Apple hört und hört nicht mehr auf zu hören...

Dieses Thema im Forum "MacUser TechBar" wurde erstellt von Impcaligula, 04.12.2017.

  1. Computerhirni

    Computerhirni MacUser Mitglied

    Mitglied seit:
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    Beiträge:
    981
    Wegen des Betriebssystems würde ich momentan keinesfalls wechseln, da mir die Bedienung in Fleisch und Blut übergegangen ist und ich die letzten Jahre ohne irgendwelchen support ausgekommen bin. Bei Windows sähe das sicherlich am Anfang gaaannnz anders aus. Da ich unbedingt einen Mobilrechner benötige und mit der aktuellen Hardware von Apple mehr als unglücklich bin (und auch nicht wirklich glaube, daß sich da in Zukunft was ändern wird), werde ich wohl irgendwann den sauren Apfel fallen lassen.
    Zur Qualität der Software: wenn man etwas Geduld hat und das aktuelle System nicht vor .3 installiert, hat man mit MacOS /OSX doch wirklich ein superstabiles System, auf das man sich nach meinem Empfinden zu 100% verlassen kann. Meine Erfahrungen mit Windows unter Parallels sind da ganz andere...was natürlich auch an Parallels (oder meiner Unfähigkeit mit Windows) liegen kann.
     
  2. bowman

    bowman MacUser Mitglied

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    1.629
    ...Leute...

    Bei aller Skepsis - die ich bekanntermaßen schon seit sehr langer Zeit teile - vergesst eines nicht: Die Macht der Gewohnheit. Genauer: Das Design der graphischen Oberfläche und der Unix-Unterbau.

    Ich nutze beruflich zu etwa gleichen Teilen alle drei Systeme (Windows, Mac, Linux) und bin da recht vorbehaltlos. Windows ist sogar richtig gut geworden und ich benutze es gerne. Aber: Es feht das gewisse etwas. Es ist beim Mac einfach nur das Oberflächendesign und das 'heimelige' Gefühl, das im Hintergrund ein Unix werkelt. Es ist nur die Optik und dieses 'coming home'-Gefühl.

    Dafür reicht mir allerdings auch mein neun Jahre alter MacMini... :)
     
  3. tomric

    tomric MacUser Mitglied

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    Windows 10 ist wirklich recht ordentlich, hat aber noch ein paar ziemlich nervige Bugs, z.B. kackt das Startmenü gern mal ab. Drag & Drop funktioniert noch immer nicht auf dem Level vom MacOS und man muss bzgl. Malware besser aufpassen (auch wenn der Defender langsam was taugt). Hier hat MacOS definitiv noch seine Vorteile, ausser Scareware a la Mackeeper & Co gibt es immer noch so gut wie keine ernstzunehmende Schadsoftware.
     
  4. McBuk

    McBuk MacUser Mitglied

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    357
    Wenn man mal bedenkt, Apple hat stabile Systeme im Ausmusterungsregal liegen. Müssten sie nur rausholen und fertig. Statt dessen dieses krampfhafte Bug-Hunting bei High Sierra, statt es erstmal sauber zu entwickeln. :rolleyes:

    Wenn die den Mut hätten, den Schritt auf ein stabiles System zurückzumachen... Das wäre mal was. Mit einem anständigen Statement ein Geniestreich in Marketing.
     
  5. LosDosos

    LosDosos MacUser Mitglied

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    17.693
    Ich denke, es geht da vor allem darum, die Aktionäre zu befriedigen.
     
  6. electricdawn

    electricdawn MacUser Mitglied

    Mitglied seit:
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    Beiträge:
    4.254
    Windows 10 ist mit Sicherheit nicht schlecht, aber es ist auch seine eigene Spyware, wie's in diesem Maße von macOS nicht betrieben wird. Und mal ganz ehrlich, die UI von Win10 ist ein absoluter Unfall. Auch wenn Microsoft mit riesigen Schritten aufgeholt hat, und schon lange nicht mehr an das träge Microsoft in der Schlusszeit von Balmers Ägide erinnert, hat Microsoft immer noch ein Problem:

    "Microsoft has no taste."

    Ja, es ist wesentlich besser geworden, aber UI-technisch ist Win10 wirklich vermurkselt. Aaaaallerdings... macOS ist diesbezüglich auch nicht mehr so toll. Mir wäre es definitiv lieber, wenn sich BEIDE grosse Betriebssystemhersteller mal hinsetzen würden, und mal den ganzen überflüssigen Kram einfach rausschmeissen würden, das Betriebssystem verschlanken, und vor allem die UI wieder stringent und vereinheitlicht wäre. Wo sind die berühmtberüchtigten Styleguides, die jeder Entwickler früher benutzen musste, und die bis aufs Pixel vorschrieben, wie etwas auszusehen hatte?

    Anyhoo... Windows und macOS sind trotzdem noch ein Balsam gegen alles was aus dem freien Softwaremarkt kommt. Da kann man nur das Wort "grauenhaft" benutzen.

    Als Ottonormalnutzer bin ich mit der Hardware soweit zufrieden, wenn sie denn keine nervigen Fehler-by-Design drin hat. Ich brauch keinen meterbreiten Laptop mit irgendwelchen Uraltports, USB-C funktioniert für mich(!) an meinem MacBook einwandfrei und tut, was es soll.

    In einem meiner letzten Beiträge habe ich gesagt, dass Apple sich wieder finden müsse, und klare Entscheidungen treffen sollte. Ich denke mittlerweile, dass Apple genau weiss, was es tut. Es ist klar auf dem Weg in Richtung Mobile (ein Weg, den schon Jobs klar vorgegeben hatte!), und den Weg des Shareholder Value. Solange der normale Mensch noch Macs kauft, werden diese halbherzig versorgt, aber der Fokus liegt klar woanders.

    Apple ist, IMHO, mittlerweile zu gross. Apple IST das neue Microsoft. Das unter Balmers Ägide zum Ende seiner Amtszeit. Ich denke, Apple muss sich neuerfinden, und wird das vielleicht auch tun. Aber ich würde wetten, es wird nie wieder in die Richtung gehen, die die Meisten hier bevorzugen würden.

    The king is dead. Long live the king.

    PS: Ich komme mit der Butterflytastatur super klar. ;)
     
  7. Riven

    Riven MacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    18.03.2009
    Beiträge:
    469
    Ich würde das Verklebe Spielchen von Apple ja mitspielen. Aber dann müssten sie das adäquat kompensieren. Längere und kostenlose Garantie Erweiterung - genauer gesagt 5 Jahre Garantie und kostenloser Austausch defekter Komponenten in kürzester Zeit. Vor allem wenn da Pro dran steht und der Preis die 2000€ Marke bei weitem überschreitet. Eizo gibt z.B. auch 5 Jahre Garantie. Zusätzlich bessere Arbeitsbedingungen bei der Produktion und Nachhaltigkeit. Wenn diese drei Faktoren erfüllt würden, dann könnte ich mich überwinden in ein Retina MBP zu investieren.

    Ich glaube nicht, daß es Apple wirtschaftlich weiter bringt, wenn sie ihre Geräte auf kurze Lebenszyklen ausrichten, statt auf Verlässlichkeit und unkomplizierten Service zu setzen.
    Das mag die Anleger auf kurze Sicht bei Laune halten, längerfristig dürfte das aber ein Bumerang werden. Impcaligula hat das glaube ich recht schlüssig aufgezeigt...
    Wenn ich euch richtig verstanden habe, scheint die Absatzzahl der Computer da eh nur das Zünglein an der Waage zu sein und Apples Umsätze hauptsächlich durch iOS Geräte, AppStore und Co generiert zu werden. Dann verstehe ich erst recht nicht, wieso man die Computersparte nicht als solide und zuverlässige Säule ausbaut. Damit dürfte man eine Menge ambitionierter und professioneller Kunden zurückgewinnen und/oder halten können.

    Mit Windows kenne ich mich nicht gut genug aus. MacOS ist für mich ein NoBrainer - es läuft einfach und ich muss mir keinen Kopf machen. Da zähle ich wohl zum Archetypen der Anwender, auch wenn ich MacOS ambitioniert und semi-professionell nutze. Sollte ich wechseln müssen, wäre das schon eine große Umstellung für mich. Ich würde auf diverse Programme verzichten oder sie extra neu für Windows kaufen bzw. lizensieren müssen. Das wären zusätzliche Kosten und verbranntes Geld. Tja, bliebe nur noch Hackintosh. Das wäre für jemanden wie mich schon eine ziemliche Herausforderung. Und ob ich das hinkriege, mir da ein stabiles System zu basteln, ist mehr als fraglich. Hat mich zumindest bis jetzt immer abgeschreckt.
     
  8. Lor-Olli

    Lor-Olli MacUser Mitglied

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    14 Seiten und letztlich nur die Erkenntnis, dass die (Computer-)Welt nicht so ist wie ICH sie haben will :D.

    Leben ist ein Kompromiss, in unserer Gesellschaft allerdings mit dem Phänomen übertüncht, dass ich mein Leben selbst gestalten kann - wenn ich denn will, was andere denken was ich "wollen soll" - nennt sich Marketing + Herdentrieb + Industriepolitik + Konsumbefriedigung (frei jagen ist ja nicht mehr… ;) :mad: )
     
  9. LosDosos

    LosDosos MacUser Mitglied

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    Beiträge:
    17.693
    Naja, Verklebe-Spielchen:
    Die Aufpreise für Speicher sind bei Apple eine bodenlose Frechheit.
    Ich brauche mobil 2 TB intern und nö, ich schleppe nicht zum mobilen Gerät noch externe Peripherie, Platte, Adapter usw mit.
    Und wenn ich mal bedenke, für das 2015 neu gekaufte 2012er MBP habe ich noch über 1000 Euro bezahlt - für ein 13" i5 Dualcore (!), das gleichzeitig nur noch Audio out, aber nicht mehr Audio in hat.(!)

    Ich bin gerne bereit, auch tiefer in die Tasche zu greifen (wie 2007 knapp 3000€ fürs MBP, das dann allerdings permanent mit diversen Defekten wieder und immer wieder in der Werkstatt war), aber doch dann bitte nur, wenn man dafür ein zumindest halbwegs angemessenes Gerät mit genügend Speicher, Erweiterbarkeit und Schnittstellen bekommt, statt ein kastriertes Gerät, das halt gut aussieht.

    Bei der Frauenwahl achtet man ja auch nicht nur aufs Aussehen, sondern zusätzlich die inneren Werte.
     
  10. Lor-Olli

    Lor-Olli MacUser Mitglied

    Mitglied seit:
    24.04.2004
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    Gefällt mir, vor allem der letzte Satz ist zeitgeistig und lobenswert. :)
     
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