Apple schläft, warum nicht mal ganz andere Chips?

Dieses Thema im Forum "MacUser Bar" wurde erstellt von leselicht, 10.11.2002.

  1. leselicht

    leselicht Thread Starter MacUser Mitglied

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    08.10.2002
    Beiträge:
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    http://www.onlinekosten.de/news/artikel.php3?id=9011

    Mit diesen Prozessoren könnte Apple sogar bei den hinterwäldlerischen Taktraten bleiben und hätte trotzdem die Nase vorn. (vierfach besser!!! ) Und wenn die Dinger AMD und Intel emulieren können, dann sicher auch Power-PC.

    Etwas mehr Flexibilität, Jobs!
     
  2. Vevelt

    Vevelt MacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    01.09.2001
    Beiträge:
    1.612
    Tja...

    ...leider sind diese "Code Morpher" fest im Prozessor verdrahtet, benötigen verhältnismäßig viel Cache, um einmal Übersetztes vorzuhalten, um auf jene gespeicherten Übersetzungen zurückgreifen zu können. Wenn nun ein x86-Prozessor emulierbar wird, dann bläht das das Chip-Design (und den Preis!) schon ziemlich auf. Ein PowerPC, der wegen seiner konsequenten RISC (reduced instruction set...) Architektur bei diesen wenigen elementaren Kommandos sehr schnell ist, kann seine Leistung auch nur entfalten, wenn Compiler seine Vorzüge auch auszunutzen wissen. Diese Architektur zu emulieren ist noch viel schwieriger, wenn jenes auch noch performant sein soll...
    Für mich klingt das zwar interessant, aber noch sehr experimentell, da bis jetzt nichts konkretes zu sehen war... ;)

    Aber mal schauen, was aus jenem Projekt wird... :D

    Lieben Gruß, Vevelt.
     
  3. leselicht

    leselicht Thread Starter MacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    08.10.2002
    Beiträge:
    1.072
    ... eben, aber ich denke, die Burschen mischen den Markt etwas auf, denn nur Intel, AMD, Ibm und Motorola ist zu wenig auf die Dauer. Und die Russen waren schon immer gute Mathematiker und Denker. Kam nicht sogar die Software des Newton urspünglich aus Moskau?

    Aber mal was Anderes: Ich verstehe nicht ganz, warum es noch so eines großen Unterschiedes der Prozessoren bedarf. Läuft nicht Unix auf sämtlichen Chips? Wenn Apple jetzt eine neue Generation Chips erstellt, auf denen eben nicht mehr das alte OS9 läuft, wie damals bei den Powerchips, dann ist doch deutlich mehr Freiheit gegeben auch eine andere unix-optimierte Architektur zu wählen. Aber das ist vielleicht auch hinter der Idee zu vermuten, daß neue Maschinen nur noch mit X starten. Da kann man dann in 2004 komplett andere Chips einsetzen, ohne Classikrest.
    Jobs ist doch ein eitler Knopf, ich denke mal, der wird sicher an sowas arbeiten, was meint ihr?
     
  4. Jackintosh

    Jackintosh MacUser Mitglied

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    19.11.2001
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    405
    Entwickler

    Ich denke mal, daß Apple erst mal auf der PPC-Plattform bleiben wird, denn auch wenn Darwin für andere Prozessoren schon verfügbar ist, die mittleren Layer und die Anwendungssoftware müßte man anpassen, da ist es mit einem neuen Kompilieren nicht getan. Nach dem Aufwand mit der Anpassung auf X würden da viele Softwarehersteller abspringen, denn jetzt nochmal der gleiche Aufwand würde sich nie rechnen.

    Das Classic offiziell tot ist hängt wohl eher damit zusammen, daß Apple seine Entwickler nicht auf zwei Systeme verteilen will. Die haben mit X genug zu tun.

    Wenn Apple jetzt die Prozessor-Plattform wechselt, dann haben sie ein echtes Problem.

    Gruß
    Jackintosh
     
  5. Jazz_Rabbit

    Jazz_Rabbit MacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    20.09.2002
    Beiträge:
    1.142
    Falls Apple sich doch notgedrungen füllt, auf die x86-Plattform zu wechseln, was technisch machbar, jedoch mit etwas Aufwand ist, dann bedeutet das auch gleichzeitig das Aus für Apple-Hardware und Apple selbst wird zur Software-Firma, welche aber für den Markt zu klein ist und dementsprechend der Support, die Qualität und vorallem die Symbiose darunter leidet.

    Kein Wunder, warum Apple nicht umsteigen will. Das die Zeit der "Home Computer" vorüber ist, weiß Jobs sicher auch. Nur was will man machen, wenn man nicht anders kann als zu versuchen, zu retten, was zu retten ist.
     
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