Apple schläft, warum nicht mal ganz andere Chips?

leselicht

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Mit diesen Prozessoren könnte Apple sogar bei den hinterwäldlerischen Taktraten bleiben und hätte trotzdem die Nase vorn. (vierfach besser!!! ) Und wenn die Dinger AMD und Intel emulieren können, dann sicher auch Power-PC.

Etwas mehr Flexibilität, Jobs!
 

Vevelt

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Tja...

...leider sind diese "Code Morpher" fest im Prozessor verdrahtet, benötigen verhältnismäßig viel Cache, um einmal Übersetztes vorzuhalten, um auf jene gespeicherten Übersetzungen zurückgreifen zu können. Wenn nun ein x86-Prozessor emulierbar wird, dann bläht das das Chip-Design (und den Preis!) schon ziemlich auf. Ein PowerPC, der wegen seiner konsequenten RISC (reduced instruction set...) Architektur bei diesen wenigen elementaren Kommandos sehr schnell ist, kann seine Leistung auch nur entfalten, wenn Compiler seine Vorzüge auch auszunutzen wissen. Diese Architektur zu emulieren ist noch viel schwieriger, wenn jenes auch noch performant sein soll...
Für mich klingt das zwar interessant, aber noch sehr experimentell, da bis jetzt nichts konkretes zu sehen war... ;)

Aber mal schauen, was aus jenem Projekt wird... :D

Lieben Gruß, Vevelt.
 

leselicht

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... eben, aber ich denke, die Burschen mischen den Markt etwas auf, denn nur Intel, AMD, Ibm und Motorola ist zu wenig auf die Dauer. Und die Russen waren schon immer gute Mathematiker und Denker. Kam nicht sogar die Software des Newton urspünglich aus Moskau?

Aber mal was Anderes: Ich verstehe nicht ganz, warum es noch so eines großen Unterschiedes der Prozessoren bedarf. Läuft nicht Unix auf sämtlichen Chips? Wenn Apple jetzt eine neue Generation Chips erstellt, auf denen eben nicht mehr das alte OS9 läuft, wie damals bei den Powerchips, dann ist doch deutlich mehr Freiheit gegeben auch eine andere unix-optimierte Architektur zu wählen. Aber das ist vielleicht auch hinter der Idee zu vermuten, daß neue Maschinen nur noch mit X starten. Da kann man dann in 2004 komplett andere Chips einsetzen, ohne Classikrest.
Jobs ist doch ein eitler Knopf, ich denke mal, der wird sicher an sowas arbeiten, was meint ihr?
 

Jackintosh

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Ich denke mal, daß Apple erst mal auf der PPC-Plattform bleiben wird, denn auch wenn Darwin für andere Prozessoren schon verfügbar ist, die mittleren Layer und die Anwendungssoftware müßte man anpassen, da ist es mit einem neuen Kompilieren nicht getan. Nach dem Aufwand mit der Anpassung auf X würden da viele Softwarehersteller abspringen, denn jetzt nochmal der gleiche Aufwand würde sich nie rechnen.

Das Classic offiziell tot ist hängt wohl eher damit zusammen, daß Apple seine Entwickler nicht auf zwei Systeme verteilen will. Die haben mit X genug zu tun.

Wenn Apple jetzt die Prozessor-Plattform wechselt, dann haben sie ein echtes Problem.

Gruß
Jackintosh
 

Jazz_Rabbit

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Falls Apple sich doch notgedrungen füllt, auf die x86-Plattform zu wechseln, was technisch machbar, jedoch mit etwas Aufwand ist, dann bedeutet das auch gleichzeitig das Aus für Apple-Hardware und Apple selbst wird zur Software-Firma, welche aber für den Markt zu klein ist und dementsprechend der Support, die Qualität und vorallem die Symbiose darunter leidet.

Kein Wunder, warum Apple nicht umsteigen will. Das die Zeit der "Home Computer" vorüber ist, weiß Jobs sicher auch. Nur was will man machen, wenn man nicht anders kann als zu versuchen, zu retten, was zu retten ist.
 

Schiffversenker

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Falls Apple sich doch notgedrungen füllt, auf die x86-Plattform zu wechseln, was technisch machbar, jedoch mit etwas Aufwand ist, dann bedeutet das auch gleichzeitig das Aus für Apple-Hardware und Apple selbst wird zur Software-Firma, welche aber für den Markt zu klein ist und dementsprechend der Support, die Qualität und vorallem die Symbiose darunter leidet.
Tja… wie Mark Twain mal anmerkte: Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.

Wobei, die Vermutung zum Qualitätsverlust… da gibt es sicher viele, die dem zustimmen. Nur daß das nichts mit dem Wechsel auf Intel-Chips zu tun hat.
Apple hat den Wechsel von Motorola-68x zu PPC gut überstanden und sich dadurch verbessert, genauso wie später den Wechsel von PPC zu Intel, und auch der Wechsel zu M1 und Folgechips wird klappen.
Auch wenn es möglicherweise Einschränkungen geben kann, etwa bei der Virtualisierung/Emulierung anderer Systeme - aber davon konnte Jazz_Rabbit sellemals noch nicht mal träumen (ja, es gab auf PPC VirtualPC, um Windows laufen zu lassen, aber das war weniger eine echte Chance als ein Programm, die Benutzer zu entschleunigen und zur Meditation zu bringen).
 

Moriarty

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Tja… wie Mark Twain mal anmerkte: Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.

Wobei, die Vermutung zum Qualitätsverlust… da gibt es sicher viele, die dem zustimmen. Nur daß das nichts mit dem Wechsel auf Intel-Chips zu tun hat.
Apple hat den Wechsel von Motorola-68x zu PPC gut überstanden und sich dadurch verbessert, genauso wie später den Wechsel von PPC zu Intel, und auch der Wechsel zu M1 und Folgechips wird klappen.
Auch wenn es möglicherweise Einschränkungen geben kann, etwa bei der Virtualisierung/Emulierung anderer Systeme - aber davon konnte Jazz_Rabbit sellemals noch nicht mal träumen (ja, es gab auf PPC VirtualPC, um Windows laufen zu lassen, aber das war weniger eine echte Chance als ein Programm, die Benutzer zu entschleunigen und zur Meditation zu bringen).

Man darf auch nicht vergessen, dass der Markt sich massiv verändert hat in dieser Zeit: Der Siegeszug von Mobilgeräten, iOS als wichtige Softwareplattform, mittlerweile auch im Businessbereich oder im Bildungssektor. Anfang der 2000er hattest Du mit einem Mac-Only-Setup immer das Problem, für bestimmte Dinge keine Lösung zu haben und dann doch neidvoll in Windowsrichtung schielen zu müssen. Heute reicht im Grunde ein iPad oer erst recht ein Mac für alles Mögliche aus - insbesondere die "großen" Marken wie Adobe oder Microsoft haben ihre Produkte im Grunde völlig gleichgezogen.
 

Kontrapaganda

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Man darf auch nicht vergessen, dass der Markt sich massiv verändert hat in dieser Zeit: Der Siegeszug von Mobilgeräten, iOS als wichtige Softwareplattform, mittlerweile auch im Businessbereich oder im Bildungssektor. Anfang der 2000er hattest Du mit einem Mac-Only-Setup immer das Problem, für bestimmte Dinge keine Lösung zu haben und dann doch neidvoll in Windowsrichtung schielen zu müssen. Heute reicht im Grunde ein iPad oer erst recht ein Mac für alles Mögliche aus - insbesondere die "großen" Marken wie Adobe oder Microsoft haben ihre Produkte im Grunde völlig gleichgezogen.
Eben. Man darf auch nicht vergessen, dass macs heute ein weit größeren Marktanteil haben als Anfang der 2000er. Auch hat Apple eine fundamental andere Markstellung. Während Apple vor 15 Jahren ein kleiner Nischenanbieter für Nerds und Grafiker war, ist es heute eines der wertvollsten Unternehmen der Welt und hat insbesondere im Mobilbereich fast den gesamten „Premiummarkt“ unter seiner Kontrolle und zwar nicht unbedingt die größte Kundschaft wohl aber eine sehr kaufkräftige.
Es sits schon bezeichnend, dass Apples Macbooks quasi überall als „Prestige-Objekte“ fungieren. Sobald ein Computer öffentlichkeitswirksam sein soll, nimmt man bevorzugt Macs.
Ein Beispiel: In meiner Hautarztpraxis (nur privat, v.a. Schönheitsherumgedoktore) steht ein 27"-iMac im Empfangsbereich und darauf läuft Windows 10. Ich habe auch noch nie ein macOS darauf gesehen. Ob es überhaupt installiert ist? Keine Ahnung.
Anderes Beispiel: In den verschiedensten „Funk“-Formaten (Teil des ÖR für junge Leute) siert man meistens Szenen mit Reporter*innen bei der Recherche mit Macbooks. Wer jetzt jedoch glaubt, unseres Rundfunkanstalten würden auf macs setzen, den muss ich leider enttäuschen. Unsere Medienhäuser sind von oben bis unten durchbürokratisierte Mircosoft-basierte IT-Landschaften. Alles, was irgendwie kritische Infrastruktur ist, läuft mit auf Windows-Basis, und muss doppelt und dreifach verwaltet werden. Die Show-Macbooks sind eigentlich Requisiten und es ist dort natürlich MS Office installiert, und die haben eher die Funktion des Glitzestaubes auf der Geburtstagstorte als eines relevanten Teiles der Infrastruktur.
 

Lor-Olli

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…Unsere Medienhäuser sind von oben bis unten durchbürokratisierte Mircosoft-basierte IT-Landschaften. …

Nö, ich kenne in Hamburg zwei größere, die NICHT auf Microsoft setzen, sondern auf Apple.
Unabhängig davon, es ist auch nicht immer möglich auf Apple zu bauen, es gibt einige Bereiche, da gibt es praktisch ausschließlich windows-Software (Im Ingenieursbereich, in medizinischen Einrichtungen und Arztpraxen, der größeren Finanzverwaltung)

Die iMacs stehen auch nicht immer allein wegen des Designs herum, sondern z.B. wegen des großen Displays und dem schlanken all-in-one Gehäuse, häufig reicht eben ein Stromkabel um ihn zu integrieren (Weswegen sie oft im Eingangsbereich und bei Publikumsverkehr stehen, da gibt es nichts dran rumzuspielen, Tastatur wegstellen und fertig… ;) ). Meine Zahnärztin setzt auf Apple, aber es war nicht so einfach, ALLE Geräte zu integrieren, die reine praxisübliche Software gibt es auch für Apple, aber schon die Integration des Röntgenapparates war frickelig. (Ging nur weil ihr Mann recht versiert ist ;))

Ich denke aber sowieso, dass wir es in spätestens 10 Jahren fast ausschließlich mit cloudbasierten Lösungen und gemieteter Software zu tun haben, gerade auch in den Medienhäuser sehe ich da viel Bewegung, "Rechner" werden immer unwichtiger, hauptsache die Leitungen/wLan und das Internet sind flott genug. 5G wird nochal einiges dazu beitragen - in GB, Schweden, Südkorea und Finnland hat sich da schon einiges verändert.

Insofern sehe ich diesen thread als demnächst "wirklch tot an :teeth:
 

Moriarty

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Ich glaube, man kann schon sagen, dass die Entwicklung dahin geht, dass der Client, also der Endpunkt in einer IT-Infrastruktur, immer unwichtiger wird. Ich bin häufig im Bereich der Schul-IT unterwegs, und da geht der Gedanke in Richtung BYOD, elternfinanzierte Endgeräte, etc. Das bedeutet natürlich, dass digitale Klassenzimmer zukünftig mit einer sehr heterogenen Masse von Endgeräten funktionieren müssen.
Auch kenne ich Leute im IT- oder Medienbereich, deren Arbeitgeber ihnen das Endgerät völlig frei lassen. Da tummeln sich in der Belegschaft dann vom HP-Notebook über Surfaces bis hinzu Macbooks alles Mögliche.
 
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