Die SSD Euphorie mal aus anderer Sicht...

vsw

Mitglied
Thread Starter
Mitglied seit
15.02.2011
Beiträge
672
Hallo,
auch wenn Ihr mich schlagen werdet, ich möchte mal die SSD Euphorie etwas dämpfen.

Meistens werden die SSDs gegen eine Serienplatte ausgetauscht. Diese ist aus Geräusch-und Kostengründen meistens eine mit 5400 Umdrehungen und recht langsam.
Wenn ich aber bereits eine sehr schnelle HD (z.B. WD Scorpio Black / 7200) habe, dann fällt der Unterschied nicht mehr so dramatisch aus, ist aber natürlich noch deutlich.

Ein häufiges Argument ist auch, dass die Programme schneller starten.
Dazu gibt es 2 Dinge zu sagen......
1. Wenn ich ein Programm nach dem Bootvorgang das erste Mal öffne dauert es etwas, beim zweiten Mal ist es schon deutlich schneller.
2. Was spricht dagegen die häufig genutzten Programme einfach offen zu lassen, wenn man genügend Arbeitsspeicher hat.

Bei mir startet Word 2011 beim erneuten aufrufen in einer Sekunde (WD Scorpio Black)
Und Photoshop in drei Sekunden.
Das ist mir schnell genug.

Natürlich gibt es bei den SSDs ein "haben wollen Gefühl", aber realistisch gesehen ist man mit einer schnellen HD und 8GB Arbeitsspeicher auch sehr gut bedient.

Wenn man also seine langsame HD als zweite Festplatte zur Datenaufnahme einbaut und eine SSD für die Programme hat, darf man nicht vergessen, dass man bei großen Dateiladevorgängen langsamer arbeitet als im Falle einer einzelnen schnellen HD.
Das habe ich ausgiebig getestet.

Wer sein Superdrive Laufwerk braucht und somit nur Platz für eine HD im MBP hat, der sollte meiner Meinung nach eine große, schnell Festplatte nutzen.

Der ideale Fall ist natürlich eine SSD UND eine große, schnelle 7200er HD im Optibay.
Der Kostenfaktor ist jedoch erheblich und jeder sollte selbst entscheiden ob es sich lohnt.

Mein altes MBP late 2008 hat durch die Speicheraufrüstung (8GB) und die WD Scorpio Black 7200/750GB jedenfalls deutlich an Performance gewonnen.
Ich arbeite viel mit großen PS Dateien und muss ca. 20.000 RAW Bilder verwalten.
Dabei halte ich meistens 4-5 Programme offen und habe somit absolut kein problem mit dem öffnen der Programme.

Mit besten Grüßen
vsw

p.s. ein „haben wollen Gefühl“ für eine SSD UND ein Optibay mit der WD ist dennoch vorhanden, aber nötig ist es nicht!! (in meinem Fall)
 

manue

Aktives Mitglied
Mitglied seit
17.11.2006
Beiträge
27.147
Mag für dich schon so sein, aber eine 7.200 RPM Festplatte ist Höllen laut und die 20 MB/s mehr (im Vergleich zu einer 5.400 RPM) machen das Kraut nicht fett.
Eine SSD spielt in einer ganz anderen Liga (doppelter bis vierfacher Datendurchsatz im Vergleich zur HDD).
Außerdem ist ja nicht nur Datendurchsatz sondern auch die extrem schnellen Zugriffszeiten eine entscheidender Vorteil der SSD.

Und mehr RAM und eine SSD sind zwei paar Schuhe. Wenn der Arbeitsspeicher nicht mehr ausreicht und geswapt wird, dann muss mehr RAM her.
Du vergleichst Äpfel mit Birnen (RAM und SSD).

Aber auch ich muss zugeben: Es würde bei mir auch ohne SSD gehen.
 

vsw

Mitglied
Thread Starter
Mitglied seit
15.02.2011
Beiträge
672
Mag für dich schon so sein, aber eine 7.200 RPM Festplatte ist Höllen laut und die 20 MB/s mehr (im Vergleich zu einer 5.400 RPM) machen das Kraut nicht fett.
Hallo,

also meine ist nicht zu hören!! und von wegen 20 MB/s....

Beste Grüße
vsw
 

Yoless

Aktives Mitglied
Mitglied seit
10.02.2006
Beiträge
1.114
Nötig ist gar nichts :) Aber die Vorteile liegen auf der Hand. Auf den wichtigsten Punkt bist du gar nicht eingegangen. Das sind die Zugriffszeiten und die mechanische Stabilität! Hier liegen die eigentlichen Vorteile. Keine bewegten Teile in einem Notebook sind ein grosser Vorteil. Wem dann doch einmal ein Notebook runtergefallen ist (bei mir hat mich einer auf dem Bahnhof umgerannt, weil er den Zug unbedingt noch bekommen wollte), der weiss, wie empfindlich Festplatten sein können. Äusserlich war das Notebook dank guter Tasche fast unversehrt, aber die Platte wollte einfach nicht mehr...
Und gerade wenn du mit viel verschiedenen Dateien und Programmen arbeitest, dann solltest du dir weniger Gedanken um die Übertragungsgeschwindigkeit machen, als vielmehr um die Zugriffszeiten. Ich bin Entwickler (mehr als Hobby als Beruf) und damit Tester von Lion. Das liegt auf einer schnelle Hitachi-Platte. Lion ist auch wirklich schnell geworden, aber trotzdem lahmt das ganze System im Gegensatz zu meinem SL auf einer 80 GB Intel-SSD... Kein Vergleich und das schon bei kleinen Sachen wie Finderfenster zusätzlich aufmachen und ähnlichen kleinen Sachen. Es ist kein Vergleich. Mit SSD hab ich das Gefühl keinen Unterbruch in meiner Arbeit zu haben. Mit der schnellen FP muss ich immer ein wenig warten. Und das bei einer vergleichsweise langsamen SSD.
 

maccoX

Aktives Mitglied
Mitglied seit
15.02.2005
Beiträge
12.656
Ich glaube kaum das eine WD Scorpio Black 400-500 MB/s read/write schafft
... zumal man da wohl recht geräuschresistent sein muss ;)

Ausserdem ist der RAM bei Mac OS X immer viel zu schnell voll, wenn man nicht immer mal wieder neustartet bringen einem auch 8GB nicht besonders weit und dann bringt es nichts mehr das man Photoshop irgendwann schon einmal auf hatte. Besonders wenn man mit Bildern arbeitet wird man den 4-5x Mehrspeed sicherlich gut merken - schon allein beim lahmarschigen iPhoto.

Eine dicke fette SSD, das wär der Traum! Dazu dann eine über USB3 oder TB (beides am Mac so toll lösbar.... :hehehe:) angeschlossene schnelle und große HD - möglichst weit entfernt und gut geräuschgedämmt!
 

logray

Mitglied
Mitglied seit
01.04.2006
Beiträge
739
Du vergleichst den START von Applikationen mit dem "wieder in den Vordergrund holen einer schon gestarteten Applikation"?

Ahhhja.
 

vsw

Mitglied
Thread Starter
Mitglied seit
15.02.2011
Beiträge
672
Du vergleichst den START von Applikationen mit dem "wieder in den Vordergrund holen einer schon gestarteten Applikation"?
Hallo,
nein, ich meine app starten, dann schließen und erneut starten. Das geht deutlich schneller.

Eine dicke fette SSD, das wär der Traum!
Genau, hier liegt der Hase im Pfeffer.
Solange für mich eine 500GB SSD nicht bezahlbar ist, werde ich wohl auf die konventionelle Lösung bauen müssen.

Beste Grüße
vsw
 

manue

Aktives Mitglied
Mitglied seit
17.11.2006
Beiträge
27.147
Nur dann wäre eine SSD schon aus allen Nähten geplatzt, weil sie leider nicht so viel Platz haben (im bezahlbaren Rahmen)
Um das gehts doch gar nicht. Geht um den Unterschied 5.400 vs. 7.200 RPM und das ist bei gleichem Füllstand und "gebrauchtem" (sprich fragmentiertem) System 20 MB/s...
 

vsw

Mitglied
Thread Starter
Mitglied seit
15.02.2011
Beiträge
672
Und gerade wenn du mit viel verschiedenen Dateien und Programmen arbeitest, dann solltest du dir weniger Gedanken um die Übertragungsgeschwindigkeit machen, als vielmehr um die Zugriffszeiten
Hallo,

da meine Dateien sehr gross sind (Grossformat Druck bis 40 QM) bin ich schon auf schnelle Ladezeiten (Übertragungsgeschwindigkeit) angewiesen.

Beste Grüße
vsw
 

Yoless

Aktives Mitglied
Mitglied seit
10.02.2006
Beiträge
1.114
Also gerade in dem Bereich sollte dann die SSD deutliche Vorteile bringen. Bei neueren SSDs kannst du die Ladzeite mehr als deutlich halbieren! Davon ab sind die Arbeitsdaten nicht das, was das Arbeiten träge macht, sondern die Reaktionen des gesamten Systems und die wird eben durch die schnellen Zugriffszeiten der SSDs extrem verkürzt. Durch den Einbau der SSD damals in mein MBP hatte ich das erste Mal seit Jahren wieder das Gefühl einen enormen Geschwindigkeitsschub bekommen zu haben. Mehr als bei jedem Plattformwechsel mit seinen angeblich 20% schnelleren Prozessor oder Chipsatzes. Seit gefühlten 10 Jahren sind doch schon immer die Platten in den Notebooks das gewesen, das eine vernünftige Performance gar nicht erst zugelassen hat. Auch eine von mir verbaute WD Black hat mich da nicht zufrieden gestellt. Zu mal sie mich mit mehr Lärm und Hitze eher genervt hat.

Hallo,
nein, ich meine app starten, dann schließen und erneut starten. Das geht deutlich schneller.



Genau, hier liegt der Hase im Pfeffer.
Solange für mich eine 500GB SSD nicht bezahlbar ist, werde ich wohl auf die konventionelle Lösung bauen müssen.

Beste Grüße
vsw
Und wenn du zwischen dem Schliessen und Starten der App andere gestartet hast? Dann ist der Cache-Effekt weg und alles ist wieder lahm...
Ich denke bis zum Erscheinen der passend grossen SSDs werden wohl Hybridlösungen das einzig vernünftige sein. Aber wegen dem Platzproblem der SSDs diese gleich in Frage zu stellen finde ich ein wenig seltsam. Das ist ungefähr so, als ob du den Cache bei normalen Platten in Frage stellst, weil er ja doch nicht alle Daten bereitstellen kann und deshalb ist der eigentlich Schwachsinn. SSDs wird die Zukunft gehören und da braucht man gar nicht drüber streiten. Und das man in diese Technik investiert hat auch nicht im geringsten mit "Must have" zu tun, sondern einfach damit, das die FP nunmal derzeit der grösste Flaschenhals bezüglich der Performance ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Micky0711

Mitglied
Mitglied seit
17.08.2007
Beiträge
281
Um das gehts doch gar nicht. Geht um den Unterschied 5.400 vs. 7.200 RPM und das ist bei gleichem Füllstand und "gebrauchtem" (sprich fragmentiertem) System 20 MB/s...
Komisch und ich dachte es geht um die Euphorie der SSDs mal aus einer anderen Sicht und da muss man sagen, dass die SSDs bei weitem nicht die Kapazität haben wie herkömmliche Festplatten.
 

WirbelFCM

Aktives Mitglied
Mitglied seit
24.01.2008
Beiträge
6.841
Ein weiteres Argument speziell bei Notebooks pro SSD sind der geringere Strombedarf und die geringere Hitzeentwicklung, die die Akkulaufzeit positiv beeinflussen. Außerdem ist die geringere Anfälligkeit gegen Erschütterungen ein Argument für die SSD! Genauso wie marginal das Gewicht. Und auch die Einsatzbereitschaft einer HDD aus dem "Schlaf" (also erstmal auf nötigen Umdrehungen zu bringen) dauert auch deutlich länger als bei einer SSD. Bei den Zugriffszeiten ist die SSD sowieso klar im Vorteil.

Und manch einer wird auch das Arbeitsgeräusch einer SSD als angenehmer empfinden.

Um eine 20GB große Videodatei von der Platte zu laden, benötigt man sicher keine SSD als Massenspeicher, aber speziell als Systempartition, wo also permanent kleine Dateien vom Datenträger geladen werden müssen, macht eine SSD schon enorm viel Sinn. Es gibt also schon etlcihe Argumente pro SSD. Wobei selbstverständlich jeder für sich selber entscheiden muß, ob ihm das den entsprechenden Mehrpreis wert ist, ganz klar!

Aber ehe ich bspw. beim Kauf eines neuen iMac 300€ Mehrpreis in einen 2,7GHz-i5 anstatt dem 2,5GHz-Modell investieren würde, wäre die 256GB-SSD-Option sicher sinnvoller (wenn es die Option denn gäbe). Zumindest, sofern ich kein Problem mit der eingeschränkten Kapazität habe ;)
 
Oben