Beruflichen Umstieg auf MacOS wagen?

Fletcher123

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Liebe Forengemeinde,

ich bin derzeit am überlegen, ob ich beruflich auf ein MacBook umsteigen soll. Ich selbst bin im Bildungssektor tätig und stelle fest, dass viele meiner Kollegen von anderen Instituten fast ausschließlich auf MBPs setzen. Auch international stelle ich das fest. An meinem Institut selbst ist dagegen Windows weit verbreitet. Eine der wichtigsten Software, die wir einsetzen läuft unter Windows deutlich stabiler als für den MacOS. Diese nutze ich selbst, aber kaum noch.

Ich habe jetzt die letzten Tage mal beobachtet, welche Programme ich wirklich intensiv nutze:
- Microsoft Office PowerPoint, Excel, Word
- RStudio
- Tortoise SVN
- Adobe Acrobat Professional DC
- LaTeX, TeXnicCenter
- Thunderbird, Firefox
- Zoom
- Python, Jupyter Notebooks
- Inkscape

Die meisten Programme gibt es ja auch für das MacBook, wie stabil sie allerdings laufen, weiß ich nicht. Bei anderen Programmen weiß ich nicht, ob es eine Alternative für den Mac gibt. Nehmen wir z.B. TortoiseSVN, hier soll es nichts adäquates für den Mac geben oder täusche ich mich? Gibt es Adobe Acrobat Prof. auch für den Mac oder gibt es da ähnliches, wo man auch einfach Dokumente zusammenführen, Seiten löschen etc. kann? Wie sieht es mit einem vernünftigen TeX-Editor aus, wo man auch Blockkommentare etc. per Tastenkürzel einfügen kann. Wie gut läuft Inkscape unter dem Mac?

Zum Thema Hardware mache ich mir auch Gedanken:
- Wie sehr fehlt die rechte Maustaste - vor allem auch beim Erstellen von PowerPoint?
- Mein momentanes Dell XPS schließe ich zuhause gerne per HDMI mit meinem 27" Monitor an, klappe es dann zu und arbeite am Monitor mit externer Maus und Tastatur. In der Arbeit verwende ich eine Docking Station wo ich sogar zwei externe 27" Monitore angeschlossen habe. Das funktioniert tadellos. Hier frage ich mich, ob das zuhause auch so einfach funktioniert - das normale Tastatur-Layout ist ja ein anderes als beim Mac (vgl. z.B. die Lage der @-Taste). Wie ist es in der Arbeit mit zwei externen Monitoren? Die Docking-Station ist über Thunderbolt soweit ich weiß, die müsste ja dann auch für den Mac funktionieren, oder?

Mit dem Kauf von nem Mac liebäugele ich immer mal wieder, aber bisher habe ich mich nicht getraut. Ich bin mit Windows aufgewachsen und sehe deshalb nicht die Vorteile. Aber nachdem viele Kollegen und vor allem die amerikanischen Unis darauf setzen, muss es ja schon seine Vorteile haben - gerade auch im akademischen Bereich.
Meine Frau hatte vor Jahren auch mal ein MacBook, das weiße so um 2008 rum. Damit sind wir auf Dauer auch nicht wirklich warm geworden.

Bin darauf gespannt, wie ihr das seitens der Software und Hardware einschätzt...

Danke
 

mausfang

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Wie sehr fehlt die rechte Maustaste - vor allem auch beim Erstellen von PowerPoint?
Wie sehr hast Du Dich mit macOS beschäftigt, wenn Dir so ein Trivia unbekannt ist: die Apple-Mäuse und Trackpads haben auch einen Sekundär-Klick.
 
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Schnatterente

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Während ich mir das so durchlas, fragte ich mich, warum möchtest du eigentlich umsteigen wenn doch jetzt alles so gut passt ?
Sollen wir dich jetzt überreden ein MacBookPro zu kaufen ? Machen wir natürlich hier alle gerne. :D
 
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davedevil

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Sehe da auch keinen Sinn. Ein Freund von mir, der seit Jahren an der Uni tätig ist und unterrichtet, ist zurück zu Windows.

Wichtig ist ja, dass Du mit Deinem Workflow klar kommst.
 
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IronM

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Also ich bin immer gern experimentell unterwegs und warum nicht was neues wagen wenn das alte selbstverständlich geworden ist.
Da schreib ich gerne,
auf zu neuen Ufern,
ich würde natürlich nicht mehr zurück gehe und arbeite in der Arbeit ausschliesslich mit dem alten System.... leider,
aber Zuhause nur noch Mac - ich hab es nie bereut ;-)

Also los geht's zurück kannst immer wieder falls es Dir nicht passt
....... Du wirst aber beim Mac bleiben wenn Du damit arbeitest und stellst Dir gerne die Frage warum nicht schon Früher

Viel Spass und das Forum hilft Dir gerne weiter
 
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maba_de

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Du wirst aber beim Mac bleiben wenn Du damit arbeitest und stellst Dir gerne die Frage warum nicht schon Früher
So eine Aussage ist witzig, gerade dann, wenn der TO schon mal einen Mac hatte, der ihn nicht überzeugt hat.
 
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Fletcher123

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Ja bin etwas hin- und hergerissen. Ich will mal was Neues ausprobieren und habe dazu auch die Möglichkeit. Zurück kann man dann ja immer noch. Ich kenne auch niemanden, der mal gesagt hätte das MacBook ist der letzte Müll. Im Gegenteil... Der Workflow muss aber auch weiterhin gewährleistet sein. Deshalb die Frage nach den Tools und ob auch Nicht-Apple HW gut kompatibel ist.

ich habe schon gelesen, dass man zwei Displays betreiben kann und Maus und Tastatur ist ja auch nicht das Problem - außer vielleicht das Tastaturlayout.
 

newmaci

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Na ja, ich habe parallel immer beide Systeme.
Ich komme auch mit beiden Systemen prima zurecht. Das bleibt so, um mich nicht abhängig zu machen und informiert zu bleiben.

MacOS wirkt jedoch auf mich noch etwas aufgeräumter.
 
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Fletcher123

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Na ja, ich habe parallel immer beide Systeme.
Ich komme auch mit beiden Systemen prima zurecht. Das bleibt so, um mich nicht abhängig zu machen und informiert zu bleiben.

MacOS wirkt jedoch auf mich noch etwas aufgeräumter.
Heißt du nutzt parallels oder einen Bootmanager?
 

davedevil

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Office ist je nach Komplexität der Vorlagen nicht 100% kompatibel.
 
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avalon

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Ich bin mit Windows aufgewachsen und sehe deshalb nicht die Vorteile. Aber nachdem viele Kollegen und vor allem die amerikanischen Unis darauf setzen, muss es ja schon seine Vorteile haben
Hat es schon, ich ärgere mich seit über 15 Jahren nicht mehr über Windows.:D

Aber im Ernst, als eingefleischter Windows User würde ich den Schritt komplett beruflich umzustellen, eher nicht empfohlen.
Nicht weil Mac und macOS nicht gut sind, aber es sind die Gewohnheiten die dich wahrscheinlich davon abhalten mit Mac und Co. glücklich zu werden.
 
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marcozingel

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Ich habe nie ein anderes Betriebssystem benutzt als macOS und mit macOS Catalina 10.15.4 bin ich nach längerer Zeit mal wieder richtig zu frieden.

Meine Liebste hat immer nur mit Windows gearbeitet und ich war erstaunt wie schnell sie sich eingefunden hat und sie möchte ohne Mac nicht mehr auskommen.
 
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ingolfS

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Hallo Fletcher 123:

Ich war seit Mitte der 1980er, genauer gesagt seit Windows 1.03, Windows-User und Windows-Entwickler. Anfangs sicher noch ein System mit vielen Mängeln, so wurde es im Laufe der Jahre deutlich besser.
Mit Windows und Thinkpad-Systemen schien ich dann die ideale Kombination für meine beruflichen Zwecke gefunden zu haben. Entwicklungstools, Office, Finanzen, Termin- und Projektplanung. Lief wirklich perfekt.
Einzig der Umstand, dass mit Windows 10 sowohl mein X1 als auch mein Thinkcentre-AiO mehr Zeit mit dem "System" als mit den Applikationen befasst waren, ließ mich vor fast 5 Jahren einen "harten" Wechsel auf ein MacBook Pro machen. Zur "Sicherheit" besorgte ich mir noch Parallels Desktop, für die Anwendungsfälle, in denen ich auf Windows angewiesen bin (z.B. Fibu und Lohn).
Anfangs noch öfters via Parallels in die Windows-Welt gewechselt, wurden die Wechsel immer weniger. Mittlerweile ist der Wechsel wirklich nur noch für die Buchhaltung und ein Entwicklungswerkzeug notwendig. Der Rest läuft komplett mit dem macOS.
Der Wechsel mag anfangs ungewohnt sein, aber es hat sich für mich gelohnt.

Grüße, Ingolf.
 
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hilikus

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Ich sehe das auch so wie meisten:
Ohne guten positiven Grund zum Wechsel (Software x, Feature y, Ärgernis z usw) würde ich mir einen wechsel in keiner Richtung antun. Denn er ist schon anstrengend. 2006 bin ich zum Mac gewechselt, vor zwei Jahren dann wieder zu Windows. In keinem Fall war der Grund aber „Neugier“ oder „mal was neues“. Und der Arbeitsaufwand, den Workflow umzustellen ist alles andere als unerheblich.
 
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Fletcher123

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Ich seh schon, so einfach ist die Entscheidung nicht. Evtl. kann ich mir mal ein älteres Modell, welches am Institut herumliegt, ausleihen.
Aber zwei Systeme parallel zu fahren, stelle ich mir mit dem Sychronisieren etc. schwierig vor.

Der Workflow ist schon das A und O im professionellen Umfeld - da gebe ich euch natürlich Recht. Aber die oben genannten Programme sind ja jetzt nicht völlig windowsspezifisch, deshalb hatte ich eigentlich die Hoffnung, dass sich der Workflow recht schnell adaptieren lässt.
Wie seht ihr das denn bei Acrobat Professional und SVN - gibt es da vernünftige Lösungen?

Was mich gestern bei Lesen etwas schockiert hat, ist die Problematik mit der Tastatur. Eine normale QWERTZ Windows Tastatur hat ja schon eine etwas andere Tastenbelegung und das könnte wirklich störend sein, wenn man zuhause das Notebook an Peripherie anschließt. Ich habe
drei Arbeitsplätze und für jeden eine extra Apple Tastatur anzuschaffen, sehe ich schon ein bisschen problematisch. Man kann MacOs nicht eine andere Tastenbelegung (die eben auf der Tastatur abgebildet ist) beibringen, oder?

Schönen Sonntag und nochmals vielen Dank für die zahlreichen Beiträge.
 

maba_de

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Ich seh schon, so einfach ist die Entscheidung nicht.
zumal dir niemand diese Entscheidung abnehmen kann.
Vielleicht ist macOS die absolute Offenbarung für dich, vielleicht schmeißt den den Rechner nach ein paar Stunden/Tagen in die Ecke und verfluchst es.

Du schreibst selbst, du kannst dir einen Apple Rechner ausleihen - mach das! Alles andere hier sein Meinungen ANDERER, mit denen du vielleicht, vielleicht auch nicht d'accord gehst.
 
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IronM

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......... beruflich umzustellen, eher nicht empfohlen.
Nicht weil Mac und macOS nicht gut sind, aber es sind die Gewohnheiten die dich wahrscheinlich davon abhalten mit Mac und Co. glücklich zu werden.
Da frag ich mich jetzt aber schon welche Gewohnheiten den bei dem anderen System von Vorteil sind ??
Alles was sich als Problem in den Weg gestellt hat, hab ich lösen können und ich möchte wirklich nicht mehr zurück
und Glücklich bin ich erst mit Mac geworden, hab zuerst mit Linux & Co gearbeitet das war aber leider nix für mich.
Wenn man alles aufrechnet, ist das System vom Mac auch preisgünstiger, wenn man bedenkt was alles dabei ist an Programmen da zahlt man bei XxX wirklich um einiges mehr !

Der einzige wirklichen Pluspunkt, bekommt das System nur von Spielern, aber da gibt es immer noch die X Box ;-)
 
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agrajag

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Wenn man alles aufrechnet, ist das System vom Mac auch preisgünstiger, wenn man bedenkt was alles dabei ist an Programmen da zahlt man bei XxX wirklich um einiges mehr !
Das würde ich doch SEHR einschränken wollen. Bis zu einem bestimmten Umfang kann man mit Kalender, Kontakte und Mail gut klar kommen und auch zufrieden sein. Ich hab mir hingegen recht bald Alternativen zugelegt und bin jetzt schon seit Jahren auf BusyCal, BusyContacts und MailMate (zusammen etwas über 100€) unterwegs.

Die Beilagen bei OSX sind nett, aber man muß sie nehmen wie sie sind. So richtigen Support bekommt man dafür halt nicht. Bei 3rd-Party-SW bist du eben exakt Kunde der SW und die Firma ist (hoffentlich) angespornt auf die Kundenwünsche einzugehen. Apple zeigt seit über 10 Jahren, daß sie mehr oder weniger nur ihre eigenen Ziele verfolgen.
 
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Fl0r!an

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Für einen Plattformwechsel "aus einer Laune heraus" sehe ich, insb. im Arbeitsumfeld, wenig Sinn. Gerade da ist das Betriebssystem ja nicht viel mehr als ein Tor zu den Anwendungen, mit denen man sein Geld verdient. Hier und da merkt man ein paar Unterschiede (z.B. Window-Handling, Pfade, Tastaturlayouts), aber vieles ist nicht viel mehr als Geschmacksache.
Mich halten eigentlich ausschließlich private Dinge bei Apple (z.B. gute Integration zum iPhone), arbeitsseitig bin ich inzwischen eigentlich komplett auf Windows umgezogen.

Zu deinen Programmen:
Office läuft in neuen Versionen plattformübergreifend eigentlich sehr gut. Basissachen wie SVC-Clients, Firefox oder Adobe Professional gibt's natürlich auch.

Als Tex-Distribution nutze ich MacTex mit Texmaker als Editor (sowohl Win als auch Mac). Inkscape gibt's für den Mac, empfinde ich aber als sehr anstregend. Seit der 1.0 Beta nutzt es immerhin kein XQuartz mehr, wodurch es nicht mehr ganz so sehr ein Fremdkörper ist. Verglichen mit gut gemachter kommerzieller Software (z.B. Affinity) ist die Usability trotzdem ein Scherz.

Ich würde die Entscheidung auch davon abhängig machen, wie autark du bist. In einer hundertprozentigen Windows-Umgebung macht man sich das Leben unnötig schwer.

Was mich gestern bei Lesen etwas schockiert hat, ist die Problematik mit der Tastatur. Eine normale QWERTZ Windows Tastatur hat ja schon eine etwas andere Tastenbelegung und das könnte wirklich störend sein, wenn man zuhause das Notebook an Peripherie anschließt. Ich habe
drei Arbeitsplätze und für jeden eine extra Apple Tastatur anzuschaffen, sehe ich schon ein bisschen problematisch.
Unabhängig von der Beschriftung (die Tastenpositionen kennt man ja eigentlich auswendig) ist die unterschiedliche Lager der ganzen Sonderzeichen & Co echt nervig. Ich springe regelmäßig zwischen Win, Mac und RemoteDesktop von meinem MBP aus (d.h. Windows-Layout auf Mac-Tastatur), das macht einem gern einen Knoten ins Hirn. Aber gut, vielleicht hälts auch fit. :)
 
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