Lifestyle Die Woelfe sind da

MacEnroe

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Und genau das wird da wo es Wölfe gibt nicht mehr geben. Und natürlich sind die Tiere eingezäunt - aber halt nicht mit Elektrozaun. Und ob der Versatzzaun mit oder ohne Strom ist, ist vom Stellaufwand völlig wumpe.

Du hast den noch nie aufgestellt. Auch noch nie einen Elektrozaun, soviel ist jetzt sicher. Bei dem hohen Gras kannst
du das mit dem Strom nämlich vergessen. Kannst du nicht wissen.

Einer der grössten Naturzerstörer ist und bleibt die Landwirtschaft. Auch wenn das alles recht idyllisch aussieht - es ist eine sterile und tote Landschaft.

DU fordert doch genau diese groß-industrielle Landwirtschaft, die alles kaputt macht. Die kleinen „Mondscheinbauern“, die
keinen Kunstdünger brauchen, und Tiere draußen halten und keine Antibiotika brauchen, sind dir ja suspekt, diese Sozialschmarotzer,
die nicht einmal einen 15-Tonner fahren dürfen. :)

Die Naturvölker leben ganz ähnlich, mit kleinen Tierherden, selbst im Urwald, und hinterlassen keine sterile und tote Landschaft.

Und bisher sind alle grossen Zivilisationen daran gescheitert und untergegangen. Die Erfolge waren immer nur kurzfristig und nicht von Dauer.

Ganz im Gegenteil. Die waren erst durch die Landwirtschaft möglich.
 

erikvomland

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.....
DU fordert doch genau diese groß-industrielle Landwirtschaft, die alles kaputt macht. Die kleinen „Mondscheinbauern“, die
keinen Kunstdünger brauchen, und Tiere draußen halten und keine Antibiotika brauchen, sind dir ja suspekt, diese Sozialschmarotzer,
die nicht einmal einen 15-Tonner fahren dürfen. :)
Ich habs nicht so verstanden, dass er das fordert sondern eher die überwiegende Praxis oder Ziele in der LW ansprach.

Da mag der Nachbar hier noch so´n netter Typ sein, die Rindviecher sind angekettet und die Kälber kommen in so Boxen,
weils für den anders personell weder geht oder das halt so gemacht wird, wie bei den miessten anderen auch.
Nutzvieh zum Lebensunterhalt, daher im Leben eher ausgebeutet und reines Wirtschaftsgut.
Ist mit der Dünge/Pestizidsituation dasselbe.

Auch deine Hirsche sieht der "Betreiber" doch eher als Medallions auf irgendeinem Teller für Erlös
und nicht weil die so nett mit dem Schwanz wedeln.
 

MacEnroe

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Ich habs nicht so verstanden, dass er das fordert sondern eher die überwiegende Praxis oder Ziele in der LW ansprach.

Da mag der Nachbar hier noch so´n netter Typ sein, die Rindviecher sind angekettet und die Kälber kommen in so Boxen,
weils für den anders personell weder geht oder das halt so gemacht wird, wie bei den miessten anderen auch.
Nutzvieh zum Lebensunterhalt, daher im Leben eher ausgebeutet und reines Wirtschaftsgut.
Ist mit der Dünge/Pestizidsituation dasselbe.

Auch deine Hirsche sieht der "Betreiber" doch eher als Medallions auf irgendeinem Teller für Erlös
und nicht weil die so nett mit dem Schwanz wedeln.

Ja, die Hirsche und Schafe landen irgendwann auch auf dem Teller oder in einer Wurst. Aber den Unterschied hast du ja gut beschrieben. Sie sind nicht angekettet in einer Box und „reines Wirtschaftsgut“. Da haben auch mal Kinder noch Kontakt, am liebsten natürlich zu den kleinen Lämmern.

@piaggio aus dir werd ich gar nicht schlau. Die extensive Landwirtschaft ist der Niedergang jeglicher Kultur, anderer-
seits bist du gegen meinen Vorschlag, die kleinen Tierhalter zu unterstützen, weil das eh nur Kuschelbauern sind und auf ihren Vorteil aus. Wenn die nicht zusätzlich hohe Zäune und Hunde anschaffen, sollen sie halt ihre Tiere abgeben.

Falls ich dich da falsch verstanden habe, und du die Kleinbauern doch erhalten willst, dann ist ja alles gut. Dann sollten wir jetzt mal wirklich nach „smarten“ Lösungen suchen. Z.B. bekommen die Wölfe einen Sender, und wenn sie in Gebiete
gehen, wo sie nicht hinsollen, werden sie vertrieben oder die Menschen gewarnt. Oder eine kleine 360° Kamera, die man bei Herden aufstellt und die Tiere außerhalb der Herde registriert. Vielleicht sollte ich in der Richtung was erfinden. :)
 

PiaggioX8

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Ja, die Hirsche und Schafe landen irgendwann auch auf dem Teller oder in einer Wurst. Aber den Unterschied
hast du ja gut beschrieben. Sie sind nicht angekettet in einer Box und „reines Wirtschaftsgut“. Da haben auch mal
Kinder noch Kontakt, am liebsten natürlich zu den kleinen Lämmern.

@piaggio aus dir werd ich gar nicht schlau. Die extensive Landwirtschaft ist der Niedergang jeglicher Kultur, anderer-
seits bist du gegen meinen Vorschlag, die kleinen Tierhalter zu unterstützen, weil das eh nur Kuschelbauern sind und
auf ihren Vorteil aus. Wenn die nicht zusätzlich hohe Zäune und Hunde anschaffen, sollen sie halt ihre Tiere abgeben.

Falls ich dich da falsch verstanden habe, und du die Kleinbauern doch erhalten willst, dann ist ja alles gut. Dann sollten
wir jetzt mal wirklich nach „smarten“ Lösungen suchen. Z.B. bekommen die Wölfe einen Sender, und wenn sie in Gebiete
gehen, wo sie nicht hinsollen, werden sie vertrieben oder die Menschen gewarnt. Oder eine kleine 360° Kamera, die man bei
Herden aufstellt und die Tiere außerhalb der Herde registriert. Vielleicht sollte ich in der Richtung was erfinden. :)
Da brauchst nichts erfinden - gibts jetzt schon für Haustiere - einfach chipen die Viecher und gut ist. Also statt "Find my Phone" ein "Find my Wolf" Ist aber in der Praxis unrealistisch.
Für ihre Haustiere sind die Halter verantwortlich - und nicht der Steuerzahler.
Was das aufstellen der Elektrozäune betrifft: die stellt man dort auf wo die vierbeinigen Rasenmäher schon alles abgeweidet haben.

Auch die kleinen Landwirte arbeiten mit Pestiziden und Kunstdünger.
Was die grösse der Betriebe betrifft: bin ich auch für Dezentralisierung und viele kleine und mittlere.
Die Agrarpolitik der Bundesregierung und der EU zeigt aber, dass das gar nicht gewünscht ist.
Da die Preise für Produkte mehr oder weniger im Keller sind, bleibt einem Landwirt nichts anderes übrig, als zu expandieren und das Einkommen wieder über die Masse zu steigern. Ist in der restlichen Industrie nicht anders. Eine fortschreitende Technisierung unterstützt das natürlich.
So produiziert z.B. der grösste Tomatenbauer der USA 50% der Tomatenproduktion in USA. Und das gerade mal mit 20 Leuten - wo vorher hunderte von Billigstlöhnern erforderlich waren.
Bei den langfristigen Schäden durch Landwirtschaft ist es egal ob gross oder klein - das Ergebenis ist im Prinzip gleich.
Die Landwirtschaft der indigenen Völker in Südamerika dient ausschliesslich der Selbstversorgung. Gerade die südamerikanischen Hochkulturen sind eben an der Landwirtschaft zu Grunde gegangen. Ackerbau und Viehzucht führten nun mal zur Überbevölkerung und zu einer extremen Abhängigkeit. Nämlich Klima und Wetter. Kamen dann mal richtige Dürren oder dauerhafte Niederschläge, wars das mit der Zivilisation.
Daran sind schlussendlich sogar die Römer gescheitert. Nicht der Sturmm der Völker aus dem Norden und Osten war der Grund für Roms Untergang - sondern das Versiegen der Getreidequellen in Nordafrika.
Was bei uns aber die Sache schwierig macht: Keiner will mehr so richtig Landwirt werden. Es ist Arbeits- und Zeitintensiv und die Löhne sind weit jenseits von dem was es in der Industrie gibt.
Ausser mal als Ferien auf dem Bauernhof will da doch niemand hin. Landwirtschaftliche Betriebe sind Generationenaufträge - es steigen aber immer mehr Jüngere erst gar nicht ein.
Ist bei meinem Schwager genauso - keines seiner KInder will (wollte) den Hof übernehmen. Die wollen zwar arbeiten, aber auch vernünftig dafür bezahlt werden und ihre Freizeit haben.
Also ist der nun in Rente gegangen und der Hof ist aufgelöst.

Das Landwirte auf riesige Betriebe mit Massenproduktion umstellen ist also durchaus verständlich. Denn wie alle anderen Betrieb ist eben Effizient und Produktivität und damit Einkommen gefragt. Mit Spasshöfen kommst nicht weit.
Und ein wieteres grosses Problem: landwirtschaftliche Produkte sind mittlerweile weltweit Spekulationsobjekte. Es werden jedes Jahr millionmen Tonnen an Getreide vernichtet, weil Spekulanten einlagern wie blöde und auf steigende Preise spekulieren. Oft ist es aber so (vor allem in Indien) dass das Getreide einfach verreckt.
Zu Zeiten des kalten Krieges hat die Sowjetunion jedes Jahr über 50 mio Tonnen Getreide aus USA und Canada importiert - genau die Menge die auf sowjetischen Feldern vorher verfault ist.
Wie erwähnt sind Indiens Getreidespeicher proppen voll. Das meiste wird aber einfach offen gelagert und man wartet auf gute Preise. bei einem grossen Teil geht das aber in die Hose.

Also bleibt nur eine Lösung: eine staatliche Regulierung und das muss auch noch global funktionieren.
Und : nicht die Discounter dürfen die Preise bestimmen, sondern die Produzenten.
Jetzt einfach so eine Preiserhöhung auf Lebensmittelprodukte ist blödsinn - weil der Löwenanteil bei den Discountern bleibt und die Landwirte nur mit einem Trostpflaster abgespeist werden.
Zudem darf es keine Subventionierung mehr auf Massentierhaltung geben, sondern nur noch für Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit.
Um den Billigproduktionen aus dem Ausland vorzubeugen, gibts für solche Produkte einfach hohe Zölle.
Und vor allem gehört dieser Unsinn abgeschafft, Biomasse in Energie umzusetzen. Da dran ist nämlich überhaupt nichts ökologisch und Nachhaltig.
Es werden weltweit mehr Nahrungsmittel produziert als verbraucht werden. Nur die Verteilung ist schlichtweg scheisse.

Wenn wir zu einer gerechteren Welt wollen, müssen wir unsere gesamten Gesellschaften umkrempeln. Energiewende, Elektromobilität, Umweltschutz und Nachhaltigkeit müssen Priorität gegenüber allem anderen haben.
Zumindest China dürfte da aber ganz schön den Aufstand proben. Und natürlich alle die von diesen bisherigen Systemen kräftig profitieren.
Also eröffnet sich hier auch ein gewaltiges Konfliktpotential.

Ich bin kein Grüner, Kommunist oder Sozi. Aber ich bin für Gerechtigkeit und Leben und Leben lassen.
Im Prinzip träumen wir ja alle von einem funktionierenden Kommunismus oder Sozialismus. Nur mit der Umsetzung hats bisher gehapert.
Und die sogenannten Menschenrechte sind auch nur ein Feigenblatt. Wer nicht nach den Regeln der grossen spielt, wird über kurz oder lang platt gemacht.

Diese Themen wären aber einen eigenen Thread wert.
Hängt aber trotzdem alles irgendwie zusammen. Die wenigsten Probleme stehen für sich alleine da, sondern ziehen eben einen ganzen Rattenschwanz hinterher und plötzlich steht ein ganzes System in Frage.
 

MacEnroe

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Ja, das alles wäre eine Diskussion wert ... an anderer Stelle. :)

Nur ein paar Anmerkungen noch:

Da brauchst nichts erfinden - gibts jetzt schon für Haustiere - einfach chipen die Viecher und gut ist. Also statt "Find my Phone" ein "Find my Wolf" Ist aber in der Praxis unrealistisch.

Es gibt noch keinen Chip, mit dem man Tiere „orten“ kann. Die Chips enthalten Daten, die aus nächster Nähe
ausgelesen werden können. Zur Ortung müsste ein größeres Gerät um den Hals hängen.

Aber wer weiß ... irgendwann?

Für ihre Haustiere sind die Halter verantwortlich - und nicht der Steuerzahler.

In den Gegenden, wo es noch selten Wölfe gibt (wie Schwäb. Alb) werden alle Risse ersetzt. Erst wenn
der Wolf erkannt ist, werden Vorschriften für Schutz gemacht, ohne Maßnahmen wird dann nichts mehr ersetzt.

z.B. Schwarzwald, 2018. Ein Wolf tötet 40 Schafe einer Herde. Wurde alles ersetzt, dann Maßnahmen unterstützt,
für Zäune gibt es Geld vom Staat. Wer das nicht macht, ist dann selber Schuld.


Auch die kleinen Landwirte arbeiten mit Pestiziden und Kunstdünger.

Das ist richtg, machen auch kleine Betriebe. Aber die Tierhalter eher nicht. Ich kenne ein paar persönlich, da
gibt es das nicht. Gras für Heu wächst auch so.
 
Zuletzt bearbeitet:

PiaggioX8

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Ja, das alles wäre eine Diskussion wert ... an anderer Stelle. :)

Nur ein paar Anmerkungen noch:



Es gibt noch keinen Chip, mit dem man Tiere „orten“ kann. Die Chips enthalten Daten, die aus nächster Nähe
ausgelesen werden können. Zur Ortung müsste ein größeres Gerät um den Hals hängen.

Aber wer weiß ... irgendwann?



In den Gegenden, wo es noch selten Wölfe gibt (wie Schwäb. Alb) werden alle Risse ersetzt. Erst wenn
der Wolf erkannt ist, werden Vorschriften für Schutz gemacht, ohne Maßnahmen wird dann nichts mehr ersetzt.

z.B. Schwarzwald, 2018. Ein Wolf tötet 40 Schafe einer Herde. Wurde alles ersetzt, dann Maßnahmen unterstützt,
für Zäune gibt es Geld vom Staat. Wer das nicht macht, ist dann selber Schuld.




Das ist richtg, machen auch kleine Betriebe. Aber die Tierhalter eher nicht. Ich kenne ein paar persönlich, da
gibt es das nicht. Gras für Heu wächst auch so.


Das ist abhängig vom Boden. Fette Böden-fettes Gras, magere Böden - mageres Gras. Und die Schwäbische Alb ist nicht gerade für fette Böden bekannt, sondern eher saure Böden. Deswegen sind Schafe dort auch besser, da die genügsamer sind aber auch alles bis auf die Wurzel abfressen.
Rinderhalter sehen Schafe auf ihren Weiden gar nicht gern. Was ja auch in den USA im 19. Jahrhundert zu heftigen Weidekriegen mit eingewanderten Schafzüchtern geführt hat. Denn da wo Schafe grasen, ist hinterher keine Rinderhaltung mehr möglich.
Ausmahme ist Neuseeland. Die haben aber auch sehr gute Böden und es findet kaum Überweidung statt. Eine abgegraste Fläche wird dann über Monate nicht mehr genutzt, damit sich das Land wieder erholen kann. Liegt aber auch daran, dass sowohl Neuseeland als auch Australien die entsprechenden Flächen haben.
 

MacEnroe

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Magerer Boden, der aber nur die Hälfte der Pacht kostet. Das gleicht sich aus. Sind halt weniger Kühe drauf.
Unsere Schafe haben es nie geschafft, unsere Wiese abzugrasen, immer nur teilweise. Wie du auf meinem Bild
oben siehst, wird öfter umgesteckt, dann ist die Wiese nach kurzer Zeit auch wieder für Kühe nutzbar.
 

PiaggioX8

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Interpretiere ich das richtig und hab es bisher überlesen: du/ihr haltet Schafe? Seid also eventuell betroffen?
 

MacEnroe

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Ich hatte früher mal Schafe, ja. Jetzt sind hier Lamas und Schottische Hochlandrinder im Garten, die mir
selber nicht gehören. Das ist so nah am Haus, da würde ein Wolf nicht rankommen. Fuchs und Biber
schleichen zwar herum, aber das ist was anderes. Insofern bin ich persönlich nicht betroffen.
 

Difool

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Ich hatte früher mal Schafe, ja. Jetzt sind hier Lamas und Schottische Hochlandrinder im Garten, die mir
selber nicht gehören. Das ist so nah am Haus, da würde ein Wolf nicht rankommen. Fuchs und Biber
schleichen zwar herum, aber das ist was anderes. Insofern bin ich persönlich nicht betroffen.
Hier in Niedersachsen gibt es auch Wolf-Sichtungen in den Strassen der Städte.
Aktuell sind es ca. 380 Wölfe in Niedersachsen.
 

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Man nennt es Schicksal...
 

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