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erikvomland

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Immer wenn ich den Sänger seh muss ich an Biolek denken..daher seh ich den selten..:hehehe:

Hatte ja schonmal im Futter-Thread Rezepte von Vincent Klink verlinkt..der ist irgendwie ein witziger Typ, offen und gradraus aber überlegt und auch irgendwie fein.
Daher hier ein Podcast mit einem lockeren Interview mit ihm, sehr hörenswert..auch guter Reporter.. allerdings 1h16min..nebenher hören funkt aber gut.
super erfrischend...bissl schwäbischen Zungenschlag muss mer halt abkönnen.

 

Difool

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Lief gestern Abend und ist wirklich sehr zu empfehlen.
Der "point of no return" war schon längst – es geht darum jetzt und zukünftig so zu handeln,
dass die zwangsweise kommenden und nicht mehr zu verhindernden Auswirkungen bewältigt und möglichst "überlebt" werden können.
U.a. warum bsw. die Biodiversität und der Gold-Wert direkt etwas mit Pandemien zu tun haben und wenn man ab 2015 die ca. 1 bis 2 Millionen
"flüchtenden" Menschen als "viel" ansah – was wären dann in einigen Jahren 60 oder 200 Millionen Menschen, die unterwegs sein werden müssen?

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scobel – Die Illusion von Natur:
https://www.3sat.de/wissen/scobel/scobel--die-illusion-von-natur-100.html
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Die Natur braucht unseren Schutz

Natur ist Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen. Der Schutz von Habitaten steht in direktem Zusammenhang mit Biodiversität.
Wir befinden uns mitten im größten Artensterben aller Zeiten, was für die Spezies Mensch längst zur Existenzbedrohung geworden ist.

Die Vorgabe der EU lautet, dass bis 2020 wenigstens zwei Prozent unseres Landes naturbelassene Fläche bleiben soll.
Doch selbst davon ist Deutschland aktuell meilenweit entfernt.
2015 hatte die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, weil Deutschland viele seiner Fauna-Flora-Habitate nicht unter Schutz gestellt hatte.

Was ist wirklich Natur?

Klimakrise, Artenschwund und Pandemien zeigen: Wir entziehen uns unsere eigene Lebensbasis.
Christof Schenk, Biologe

Gleichzeitig zeigen Deutsche mit dem Finger auf Brasilien und fordern den völligen Erhalt des Regenwaldes – während in Deutschland selbst täglich eine Fläche nach der anderen bebaut und damit versiegelt wird.
Das führt zur Frage, was Natur jenseits romantisierender Vorstellungen und des Missverständnisses von Natur als besonders schöner Kulturlandschaft wirklich ist und weshalb sie so dringend gebraucht wird.

Was "naturbelassen" tatsächlich bedeutet, was dafür zu tun ist und in welchen Zeiträumen man dabei denken und handeln muss, darüber diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen.
 

erikvomland

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Danke, Du bist mir zuvorgekommen..wissenswert und informativ..

Genau die aufgezeigte Diskrepanz blieb mir auch gut in Erinnerung..man zeigt gerne mit dem Finger auf die traurigen Ereignisse in Brasilien -
und gestaltet zeitgleich den eigenen Vorgarten als tote Steinwüste vielleicht noch mit paar Quadratmeter nahezu totem Modekurzrasen...
und genau da hätte man ja Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit..

Ich habe leider solche Erscheinungen inzwischen direkt vorm Haus. Ehemals wilder Wiesenstreifen, nun ist alles Beton und Schotter, da die
Stadt meinte zwar einen alten Brunnen wieder zu reanimieren, wäre ja ne gute Sache an sich.
Naturnahe Vorschläge wurden niedergebügelt, mit dem Argument, dass der Wanderer keine schmutzigen Schuhe vertrage..:faint:

Nun ist da Rindenmulch, Schotterparkplätze und Betonsteine, kein Lebewesen mehr wo sich zuvor Eidechsen, Insekten, halt das ganze wilde Treiben rumtrieb.
Auch mein etwas wilder und zum Teil sich selbst überlassener Garten ist vielen ein Dorn im Auge..
 

Difool

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Genau die aufgezeigte Diskrepanz blieb mir auch gut in Erinnerung..man zeigt gerne mit dem Finger auf die traurigen Ereignisse in Brasilien -
und gestaltet zeitgleich den eigenen Vorgarten als tote Steinwüste vielleicht noch mit paar Quadratmeter nahezu totem Modekurzrasen...
und genau da hätte man ja Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit..
Als scobel zu Ende war switchte ich zu 3sat und schaute noch den Rest dieser "Sahara-Doku" bzw. Nord-Afrika-Region.
Klimatologin sagte da, dass sie anhand ihrer Forschungen (Uni Mainz ist sie glaube ich) davon ausgehe, dass sich die gesamte Sahara-Region
in den kommenden 2 bis 4 Jahren mindestens um 2 bis 3 Grad erwärmen wird – schlimmstenfalls bis zu 7 Grad!
Wenn und falls dies tatsächlich so in den nächsten 5 Jahren eintreten würde, dann kann dort nix mehr leben und die Wüste wird potentiell alles einnehmen und wachsen.
Die letzten großen Oasen dort sind heute schon so gut wie tot, Wasser gibt es dort schon länger kaum noch und aktuell sterben die letzten großen Palmen auch noch.
Selbst die Kamele verhungern da jetzt.

Wenn man all dem nachgeht und darüber nachdenkt, dann wäre meine Prognose dbzgl., dass wir so noch knapp 10 Jahre haben werden,
in denen alles ungefähr noch so läuft und funktioniert (Klima, Wetter, Wasser, Natur… etc.), wie wir es bisher gewohnt sind und waren.
Denn wenn es mehr und mehr weniger Wald- und Urwaldgebiete gibt, dann landet prozentual zusätzlich wesentlich mehr "Saharastaub" (der Dünger des Regenwaldes)
in den Meeren und sonstigen Gewässern und reichert dort bei immer wärmer werdenen Wassertemperaturen den Chemiehaushalt ungünstig an und es wird
sehr viel Algenblüten geben und Viecher massenweise deswegen verenden. usw…
 

nonpareille8

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schlimmstenfalls bis zu 7 Grad!

Das ist mal eine Prognose, es ist ja nicht so, als wäre es dort nicht jetzt schon heiß. :eek: