Datenwiederherstellung von abgebrochener Time Machine Backup

Vanphyl

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Liebe Community,
ich habe bei der Installation von Linux heute einen katastrophalen Fehler gemacht und anstelle der externen Festplatte die interne Systemfestplatte (SSD) überschrieben. Meine Dokumente sind nun somit defakto weg.

Meine letzte Hoffnung könnte sein, möglichst viele Daten aus einem Time Machine Backup zu ziehen, dass ich auf eine optische Platte speichern wollte. Der Haken; beim letzten Backup habe ich aus versehen bei ca. 30 Prozent die Kabelverbindung getrennt. Es kamen also nun mehrere sehr dumme und unglückliche Umstände zusammen....

Die Temp Daten des Backups hatte ich inzwischen in den Papierkorb verschoben und diesen gelöscht. (Ich dachte mir das Backup mach ich einfach ein anderes mal). Ich male mir hier aber bessere Chancen aus, da ran zu kommen?

Jetzt die Frage; was ist eure Einschätzung der Situation? Kann man aus den Temp Daten des Time Machine Backups überhaupt noch etwas ziehen?

Ich kann auch nicht die einzige Person sein, der so etwas mal passiert ist..? :/
 

mausfang

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Nur mal so interessehalber: Was ist eine optische Platte.

Für die ganzen restlichen Fragen: Nein
Nein
Nein
Doch
 

Vanphyl

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Huch ich meinte eine magnetische HDD, also keine SSD. Sorry, bin noch etwas durch den Wind scheinbar... 😅
 

Schiffversenker

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Die Temp Daten des Backups hatte ich inzwischen in den Papierkorb verschoben und diesen gelöscht. (Ich dachte mir das Backup mach ich einfach ein anderes mal). Ich male mir hier aber bessere Chancen aus, da ran zu kommen?
Wenn überhaupt eine Chance besteht mit einem Rettungsprogramm, dann sofort nichts mehr machen mit dieser Platte, auch nicht reinschauen.
Rettungsprogramm besorgen, z.B. Diskdrill, dann nach Anweisung die zu rettende Platte klonen, z.B. via Terminal mit dd, und dann alle Rettungsversuche auf dieses Klon loslassen.
Wenn das TM-Backup bei 30% abgebrochen wurde, betrifft das ja nur das neueste Backup. Die früheren Backups sollten meiner Meinung nach noch greifbar sein. Ist aber nur mein Verständnis von TM, kein gesichertes Wissen.
 

Vanphyl

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Der Laptop verlässt das Haus nicht, daher ist das letzte Backup zuvor tatsächlich einige Jahre her (ich war ohne den Laptop einige Jahre im Ausland, gerade erst seit relativ kurzer Zeit zurück. In dieser Zeit habe icb allerdings Wochen mit dem digitalisieren von Dokumenten verbracht). Ergo; mir wird ein älteres Backup nichts bringen. Kann man überhaupt Daten aus fragmentierten Backup Informationen retten?

Zum ersten Punkt; ich habe deinen Rat intuitiv befolgt und schicke den Laptop morgen mal zu einer Datenrettung. Mal sehen was dabei rumkommt. Hatte nur auf einen Backup Plan gehofft...
 

mausfang

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Du machst intuitiv alles falsch was man falsch machen kann.

Ein bei 30% abgebrochenes TM-Backup, das dann auch noch gelöscht wurde …

Ich bin wirklich neugierig ob der Datenretter auch nur ein File aus diesem Backup wiederhergestellt bekommt. Ich glaub’s ja nicht.

Die Festplatte, die vielleicht noch Daten birgt (nämlich die mit Linux überschriebene) … die solltest Du untersuchen lassen.
Eine nackte Linux-Installation überschreibt höchstens ein paar Gigabyte Deiner alten Systenplatte. Da müsstest Du ansetzten.

Wenn Du wirklich wochenlang Dokumente ohne Backup digitalisiert hast, und dann diese Platte versehentlich überschrieben hast… nimm’s mir nicht krumm, aber Du bist so ein dermaßener DAU … gib den Laptop weder aus der Hand … noch mache irgendetwas damit (nicht mal einschalten) und geh persönlich zu einem kompetenten Dienstleister, der sich mit Mac auskennt …
Und schicke das Ding nicht einfach ein, und lasse die mal irgendetwas suchen … die meisten Datenretter suchen nur ihren Profit.

Der Dienstleister sollte obendrein noch sehr genau wissen, nach welcher Art von Files er suchen soll.
(Dokumenttyp, ungefähres Dateidatum) dann hast vielleicht noch eine Chance.

Aber Teile von abgebrochenen Backups, die gelöscht wurden zur Datenrettung …
Vielleicht kann Harry Potter da noch was reißen … 🤪

🙄
 

mausfang

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Wenn überhaupt eine Chance besteht mit einem Rettungsprogramm, dann sofort nichts mehr machen mit dieser Platte, auch nicht reinschauen.
Rettungsprogramm besorgen, z.B. Diskdrill, dann nach Anweisung die zu rettende Platte klonen, z.B. via Terminal mit dd, und dann alle Rettungsversuche auf dieses Klon loslassen.
Wenn das TM-Backup bei 30% abgebrochen wurde, betrifft das ja nur das neueste Backup. Die früheren Backups sollten meiner Meinung nach noch greifbar sein. Ist aber nur mein Verständnis von TM, kein gesichertes Wissen.
Jeder Tipp, der drauf abzielt, dass so ein inkompetenter Anwender selbst was macht … Garantie, dass am Ende alles futsch ist.

Man kann ihm nur wünschen, dass er jemand findet der weiß was er tut …
 

Vanphyl

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Ich glaube du hast das was misverstanden; ich schicke ja den Laptop ein - nicht die externe Festplatte, die die Time Machine Fragmente enthält. Habe aber ein bisschen recherchiert und ein ganz gutes Gefühl bei dem Anbieter. Der hat ein eigenes Labor in Köln und schickt nichts irgendwo hin.

Offensichtlich bin ich nicht davon ausgegangen, dass ich die Systemfestplatte überschreiben würde... ist ja in etwa das Pendant zum Haus abfackeln. ;) Aber danke für die aufmunternden Worte...
 

lisanet

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Man kann das ganze abkürzen:

Eine interne SSD eines MacBooks hat standardmäßig TRIM aktiviert. Wenn du da was löcht, (dein Temp-TimeMachine) ist das weg. Da kann kein Datenrettungsspezialist mehr was machen.

Hattest du ein aktuelles macOS drauf in der Standardkonfiguration ist FileVault aktivert. Kombiniert mit dem nächsten Punkt ... no chance auf ein restore, da der key weg ist.

Wenn du Linux drauf installiert hast, dann war das wohl mit dd im Terminal. Gratulation: alle Partitionsdaten sind hinüber.

Tja, ich bin ja eigentlich bei derartigen Missgeschicken nicht sarkastisch, aber wenn du glaubst, so katastrophal wie du mit einem System und deinen Daten umgehst und dann auch noch glaubst, du könntest annähernd mit Linux umgehen, sorry, aber dann versuchst hier nur zu trollen oder du hast exakt Null Ahnung und solltest das mit den Computern sein lassen.
 

mausfang

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Aber danke für die aufmunternden Worte...
Vielleicht gefällt es Dir ja mit @lisanet s Worten besser … aber jemandem mit so wenig Plan wie Du … was soll man dem noch aufmunterndes sagen, nach so viel falsch gemachtem.

Wenn es für USB-Festplatte kaufen, anschließen und TimeMachine anschalten net gereicht hat.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Dir jemand die Daten rettet … aber wahrscheinlich ist das nicht. Viel Glück! Du wirst es brauchen.
 

mausfang

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Danke zu wissen, daß der Tipp, nichts mehr an der Platte zu machen, so richtig Scheiße ist.
Nö, der war gut.

Alles andere auch … aber das kriegt er auch verbasselt, so wie er bislang vorging.

Klar, wenn ich nen Laptop jahrelang nicht benutze … und dann wochenlang digitalisiere … dann habe ich doch logischerweise kein Backup.

Klar, wenn das TM-Backup abgebrochen wurde … dann mache ich kein Neues / Weiteres, sonder überschreibe die Systemplatte mit Linux …

Also, @Schiffversenker, ist doch klar, dass es nicht gegen Deine Tipps ging, sondern ein Statement war, dass der TE besser jemanden aufsucht, der das auch durchführen kann.
 

Freemaxx

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Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen. Es ist wirklich ziemlich unglücklich gelaufen. Und es gilt immer: Kein Backup - kein Mitleid. Aber den TE jetzt als dermaßen großen DAU zu betiteln macht seine Situation jetzt auch nicht besser. Er hat sicher viele Fehler in unglücklicher Verkettung gemacht und wird daraus lernen. Aber seid doch bitte freundlich zueinander :)
 

Vanphyl

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Tatsächlich kenne ich mit Linux bzw. Ubuntu 0 aus. Grund für die Installation war ironischerweise der Versuch eine Festplatte auszulesen, die in meinem NAS war und deren Daten zu retten - bevor ich sie platt machen wollte um Platz für Backups zu machen...

Habe gar keine Dringlichkeit gesehen das Time Machine backup nach Abbruch sofort erneut durchzuführen, da ich es eh über mein NAS ein paar Tage später durchziehen wollte. Vielleicht erklärt das die Fahrlässigkeit etwas. (Ich war mir bei der Installation von Ubuntu auch recht sicher die richtige (externe) SSD gewählt zu haben, aber bei Systemstart startet Ubuntu auch ohne angeschlossene SSD und ich kann keine MacOsx partition finden.)

Wie dem auch sei, danke für eure Einschätzungen.
 

wiefra3

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Der Laptop verlässt das Haus nicht, daher ist das letzte Backup zuvor tatsächlich einige Jahre her
Sorry viel spass mit der Datenrettung, Professionelle Retter sind richtig Teuer. Wie kann man nur auf die Idee kommen keine Regelmäßigen Backups zu machen?
Und was hat ein Backup damit zu tun, das der Rechner das Haus nicht verlässt. Erkläre mir das Bitte mal logisch.
 

tocotronaut

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Ich habe letztens mal wieder die aufforderung bekommen aus zuverlässigkeitsgründen ein neues TM-Backup anzulegen.
Die Letzte aufforderung war erst 2-3 monate vorher
Da meine 2TB SSD ein paar tage braucht um über das lahme wlan gesichert zu werden habe ich das auch immer etwas herausgezögert.

Jetzt habe ich angefangen mit Opencore zu experimentieren und vorher einen Klon auf eine Externe platte angelegt. Das ging auch eigentlich gut und auch recht fix.
Direkt nachdem ich mein System gelöscht hatte um die Partitionstabelle umzustricken habe ich gemerkt, dass die externe platte nur sehr sehr träge reagiert.
Das war mir beim ersten externen testbooten nicht aufgefallen, da ich das unbeaufsichtigt einfach eingeschaltet hatte und erst später zurückgekommen bin.

Oha...
Neben der externen jetzt anscheinend kaputten Systemplatte hatte ich nur ein ca. zwei wochen altes als unzuverlässig bezeichnetes TM Backup.
(Allerdings Vollständig und auf einem Funktionierenden Datenträger)

Mit mühe und not habe bzw, viel geduld ich das System doch noch zurückgeklont.
Das Kopieren hat dabei immer wieder längere "gedankenpausen" gemacht und offensichtlich Fehler Korrigiert.
Durchschnittsgeschwindigkeit lag am ende bei ~10 Megabyte/s bei 1,8 TB Daten. (FireWire800 -> Interne SATA SSD)
Zwei Tage Bangen.

Das war auch knapp.
 
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Freemaxx

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Da bei meiner TimeCapsule der Lüfter abgeraucht ist und die Seagate Platten ja auch Probleme machen habe ich mir jetzt eine externe 2TB SSD gekauft und mache dort parallel Backups. Das geht zum Glück rasend schnell im Vergleich zur Sicherung via Netzwerk. Wenn ich jetzt noch eine Dockingstation habe kann die SSD einfach immer da dran bleiben und es ist quasi ähnlich komfortabel wie die Sicherung über das Netzwerk auf die TC.
 
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