Apples "Gegengift" gegen Raubkopien

christians

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Ich zitiere hier mal heise.de:

Apples "Gegengift" gegen Raubkopien

Musik erwerben und auf den eigenen Rechner laden so einfach wie ein Buchkauf bei Amazon -- das soll ein neuer Musikdienst ermöglichen, der bei Apple entwickelt wurde. Apple-Chef Steve Jobs persönlich soll den Chefs der fünf größten Musik-Labels -- Sony Music Entertainment, Universal Music, Warner Music, BMG und EMI -- den Plan für den neuen Dienst vorgestellt haben, berichtet die Los Angeles Times. Dabei sei er auf großes Interesse gestoßen.

Einen Haken hätte der neue Dienst nach dem Bericht allerdings: Er eignet sich nur für Besitzer eines Macintosh-Rechners oder eines iPod. Dennoch sei der neue Musikdienst genau das, "worauf die Musikindustrie gewartet hat", zitiert die Zeitung einen Branchenkenner. "Er ist angesagt, er ist schnell, er ist einfach." Der Dienst sei ideal für User, die im Internet Musik kaufen und nicht stehlen wollen.

Apple setzt dabei nicht auf das MP3-Format, sondern auf AAC. Dieser soll einen besseren Kopierschutz ermöglichen. Allerdings will Apple den künftigen Kunden ermöglichen, ihre Lieder auch auf CD zu brennen, heißt es.

Wie viel die Kunden für das neuen Angebot hinblättern sollen, ist noch nicht bekannt. Es wird vermutet, dass der monatliche Preis ähnlich wie bei Pressplay 10 US-Dollar betragen wird und je Download 1 US-Dollar zusätzlich. Der Dienst soll wahrscheinlich bereits im April starten; die nötige Software könnte in einem Update der Programmsammlung iLife enthalten sein. Vier der fünf großen Plattenlabels sollen bereits ihre Kooperation zugesagt haben. (anw/c't)

Das ist doch schon wieder eine totgeburt, wenn es nicht mal Microsoft schafft ein DRM zu etablieren, wie soll Apple das dann erst schaffen?

chris
 

lundehundt

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Ich glaube nicht, dass es hier in erster Linie um DRM in allen seinen Auswuechsen geht sondern um einen neuen unkomplizierten Vetriebsweg fuer Musik.

Der Dienst passt doch perfekt zu .mac und iDisk - jedenfalls macht etwas Sinn, was
ueber WebDAV laueft. Du machst iTunes auf, browsed durch die Angebotene Musik - kannst vielleicht mal kurz reinhoeren - und wenn du was wirklich haben moechtest, klickst du einfach auf den BUY button (gleich neben dem BURN button) und der der download beginnt.

Apple sagt ausdruecklich, dass auch weiterhin das kopieren auf CD moeglich sein soll. AAC wird heute schon von Quicktime unterstuezt und kann leicht auf iPod und iTunes implementiert werden. Wenn der Dienst im .mac account aufgehaengt ist und ich nur fuer downloads (ohne noch 'ne zusaetzliuche Gebuehr) eine Preis, deutlich unter dem einer CD in Laden, zahlen muss, kommt so etwas als unkomplizierter Vertriebsweg fuer Musik durchaus fuer mich in Frage.

Ich gehoere allerdings auch nicht zu denen, die Musik fuer ein frei verfuegbares Kulturgut halten.

Just my two cents
Lunde
 

christians

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Original geschrieben von lundehundt
Wenn der Dienst im .mac account aufgehaengt ist und ich nur fuer downloads (ohne noch 'ne zusaetzliuche Gebuehr) eine Preis, deutlich unter dem einer CD in Laden, zahlen muss, kommt so etwas als unkomplizierter Vertriebsweg fuer Musik durchaus fuer mich in Frage.

Ich gehoere allerdings auch nicht zu denen, die Musik fuer ein frei verfuegbares Kulturgut halten.

Just my two cents
Lunde
 

Wer ist denn bereit rd 1USD pro Lied zu zahlen?
Für genausoviel Geld bekommst Du doch auch eine "echte CD", und mit der kannst Du machen was Du willst - auch weiterverkaufen.

Ein Problem, das in eine ähnliche Richtung geht wurde in einem der letzten ct-Tutorials thematisiert.

Was ist, wenn irgendwann sämtliche Kulturgüter nur noch verschlüsselt vorliegen. Alte Texte, Lieder sogar Bilder.
Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir (oder die Generationen nach uns) die Daten nicht mehr entschlüsseln können.
Schon heute können viele Magnetbänder mangels Hardware nicht mehr gelesen werden...

Naja, den ganzen Text findest Du hier <http://www.heise.de/ct/03/02/003/>
 

Jackintosh

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Wenn der Preis von einem Dollar pro Song stimmt, kann ich nur sagen, Ziel weit verfehlt. Aber ganz weit. Für um einen Euro pro Titel bekomme ich zur Zeit Musik ohne zeitliche und/oder räumliche Limitierung. Wenn ich also herunterladen muß, kein Cover und kein Booklet habe und die Nutzung eingeschränkt wird, dann muß der Preis deutlich unter der Hälfte liegen, ansonsten ist das eine Totgeburt.

Gruß
Jackintosh
 

martyx

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also, wenn der preis stimmt (jedenfalls keinen dollar!?), die downloadzeiten angemessen sind und ein umfassendes angebot vorliegt - dann man sofort her damit.
 

mj

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Kann dem nur zustimmen, wenn es wirklich ein Dollar sein sollte dann bloß schnell her damit. Wenn ich auch noch das Recht habe die Lieder auf CD zu brennen, dann geht damit endlich mein größter Traum in Erfüllung und ich kann mir ganz legal Musik saugen.
Aber das wird mich trotzdem nicht vom CD-Kauf abbringen, so eine Sammlung an Original-CDs sieht nun mal tausendmal besser aus als eine Sammlung von CD-Rohlingen auch wenn beides legale Kopien sind.
 

lundehundt

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Original geschrieben von christians
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Wer ist denn bereit rd 1USD pro Lied zu zahlen?
Für genausoviel Geld bekommst Du doch auch eine "echte CD", und mit der kannst Du machen was Du willst - auch weiterverkaufen.

Ein Problem, das in eine ähnliche Richtung geht wurde in einem der letzten ct-Tutorials thematisiert.

Was ist, wenn irgendwann sämtliche Kulturgüter nur noch verschlüsselt vorliegen. Alte Texte, Lieder sogar Bilder. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir (oder die Generationen nach uns) die Daten nicht mehr entschlüsseln können.
Schon heute können viele Magnetbänder mangels Hardware nicht mehr gelesen werden...

Naja, den ganzen Text findest Du hier <http://www.heise.de/ct/03/02/003/>
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Jeder Tontraeger wird irgendwann vor dem Problem stehen - wie spielst du eigentlich deine Schellacks ab?

Mir geht es mit 'freies Kulturgut' eher um die Einstellung einiger viel sauger, dass auch guter Sound nur gut ist wenn er umsonst war.

Hier geht es mehr um die Frage ob du mit uebers Netz bezogener bezahlter Musik auch noch uneingeschraenkt machen kannst was du moechtest. Also unbegrenzt oft hoeren, auf CD brennen, auf den iPod kopieren, an Freunde weitergeben usw.

Lunde
 

Angel

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sorry, dass ich diesen alten thread wieder ausgrabe, ich habe eigentlich etwas ganz anderes gesucht, aber hier _musste_ ich einfach schriftlich schmunzeln: ;) .
 

Computerlink

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Mir ist da gerade eine Frage in den Sinn gekommen.

Ich könnte mir folgenden Fall vorstellen:

Schüler S lädt sich bei Apple legal 10 Songs runter und brennt diese auf CDs. Sein Freund F findet die Lieder toll und kopiert sich die CDs von S.

Und jetzt mal unrealistisch: Die Strafverfolgungsbehörden kontrollieren S und F. Wie will S jetzt nachweisen, das die CD legal ist und wie will man F nachweisen, das seine CD illegal ist?

Muss man für jeden runtergeladenen Song die Rechnung ausdrucken und aufheben.

:D

Sorry, ich habe sowas noch nie gemacht und verstehe es einfach nicht. Deswegen diese komische Frage.

Mich interessiert eigentlich nur die rechtliche Seite, da ich eh ganz ganz selten Musik höre oder eher eigentlich gar nicht.
 

Angel

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na ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich würde mal denken, dass da das gesetz in kraft tritt, bei dem man 7 kopien von einem original machen darf. vorausgesetzt natürlich, man besitzt das original auch. was ich damit sagen will: die aac-dateien musst du natürlich behalten. wenn du die löschst, darfst du auch die audio-cd nicht mehr behalten.
dann frage ich mich nur wieder, was man nach einem festplatte-crash (ohne backup) macht...
 

Hackmac

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So weit ich weiss....

(und das alles unter GRÖSSTEM VORBEHALT!!!!)


Hat man mal ein Lied "gekauft", kann man es immer wieder aus dem Store runterladen (z.B. bei Verlust)
Wie das allerdings mit verschiedenen Rechnern aussieht, weiss ich auch nicht. Denke, dass wird wohl kaum gehen :)

Gruss,
Hackmac.
 
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