Partitur oder irgendwas an Notation organisieren könntest, dann kann ich dir quick'n'dirty etwas über die verwendeten Skalen, die stilistischen Mittel (ich meine, Ellington moduliert zb. sehr häufig) und die typischen Standards bezüglich des Songs mitteilen.

    Der Song wäre auch nicht schlecht.

    Aber ohne Infos wirds schwer.


    Yves
     
  3. Difool

    Difool Frontend Admin

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    hier mal hörprobe*offiziell natürlich

    take the a train
     
  4. ana

    ana MacUser Mitglied

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    Vielleicht kann dir das ein wenig helfen:
    http://www.afrojazz.com/Music_Styles/Jazz/Avantgarde___Third_Stream/MARIA_BAPTIST/E-Musik_Jazz/e-musik_jazz.html
    Ein Absatz beschäftigt sich mit genau diesem Stück. Allerdings weiß ich natürlich nicht unter welchem Aspekt du das morgen beackern sollst ...
    a
     
  5. Snow

    Snow MacUser Mitglied

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    Komponiert wurde "Take The A Train" von Billy Strayhorn.

    Eine kleine Analyse des Stücks findest du hier:

    http://afrojazz.com/Music_Styles/Jazz/Avantgarde___Third_Stream/MARIA_BAPTIST/E-Musik_Jazz/e-musik_jazz.html

    Auch hier kommt das Stück kurz zur Sprache:

    http://www.moz.ac.at/user/jprischl/LV0304/VL.htm

    (runter scrollen bis 28.Oktober 2003)

    Damit dürfte schon mal ein Anfang gemacht sein. ;)
     
  6. Difool

    Difool Frontend Admin

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    scroll, scroll :D

    28. Oktober 2003

    Behandelter Stoff:


    Diatonische Akkordverbindungen in Durtonarten

    Vierklänge (+ Erweiterungen durch große Nonen) auf der I. bis VII. Stufe in Durtonarten sowie die üblichsten daraus gebildeten Akkordverbindungen.

    Am wichtigsten: IIm7 - V7 - Imaj7: Die Kadenz im Jazz (Subdominante - Dominante - Tonika)

    Einbettungsverfahren - Grundprinzp

    Als Beispiel: "Take the A-Train" von Duke Ellington: Die beiden D7-Akkorde sind die einzigen Akkorde, die nicht diatonisch zu C-Dur bzw. F-Dur (im Mittelteil) sind. Um das passende Tonmaterial zu ermitteln, schreibt man sich die Akkordtöne nebeneinander auf und fügt als Durchgangstöne Töne der momentan aktuellen Tonart (hier C-Dur) ein.
     
  7. KAISERFRANZZ

    KAISERFRANZZ MacUser Mitglied

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    Das Stück wird immer gerne neue aufgelegt, so zum Beispiel von Tony Bennett oder Diana Krall...
     
  8. Ok, fangen wir mal an.

    Wie du sicher weisst sind Tonleitern auch in römischen Ziffern darstellbar. Hierbei geht es um sogenannte Stufen.

    I II III IV V VI VII


    Wenn wir uns jetzt ersteinmal auf die Dur und Moll Modi beschränken (Ionischer Modus, Aeolischer Modus), dann wird das Stufenmodell jeweils durch die Halbtonschritte gekennzeichnet.

    Unszwar findest du in C Ionisch (Dur) die Halbtonschritte von der 3 . zu 4. und von der 7. zur 8. Stufe.

    Beim aeolischen Modus ist liegen die Halbtonschritte bei der 2. zur 3. und der 5. zur 6. Stufe.

    Sehr gut kann man das an dem Beispiel C-Dur und a-Moll erkennen. Beide Tonarten sind miteinander verwandt, da sie die jeweils die parallele Moll- bzw. Durtonart darstellen. Sie enthalten zunächst die gleichen Noten, jedoch sind die Halbtonschritte anders gelagert.

    C D E F G A H C



    a h c d e f g a



    Desweiteren kannst du an dem Stufenmodell auch die Akkordgeschlechter der Tonleiter erkennen.


    Im IonischenModus ist das zb:

    I II III IV V VI VII
    Dur Moll Moll Dur Dur verm. Dur


    Du kannst also Dreiklänge, Vierklänge etc. aufbauen. Diese Verkettung nennt man Kadenz. Im Rock ist zb. immer die Mattenschwingerkadenz zu finden:

    I IV V
    Dur Dur Dur

    Irgendwie klingt dann alles immer nach Dauerwellen80erMetal. Wenn dann noch die entsprechenden Pentatoniken darüber gedudelt werden und du das gut verkaufen kannst, hast du einen Hit ;)

    Angenommen du hast einen C-Dur Rocksong dann wären das folglich

    C F G
    Tonika Subdominante Dominante

    und du könntest mit C,F,G Pentatoniken oder auch kompletten Skalen darüber improvisieren. Ebenfalls sind paralelle Modi möglich, das bestimmt dann die Klangfarbe des Genres, finde ich. Wenn du über das o.g. zum Beispiel mit a-moll drüberholzt, klingts irgendwie nach Blues. Am besten noch BlueNotes einbauen (Das sind Halbtonschritte, die eigentlich gar nicht da sein dürfen).

    Das alles fängt dann nun langsam an den Jazz zu betreffen...


    Im Jazz gibt es halt auch Kadenzen und spezielle „Muster“, die Jazz so klingen lassen wie er klingt. Im klassischen Sinne ;)

    Die hier verwendete Jazzkadenz ist

    IIm7 V7 Imaj7


    Subdominante Dominante Tonika



    Wie du erkennst, sind hier schon Vierklänge beschrieben. Im Prinzip nichts Wildes, einfache Dreiklänge mit Minor/Major Septimen oben drauf. Klingt halt schön nach Jazz und ist sehr dienlich bei der Improvisation, da man schöne Verbindungen erzielen kann. Wegen vermindert, erhöht… einfach mal in die Intervalllehre schauen, wird alles durch die dazwischenliegenden Halbtonschritte definiert.

    Da nun diese Vierklänge noch nicht genug sind und Jazzer genauso wie AppleUser gerne immer etwas mehr wollen, erweitern sie diese 4 Klänge üblicherweise durch große Nonen auf der I - VII Stufe des hier vorliegenden ionischen Modus.

    Die Akkorde hier bei deinem Stück sind nach diesem Prinzip aufgebaut und sind allesamt diatonisch miteinander verbunden. Nur die beiden D7 Akkorde, die Schweine, scheinen nicht diatonisch zu C Dur sein zu wollen. Ich meine, im MIttelteil kommt noch ein F-Dur. Also kannst du diese beiden Akkorde quasi als Referenz zur mangelnden Diatonie bei einem Vergleich heranziehen.

    Das war es eigentlich auch schon an Besonderheiten, die ich dir vom Hören her nennen kann. Leider habe ich immer noch keine Notationen, wenn du mir diese besorgst, kann ich ja mal genauer reinschauen.


    Liebe Grüße

    Yves
     
  9. Achso… du kannst, wenn du morgen die Partitur vorliegen hast mal die Verbindungen zum Schweinakkord analysieren.

    Es gibt ja diatonische, chromatische (quasi alle) und enharmonische. Enharmonisch kennst du bestimmt noch von gis und as etc. . Also Töne, die auf dem Klavier zb gleich liegen, aber nicht gleich sind. Je nach Modus und Tonart. Ganz schön tricky ;).

    Mein Ohr sagt mir zumindest, das das hier recht nett gelöst wurde. Also Augen auf, wenn du morgen Verbindungen mit dem D7 siehst.

    Liebe Grüße

    Yves
     
  10. KAISERFRANZZ

    KAISERFRANZZ MacUser Mitglied

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    Ich hatte das mal aus einem REAL BOOK kopiert, bin mir aber nicht sicher ob das die richtigen Noten sind. Ich habe das eben mal abfotografiert und auch so in der Größe belassen (habe leider keinen Scanner....)

    Vielleicht hilft das...

    Noten Take The A Train