Die Dunkle Seite ... des Apfels.

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  1. iPhill

    iPhill Thread Starter Mitglied

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    Hallo und guten Tag allerseits!

    Im Moment bin ich mir nicht sicher, aber die Google Suche spuckt nichts dazu aus: Gibt es diesen Thread schon?
    Jedenfalls würde ich gerne in einem eigenen Thread, nicht immer im Rahmen anderer Problem-Threads im Off-Topic darüber diskutieren, was und wie ihr von Apple hinsichtlich der Verweigerung von Reparaturen und damit verwandten Themen denkt.
    Hier im Forum wurde schon oft Louis Rossmann herangezogen, der in seinen YouTube Videos sehr eindrücklich darlegt, was bei Apple aus User-Sicht falsch läuft. Und jetzt bin ich einmal mehr angewidert, wie Apple aktiv gegen Kunden oder Repair Shops vorgeht, die Wege aufzeigen, mit denen sich angeblich "irreparable" Geräte reparieren oder wenigstens die Daten von ebendiesen Geräten retten lassen.
    Hintergrund ist ein Video Rossmanns vom April dieses Jahres, über das ich eben gestolpert bin:



    Es ist schon dreist, dass Apple teils behauptet, die eigenen Gerät nicht reparieren zu können, obschon andere Leute das Gegenteil beweisen; gleichwohl das Verhalten Apples in diesem Falle aus betriebswirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar erscheint. Als moralisch vollends verwerflich erachte ich hingegen, was im obigen Fall geschehen ist: Eine Kundin bzw. Repairshop-Betreiberin wird in den Apple Communities gesperrt, nach dem sie zeigte, dass Daten - anders als von Apple behauptet - im "worst case der Elektronik": Wasserschaden, gerettet werden können.

    Wie steht ihr zu den Massnahmen, die Apple sich hier oder andernorts erlaubt?
    Ist es euch egal? Bzw. duldet ihr es? Boykottiert ihr Apples aktuelles Produkt-Lineup gänzlich?

    Würde mich interessieren. Ich wünsche jedenfalls eine spannende Diskussion rund ums Thema!
    - euer iPhill

    PS: Ich selber bin zwar gar kein Fan des Vorgehens Apples, hoffe aber darauf, dass langfristig im Sinne der UserInnen umorientiert wird; immerhin gibt es in den USA Sammelklagenanstrengungen. Boykott kommt für mich selber nicht in Frage, da ich Apple zwar nicht mehr als das tolle Unternehmen erachte, das ich mal gesehen habe, allerdings doch sehr viele Dinge toll, richtig und deutlich besser gemacht werden als bei der Konkurrenz. Daher ist es für meine eigenen Zwecke das "kleinste Übel" mit den einen oder anderen positiven Aspekten.
    PPS: Dunkle Seite ist vorsätzlich kapital geschrieben.
     
  2. WeDoTheRest

    WeDoTheRest Mitglied

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    Irgend wie passt das bei Apple gerade alles zusammen.
    Als langjähriger Nutzer (seid 1997) sind meine jetzigen, alten Geräte (alle aus 2012), mit Sicherheit die letzten.
    Sierra und Mojave, die auf den Geräten laufen, auch.
     
  3. MacEnroe

    MacEnroe Mitglied

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    Zum einen will Apple jeden in die iCloud bringen, wer da nicht mitmacht, ist selber schuld.
    So wie hier im Forum: Kein Backup, kein Mitleid ...

    Warum die Frau gebannt wurde, wissen wir nicht genau. Vielleicht war ihre Wortwahl doch
    nicht so ganz angemessen wie behauptet, oder die von Kommentaren.
     
  4. electricdawn

    electricdawn Mitglied

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    Was hat das jetzt mit Apple zu tun?

    Ansonsten volle Zustimmung.
     
  5. kenduo

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    Ich schließe mich dem "PS" von iPhill zu. Habe in den letzten Monaten auch relativ alles erneuert - es läuft hier am besten zurzeit.
    Aber ich schließe für 2022 (falls ich solange durchhalten kann) nichts aus. Es muss sich zeigen, ob sich Apple besinnt oder die anderen noch schlimmer sein werden.
     
  6. MacEnroe

    MacEnroe Mitglied

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    Ich meinte, dass Apple den gleichen Gedankengang hat wie viele hier im Forum.
    „Kein Backup, kein Mitleid“.
     
  7. electricdawn

    electricdawn Mitglied

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    Das Problem ist und bleibt, dass es ausser Windows 10 keine ernstzunehmende Alternative zu Apple gibt. Das ist Apple natürlich voll und ganz bewusst. Ich habe es ja schon öfter gesagt: Wenn es jemanden geben würde, der auf der Basis von BSD ein neues Betriebssystem erstellen würde, mit weitreichender, professioneller Hard- und Softwareunterstützung und dieses für, sagen wir, ca. 50 Euro alle zwei Jahre aktuell halten würde, wäre ich wohl schon weg. Gute Hardware gibt es mittlerweile auch woanders, wobei ich Apple immerhin noch zu Gute halten muss, dass sie in Sachen Customhardware, speziell ihren ARMs, den anderen Herstellern einiges voraus haben.

    @MacEnroe: Alles klar, verstanden. ;)
     
  8. JeZe

    JeZe Mitglied

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    Zunächstmal: Louis Rossmann hat das Geschäftsmodell des Apple Hasses perfektioniert – bis zu dem Punkt, wo ich behaupten würde, dass er bestens davon leben kann.

    Nichts von dem, was er oder ähnliche Quellen behaupten ist faktisch falsch – aber man versteht es schon die Sachverhalte auf emotionalisierende Art und Weise darzustellen und damit Empörung zu erzeugen. Und Empörung ist inzwischen eine Währung in unserer Gesellschaft geworden – sie erzeugt Clicks, verkauft Auflagen, bringt Einschaltquoten.

    Für mich gibt es bei dem vorliegenden Beitrag zwei Schwachpunkte:

    1. es wird so getan, als ob ein Apple-Foreneintrag – den im Prinzip auch ein 19-jähriger Praktikant getätigt haben könnte – die offizielle Aussage Apples zu dem Thema wäre
    2. es wird impliziert, dass die Aussage im Forum wider besseren Wissens erfolgt wäre. Derjenige, der den Eintrag verfasst hat, kann ja aber wirklich der Meinung gewesen sein, dass es keine Möglichkeit gibt die Daten zu recovern und sei es nur deswegen, weil Apple selbst dafür keinen Prozess anbietet und er sich nicht vorstellen kann, dass andere irgendwas können, was Apple selbst nicht kann.
     
  9. MrBaud

    MrBaud Mitglied

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    Ich dulde es, bin auch nicht davon betroffen. Andere Hersteller machen ja ähnliches (VW) usw.....
    Soll ich mich über jeden Hersteller aufregen ? Nö.....das Leben ist zu kurz für lange Gesichter
     
  10. Carmageddon

    Carmageddon Mitglied

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    Wie JeZe bereits treffend zusammengefasst hat: Empörung ist zu einer Währung geworden. Gerne wird sich vor allem über Dinge und Unternehmen empört, die gross und bekannt sind. Alles was dazu im Internet steht scheint als bare Münze genommen zu werden und wird sehr oft unreflektiert nachgeblökt.
    Google ist böse. Apple sowieso, weil sie zu hohe Preise verlangen. Google, weil es Daten sammelt. Aber alle wollen einen Nutzen aus diesen Daten ziehen. Benutzen die Google-Suche, Preisvergleiche, Staumeldungen usw. usf.
    Wenn eine kleine Reparaturbude im Hinterhof ein Video auf Youtube postet, muss es selbstverständlich wahr sein, da es ja ein Kampf David gegen Goliath ist. Reflektiert oder überprüft wird da nichts. Siehe auch der Shitstorm gegen Dieter Nuhr vor ein paar Tagen. Eine Zeitung behauptet etwas, was er nie gesagt hat und alle springen auf, ohne es überprüft zu haben.

    Ich halte nichts von solcher Stimmungsmache. Ich habe in der Softwareentwicklung, im Einzelhandel und im Support gearbeitet. Ich kann grosse Unternehmen wie Apple sehr gut verstehen, keinen wirklichen Reparaturservice anzubieten sondern nur einen Teile- oder Gerätetausch. Der Shitstorm bei misslungenen Reparaturversuchen oder beim Nichteinhalten können einer (sagen wir mal) 95% Wiederherstellungsversprechung von ins Wasser gefallenen iPhones, wäre ohnehin auch wieder vorprogrammiert.

    Es gibt viele Benutzer, die weder auf ihre Gerätschaften achten, noch Vorkehrungen betreffend eines Datengau treffen und gerne den Ärger über ihre eigene Unfähigkeit bei einem Unfall dem Hersteller anlasten. Diese Vollkaskomentalität scheint ebenfalls zur Währung zu werden und aus den USA herüberzuschwappen. Alle schimpfen auf die Amis, aber wenn es um Schuldzuweisungen geht, nimmt man sie gern als Vorbild (Sammelklagen).
    Wenn ich eine mehrmonatige Reise unternehme, dann mache ich doch ein Backup der Bilder unterwegs. Ich kann so etwas nicht verstehen. Die Schuld für die eigene Dummheit dann dem Hersteller anzulasten finde ich absolut lächerlich.

    Was ich mir im Verkauf und Support anhören musste ist teilweise unterirdisch und dass eine grosse Firma restriktiv mit ihrer Reparaturpolitik ist, kann ich absolut nachvollziehen.
    In Sachen Qualität und Garantieabwicklung hatte ich persönlich noch nie ein Problem mit Apple und wenn ich mir die Geräte anderer Hersteller ansehe, weiss ich nicht, was es auszusetzen gibt.
    Die Premiumprodukte so manch anderer sind durchaus nicht besser. Ganz im Gegenteil.

    BTW: Custom-Schrauben, Spezialwerkzeug und stumpfer Teiletausch: gibt es bei sehr vielen grossen anderen Marken ebenfalls. Ich sehe da kein Alleinstellungsmerkmal Apples.

    Dazu kommt der hohe Wiederverkaufswert sowie die lange Nutzungsdauer von Appleprodukten, die den hohen Einstiegspreis meiner Meinung nach absolut relativiert.

    Und nein: ich verkaufe schon lange keine Apple-Produkte mehr. Wer meint, dass man davon reich und arrogant würde, hat sich ebenfalls nicht mit dem Thema beschäftigt und plappert gerne nach, was er in irgendeinem Youtube-Video mal gehört hat.

    Und noch meine letzten 5 Cent: wenn man doch so unzufrieden mit Apple, deren Preisen und Service ist, dann kann man doch bitte einfach auf ein anderes Produkt umsteigen und zufrieden sein.
    Ich drück mir ja auch nicht die Nase am Schaufenster des Jaguar-Autohauses platt und schimpfe, dass die Autos ihr Geld nicht wert sind, weil ja nur ein Ford druntersteckt. Dann muss ich mir eben den Ford kaufen. Der fährt ja auch von A nach B.
     
  11. Dextera

    Dextera Mitglied

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    Ist dies nicht das Kernthema allgemein im „Apple hört“ Thread? Was da derzeit so alles schief läuft?
     
  12. DH1986

    DH1986 Mitglied

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    Ich weiß nicht... Dass Firmen jetzt nicht grade sehr auskunftsfreudig ist, was Reparaturen angeht ist nichts neues. Und das ist auch definitiv nicht nur bei Apple so.

    Und vor allem, dass man die Geräte größtenteils doch reparieren kann ist ja auch kein Geheimnis. Da werden mittlerweile sogar Speicherchips von 16GB iPhones auf 128GB gebracht und funktionieren.
    Glasrückseiten von iPhone X Gehäusen werden ausgetauscht... vom 11er habe ich das auch schon gesehen.

    Alles Sachen, die Apple mit Sicherheit zu aufwendig sind oder sich nicht rechnen. Man muss hier auch ganz klar die Unternehmensansicht und die Endverbraucheransicht betrachten.

    Macht es für ein Unternehmen Sinn mit einem Laser die kaputte Glasrückseite bei einem iPhone 11 zu lösen, um dann eine neue zu verkleben? Kann ich mir nicht vorstellen. Da wird einfach das ganze Gehäuse ausgetauscht und gut.

    Grundsätzlich denke ich, dass alles reparierbar ist - ob sich der Aufwand und der Kostenfaktor lohnt ist eine ganz andere Sache...
     
  13. maba_de

    maba_de Mitglied

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    ob ich aus Kundensicht ein neues Kabel für ein paar Euro zahle oder das komplette Innenleben des Notebooks, weil ein billiges Kabel kaputt ist interessiert mich als Kunde sehr!
    Und Apple verhindert diese Reparaturen massiv, das kritisiert Louis Rossmann (zu Recht).
     
  14. iPhill

    iPhill Thread Starter Mitglied

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    Das könnte ich vermutlich nicht besser sagen. :unterschreibe:
    Genau deswegen habe ich noch vor kurzer Zeit dessen Beiträge höchst widerwillig angesehen/gelesen; ich fand/finde seine Art, Apple abzuurteilen fragwürdig und unsympathisch. Dennoch wird diese Emotionalität vom ersten Teil deines zweiten Absatzes "nichts von dem [...] ist faktisch falsch" überstiegen und daher sehe ich mir mittlerweile das eine oder andere Video von Rossmann an, während ich versuche, seine aggressiv-negative Art auszublenden.
    Das sehe ich etwas anders. Für mich ist - zumindest: war* - die Kernaussge jenes Threads, dass Apple seine Produkte dahingehend ändern will und wird, wie die Kunden sie (in Apples Verständnis) gerne hätten: A) besser aufrüstbar (vgl. neuer Mac Pro), B) bessere Hardware (aktuelle GPUs, CPUs, SSD-Kapazitäten etc.) und C) günstiger, sprich marktnähere Preise. Alle drei Punkte werden meines Verständnisses nach tatsächlich angegangen, wenn man sich das Pricing der neuen Geräte (iPhone ausgenommen) und die Hardware-Leistung ansieht.

    *Und genau deswegen schreibe ich im Eröffnungs-Post, dass ich die Diskussion, die hier geführt werden sollte, gerne separiert hätte, anstatt im Off-Topic, wie es z.B. in jenem Thread mittlerweile oft/grösstenteils passiert.
     
  15. MacEnroe

    MacEnroe Mitglied

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    ... z.B. Habeck habe in dem langen Gespräch mit Precht gesagt, er möchte die Demokratie abschaffen.
    ... z.B. Gauland habe gesagt, der Holocaust wäre nur ein Vogelschiss in der Geschichte.

    Einmal verbreitet, wird man es nicht mehr los und es geht durch alle Kanäle.
     
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