Xserve/Xraid und Oracle Datenbank?

Dieses Thema im Forum "Mac Pro, Power Mac, Cube" wurde erstellt von SchaubFD, 13.07.2004.

  1. SchaubFD

    SchaubFD Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,

    ich suche schon die ganze Zeit Alternativen für einen Oracle Datenbank Server. Leider gibt es das Problem, das sowohl Windows 2003 Server als auch RedHat Linux schweineteuer sind. Ich drücke das mal bewußt so aus. Um einen Oracle Datenbankserver aufzusetzen brauche ich keine Enterprise Verwaltung eines Betriebssystems. Über 4000 Euro mindestens für ein OS sind mir einfach zu viel. Das erstmal als Vorwort.

    Ich suche eine performante Lösung und wollte wissen in wie weit man den Xserve an einem Xraid oder einem SAN vernünftig für Oracle einsetzen kann. Wichtig wäre ein Doppelprozessor System und Speicher, Speicher und nochmals Speicher. Am liebsten währen mir 16GB oder 32GB RAM. In wie weit ist so was möglich bzw. mit Apple realisierbar.

    mfg.
     
  2. matzetronic

    matzetronic MacUser Mitglied

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    Nich dass ich mich damit auskennen würde, aber
    von Oracle gibt es nur eine Developers Release der 10g.
    Frühere Versionen gibts garnicht für den Mac.

    Aber vielleicht gibts ja einen early Adopter hier, der es schon am laufen hat ;)
     
  3. gishmo

    gishmo MacUser Mitglied

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    Ich hatte auch mal eine Oracle-Datenbank auf Linux in Betrieb.

    Bin auch Frontbase und einen OS X Server umgestiegen ....
    Funzt super ...

    Die Lizenz kostest um die 1000 Euro und der Support ist spitze ...
     
  4. SchaubFD

    SchaubFD Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,

    laßt mich kurz erzählen. Ich habe derzeit 25 Oracle Datenbanken auf drei Servern. Das sind zwei Sun Fire 280R 750MHz mit jeweils 8GB RAM und eine Xeon 3,0 mit 4 GB RAM. Auf den beiden Sun's liegen derzeit alle DB's. Als Speichermedium ein SAN. Leider machen die Sun's nur wenig IO.

    Mich stört es einfach, wenn man für Rechnersysteme > 8GB Speicher gleich den fünffachen Preis zahlen soll oder wenn das Betriebssytem dann mehr als den doppelten Preis haben muß.

    Wieviel IO bekomme ich aus dem XRaid, bzw. wieviel Speicher paßt in den XServe? Welche Oracle Versionen laufen auf diesen Systemen? Wie teuer ist das OS?

    mfg.
     
  5. Heinrich1

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    Oracle läuft auch sehr prima auf den "normalen" Linux Distributionen -- sprich Nicht-Enterprise-Linux Distributionen -- wie z.B. RedHat Linux oder SuSE/Linux Professional.

    Die Enterprise Linux Distributionen kosten nur soviel, weil du auch gleich einen gewissen Herstellersupport mit einkaufst. Diesen kannst du dir sparen, wenn in der Firma intern geschultes Linux Admin Personal vorhanden ist.

    Bis jetzt gibt es von Oracle 9i nur eine Developers Version (Beta) und auch von Oracle 10g gibt es bislang nur eine Beta für MacOSX. Bis die Oracle 10g Final für MacOSX rauskommt kann es noch ein bisserl dauern.

    Welche Möglichkeiten bestehen, um den Speicherplatz eines Xraid im LAN zur Verfügung zu stellen?
    Von der Idee, einen Xraid per Samba freizugeben um da drauf dann die Oracle Datenbankdateien abzulegen würde ich gleich Abstand nehmen. Und Oracle Datenbankdateien auf eine NFS Freigabe legen? Naja. Vielleicht mal in comp.databases.oracle.* fragen.

    Apple G5 Rechner können -- sofern genügend Speichersteckplätze vorhanden sind -- durchaus auf 16GB RAM (oder mehr) aufgerüstet werden. Wobei es allerdings mit den passenden RAMs vielleicht Preis- oder Verfügbarkeitsprobleme geben könnte. :D

    Je nach Anforderungen und Datenbankgrösse reicht dir aber auch weniger Hauptspeicher.
    Wobei du bei x86 Hardware eh auf natürliche Grenzen stosst. Bei Windows musst du bei mehr als 4GB Hauptspeicher auf PAE Speicheradressierung ausweichen. Zugriffe auf den Hauptspeicher sind bei PAE technisch bedingt langsamer, als ohne PAE. Vielleicht nicht gerade das Optimum für einen Datenbankserver.
    In wie fern Linux bei 32bit x86 Hardware Speicher >4GB sinnvoll ansprechen kann? Keine Ahnung.

    Bei Hauptspeicher >4GB wäre ein 64bit Rechner schon von Vorteil. Also ein AMD64 mit Linux (Oracle Version ist verfügbar), eine 64bit Sparc mit Solaris (Oracle Version ist verfügbar) oder ein Xserve mit Dual G5 (Oracle Version noch nicht Final).
     
  6. SchaubFD

    SchaubFD Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,

    kürze das Obige mal, das man das nicht auf ein remote Filesystem legt ist klar. Unser SAN kann ca. 140 MB/s je Controller (Raid 5). Keine der Datenbankserver kommt auf mehr als 70MB/s in der Spitze. Irgendwie habe ich das Gefühl da müßte noch mehr gehen. Bisher habe ich Zeit, ein Unix wäre gut, da ich schon einige Skripte habe.

    mfg.
     
  7. Heinrich1

    Heinrich1 unregistriert

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    Die beiden SUNs verkraften sicher mehr I/O, als jeder Xeon PC.
    Bist du sicher, dass nicht eher das SAN die I/O begrenzt?
    Ich habe hier mehrere SUN Enterprises rumstehen und eine davon hat auch ihre Daten auf einem SAN liegen. Bei dieser Maschine kann man des öfteren eine hohe I/O wait beobachten. Einfach weil die SAN (oder die SAN Treiber auf unserem Server) nicht mit der geforderten I/O nachkommt.

    Bei Sun ist eine Betriebssystemlizenz im Serverkaufpreis gleich inbegriffen und kostet nix extra. Wenn du bereits eine Sun hast, kannst du dir auch kostenfrei vom Sun Server eine aktuelle Solaris Version herunterladen.
    Also auch nicht "fünffachen Preis". Lediglich bei Microsoft Windows darfst du für jeden *piep* (Windows 2003 Server, CALs, ...) extra berappen. Und eine Linux Enterprise Distribution kostet halt mal so viel im Gegensatz zu einer Profession/Workstation Version, weil du gleich ein gewisses Kontingent an Support mit einkaufst. Teilweise sogar gleich ein kleiner SLA mit bei.

    Ein XServer kann laut http://www.apple.com/de/xserve/specs.html mit maximal 8GB Hauptspeicher bestückt werden.
    Wobei diese Angabe auch beim PowerMac so steht, aber nix anderes heisst, als dass zum Zeitpunkt der Spec-Erstellung keine grösseren RAMs verfügbar waren die einen grösseren Speicherausbau erlaubt hätten.
    8 RAM-Slots bestückt mit 1GByte RAMs = 8GByte RAM. Wenn du allerdings irgendwo 2GByte RAMs auftreiben kannst, kann der PowerMac oder der Xserver auch mehr...

    Prinzipiell? Oracle 9iR2 und 10g
    davon für Produktivbetrieb seitens Oracle freigegeben? keine
    http://otn.oracle.com/software/products/oracle9i/index.html
    http://otn.oracle.com/software/products/database/oracle10g/index.html

    Oracle 10g soll aber für den Produktivbetrieb freigegeben werden. Vielleicht dauerts aber noch bis Oracle 10gR2. Wer weiss?

    Laut Apple Store:
    Mac OS X Server v10.3 (10 Clients) ==> 579 EUR
    Mac OS X Server v10.3 (unbegrenzt viele Clients) ==> 1149 EUR
     
  8. Heinrich1

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    Ok, prinzipielle wäre da also 140 MB/s I/O möglich, aber wie sieht es denn mit den SAN Treibern aus? Begrenzen die vielleicht die tatsächlich mögliche I/O auf die von dir ermittelten 70 MB/s?
    Vielleicht mal bonnie oder bonnie++ laufen lassen auf dem Server...
     
  9. SchaubFD

    SchaubFD Thread Starter MacUser Mitglied

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    Also, es liegt daran, das die Server nicht genügend I/O Produzieren, sollte im ersten Augenblick ja gut sein. Ein spezielles IO Testprogramm ermittelte Raten von ca. 120 MB/s und mehr bei sehr größen Blockgrößen. Das SAN schafft ca. den 6 fachen Durchsatz bei kleinen Blockgrößen wie eine lokale Platte bzw. Raid System. Daran kann es also auch nicht liegen. Mein Problem ist vorwiegend der Speicherausbau und wie man kostengünstig mit Oracle weiter macht. Unix inkl. Derivate oder Windows ?
     
  10. Heinrich1

    Heinrich1 unregistriert

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    OK, die I/O scheints dann ja nicht zu sein.

    Bist du denn sicher, dass du überhaupt mehr Speicher benötigst?
    Hatte auf meinen Oracle Kursen die Möglichkeit mich mit anderen DBAs auszutauschen und die (teilweise aus bei grossen Telekoms oder im Finanzbereich bei Banken) haben zwar durchaus auch grosse Datenbanken, aber der Hauptspeicher ist dort i.d.R. nicht in den von dir angepeilten Regionen (16GB oder 32GB). :-/

    Klar: Eine Datenbank kann nie genug Hauptspeicher haben, aber immer nur stupide mehr RAM rein und den DB-Puffer verdoppeln kanns ja auch nicht immer sein.

    Vielleicht den Oracle Performance Tuning Kurs besuchen und mal deine Datenbank monitoren um den Flaschenhals zu ermitteln? Dann weisst du eher, was da bremst. Mit den dann ermittelten Daten kannst du dann eher entscheiden ob mehr Hauptspeicher überhaupt den erzielten Erfolg bringt.
    Vielleicht muss man aber auch nur mal gescheit an der Oracle drehen?
     
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