Charlie Hebdo

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  1. G4Wallstreet

    G4Wallstreet Mitglied

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    Nur mal so - von Kant:

    Würde der Mensch immer nach der Vernunft handeln, würde er immer das sittlich Gute tun. Da der Mensch aber von Natur aus auch durch Kultur, Neigungen und Triebe gesteuert wird, muss er sich manchmal überwinden, um das Vernünftige zu tun. Die Vernunft sagt ihm, was er zur Erfüllung der Sittlichkeit tun muss. Dieses Sollen zu erfüllen ist eine Pflicht, weil der Mensch sich moralisch versteht. Die Pflicht ist eine Pflicht im Menschen selbst. Sie beruht nicht auf äußeren Normen, Regeln und Gesetzen, sondern auf dem, was der Mensch selbst als das sittlich Gute erkennt. In der Regel wird die Moral den Menschen dazu führen, Gesetze einzuhalten, aber oft reicht das moralische Gesetz weiter als das, was legal gefordert ist. Das bedeutet, dass Handeln moralisch schon unzulässig sein kann, wo ein solches Handeln dem Gesetz nach nicht verboten ist. Jemand handelt sittlich, wenn er dem moralischen Gesetz bewusst folgt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Grundlegung_zur_Metaphysik_der_Sitten#Gliederung
     
  2. punkreas

    punkreas Mitglied

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    Von Hall stammt der oft zitierte Satz „Ich missbillige, was du sagst, aber würde bis auf den Tod dein Recht verteidigen, es zu sagen“,[4] der oft irrtümlich Voltaire zugeschrieben wird.[5] Sie verwendete ihn in ihrer Biografie von Voltaire als Illustration von Voltaires Einstellungen. Der Satz wird oft zur Beschreibung des Prinzips der Meinungsfreiheit zitiert.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Evelyn_Beatrice_Hall
     
  3. TEXnician

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    Ich will es mal so ausdrücken. Ein rechtes Hetzblatt werde ich ganz sicher nicht verteidigen, kontraproduktive Karikaturen entlocken mir nicht mehr als ein Kopfschütteln. Kurz gesagt, ich toleriere die Meinung anderer, für mehr muss der Inhalt meine Zustimmung finden.
    Wenn du auf Gewalt gegen die Künstler anspielst. Sachbeschädigung, Körperverletzung oder Mord sind hier in Deutschland eine Straftat. Wer begründeten Verdacht hat, dass ihm Gewalt angetan werden könnte, kann angemessenen Polizeischutz bekommen. Das gilt aber nicht nur für Karikaturisten, dieses Recht haben alle Menschen in Deutschland.

    Willkommen in der Realität. Natürlich ist das bedauerlich, aber wir können nicht jedem Bürger 5 Leibwächter 24/7 als Schutz zuteilen. Bombensichere Fahrzeuge und Wohnungen sind auch recht teuer. Wer seine Person und Familie vor möglichen Folgen schützen will, kann seine Meinung auch anonym äußern.
     
  4. spoege

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    Natürlich nicht, und davon ist auch gar nicht die Rede. Sondern von öffentlicher Unterstützung für das Recht auf Freiheit der Presse und der Kunst. So, wie sie sich zum Beispiel nach dem Attentat auf die Redaktion von Charlie Hebdo geäussert hat.

    Hier wurde eine andere Haltung vertreten: Charlie Hebdo hätte selbst schuld, die Karikaturen seien eine kalkulierte Provokation gewesen, um die Finanzen der Zeitung aufzubessern, das Attentat sei die Quittung, usw.. Satiriker dürften solche Leute eben nicht kritisieren.

    Gegen diese Haltung wende ich mich. Sie schwächt das Recht auf die Meinungsfreiheit, die Freiheit der Presse und der Kunst: Weil sie genau denen die Unterstützung entzieht, die wegen ihrer Arbeiten bedroht werden. Und weil sie damit zulässt, dass die Feinde der Meinungsfreiheit mit ihren Drohungen Erfolg haben.
     
  5. G4Wallstreet

    G4Wallstreet Mitglied

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    Spoege, ich meine, Du trägst etwas dick auf und Dir fehlt - vielleicht auch nur manchmal - die Eigenschaft, etwas differenzierter zu denken -

    denk mal nach.

    Psalm 2356
     
  6. TEXnician

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    Und was soll das genau bringen? Nur weil der Deutsche Michel sich zur Meinungsfreiheit bekennt, fühlen sich plötzlich alle Satiriker, Künstler und Möchtegern-Künstler nicht mehr bedroht? Worte sind wie Wind, soll heißen, Worte alleine führen nicht zu mehr Sicherheit, das schaffen nur Taten. Oder meinst du ernsthaft ein verblendeter Terrorist, der im Begriff ist einen Anschlag durchzuführen, lässt sich durch Bekundungen zu Meinungs- und Pressefreiheit irgendwie beeinflussen? Wenn ja, wo bekomme ich das Zeug, das du nimmst.

    Charlie Hebdo ist sicherlich nicht selbst Schuld, Schuld hat der Attentäter. Dass ihre Karikaturen bewusste Provokationen waren, ist richtig. Spätestens nach der ersten Mohamed-Karikatur hat Charlie Hebdo ja am Feedback gesehen, dass sich da viele Menschen provoziert gefühlt haben.
    Und dass es (auch) ums Geld ging, liegt zumindest nahe. Die Bildzeitung verkauft beispielsweise populäre Meinungen um damit Geld zu machen. Vor ein paar Monaten war die Bildzeitung beispielsweise contra Flüchtlinge eingestellt und heute kommt sie mit ihre Pro-Flüchtlingskampagne daher. So etwas kann ich nicht ernst nehmen und auch nicht unterstützen.
     
  7. MacEnroe

    MacEnroe Mitglied

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