Apple hört und hört nicht mehr auf zu hören...

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  1. Lightspeed

    Lightspeed Mitglied

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    Und weil ich grad Spaß dran hab ... und mich auch gerne in Missstände einfühle. Matthew Panzarino hat einen tiefen und interessanten Einblick darin bekommen, wie Apple beginnt, sich wieder und neu den Pros zuzuwenden. Von diesem sehr lesenswerten Artikel, in dem klar wird, das es wohl so eine Art Pro-Task-Force bei Apple gibt, die auch den neuen MacPro mitverantwortet, finde ich vor allem den vorletzten Absatz sehr wichtig:
    "As depressing as it has been to see professionals believe that Apple was getting ready to give them up, I find this an interesting and exciting thing to watch. It is very, very hard for a company like Apple — whose reputation is built on myth building — to admit that it was mistaken. And it’s even harder to then change course with billions of dollars’ worth of revenue at stake."

    Das ist das Problem mit dem eigenen Firmenimage - der Mythos.

    Der Mythos zum Beispiel, Apple würde nur dann ein Produkt auf den Markt bringen, wenn es das absolut beste auf dem Markt sei. Oder der Mythos, man wolle kein Geld verdienen, man wolle nur tolle Sachen produzieren. Wenn man derart mythisch daherkommt, ist es tatsächlich noch einmal so schwer zu sagen "Sorry, we were wrong". Und deswegen haben sie es auch nur sehr selten gemacht (Apple Karten).

    Ein Mythos sagt nicht so einfach, dass er falsch liegt/lag.

    Dabei interessant ist, dass sich Apple lt. dem Artikel doch wieder insgeheim ans Zuhören gewöhnt - womit wir wieder einmal zum Threadtitel zurückkehren können. Aber sie können es nicht einfach so wie andere. Zuerst einen Fehler zugeben, dann zuhören. Sie gründen eine eigene Abteilung, laden Pros ein mit ihren supergeheimen Projekten zu Apple zu kommen und dort mit Apple-Ideen zu finden und kommen dann zum Schluß wieder heraus mit einem "großartigen Ding".

    Apple ist ein Narzist. Apple kann nur groß. Nur besonders. Das daraus resultierende Auf-und-Ab machen viele hier genau wie ich seit Jahren mit. Da muss man durch, wenn man sich an sie bindet. Wenn Apple mal nicht schafft, großes zu vollbringen werden sie blöd. Verlieren sie die Spur, wie jetzt gerade beim Thema Mac, werden sie auch noch frech. Schaffen sie ein "one-more-thing" - sind sie oft genial. Ich habe Sorge, dass es genau an dem fehlt und gleichzeitig die Margen dann aus den vorhandenen Gerätelinien gequetscht werden. Bis diese platt und unbrauchbar dünn daherkommen.
     
  2. rembremerdinger

    rembremerdinger Mitglied

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    Lightspeed du sprichst mir aus der Seele.:jaja::thumbsup::upten:
     
  3. Lightspeed

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    Dann macht es doch auch Spaß hier ;) Danke.
     
  4. bowman

    bowman Mitglied

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    ...dabei bräuchten sie nur auf die alten Gehäusedesigns zurück gehen (MP und MBP) und einfach nur aktuelle PC-Technik reinbauen. Ne Käsereibe mit AMD Threadripper- oder besser noch Epic-Board. Ein MBP im 2015er Gehäuse mit Ryzen Pro Mobile. Als Sahnehäubchen dann noch ein Mini mit Ryzen-G. Kann mir doch keiner erzählen, daß es so fürchterlich schwierig seien soll, dafür die Boards anzupassen. Dann noch Vulcan pushen und das gottvedammte OpenGL in der Versenkung verschwinden lassen und alle wären happy.

    Die grossen 'Ahhs' und 'Ohhs' werden sie dafür nicht hören, aber aber sie hätten ein solides Kerngeschäft. Parallel dazu könnte man dann am next big thing arbeiten: KI und Robotik...
     
  5. Lightspeed

    Lightspeed Mitglied

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    Korrekt! Und genau dieses "immer-neu-Streben" verhindert das. Kein Schritt zurück. Nienals wieder das alte. Das entspricht einfach nicht ihrer Tradition - das sagen sie sich sogar selber. Und stellen sich damit zur Zeit ein Riesenbein, dass sich bis jetzt allerdings noch kräftig bezahlt macht. Weil die Sachen noch gekauft werden.

    Ich habe halt keine Lust, mit dem Kauf unausgereifter Produkte, die mich nicht mehr betreffen, the next big thing zu finanzieren.
     
  6. rembremerdinger

    rembremerdinger Mitglied

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    Vor alledem vollkommen verklebt, man kann nichts mehr selber wechseln, nur noch bei Apple für überteuert Ram und SSD kaufen.
    Apple hat sich durch diese Politik sehr viele langjährige Nutzer ihrer Produkte vergrault. Klar die Fans kaufen alles aber überall sind die Foren voll mit Hilfeschreien derer die einen Ar.. voller Probleme haben.
    Ich kann bowman sehr gut verstehen mit seinen Wünschen. Mir würde schon ein Mini reichen den ich mit handelsüblichen Ram und SSD aufrüsten kann so wie bei meinem aus 2012.
     
  7. Bitcruncher

    Bitcruncher unregistriert

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    Na Gott sei Dank, es kann nur vorwärts gehen wenn man alte Zöpfe abschneidet.
     
  8. maba_de

    maba_de Mitglied

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    Dumm nur, das der vermeintliche Fortschritt aus Kundensicht oft wenig sinnvoll ist oder gar ein Rückschritt ist.
    Und dann ist der Fortschritt schlicht dumm.
     
  9. Bitcruncher

    Bitcruncher unregistriert

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    Der Hauptteil der Apple Kunden sind inzwischen schon längst keine Poweruser mehr. Die können gut damit leben....
    (siehe Umsatzzahlen von Apple)
     
  10. maba_de

    maba_de Mitglied

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    Wie ich schon mehrfach schrieb, der Umsatz ist konstant, weil die Preise nach oben gehen.
    Tatsächlich verkauft Apple weniger Geräte.
    Und bei der miesen Altersstruktur im Bereich macOS werden die Verkäufe weiter zurückgehen
    Dazu kommen Probleme mit der Hardware, siehe die Batterfly Probleme.
     
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