zur auswahl eures steuerberaters

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von Al Terego, 21.03.2006.

  1. Al Terego

    Al Terego Thread Starter MacUser Mitglied

    Beiträge:
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    02.03.2004
    hallo zusammen.
    ich möchte diese fragen aus einem parallel laufenden thread ausklinken und an dieser stelle platzieren, gerichtet explizit an freiberufliche einzelunernehmer. vielleicht helfen uns die antworten ja allgemein weiter.

    a_ habt ihr euren steuerberater nach dem themenschwerpunkt (z.b. werbung, grafik) ausgesucht? falls ja, merkt ihr vorteile?

    b_ wird der faktor „beratung“ aktiv oder passiv in die tat umgesetzt? kommen also z.b. ohne euren anstoß auch öfter mal tipps und vorschläge, wie dies und jenes besser zu regeln wäre? oder beschränken sich die aktivitäten eures beraters lediglich auf dir turnusmäßigen datenerfassungen und ein/zwei feste gespräche im jahr?

    dank und gruß, al


    ___ps
    sollte der von mir wirklich geschätzte lebenspartner meiner steuerberaterin diese zeilen lesen, so bitte ich ihn, ausnahmsweise mal berufsinteressen und kollegialität über private bande zu stellen. würde mich freuen, danke, :)
     
  2. peppermint

    peppermint MacUser Mitglied

    Beiträge:
    7.380
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    06.06.2003
    ne "leider" nicht unter dem aspekt design usw.. hoffe er kennt sich damit aus. er is ganz gut denke ich. muss man sich da speziell auskennen mit den steuerdingen im design/PR/medienbreich etc??

    wieviel zahlt ihr so? ich darfs ja sagen:
    meiner macht 1x pro jahr meine EK steuer. meine UST mache ich quartalsweise selbst (is einfach, da spar ich halt) ich geb ihm alle summen der belege und meine summe der einnahmen. den rest macht er:

    das wären dann 350,- pauschal pro jahr.
    darin enthalten sind zahlreiche Beratungen unter dem jahr per Teflon und mail (manchmal bin ich echt penetrant)

    als ich 1999 noch angestell war, hat er mir die steuer auch gemacht für 50,- pauschal.

    is das ok?
     
  3. Nice

    Nice MacUser Mitglied

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    236
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    05.08.2003
    Hallo Al,
    tja, ich habe dreimal den Steuerberater gewechselt. Die ersten beiden waren branchenfremd. Der zweite hatte zumindest einige Freiberufler unter seinen Kunden. Als ich aber die Frage, wann soll ich denn nun mit 7% und wann mit 16% versteuern, merkte ich schnell, dass da nicht ausreichendes Wissen in dem Bereich vorhanden war. Zudem war der Steuerberater ziemlich teuer. Da bekam ich allerdings jedes Quartal einen Newsletter per Post mit nützlichen Steuertipps.

    Seit gut einem Jahr habe ich den Steuerberater gewechselt und fühle mich dort richtig gut aufgehoben. Er kennt sich bestens mit dem kreativen Bereich aus und steckt tiefer in der Materie als ich. Kleiner Wermutstropfen: Er ist fast 400 km entfernt. Das meiste geht dann per Telefon und einmal im Jahr schicke ich meine kompletten Unterlagen hin oder bringe sie dort vorbei.

    Die USt.-Voranmeldung mache ich selbst. Wenn ich Fragen habe, kann ich ihn jederzeit anrufen. Wenn es irgendwelche wichtigen Änderungen gibt, sagt er mir dazu bescheid.

    Auf jeden Fall habe ich jetzt das Gefühl wirklich gut beraten zu werden.

    Die Preise für die Steuerberatung richten sich meines Wissens nach den Umsätzen.

    viele Grüße
    Nicole
     
  4. peppermint

    peppermint MacUser Mitglied

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    was muss man denn mit 7% versteuern? denke so typische Design oder RZ leistungen fallten doch alle unter 16%. das mit den 7% is bei Zeitungen, Magazinen und so der fall hab ich gelesen.

    Mein Steuerberater macht seine gage nicht abhängig von meinen Umsätzen, ich hab extrem verschieden umsätze pro jahr und er verlangt immer die gleiche pauschale.
     
  5. Weber's Patrick

    Weber's Patrick MacUser Mitglied

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    Hier eine kleine Info der Bundessteuerberaterkammer bezüglich der anfallenden Gebühren lt. Steuerberatergebührenverordnung (StBGebV):

    http://www.bstbk.de/muster_stbk/oeffentlich/pdf/3.2/Steuerberatergebuehren.pdf
     
  6. Nice

    Nice MacUser Mitglied

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    05.08.2003

    da gibts divese Ansatzpunkt. Z.B. kannst du bei der Gesamtherstellung von Druckwerken den ermäßigten MwSt.-Satz von 7% anwenden. Ebenso bei urheberrechtlich geschützten Werken. Und Illustrationen werden auch mit dem Satz von 7% versteuert. Aussage unter Vorbehalt, dass ich richtig informiert bin. ;)

    viele Grüße
    Nicole
     
  7. Weber's Patrick

    Weber's Patrick MacUser Mitglied

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    24.02.2006
    Das ist vollkommen korrekt. Eins, setzen. :)
     
  8. flieger

    flieger Gast

    Gibt es Empfehlungen für Steuerberater, die sympathisch sind, aktiv empfehlen und sich mit Freiberuflern auskennen im Raum NRW/Ruhrgebiet?
     
  9. Weber's Patrick

    Weber's Patrick MacUser Mitglied

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    178
    MacUser seit:
    24.02.2006
    Eigenwerbung ist mir leider nicht erlaubt, aber ich könnte dir auf jeden Fall meinen Cousin empfehlen. :)
     
  10. spoege

    spoege Gast

    Mein Steuerberater ist kein Branchenspezialist, betreut aber auch einige KollegInnen. Ich wohne in einem ländlichen Gebiet, da ist die Auswahl nicht so groß.
    Wichtig ist m.E., dass die/der Steuerbevollmächtigte im Zuständigkeitsgebiet des eigenen Finanzamtes arbeitet. Wenn dann einigermassen unauffällige Erklärungen kommen (die werden ja meistens automatisch auf Abweichungen gecheckt), der Berater einen guten Ruf hat, dann muss man meiner Erfahrung nach auch mit wenig Steuerprüfungen rechnen. (Meine letzte liegt immerhin schon 15 Jahre zurück.)

    Ansprechpartnerin im Steuerbüro für mich ist eine Steuerfachangestellte, die mich zuverlässig erinnert und jederzeit für Fragen offen ist. Diffizilere Fragen gibt sie an den Chef weiter, der die kurzfristig beantwortet und auch einmal jährlich ein Bilanz- und Strategiegespräch mit mir macht. (Mehr ist bei mir auch nicht notwendig, ich hab nur wenige und langjährige Kunden, meine berufliche Tätigkeit ändert sich kaum.)
    Ausserdem bekomme ich Rundschreiben vom Büro mit steuerrechtlich relevanten Neuigkeiten, z.B. Vorschriften oder Empfehlungen, Widerspruch einzulegen.

    Ich bin mit ihm seit 15 Jahren zufrieden, habe nur einen Kritikpunkt: Er ist inzwischen sehr gefragt und hat nun einige wirtschaftlich sehr viel potentere Klienten als ich es bin, und viele Angestellte. Wenn er z.B. anbietet, einen Vertrag für mich zu formulieren, muss man ihn schon mal erinnern...
     
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