A3-Farbdrucker für Grafik-Design

  1. pumadog

    pumadog Thread StarterMacUser Mitglied

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    Hier in der Werbeagentur (7 Leute/4 Grafiker) wird's Zeit für ne neue Farbdruck-Lösung! Bis jetzt hantieren wir mit nem Epson 5000 Tintenstrahler, der über ein altes BestRIP angesteuert wird.

    Der Drucker wird aber immer unzuverlässiger und auch das alte RIP kann nicht so gut mit InDesign CS2. Es müssen also sämtliche Komponenten ersetzt werden. Wir benötigen den Drucker für realistische Testausdrucke und Dummies, aber keine wirklichen Proofs.

    Welche Lösung würdet ihr empfehlen: Neuen Inkjet plus RIP-Rechner und -Software oder alternativ nen Farblaser? Sind die Laser mitlerweile gut genug für grafische Anwendungen? Wie sehen die Komplettlösungen im Kostenvergleich aus?

    :) Sascha
     
    pumadog, 26.04.2006
  2. Istari 3of5

    Istari 3of5MacUser Mitglied

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    Wir nutzen jetzt seit einem 3/4 Jahr den OKI 9600 A3 Farblaser. Wir benötigten einen schnellen Farbdrucker, der Postscript drucken kann und auch für hohe Auflösungen konzipiert ist. Farbe sollte gut aussehen, musste aber nicht perfekt sein, also kein Proof. Nachdem ich mir auf Messen mehrere Drucker angesehen hatte und auch einige Testausdrucke von einigen Motiven habe machen lassen, kam nur der OKI in Frage.

    Erst hatten wir zahlreiche Probleme mit der Haltbarkeit des Druckers (Messeneuheit!). In zwei Monaten hatten wir vier Austauschgeräte! Mit dem vierten Gerät sind wir aber soweit sehr zufrieden.

    Die einzige Schwäche, die ich bei dem Drucker feststellen konnte, ist, daß er in der Basiskonfiguration Probleme mit stark gerasterten Farben hat (z.B. 10% Cyan wird sehr sehr hell – im Vergleich zum Offset kaum sichtbar! Aber zwischendurch hatten wir ein Austauschgerät mit integrierter Festplatte, auf der man Profile speichern konnte. Ein kurzer Test damit ergab, daß durch die darauf angesteuerten Profile die gerasterten Farben weit besser rüberkamen! Leider hielt das Gerät nur eine Woche und mittlerweile haben wir wieder unsere ursprüngliche Grundkonfiguration.

    Trotz der Anfangsprobleme, kann ich den Drucker gerade für große Arbeitsgruppen empfehlen. Kann man sich doch ein Software-RIP oder den Umweg über PDF ersparen, um einen nicht völlig verdrehten Farbausdruck zu erhalten. Ich kann Dir nur den Tip geben, es wie ich zu machen: Pack Dir eine Referenzdatei auf eine CD und dann ab zur nächsten Messe. Die Mac-Expo in Köln steht vor der Tür und ist dafür z.B. ein guter Anlaufpunkt. Dort kannst Du dann vor Ort die in Frage kommenden Drucker testen und hast einen realistischen Farbvergleich zu Eurem Epson 5000. Wie gesagt, sollte man allerdings bei einem Farblaser keine 100%igen Proofqualitäten erwarten!

    Ein weiterer Vorteil des OKI ist, daß er im Gegensatz zu HP, Minolta etc. kein simuliertes, sondern echtes Postscript unterstützt, das macht sich deutlich bei der Qualität und die Druckgeschwindigkeit bemerkbar! Und recht günstig im Unterhalt ist er auch. Tonerwechsel etc. ist super leicht und sehr sauber gelöst. Ähnliches habe ich nur bei Minolta gesehen. Qualitativ am schlechtesten haben die Farblaser von HP bei meinen Tests abgeschnitten.
     
    Istari 3of5, 26.04.2006
  3. MacEnroe

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    Gerade für Dummies würde ich auch sagen: Laser.

    Das Ergebnis ist einfach von der Anmutung her näher am Offset-Druck.
    Und ist auf mattem Papier nicht so wasser- und lichtempfindlich.

    Tinte hält nur richtig gut auf Fotopapier, aber dann sieht alles immer nach Lack aus.

    Bei 7 Leuten ist auch das Handling und Preis/Leistung mit dem Laser besser als mit den Tintenpatronen, denk ich. Da fällt dann doch was an.

    Wenn ich groß bin, kauf ich mir das auch ;)
     
    MacEnroe, 26.04.2006
  4. Istari 3of5

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    Ich auch – allerdings erst wenn mein Arbeitszimmer groß ist! ist doch ein ganz schönes Monstrum, so'n A3 Farblaser! :D
     
    Istari 3of5, 26.04.2006
  5. MrFX

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    Moin!

    Das beste bei den großen OKI's ist, daß man alles selbst tauschen kann... sämtliche Verschleißteile. Da braucht der Service nicht kommen.

    Bei uns waren die bisher nur zum Aufstellen und Einrichten (C9500).

    MfG
    MrFX
     
    MrFX, 27.04.2006
  6. pumadog

    pumadog Thread StarterMacUser Mitglied

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    Danke, das hört sich ja ganz gut an! Wie sieht es denn mit den Kosten für Anschaffung und Unterhalt/Ausdruck aus, besonders im Vergleich mit ner großen Inkjet-Lösung? Man landet wohl bei über 7000 €..?

    Wie wirkt das Druckbild im Vergleich zu Offset und Inkjet?
     
    pumadog, 27.04.2006
  7. Istari 3of5

    Istari 3of5MacUser Mitglied

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    Der Drucker selbst kostet ca. 4000,–€ je nach Ausstattung auch günstiger.
    Er lässt sich sogar zu einer Produktionsstrasse erweitern, so daß am Ende gefalzte und geheftete Flyer rauskommen. Kostet dann aber ca. 12.000,–€.

    Druckkosten habe ich gerade nicht zur Hand, da ich gerade Urlaub habe. Wir haben aber mal den Seitenpreis ausgerechnet und der lag weit unter den Preisen unseres CopyShops. Naja, wir nutzen ihn, wie gesagt, für größere Auflagen, z.B. Mailings. Nächste Woche könnte ich Dir genaueres zu den Preisen sagen, waren aber echt recht günstig. Die Kartuschen sind für 15.000 Drucke ausgelegt! Die Trommeln halten mindestens 30.000 Drucke. Dazu kommt noch der Resttonerbehälter, der auch über 30.000 Seiten reicht. Ales Verbrauchsmaterial kannst Du kostenfrei an OKI schicken.

    Was die Farben angeht, möchte ich noch mal auf meinen Tip mit der Testdatei verweisen, da das Druckbild mit angesteuertem Profil, wie bereits erwähnt, stark von dem des Modells ohne Festplatte variieren kann. Ich würde somit das Modell mit Festplatte empfehlen. Ich habe mir den OKI letztes Jahr auf der Mac-Expo vorführen lassen, ich denke, daß auch dieses Jahr OKI einen Stand dort haben könnte.
     
    Istari 3of5, 27.04.2006
  8. MrFX

    MrFXMacUser Mitglied

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    Moin!

    Wir haben unsere PPD-Dateien jetzt so angepaßt, daß der Drucker ein Offset-Raster ausgibt (einstellbar)... kann man sich schön mit'm Fadenzähler anschauen.

    Farbe kommt halt etwas glänzend rüber, da der Toner irgendein Wachs enthält. Bei größeren Auflagen riecht man das dann auch, anscheinend Bienenwachs.

    Als Papier empfehle ich dringendst das ColorCopy von Mondi, wir haben das jetzt in 120/160/200 g da, das läuft super.

    Andere Papiere haben nicht die gewünschte Qualität erzielt.

    Von JORG gibt es ein Druckkosten-Rechner, welcher auf den OKI abgestimmt ist, somit kann man immer vor dem Druck mal schnell ausrechnen, was ein Blatt oder die gesamte Auflage kostet.

    MfG
    MrFX
     
    MrFX, 27.04.2006
  9. Istari 3of5

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    Das klingt interessant. Kannst Du mal genauer erklären, was Ihr da gemacht habt?


    Den Druckkostenrechner gibt es leider nur für Win. Ansonsten eine sehr geniale Idee.
     
    Istari 3of5, 27.04.2006
  10. MrFX

    MrFXMacUser Mitglied

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    Moin!

    s. A.

    Da wir hier eh einen JORG-RIP auf NT laufen haben, macht das nichts mit dem Druckkostenrechner...

    Hatte schon einmal versucht, sowas mit ghostscript hinzubekommen (also anhand der Deckung den Verbrauch auszurechnen), aber das war mir dann zu aufwändig. Zumal man den Rechner nicht ständig braucht. Gegangen wäre es aber.

    MfG
    MrFX
     

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