Alleine Englisch lernen - aber wie??

MCMLXXXVII

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Hallo,

besuche zur Zeit die 12. Klasse. Habe jetzt seit ca. 6 Jahren Schulenglisch (Gymnasium -> Hauptschule -> Realschule -> Fachoberschule).
Doch irgendwie scheint es mir, dass ich in den letzten Jahren fast nichts gelernt habe. Gut, meine Noten schwanken zw. 2 und 4, meistens aber zw. 3 und 4. Das ist mir zu wenig. Wenn wir im Englischunterricht eine Konversationsstunde haben, habe ich Probleme Sätze selber richtig zu formulieren (meine Satzbau ist zu "Deutsch"). Verstehen tue ich nur einigermaßen gut, wenn langsam und deutlich gesprochen wird. Bei schweren Texten schalten ich fast ganz ab.

Ich denke, dass Grammatik und Wortschatz nicht das Problem sein werden, denn das kann ich alles aus Lernbücher lernen.

Ich möchte einfach in ein paar Jahren und vor allem dann nach dem Studium flüssiges, gutes aber kein perfektes (oder doch :D ) und deutliches Englisch sprechen können.


Also, was habt Ihr für nützliche Tipps für mich??

Ich denke, gleich bei Hemmingway oder Mark Twain anzufangen, wäre doch etwas übertrieben, oder??



THX & MfG

MCMLXXXVII
 

HumanOfTheWeek

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Lesen hilft in solchen Fällen nur bedingt - wenn du ohnehin studieren willst, sehe ich aber kein Problem mit dem Englischen. Es gibt an den Unis Sprachlernzentren, die Kurse anbieten, du kannst dir (auch jetzt schon) eine(n) Tadempartner(in) suchen, um das Sprechen zu üben oder einfach wärend deiner weiterten Ausbildung ins Ausland gehen... Sprechen ist leider das Einzige, was wirklich hilft!

Ich hatte mehr oder weniger die gleichen Sorgen (und war in Englisch auch recht faul - das soll aber keine Ermunterung sein!), bin aber seit einem halben Jahr hier in Irland und kann mich bisher über meine Fortschritte nicht beklagen!

Ansonsten vll. noch Originalfassungen von Filmen & Serien. Die Simpsons sind im Original bspw. wesentlich besser (gilt auch für vieele Filme!).
 
Zuletzt bearbeitet:

jap

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Viel DVD bzw. Filme auf Englisch schauen!

iTunes music store nach Sprach-Podcasts suchen

Lesen ist natürlich nie verkehrt,
mich hat jedoch der Umfang eines Buches dann bissher doch abgeschreckt es auf Englisch zu lesen. (Lese gern und viel aber auf deutsch)

Ein Gehör wie Sätze gesprochen werden sollten/müssen bekommst du echt am besten wenn du fleißig Filme auf Englisch schaust. Macht ja auch noch Spass!
 

arc-en-ciel

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Ich lese relativ viel um mich fit zu halten, allerdings, wenn ich ganz ehrlich bin, keine Klassiker, sondern Zeitschriften, Romane, all das, was ich sonst auch lesen würde. Desweiteren nutze ich bei DVDs die Sprachauswahl und habe eine Menge englischer Hörbucher. Das ersetzt zwar nie die Konversation, aber man verliert nie den Kontakt zur Sprache und steht irgendwann vor der großen Sprachbarriere.
Hinsichtlich der Hörbücher würde ich mal in den Bibliotheken in deiner Nähe umschauen, die haben bestimmt auch was da und du must nicht alles gleich kaufen.
 

MCMLXXXVII

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Mit dem Studieren fange ich auch erst in 2 Jahren an. Ich will aus eigener Intuition schon jetzt anfangen. Mit solchen Sprachkursen wird's schwierig, denn ich wohne draußen auf dem Land, also in der Pampa.
Der Tipp mit den Filmen ist sehr gut, denn kriege ich immer gesagt.
Filme auf Englisch mit englischen Untertiteln schauen, soll angeblich fast schon "Wunder" bewirken.
 

Isegrim242

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jap schrieb:
Viel DVD bzw. Filme auf Englisch schauen!
^ Genau so sieht's aus! Schau dir einfach einige Filme oder Serien auf englisch an...ohne Untertitel, dann liest man nur die ganze Zeit. Mag am Anfang hart sein, gibt sich aber recht schnell. Fang doch z.B. mit Simpsons-Folgen (oder was Du sonst so magst) an, die Du u.U. auch schon auf deutsch in- und auswendig kennst...und dann mehr und mehr unbekannte Sachen.

Es gibt auch reichlich gute englische Comedy, die es nie ins Deutsche geschafft hat, weil der Wortwitz einfach nicht zu übersetzen ist (Black Books, Spaced oder The Black Adder – um nur einige zu nennen) und mehr als die Hälfte der Qualität solcher Serien dabei über'n Jordan geht...

Trau Dich nur und HALTE DURCH » Es lohnt sich – und schon bald hast Du gar keinen Bock mehr, Dir diesen synchronisierten Mist zu geben.

^ just my 2 cents ;)
 

el_nebuloso

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Hallo,

um eine Sprache wirklich zu lernen braucht man 4 Grundsaeulen:

1. lesen
2. verstehen (akustisch und mental)
3. sprechen
4. schreiben

DVDs in Originalton helfen sehr gut das Verstehen zu trainieren, besonders auch Slang. TV/Radio/Podcasts/Hoerbuecher koennen da auch helfen.

Buecher/Zeitschriften sind dann fuer's Lesen wichtig (ist ja klar). Internetforen koennen auch helfen, auch wenn da zum Teil die Sprache/Rechtschreibung eher abschreckend ist.

Sprechen kannst du in der Schule/Uni, bei einem VHS-Kurs, mit auslaendischen Kollegen/Bekannten (je nachdem, woher sie kommen), zur Not auch bei einem guten Software-Kurs.

Schreiben auch so wie Sprechen: Schule, VHS-Kurs, guter Software-Kurs, eventuell Brieffreund/in.

Da du auch bei deinen paar deutschen Saetzen einige Fehler hast (bist hier allerdings keine Ausnahme) wuerde ich auch versuchen, die Sprache "exakt" zu lernen, nicht nach dem Motto: Wenn ich es so halbwegs kann genuegt das schon. Sonst ist es immer schwierig die naechste Stufe zu erreichen.

OK, nun ein paar konkrete Tips:

1. Mach dir ein persoenliches Vokabelheft! Ein kleines Heftchen ist oft vorteilhaft, da man es leicht einstecken kann und, wenn man mal zwischendurch Zeit hat, reinschaun kann. Notier dir darin die wichtigen Worte, die du nicht kannst, wirst draufkommen, dass es immer wieder die gleichen Worte sind, die einem nicht einfallen. Ist altmodisch, aber hilft!

2. Ein gutes Magazin ist Spotlight!

http://www.spotlight-online.de/

Interessante und aktuelle Texte, die schwierigen Woerter sind extra angefuehrt/uebersetzt. Wenn du weisst, was du studieren willst, lies auch Fachliteratur, kann man in Unis/besseren Schulen oft auch gratis lesen/ausborgen. Falls du wirtschaflich interessiert bist, dann waere vielleicht Business Spotlight auch interessant. Ruf dort mal an, wenn du sagst, dass dir die Zeitschrift empfohlen worden ist und dass du sie eventuell abonnieren willst, dann schicken die dir auch mal ein Gratisexemplar.

http://www.business-spotlight.de/

3. Am besten fuer Selbstlerner ist gute Software!

Die hier find ich am besten:

http://www.digitalpublishing.de/

Am Anfang kannst du mal den normalen Sprachkurs (Studio) nehmen, Level A1 und A2 kosten zusammen knapp 50 Euro. Das faengt zwar fast bei 0 an, aber am Ende lernt man ziemlich viel, den meisten Leuten fehlen auch ganz einfache Grundlagen, nur ist es ihnen nicht bewusst bzw. sie wollen es sich nicht eingestehen. Kannst natuerlich ich mit dem 2. Kurs anfangen, aber die Grammatik von Kurs 1 solltest du dann schon vorher sehr gut beherrschen.

Dann kannst du den Komplettkurs nehmen, der kostet zwar knapp 200 Euro, ist aber auch sehr gut und beachtet alle 4 Saeulen...

Ich hab solche Kurse auch schon fuer andere Sprachen gemacht, wenn man alleine lernen will und einen gewissen Erfolg haben will, muss man das ordentlich machen, ansonsten verschwendet man nur seine Zeit.

Gerald

P.S. Es gibt jetzt auch ein neues und durchgaengiges Klassifizierungssystem der EU fuer Sprachkenntnisse, da kann man sich auch testen lassen und bekommt ein EU-weit annerkanntes Zeugnis:

http://www.telc.net/
 

MCMLXXXVII

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Zitat von el_nebuloso:

um eine Sprache wirklich zu lernen braucht man 4 Grundsaeulen:

1. lesen
2. verstehen (akustisch und mental)
3. sprechen
4. schreiben
1. Lesen: Ich bin nicht so der Bücherwurm. Lese nicht gerne. Aber wenn ich doch bei einem Filme die englischen UT einschalte, lese ich doch auch, oder bringt das nichts??
2. Verstehen: Hier sind englische Filme doch optimal, oder??
3. Sprechen: Hier liegt das einzige Problem. Habe fast niemand zum Sprechen.
4. Schreiben: Ich will mich ja nicht rühmen, aber beim Schreiben gibt's bei mir null Probleme

Erst kürzlich habe ich durch einen Bekannten erfahren, dass sein Sohn in der 9. Klasse zwischen der 4 und 5 gestanden ist. Am Ende von der 11. Klasse hat der Junge eine 2 (Schnitt 1,7 oder 1,8) gehabt.
Sein Mittel: Filme, Filme, Filme & nochmals Filme. Alle in englischer Sprache UND mit englischen Untertiteln.

Durch das Gesprochene hat er Hören und Verstehen und Aussprache gelernt.
Durch das Geschriebene die Rechtsschreibung, die Grammatik (Satzbau, etc.) und Vokabeln.

Englische Untertitel sollen/sind Gold wert sein.


Und ich meine, wenn ich einen Filme oder eine Serie schon x-mal gesehen habe, konzentriere ich mich lieber auf die UT. Den Film kenn ich ja schon beinahe auswendig.
 

MCMLXXXVII

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So, habe mir jetzt mal "Johnny English" angeschaut. Puh...das war schon relativ schwer, meiner Meinung nach. Die Amerikaner scheinen mir viel einfacher in der Sprache zu sein. Es war bei "Johnny English" richtig schwer die Engländer zu verstehen. Die haben meistens total genuschelt. Und die Grammatik erst. Da waren teilweise Satzstellungen, die ich zum ersten Mal in meinem Leben gesehen habe.

Was denkt Ihr?? Welche Filme sind denn so zu empfehlen?? Vielleich mit Serien á la "Simpsons" oder "King Of Queens" anfangen??
 

el_nebuloso

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Hallo,

eigentlich sollte man von Schulenglisch her eher die Englaender besser verstehen. Ich hab mich sprachmaessig in den USA am Anfang nicht so wohl gefuehlt, hat sich aber schnell gelegt. Am schoensten waren am Anfang englische (britische) Filme, das kam mir im Vergleich vor wie Deutsch.

Wie auch immer, schau dir, falls du den hast, mal "O Brother where art thou" im Original an, das ist schon recht heftig.

Ansonsten versuch halt alle Moeglichkeiten, die Englisch-Kenntnisse zu verbessern, auch zu nutzen, spielerisch (wie mit DVD) ist es natuerlich noch besser. Und dann ist es am besten die neu gewonnenen Faehigkeiten z.B. auch gleich in der Schule einzusetzen. Wenn der Englisch Lehrer/in eine Verbessserung und einen besonderen Einsatz merkt, dann wirkt das sicher auch positiv...

Gerald
 

gester

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da die englische grammatik am einfachsten unter den 3 schlüsselsprachen englisch/deutsch/französisch ist, es kommt alles auf die aussprache an.
da die deutschen einige laute des englischen von grund aus nicht aussprechen können, weil sie sie nicht, bzw. anders haben (w, r, s, v, a, th), ist die monate- oder jahrelange übung die grundlage.
rob
 

md23

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also ich habe gute erfahrungen mit filmen. guck dir einfach alles auf englisch an, falls die möglichkeit besteht. versuch dich vielleicht mal an einem englischen Buch, vielleicht sogar eher aus dem bereich jugendbücher. könnte den einstieg leichter machen. und vor allem, such kontakt zu menschen die es als muttersprache sprechen. vielleicht ein aufenthalt in england? in den ferien oder so...
 

wollo

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Hab genau das gleiche Problem. Ok, ich steh jetzt schon am Anfang des Studiums und werd am Montag mein erstes engl. Buch für ein Seminar ausleihen, aber man merkt schon, dass man genug Defizite aufholen muss.
Aber wie schon gesagt wurde, lesen, sprechen und hören sind verschiedene Punkte.

Hab mal aus Spass mir alle Futurama Folgen nochmal auf englisch angeschaut. Mit und ohne Untertitel, gefiel mir sehr sehr gut, weil alle eine saubere und verständliche Aussprache besitzen und der Schwierigkeitsgrad ist auch nicht so hoch. Dann natürlich noch Simpsons und Family Guy (!). Letzteres find ich sehr sehr klasse und es macht richtig Spass, kannte die Serie vorher gar nicht. Scrubs hab ich nach einer Folge aufgegeben, aber da wurde ich von paar Bekannten bestätigt, die mehr Spracherfahrung haben. Sehr schwierig zu verstehen ;).

Die ganzen DVDs zu kaufen ist vielleicht etwas teuer und im TV läuft alles nur auf deutsch. Hier sollte man vielleicht etwas im Web suchen, bei YouTube und Co findet man genügend "Ausschnitte" von engl. Serien. Sonst heißt es halt kaufen oder ausleihen. Zum reinschnuppern sind die Flashvideos aber ok. Nun gut, muss jeder für sich wissen.

Sonst lesen, mit Wörterbuch und wenn es sein muss, Satz für Satz durchkämpfen.
 

Cicero81

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Auf die Gefahr hin, geschlagen zu werden: nimm Harry Potter. Sowohl das englische Buch, als auch das englische Hörbuch und die Filme. Die Buch-Hörbuchkombination bietet Dir den Vorteil, das Geschriebene zu hören und nachzuplappern, ohne daß Du großartig im OED oder DCE oder im Pronunciation Dictionary die phonetische Schrift heraussuchen mußt. Du prägst Dir u. a. das englische (BrE) Lautschema eines Satzes ein.
Das gleiche gilt für den Film. Hier ist noch der Vorteil, daß die Figuren von unterschiedlichen Schauspielern gesprochen werden, nicht wie beim Hörbuch von einem Vorleser nur intoniert. Variatio delectat und Du kannst mehreren beim Film auf den Schnabel schauen.
Darüber hinaus bietet das Buch ein leicht verständliches Englisch, in das man sich schnell eingelesen hat. Gleiches gilt für das (britische) Hörbuch und den Film. Das BrE klingt verständlicher, sauberer als das AmE.

Und um Mißverständnissen vorzubeugen: das soll jetzt nicht heißen, daß Amerikaner grundsätzlich nuscheln oder unverständlich sprechen; es gibt auch Briten, die sowas auch drauf haben. Doch da sich die Lehrbücher vorwiegend mit der britischen Grammatik, der britischen Aussprache und dem britischen Englisch generell befassen, sollte ein britisches Werk für den Anfang genügen. (Und wenn es unbedingt American style sein muß: My cousin Vinny) ;)
 

gester

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obwohl ich die amerikaner nicht sehr schätze, finde ich aus erfahrung, dass sie die englische aussprache ernster nehmen, als die briten.
die amerikaner haben in sich diese weite, die nur noch vielleicht die russen haben, die ihnen 'in die weite ferne'-sprechen lässt.
rob
 
T

TBLINE67

gester schrieb:
obwohl ich die amerikaner nicht sehr schätze, finde ich aus erfahrung, dass sie die englische aussprache ernster nehmen, als die briten.
die amerikaner haben in sich diese weite, die nur vielleicht die russen haben, die ihnen 'in die weite ferne'-sprechen lässt.
rob
Entschuldige Jester: Ich lebe und arbeite in den USA. Selbst an der mehr europäisch orientierten Ostküste wirst Du dies anders empfinden. Ich habe hier auch britische und australische Kollegen. Ja selbst der Australier spricht ein saubereres Englisch als die Amis ! Was das "weite" sprechen betrifft, so vermag ich das nicht nachvollziehen. Mir ist in meinem Leben nur wenig mehr an Engstirnigkeit, Bigotterie,und falscher Prüderie begegnet denn hier. Vom Land of the free wollen wir gar nicht sprechen.
Ich bin daher froh sagen zu können : Ich bin Europäer !
 
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