DSLR für Anfänger gesucht...

Muwahid

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Hey, seit vielen Jahren bin ich in der Welt der Medien aktiv.

Lange Zeit habe ich fertiges Material von anderen aufbereitet und bearbeitet, nun würde ich gern selbst beginnen die Aufnahmen nach meinem Geschmack zu machen anstatt mich auf die Kameraführung anderer zu verlassen da dort in letzter Zeit ein ziemlicher Mist entsteht.

Das ganze beginnt ja i.d.R. mit der Grundausstattung.
Also bräuchte ich erstmal eine DSLR um mit dem Umgang vertraut zu werden.

Welche wäre da vom P/L Verhältnis am besten?
Damals haben wir viel mit der Canon EOS 600D gearbeitet, mir fiel jetzt die 100D ins Auge welche wohl eine Neuauflage davon ist.

Hoffe ihr könnt mir etwas weiterhelfen.
 

kos

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Die 100D ist noch mal etwas kleiner... jeder wird dir jetzt diese und jene Fakten an den Kopf schmeißen - Objektive hier, Auflösung da... warum nicht lieber Nikon/Olympus/Sony? etc. - Letztlich endet es wieder damit dass jeder seine Kamera an den Mann bringen will.

Geh in einen Laden und nimm ein paar Kameras in die Hand. Sonst kannst du nicht beurteilen was dir haptisch gefällt.
Preis/Leistung ist immer relativ, generell kann man sagen das der Body noch die geringsten Anschaffungskosten darstellt wenn du wirklich dabei bleibst.
 

Muwahid

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Okay, werd dann morgen mal im Fachhandel vorbeischauen.
Dachte nur das mir dort sonst irgendwas angedreht wird ohne dass ich das brauche und mir am Ende alle sagen "Warum hast du nur so einen Mist gekauft?".

Canon kenne ich und kam damit bisher halbwegs klar. Wirklich umgehen will ich das aber noch lange nicht nennen.
Ob ich dabei bleibe wird sich zeigen. Aber denke einen Versuch ist es wert.

Bin oft auf größeren Veranstaltungen unterwegs wo ich bisher fast immer eine geringe Professionalität an Bild- und Videomaterial sehe.
Da ich bei sowas ein Perfektionist bin gabs immer wieder Ärger und teilweise wurden mehrere Aufnahmen von der selben Veranstaltung auch an mehrere Leute gegeben und somit kamen dann 2-3 verschiedene Stile zusammen was die gesamte Arbeit wieder in den Dreck gezogen hat.

Somit will ich mich halbwegs selbstständig machen.
Ich will halt parallel selbst Aufnehmen können oder auf Events sein wo mal eben keiner Zeit hat (was oft genug vorkommt).
 

Saugkraft

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Ich selbst hab eine Nikon D7000. Die hat noch wenig genug MP für rauscharme Aufnahmen, eine angenehme Haptik (die Nikon Vollformater sind mir zu groß) und bietet ausreichend Funktionen. Mit Canon komme ich klar, finde die Bedienung von Nikon aber angenehmer.

kos hat da völlig recht. Geh in den Fachhandel und nimm sie in die Hand. Alles andere bringt nix.

Für Nikon spricht, dass du hervorragende alte Objektive recht günstig bekommst. Canon hat aber einige Objektive im Programm, die bestimmte Brennweitenbereiche besser abdecken als die Nikon Objektive.

Ein paar Canon sind herrlich leise (ist in bestimmten Situationen nicht zu verachten) und leicht (die 7D z.B.), dafür haben es einige Objektive in sich (das 24-70 z.B.).

Letztlich gibt es nicht DIE Kombination, nur einen Haufen Möglichkeiten.

Canon ist nicht so mein Gebiet, deshalb keine konkrete Empfehlung. Wenn es eine Nikon werden sollte, nimm eine mit eingebautem Autofokusmotor, damit du auch Objektive ohne eingebauten AF nutzen kannst. Das ist definitiv gold wert.

Generell: Irgendwann wirst du es ggf. zu schätzen wissen, wenn verschiedene Funktionen direkt erreichbar sind. Die D7000 hat beispielsweise zwei Userprogramme. Da solltest du am Body nicht unbedingt sparen. Gleiches gilt für den Sucher. Die 100D hat nur eine Abdeckung von 95%. Das wäre mir mittlerweile zu wenig.

Achja.. Und vergiss Videos mit der DSLR. Das sollte kein Kaufkriterium sein. Allenfalls ein Gimmick.
 

Istari 3of5

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Achja.. Und vergiss Videos mit der DSLR. Das sollte kein Kaufkriterium sein. Allenfalls ein Gimmick.

Das kann ich so nicht unterschreiben, da DSLRs mittlerweile nicht zu Unrecht viel im Videobereich eingesetzt werden. Durch die Wechseloptiken ergeben sich da ganz andere Möglichkeiten. Das ganze wird sogar im professionellen Bereich eingesetzt. ;)

Zum eigentlichen Thema:
Ich stand vor dem selben Problem und kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Geh in einen Laden und nimm die kameras in die Hand. Mache Dich mit Haptik und Bedienung vertraut, um zu sehen was Dir am ehesten zusagt. Lasse in die Entscheidung dann Deine Pläne und Vorlieben einfliessen und informiere Dich wie sich das mit den Favoriten umsetzen lässt. Ich würde dann noch die Verfügbarkeit, Qualität und Preise von weiteren Objektiven, Blitzen etc. mit einbeziehen.

In meinem Fall ist es ein Kit aus Canon 700D (der eigentlich wirkliche Nachfolger der 600D) mit 18-135mm STM Objektiv geworden. STM ist besonders geeignet für Videoaufnahmen durch den lautlosen Focus. Sind aber auch zum Fotografieren sehr gute Objektive und mit früheren Kit-Objektiven nicht mehr zu vergleichen.

Als weitere Anschaffungen haben sich bei mir folgende Geräte als praktisch erwiesen und sollten in die Erstanschaffung mit eingerechnet werden:
- Ein gescheites Stativ (hatte ich zum Glüch schon, Bei mir ein Velborn das auch leichte Schwenks für Video-Aufnahmen ermöglicht und nicht viel kostet.)
- Ein Blitz (Bei mir ein Metz 52 AF, der sich auch entkoppelt nutzen lässt), am besten noch gleich einen Diffusor dazu bestellen.
- Ein Fernauslöser (Noname für wenig Geld genügt, macht das selbe wie die aus dem original Zubehör)
- Eine Tasche für den Transport (hier empfehle ich diese Tasche die für den Preis extremst gut verarbeitet ist und massig Stauraum bietet, ohne zu groß zu sein: http://www.amazon.de/gp/product/B005JKM7J8/ref=oh_details_o02_s00_i00?ie=UTF8&psc=1). Zudem passt eine Kamera hier mit montiertem Batteriegriff rein, was nicht selbstverständlich ist.
- Ein Batteriegriff (muss kein original sein, ich habe einen von Phottix und bin sehr zufrieden). Der Griff bietet nicht nur mehr Akkulaufzeit, sondern macht die DSLR deutlich handlicher, gerade bei Hochformataufnahmen.
- Ein Macro-Objektiv für Portrait- und Produktaufnahmen. Hier gibt es schon gute günstige Alternativen, zumindest für Canon, wenn man auf den AF verzichten kann.
- UV-Filter zum Schutz des Objektivs (der Filter ist im Notfall günstiger zu ersetzen, als ein verkratztes Objektiv)

Die Liste lässt sich bei DSLRs weiter fortführen und wächst erfahrungsgemäss stetig. Ich bin mit meiner Grundausrüstung weitgehend zufrieden und habe ca. 1400 Euro dafür investiert. Bei Deinem Einsatzzweck würde ich auf jeden Fall mindestens einen Blitz einplanen, da das die Fotos deutlich aufwertet im Vergleich zur integrierten Lösung der Kameras.

Es kann sich auch lohnen sich für Tips und Gebrauchtteile in einem DSLR-Forum anzumelden. ich bin dort z.B. sehr günstig an mein Macro-Objektiv gekommen.
 

Razor187

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Ich wundere mich warum immer nur canon und nikon empfohlen wird. Die sony alphas reisen beiden herstellern seit jahren gehörig den hintern auf und sind zudem deutlich Einsteiger freundlicher!
 

primelinus

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es wird halt das empfohlen, was man selbst hat...
muhwahid, ich würde allerdings keine einsteigerkamera nehmen. gerade bei veranstaltungen, wo man u.u. schnell reagieren können muss. außerdem wäre eine kamera mit videofunktion, auch gerade für veranstaltungen, eine überlegung wert. hier mal ein bisschen was über videographie: http://youtu.be/J_GuxYbJXKw und... im guten fachhandel solltest du auch gut beraten werden.
 

Saugkraft

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Das kann ich so nicht unterschreiben, da DSLRs mittlerweile nicht zu Unrecht viel im Videobereich eingesetzt werden. Durch die Wechseloptiken ergeben sich da ganz andere Möglichkeiten. Das ganze wird sogar im professionellen Bereich eingesetzt. ;)
Jeder wie er will. ;)

Mit Kontrast-AF, ohne sehr gute Optik und bei Low Light aber kein Spaß.

Ich wundere mich warum immer nur canon und nikon empfohlen wird.
Mein Kriterium ist die Objektivauswahl. Mit einer Nikon kannst du auf rund 400 Nikon-Objektive zurückgreifen. Dazu kommen die Dritthersteller.

Sowas wirst du für eine Sony kaum finden: http://www.kenrockwell.com/nikon/105mm-f2-dc.htm
 

wegus

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Muhawid schrieb:
Canon kenne ich und kam damit bisher halbwegs klar. Wirklich umgehen will ich das aber noch lange nicht nennen.
Ob ich dabei bleibe wird sich zeigen. Aber denke einen Versuch ist es wert.

Genau da liegt der Hase im Pfeffer! Die Entscheidung ist eine für ein System, da hängt ja ne Menge an Zubehö(-kosten) drann. Wenn man erst nach einem Jahr feststellt das es das falsche System war ist das eine teure Entscheidung.

Letztlich ist die Kamera dabei sogar das was man am ehesten wieder tauscht! Das Zubehör aber bleibt. Ich würde daher empfehlen alle gängigen Systeme mal auszuleihen und damit einfach mal zu fotografieren. So wie es geht, eine Tag, eine Woche. Das System das Dir dann ganz subjektiv in der Bedienung zusagt ist dann das richtige für Dich, die richtige Kamera von dem Anbieter ist dann die deren Geld Du bereit bist zu bezahlen! Denn: Fotos machen kannst Du mit der gebraucht gekauften paar 100 Euro Kamera genauso, wie mit einem mehrere Tausend Euro teuren Profiteil! Auch hat man zwischen den großen Namen Canon,Nikon,Sony und anderen zwar hier und da technische Differenzen, diese spielen aber in der generellen Nutzung eine untergeordnete Rolle!

Mein Tipp ist es erst auf die Bedienung zu gucken, dann auf die Marktposition ( Kamerasysteme wechselt man eben nicht so schnell) und auch auf den Zubehörpark ( was kosten die Objektive die ich brauche neu/gebraucht).
 

Elvisthegreat

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Ich selbst hab eine Nikon D7000. Die hat noch wenig genug MP für rauscharme Aufnahmen, eine angenehme Haptik (die Nikon Vollformater sind mir zu groß) und bietet ausreichend Funktionen. Mit Canon komme ich klar, finde die Bedienung von Nikon aber angenehmer.

kos hat da völlig recht. Geh in den Fachhandel und nimm sie in die Hand. Alles andere bringt nix.

Für Nikon spricht, dass du hervorragende alte Objektive recht günstig bekommst. Canon hat aber einige Objektive im Programm, die bestimmte Brennweitenbereiche besser abdecken als die Nikon Objektive.

Ein paar Canon sind herrlich leise (ist in bestimmten Situationen nicht zu verachten) und leicht (die 7D z.B.), dafür haben es einige Objektive in sich (das 24-70 z.B.).

Letztlich gibt es nicht DIE Kombination, nur einen Haufen Möglichkeiten.

Canon ist nicht so mein Gebiet, deshalb keine konkrete Empfehlung. Wenn es eine Nikon werden sollte, nimm eine mit eingebautem Autofokusmotor, damit du auch Objektive ohne eingebauten AF nutzen kannst. Das ist definitiv gold wert.

Generell: Irgendwann wirst du es ggf. zu schätzen wissen, wenn verschiedene Funktionen direkt erreichbar sind. Die D7000 hat beispielsweise zwei Userprogramme. Da solltest du am Body nicht unbedingt sparen. Gleiches gilt für den Sucher. Die 100D hat nur eine Abdeckung von 95%. Das wäre mir mittlerweile zu wenig.

Achja.. Und vergiss Videos mit der DSLR. Das sollte kein Kaufkriterium sein. Allenfalls ein Gimmick.


Dem ist nichts hinzuzufügen, außer: Videos sind ein durchaus brauchbares Gimmick, aber halt ein Gimmick, insbesondere für Anfänger.
 

davedevil

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Bin oft auf größeren Veranstaltungen unterwegs wo ich bisher fast immer eine geringe Professionalität an Bild- und Videomaterial sehe.
Da ich bei sowas ein Perfektionist bin gabs immer wieder Ärger und teilweise wurden mehrere Aufnahmen von der selben Veranstaltung auch an mehrere Leute gegeben und somit kamen dann 2-3 verschiedene Stile zusammen was die gesamte Arbeit wieder in den Dreck gezogen hat.

Somit will ich mich halbwegs selbstständig machen.
Ich will halt parallel selbst Aufnehmen können oder auf Events sein wo mal eben keiner Zeit hat (was oft genug vorkommt).

Sorry. Ich lese da ein anderes Problem raus. Vielleicht liegt es eher an der Motivation (Kohle) oder Ausbildung (Mitarbeiter sind Multis, keine Fotografen, VJs, es wird nebenher gemacht). Ich kenne das allzuoft, weil sich Agenturen oft niemanden leisten wollen, aber alles abdecken, anbieten möchten. Nichts gegen Perfektionismus, aber dazu müssen die Umstände stimmen. Sonst nennt man es nämlich, um mal das schrecklichste Wort der Medienbranche zu nutzen, Unprofessionalität.

Was Video mit Fotokameras betrifft: Die Panasonic GH Reihe ist da seit Jahren zu Recht beliebt.
 

Tzunami

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Saugkraft

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Wieso meinst du, dass dies so ist?
Weil Video bei einer DSLR eben ein Zusatzfeature ist, das diverse Beschränkungen hat. Den langsamen Kontrastautofokus und seine Schwächen bei Low Light hab ich ja bereits erwähnt. Kein Kontrast, kein AF. Eine anständige DSLR ist allemal besser als eine 100 Euro Videocam, ist aber auch kein Zaubergerät.

Mit einem Golf kann ich Sachen transportieren. Und das sogar relativ gut. Wenn ich meinen Fokus auf Transport lege, kaufe ich aber keinen Golf, sondern einen Transporter.

Aktuelle DSLRs können nahezu alle 1080 und sind videotauglich. Wenn ich mir aber einen FOTOapparat kaufe, lege ich mein Augenmerk auf die entsprechenden Funktionen. Wer sich wegen 60p statt 30p für eine andere DSLR entscheidet, setzt IMHO falsche Prioritäten.

Es geht mir hier nicht um eine Grundsatzdiskussion, ob DSLRs für Video taugen. Das kommt drauf an. Ich sage ledigtlich, dass das beim Kauf er Fotokamera kein Kriterium sein sollte.

Ich glaube kaum, dass man ein Filmset mit Profikameraleuten (die manuellen Fokus in der Regel beherrschen) mit einer Situation vergleichen kann, bei der jemand beispielsweise eine Hochzeit filmt.

"Sorry, der letzte Take war unscharf. Können wir nochmal bei 'Willst du, Herbert, die hier anwesende..' einsteigen? Und diesmal bitte ein bisschen mehr Emotion. Kann die Maske bitte den Bräutigam nochmal abpudern, er glänzt etwas. Und Action.."

Das was eine DSLR bei Video so interessant macht ist die Möglichkeit mit der Schärfentiefe zu spielen was sonst eigentlich nur im professionellen Videobereich machbar wäre.
Es steht doch völlig außer Frage, dass man mit einer aktuellen DSLR mit Einschränkungen anständige Aufnahmen hinbekommt. Ich kenne da ein paar Filme von Kollegen, die hervorragende Videos mit Fotokameras machen.

Das ist dann aber beispielsweise eine Lumix GH2. Die hat dann aber (weil kein Spiegel) einen Phasenautofokus der in 0,1 s fokussiert und da steckt ein Nokton f0.95 drauf.

Wenn ich filmen will, kaufe ich mir eher so ein Ding als eine DSLR.

Darauf wollte ich mit meiner Aussage hinaus.
 

bikkuri

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...

Das ist dann aber beispielsweise eine Lumix GH2. Die hat dann aber (weil kein Spiegel) einen Phasenautofokus der in 0,1 s fokussiert und da steckt ein Nokton f0.95 drauf.
...

Wie GH2/Phasenfokus und Nokton/Autofokus? Bringst du da nicht was durcheinander? Ich habe zwar die GH3 und die Nokton-Reihe, aber die hat einen Kontrastfokus und die Noktons sind ausschliesslich mechanisch. Oder was meinst du?
 

deep volt

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Welche wäre da vom P/L Verhältnis am besten?
Damals haben wir viel mit der Canon EOS 600D gearbeitet, mir fiel jetzt die 100D ins Auge welche wohl eine Neuauflage davon ist.

Hey, im Prinzip ist das wichtigste schon gesagt: Man entscheidet sich mit einer Systemkamera für ein System.

Und wenn du die EOS 100D (ca. 500€) ansprichst gehe ich davon aus das du erstmal nicht mehrere Tausend Euro investieren willst, daher kann man dir nur raten bei der Systemwahl auf für dich geeignete Objektive zu achten (Veranstaltung Indoor (?) -> Lichtstarke Objektive nötig, vielleicht Festbrennweiten?).

Es laufen wahnsinnig viele Leute durch die Gegend die eine Einsteiger Nikon oder Canon mit Kit-Objektiv besitzen und meinen sie wären damit Profi, nicht wissend das sie das alles noch mit einer wesentlich kleineren Edelkompakten hinbekommen würden. Erst mit guten (= teuren) Objektiven spielen die großen DSLR ihre Vorteile aus.

Persönlich sind mir die DSLR zu klobig und zu schwer, zudem sehen die günstigen auch meist billig aus und fassen sich auch billig an.

Schau dir auch mal Spiegellose Systemkameras an, hier wurden schon welche genannt, die haben den Vorteil das die Objektive die für das jeweilige System verkauft werden auch genau für diese Sensorgröße gerechnet sind. Bei Canon findest du für die APS-C Sensoren z.B keine günstigen Weitwinkel-Festbrennweiten (Neukauf mit Autofokus), da die Canon-Objektive für Vollformat Sensoren gerechnet sind.
 

Pingu

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Das ganze beginnt ja i.d.R. mit der Grundausstattung.
Also bräuchte ich erstmal eine DSLR um mit dem Umgang vertraut zu werden.

Welche wäre da vom P/L Verhältnis am besten?
Damals haben wir viel mit der Canon EOS 600D gearbeitet, mir fiel jetzt die 100D ins Auge welche wohl eine Neuauflage davon ist.

Die 100D ist sicherlich keine schlechte Wahl. Ich kenne einen Profi, der seine Ausstattung gerade um diese erweitert hat, weil er ein kleine, leichte Kamera für Himalaya-Trekking wollte und trotzdem sein teures Glas weiterverwenden sollte.

Genau da kommen wir zum Punkt. Wie bereits angesprochen ist die Marke praktisch der Einkauf in ein System. Die Kamera selber ist da langfristig der kleinste Anteil. Der größte Anteil ist das Glas und anderes Zubehör. Daher prinzipiell im Laden anschauen, was einem persönlich am Besten liegt. Ein Auswahlkriterium kann auch Freunde sein. Freunde, wo man sich etwas ausleihen kann, weil man es braucht und selber nicht hat.

Ebenso solltest Du Dir die Frage stellen: muss es wirklich eine DSLR sein? Nach aktuellem Stand sind die neuen Systeme wie Olympus OMD und Fujifilm X-System (X-E1/X-E2, X-T1) auch sehr interessant.

Ich selber bin Canon und habe die 5D Mark II und 5D Mark III sowie verschiedenes Glas. Muss aber gestehen, dass ich sehr stark auf die Fujifilm X-E2 schiele, weil Gewicht und Praktikabilität sowie Qualität inzwischen eher dafür sprechen, also für eine DSLR.

Das Wesentliche was den "Kleinen" fehlt, ist zurzeit der Weitwinkel. Im Bereich Lichtstärke holen sie aber gut auf.
 

wegus

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Was die Videotauglichkeit angeht denke ich das moderne DSLR da schon ausreichend Leistung mitbringen und dann vor allem optisch bestechen.... ABER:

Schon mit einer DSLR gute Fotos zu machen ist schwer und Aufgabe genug ( die Bilder werden ja nicht durch die gekaufte Technik besser!) und erfordert viel Zeit und Lernen. Den Motivblick zu entwickeln und zu sehen mit welcher Technik und welchen Einstellungen man das ablichtet erfordert lange Erfahrung. Das ist im Videobereich nicht anders, allerdings mit durchaus anderen Parametern. Wer beides kann Hut ab und dem sei das Kombiwerkzeug gegönnt. Wer Beides zeitgleich lernen will übernimmt sich, genau wie die Leute, die zeitgleich Landschaft, Portrait, Studio und IR-Fotografie machen wollen und noch nichts von Beleuchtung, Zusammenhang Blende/Zeit/ISO wissen oder elementare Gestaltungsregeln nicht kennen.

Wer jetzt in die Fotografie einsteigen will kann das gerne tun, wer in 2 Jahren dann Videos drehen möchte soll auch das tun - ob er das dann aber mit einem alten Body macht oder dafür nen aktuellen kauft sei mal dahingestellt.
Kamera kaufen die man gerne und intuitiv bedienen mag, dazu eine Brennweite ( oder ein Zoom) und üben. Dann den Blick schärfen für andere Brennweiten, Lichtsituationen,... der Mensch lernt seriell, auch wenn die Technik immer paralleler liefert.
 

Muwahid

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Hey, danke erstmal für all die Meinungen.

Ich habe mich jetzt nochmal umgesehen und bin an der Nikon D3200 hängen geblieben da mir die Menüführung sehr gefällt und die allgemein ziemlich gut strukturiert ist.
Ebenfalls gefällt mir der so genannte Guide Mode womit ich meine ersten Schritte wagen könnte und mich nach und nach durch die Funktionen wühlen kann.

Mir ist bewusst dass der Body das wohl günstigste daran wird und eine DSLR nicht automatisch gute Bilder macht sondern dies eher an demjenigen der die Bedient liegt. Daher erwarte ich keine Wunder sondern versuche ehrlich mit mir selbst zu sein und mich erstmal an die Kameraarbeit heranzutasten.

Alternativ stach mir die Sony Alpha A58 ins Auge welche eine SLT Kamera ist. Meine Arbeit wird wohl auch stark Videolastig sein und somit sollen diese dort ja enorme Vorteile bieten.

Wenn es nun die Nikon D3200 wird wäre mein Frage wo der Unterschied zwischen dem AF-S DX 18-55 VR II und dem AF-S DX 18-55 VR Objektiv sind.
Oder sollte ich doch lieber zur Sony greifen?
 

WollMac

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Moin,

Ich habe mich jetzt nochmal umgesehen und bin an der Nikon D3200 hängen geblieben da mir die Menüführung sehr gefällt und die allgemein ziemlich gut strukturiert ist.
Ebenfalls gefällt mir der so genannte Guide Mode womit ich meine ersten Schritte wagen könnte und mich nach und nach durch die Funktionen wühlen kann.

Damit machst Du für den Einstieg nichts falsch. Grundsätzlich ist Dein Geld in guten Objektiven besser angelegt als in teuren Bodys. Ich habe Objektive, die ich vor über 20 Jahren gekauft habe und die mit meiner D 600 hervorragend zusammengehen.

Ansonsten ist dieser Link so ziemlich der beste Tip, den ich Dir geben kann. Da lernst Du eine Menge übers Fotografieren.
 

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