Apple Watch Tracking Schulweg des Kindes

BlackFlag

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Richtig, die Assistenten und Sicherheitssysteme haben die Zahl drastisch gesenkt, warum sollten das die modernen Kommunikationsmittel nicht auch können? Eine Studie gibt es schlicht nicht, daher bleibt es eine Glaubensfrage. Ich würde zumindest wetten, dass die Zahl der Herztode durch die Verfügbarkeit der Mobiltelefone und damit einer schnelleren Hilfe deutlich gesunken ist.

Das sehe ich anders. Eine ordentliche Medienbildung macht aus dem Smartphone auch für die Schülerinnen und Schüler ein Lernmittel. YouTube Lernvideos, Lernplattformen und digitale Unterrichtstafeln dürften heute so selbstverständlich genutzt werden wie TikTok und Instagram.
 

Ciccio

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Er ist gerade in die erste Klasse gekommen, daher mache ich mir einfach Sorgen, auch wenn es nur einige wenige Meter sind.
Ihr Lieben,
die unendlich Sorgen bereitende Länge des Schulwegs steht bereits im Eingangs-Post.
Also, ich würde mich auf den Balkon stellen und gucken...
Gruss, Ciccio
 

Moriarty

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Evtl. dem Sohn proaktiv erklären, was es mit der Uhr auch auf sich hat, wenn er dafür die Reife hat. Dann kannst Du ihm nämlich auch erläutern, wie er damit einen Alarm auslösen kann.

Wir werden das bei unserem Sohn ähnlich handhaben. Das hat aber auch andere Gründe.
Genauso haben wir's gemacht. Als er auf's Gymnasium wechselte bekam er ein iPhone SE, um erreichbar zu sein und uns erreichen zu können. Er fährt morgens mit dem Bus zur Schule und da war es anfangs einfach sinnvoll, zu sehen ob er die Haltestelle und eine Viertelstunde später die Schule planmäßig erreicht. Wir haben in unserer Familie sowieso das Tracking über die Wo ist?-App (damals noch "Freunde") aktiv, aber jeder, d.h. unser Sohn kann auch sehen wo wir sind. Wir sind damit ganz offen umgegangen, wollten ihn nicht geheim überwachen, sondern haben uns gemeinsam mit ihm mit der App befasst. Es ist auch eigentlich eher ein schönes Gefühl für alle, als Familie sehen zu können, wo im Laufe des Tages alle sind. Jeder, auch unser Sohn, weiß, dass man zeitweise das Tracking ausschalten kann. Bisher interessiert es ihn nicht, aber das wird sich sicher mit der Abnabelung ändern und dann hat er die Option.
Ich denke, Kommunikation und Offenheit innerhalb einer Familie sind nicht schädlich oder verwerflich, sondern ganz im Gegenteil, die Grundlage für funktionierendes Zusammenleben.
 

lulesi

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Du möchtest anscheinend aufzeigen, dass dies kein Problem ist, weil es so wenige sind.
Abgesehen davon, dass ich jedes einzelne Kind, welches entführt (oder schlimmeres) wird für zuviel halte
werden pro Jahr rund 100.000 Kinder in Deutschland als vermisst gemeldet.
Die meisten sind schnell wieder da, aber 1800 Kinder sind aktuell in Deutschland dauerhaft verschwunden.

Wenn durch solche technischen Mittel wie tracking nur ein einziges Kind gerettet werden kann,
empfinde ich es als sehr gut.

https://www.dw.com/de/vermisste-kinder-hohe-aufklärungsquote/a-53550188

Vielleicht bin ich auch nur übersensibel weil vor 22 Jahren in meiner Gegend ein
Kind verschwunden ist, das niemals mehr aufgetaucht ist.
 

davedevil

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BlackFlag

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Die Fälle sind natürlich gering, daher wurde darauf auch nie abgestellt. Wie geschrieben, halte ich eine Ortungsfunktion in vielerlei Hinsicht für ideal. Verabredungen falsch gesetzt, Treffpunkt falsch definiert, Bus verpasst (es gibt zwei Schulhäuser, an einem Tag muss der Standort gewechselt werden), etc.. Der Worst Cast eines Verbrechens soll niemals eintreten und ich bin ein großer Freund von Statistiken, aber auch in diesem Bereich wäre die Ortung ein Ansatz. Ich würde technische Hilfsmittel jederzeit verwenden, dafür sind sie da. Eine ordentliche Familienstruktur, in der diese Dinge besprochen und erklärt werden sind natürlich die Basis, aber das gilt für alle Lebensbereiche.

Edit: Was für absurde Dinge werden hier besprochen? Ich bin sicher, die meisten Studenten fragen bei der Immatrikulation um Rat - das mache ich doch heute auch, wenn es ein Problem gibt, bei dem ich nicht weiter weiß. Eine intakte Familienstruktur besteht immer aus einem konstanten Austausch. Welche Errungenschaft sollte das sein, wenn Problemstellungen nicht besprochen werden können? Ich sehe die größere Gefahr, wenn Kinder eben nicht mehr nachfragen...
 

Difool

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DWelche Errungenschaft sollte das sein, wenn Problemstellungen nicht besprochen werden können? Ich sehe die größere Gefahr, wenn Kinder eben nicht mehr nachfragen...
Und wenn dein Kind dann "getrackt" werden wird, warum sollte er dir dann zukünftig noch mitteilen, wohin er evtl. unterwegs sein wird?
Was würdest du denn machen, wenn das Tracking-Signal sich eines Tages ausserplanmäßig nicht mehr vom Fleck bewegen würde?
 

BlackFlag

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Da kann ich nicht folgen - diese Trackingfunktionen (Lulesi sagt es ja bereits) dürften für die aktuelle Gerneration so normal sein, wie für uns das Kettcar. Warum die Kinder dann nicht mehr kommunizieren sollten, erschließt sich mir nicht.
Die Diskussion über abgebrochene Signale hatten wir bereits. Exakt diese Dinge sollten bedacht werden bevor man loslegt, sonst hat man mehr Schaden, als Nutzen.
 

WollMac

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Das ist bestimmt auch der Grund warum immer mehr Eltern mitgehen wenn sich das Kind an der Uni immatrikuliert........ :hamma:
Der Grund dafür ist, dass durch G8 die Abiturienten bei Beginn der Studiums sehr häufig noch minderjährig sind...
Da müssen die Eltern noch unterschreiben.
 

pullermops

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@BlackFlag
Bezieht sich deine Namensgebung auf die traditionelle Schwarze Flagge der anarchistischen Bewegung?
;)
 
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