Allgemeine Fragen zu Serif vs Sans Serif und Mobile Readability

Diskutiere das Thema Allgemeine Fragen zu Serif vs Sans Serif und Mobile Readability. Hi, ich wollte mal fragen, ob die gängigen Klischees zur Lesbarkeit auf kleinen Bildschirmen...

Sony1

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Hi,

ich wollte mal fragen, ob die gängigen Klischees zur Lesbarkeit auf kleinen Bildschirmen (zB Iphone) stimmen, nämlich, dass Sans Serif Fonts da besser sind als Serif?

Weiters habe ich gelesen, dass unter Sans Serif Verdana besonders gut ist, wenn es um kleine Darstellungsgrößen geht, dass Verdana allerdings in normaler Größe eher schwer lesbar sein soll (also wenn es um mehrere Seiten geht, dass die Breite von Verdana dann ermüdend wird).

Gibt es eine Schrift, die sowohl mobil gut lesbar ist, aber auch in normaler Größe und gedruckt noch gut wirkt? Gesucht wird nur nach MS Word System Fonts.

Und gibt es gute, moderne Serifen Schriften, die auch in kleiner Darstellung gut lesbar bleiben? Oder ist da Sans Serif immer besser?
 

freucom

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Weiters habe ich gelesen, dass unter Sans Serif Verdana besonders gut ist, wenn es um kleine Darstellungsgrößen geht, dass Verdana allerdings in normaler Größe eher schwer lesbar sein soll (also wenn es um mehrere Seiten geht, dass die Breite von Verdana dann ermüdend wird).
Wenn die Frage sich an Deinen 2. Thread (One-Pager) anlehnt, dann lautet die Antwort wie folgt:
Ich habe die Schriften Verdana – Trebuchet MS – Cambria in Word verglichen. Die Verdana ist bei gleicher Schriftgröße deutlich größer durch ausgeprägte Mittellängen und breitlaufende Typo. Auf dem Hochformat-Display eines Smartphones benötigt sie daher mehr Platz.

Allerdings ist sie so auch recht robust in kleiner Schriftgröße. Im Printbereich lautet die Empfehlung bei längeren Texten und Leseschriftgrößen „Serifenschrift“, weil das Auge bei längeren Texten in serifenlos schneller ermüdet.

Die Verdana als Sans Serif wirkt deshalb auch schnell langweilig. Teilweise kann man mit großzügigem Durchschuss gegenarbeiten. Als Fließtextschrift würde ich sie in Printobjekten jedoch nicht einsetzen wollen.
 
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Sony1

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Danke! Lehnt sich nicht direkt an, denn es geht nicht um die Schrift auf der Website, sondern in Dokumenten, die sowohl als PDF gut lesbar sein sollen als auch ausgedruckt.
 

Hausbesetzer

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Wenn es um die lesbarkeit geht immer ohne Serifen, wenn es um ein "Gesamtkunstwerk" geht, immer mit Serifen.
Serifen bringen halt Unruhe in den Text
 

giesbert

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Wenn es um die lesbarkeit geht immer ohne Serifen, wenn es um ein "Gesamtkunstwerk" geht, immer mit Serifen. Serifen bringen halt Unruhe in den Text
Nicht wirklich: Wenn es um die Lesbarkeit geht, führt an Serifen kein Weg vorbei - weshalb praktisch alle Druckerzeugnisse seit eh und je Serifen einsetzen ;-).

Serifen sorgen (im Druck) dafür, dass das Auge bei (längeren) Texten mehr Halt hat und nicht so schnell ermüdet. Das Argument gegen Serifen auf Displays war die schlechte Auflösung der Displays, die meilenweit von der Auflösung eines guten Buch-/Zeitschriftendrucks entfernt waren.

Bei schlechter Auflösung fransen Serifen aus - und das sorgt dann für irritiernde Unruhe im Schriftbild, was es schlechter lesbar macht. Das ist bei heutigen hochauflösenden Displays aber kein valides Argument mehr.

Was die Schriften auf Webseiten angeht: Da waren lange Zeit Arial und Verdana die Favoriten (ich persönlich mag Verdana nicht so sehr). Das hat sich mit den Webfonts allerdings auch geändert.
 

giesbert

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Also wirklich - eine Schmuckschrift als Beispiel für Serifen? Schlag doch einfach mal ein paar Bücher auf. Da sind gut lesbare Serifenonts (wasweißich: Garamond oder dergleichen) allgegenwärtig.

BTW - ich finde beides gleich schlecht lesber ;-).
 
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Haskelltier

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Danke! Lehnt sich nicht direkt an, denn es geht nicht um die Schrift auf der Website, sondern in Dokumenten, die sowohl als PDF gut lesbar sein sollen als auch ausgedruckt.
Ich glaube nicht, dass du da zu einem befriedigenden Ergebnis kommst. An der Schrift liegt das übrigens nicht. Der Inhalt einer PDF-Datei hat ein fixes Layout. Das ist gut, wenn das Layout des Textes wichtig ist (wie beispielsweise bei gedruckten Werken), aber schlecht, wenn man es mit ganz unterschiedlichen Medien darstellen will. Ein Dokument, das gedruckt super aussieht, ist auf dem kleinen Smartphonebildschirm meist eine Qual, denn eine ganze gedruckte Din A4 Seite ist für den kleinen Bildschirm viel zu groß, das bedeutet, man muss in die Seite rein zoomen und daher viel scrollen.
Ich würde daher versuchen die Dokumente in verschiedenen Formaten anzubieten, die dann je nach Gerät/Medium optimal zu lesen sind. Für Bildschirme unterschiedlicher Größe wäre das vielleicht ein eBook oder ein passend gestaltetes PDF und für den Ausdruck ein schön gesetztes PDF. Mit einem Textsatzsystem wie ConTeXt wäre das übrigens nur mit einem recht geringen Mehraufwand verbunden, da bei vernünftiger Arbeitsweise das Layout und Inhalt strikt getrennt sind und beide unabhängig vom jeweils anderen angepasst/geändert werden können.
 
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