Wünscht ihr euch 64-Bits? bzw wann?

Dieses Thema im Forum "MacUser Bar" wurde erstellt von Wuddel, 12.03.2003.

Wie und wann solte Apple 64 Bit einführen?

  1. Unbedingt so schnell wie möglich. Vorteile sichern.

    24 Stimme(n)
    85,7%
  2. Erst mal abwarten, was die andernen so machen.

    4 Stimme(n)
    14,3%
  3. So spät wie möglich. Mir steckt noch OS9 in den Knochen.

    0 Stimme(n)
    0,0%
  1. Wuddel

    Wuddel Thread Starter Kaffeetasse

    3.755
    2
    26.05.2002
    Auf der CeBit zeigt AMD ja bereits ein 64-Bit Notebook. Irgendwann werden auch 64-Bit Prozessoren in die Consumer-Welt Einzug halten. Wie sollte Apple damit umgehen.

    Meine Meinug: So früh wie möglich. Lieber in diesen "schlechten Zeiten" die Weichen für die Zukunft stellen. Also noch dieses Jahr.
     
  2. mj

    mj MacUser Mitglied

    5.343
    229
    19.11.2002
    64-Bit haben für den Heimanwender bisher absolut keine Vorteile ergo wüßte ich nicht, warum wir einen 64-Bit Prozessor brauchen könnten.
     
  3. mac-world

    mac-world MacUser Mitglied

    621
    4
    08.07.2002
    Hi,

    kann man mir erklären, was 64bit alles besser macht bzw. für was man das braucht. Ich danke schonmal im Voraus.
     
  4. abgemeldeter Benutzer

    abgemeldeter Benutzer Gast

    In erster Linie bringt 64bit den Vorteil, dass mehr als 2GB an Arbeitsspeicher adressiert werden können.
    Vermutlich können bei 64bit komplexe Befehle, die sonst mit zwei Takten ausgeführt werden mussten mit einem Takt ausgeführt werden. (Wobei das bei PowerPC als RISC wohl keine große Rolle spielt, weil die komplexen Befehle ja im Befehlssatz kaum oder gar nicht vorkommen.)
    Ansonsten wird 64 bit am Mac jedenfalls keinen Nachteil bringen, weil der PowerPC-Prozessor schon von Anfang an als 32- und 64bit-Version geplant war und die 64er ohne Probleme 32bit-Programme ausführen können.
    64bit PowerPC-Prozessoren werden schon seit meheren Jahren (1995) von IBM gebaut und verkauft. Bei LinuxPPC64.org gibt es seit mittlerweile über 2 Jahren ein Linux "[...]up and running and to a state where 32-bit applications couldn't tell the difference between running on the ppc64 or the ppc32 Linux kernel."
     
  5. Arminio

    Arminio MacUser Mitglied

    756
    0
    19.12.2002
    bei der gelegenheit würde mich interessieren:

    worin liegt der unterschied zwischen einem z.b. intel p4 und einem motorola G4? warum läuft der eine im mac und der andere nicht?


    zur 64-bit-frage kann ich leider nix qualifiziertes sagen. wenns darum geht mehr ram reinpacken zu können, dann finde ich das gut. ansonsten hätte ich in meiner hardware-laienhaften denkweise gedacht, dass 64 schneller ist als 32, so wie scanner mit 42 bit farbtiefe besser scannen als 36 bit-ler
     
  6. abgemeldeter Benutzer

    abgemeldeter Benutzer Gast

    PowerPC G4 und Pentium 4 sind Vertreter eine jeweils anderen Prozessorarchitektur, die unterschiedliche Befehlssätze verwenden. Daher würde ein Pentium 4 in einem Mac in etwa soviel Sinn machen, wie ein Chinese ohne Fremdssprachkenntnisse in der Telefonzentrale eines deutschen Konzernhochhauses.:D

    Aber vermutlich war das gar nicht Deine Frage.
    Also warumm gibt es den PowerPC und warum verwendet Apple ihn.
    Als Apple Mitte der 70er Jahren mit dem Apple den Personal Computer erfand verwendeten sie eine Prozessor namens 6502. Dieser Prozessor wurde daher verwendet, weil er state of the art war, ein 8bit-Prozessor mit 16bit Adressbus. Er wurde auch in anderen 8-bit-PCs verwendet, z.B. dem C64.
    Anfang der 80er Jahre stieg man mit dem Macintoshauf einen anderen, weitaus leistungsfähigeren Prozessor um, den Motorola 68000. Auch dieser Prozessor war State of the Art, weil er - zwar auch nur mit 16-bit-Adressbus - intern schon als 32bitter arbeitete (ab 68020 war dann auch der Adressbus 32bitig).
    Als Ende der 80er Jahre abzusehen war, dass der 680x0 an das Ende seiner Entwicklung ankommen würde, setzte sich Apple mit den bisherigen Prozessorlieferanten Motorola zusammen, um einen geeigneten neuen Prozessor zu entwerfen. Es sollte insbesondere ein RISC-Prozessor sein, weil abszusehen war, dass sich das CISC-Konzept, nach dem auch der 68k konstruiert war, überlebt hatte. Daher holte man zusätzlich IBM ins Boot, weil sie mit dem Power über eine vielversprechende Basis verfügten. Der PowerPC verwendet den grundlegenden Kern von IBMs Power, mit einem leicht angepassten Befehlssatz, aber auch bestimmte Technologien von Motorola. Der PowerPC wurde von vorneherein als 32- und 64bit-Prozessor geplant.
    Damit hatte Apple einen Prozessor für seine Personal-Computer, der ihren Anforderungen entsprach, und Motorola und IBM eine Architektur für ihre Embedded- bzw. Server- und Workstation-Systeme.
    Mitte der 90er Jahre fügte Motorola dann dem eigentlichen PowerPC eine weitere Funktionseinheit für SIMD hinzu, nämlich Altivec, dieser PowerPC wurde dann G4 genannt.

    Wie kommt der Intel x86 in den PC.
    Als IBM Anfang der 80er Jahre feststellen musste, dass entgegen ihren Voraussagen und auch entgegen ihrer Firmen Strategie, sich der Personal Computer (in erster Linie in Form des Apple II, aber auch Comodore PET etc.) am Markt durchzusetzten begann, besachlossen sie, selber einen PC zu bauen. Für diesen wurden nur die billigsten am Markt erhältlichen Teile verbaut. Außerdem wurden bei der Konstruktion darauf geachtet, dass der IBM-PC den richtigen Computern aus dem Hause nicht zur Konkurrenz werden konnte. Daher entschied man sich für den intel 8088, ein mit 16bit-Registern aufgebohrter 8-bit-Prozessor. Dieser wurde im Laufe das Entwicklung bis auf echte 16bit, mit dem 80386 auf 32 bit und mit dem AMD Hammer sogar auf 64 bit erweitert. Und das, obwohl die grundlegende Architektur schon 1982 im ersten PC schon nicht mehr state of the art war (der Prozessor der Wahl wäre der 68000 gewesen) und sich zusätzlich das verwendete CISC-Konzept Mitte der 90er eigentlich überlebt hat.
     
  7. Arminio

    Arminio MacUser Mitglied

    756
    0
    19.12.2002
    @ ut
    danke für den ausführlichen exkurs.

    nach deinen ausführungen ging die entwicklung von 8 über 16 über 32 bis zu 64 bit. damit einhergehend wurden die prozessoren schneller. ist nun die erhöhung der bit-zahl eine voraussetzung für die beschleunigung des prozessors?
     
  8. x12

    x12 MacUser Mitglied

    114
    0
    13.01.2003
    Natürlich will ich auch einen 64 bittigen Mac, aber mit welchem OS bitteschön soll der dann laufen?

    Kennt jemand schon eine FreeBSD-Version die 64 Bit fähig ist?

    Oder ein Darwin das 64 Bit breit ist?

    Da dies die primären Wurzeln von MacOsX sind, sehe ich noch keine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Apple ein MacOsX 64 Bit zur Verfügung hat, selbst wenn IBM den 970 als G5 liefern würde; würde nüscht drauf laufen.

    Apple könnte ein 32 Bit MacOsx auf 64 Bit lauffähig bekommen, aber was soll das?
    Das ergäbe keinerlei Vorteile, nur Nachteile wenn (rein hypothetisch) der 970 eine 32 Bit Emulation implementiert hätte.

    Ich fürchte leider unser aller Lieblings-Computer-Konzern wird hier auch mal wieder hinterher hinken.

    Falls jemand was anderes weis - ich wäre froh, würde ich mich irren.

    Gruß

    X12
     
  9. metac0m

    metac0m MacUser Mitglied

    100
    0
    15.02.2003
    naja, die amd-prozessoren mit 64 bit sind ja auch abwärtskompatibel und können 32 bittigen code ausführen. dabei wird sogar noch ein recht großer geschwindigkeitsvorteil gegenüber den vorgängern athlon xp /duron rausgeholt. mit 64 bit wäre der natürlich auch wesentlich größer.

    die komplexität heutiger betriebssysteme verbietet es allerdings, einfach alles auf 64 bit umzusetzen. alle verfügbaren programme müssten emuliert werden oder halt umgeschrieben werden, damit sie die vorteile der 64 bit nutzen können.


    trotzdem bin ich dafür, so schnell wie möglich diese neue architektur aufzubauen für den mac. (daran wird sicher schon gearbeitet. ;) )
    ein zum aktuellen os_x kompatibler G5 mit 2ghz wäre ja schon ein anfang und würde für 64 bit eine sehr viel größere leistung bieten.
     
  10. abgemeldeter Benutzer

    abgemeldeter Benutzer Gast

     

    Nein, es geht dabei, soweit ich weiß, um die Erweiterung des adressierbaren Speicherbereichs. Die 8-bitter mit 16 bit Adressleitunmgen konnten 64KB adresssieren, der 8088 1MB (mit 20bit Adressleitungen, wie man noch bei jedem Start eines x86, selbst Pentium 4 nachlesen kann, "640kB Standard Memory, xxx extended") , der 68000 8MB, die echten 32 bitter (68020, PPC und Pentium) 2GB (oder 4GB?).
    Und darum, dass eben komplexere Datenworte bearbeitet werden können.
    Die Beschleunigung des Prozessors ist eine Geschichte, die parallel dazu passiert. Hier werden zusätzlich andere Techniken, wie die Integartion des mathematischen Coprozessors, (seitdem auch als FPU, Fließkommaeinheit bekannt), parallele Ausführungseinheiten (früher konnten Prozessoren mit einem Takt nur einen Befehl ausführen, ein aktueller PPC ist superscalar, er kann bis zu 4 Befehle gleichzeitig ausführen, beim PPC 970 werden es noch mehr sein), Pipelining (damit die Laufzeit des Stromes innerhalb der CPU nicht die Arbeitsgeschwindigkeit begrenzt; es können schon Daten angenommen werden, obwohl der Befehl noch gar nicht ganz durchgelaufen ist), SIMD (Single Instruction, Multiple Data; wie bei Altivec, 128bit breit, kann mit einem Befehl gleichzeitig z.B. 16 8-bit-Werte berechenen oder 16 16-bit-Daten), L1, L2 und L3-Cachanbindung, die unabhängig vom Hauptspeicherbus passiert etc.


    P.S. Dabei gilt übrigens immer nur die Breite der Integer Unit, Festkommaeinhait. Beim G4 sind die Festkommaeinheiten 32bit, die Fließkommaeinheiten 64bit und die Altivec-Einheiten 128bit breit. Trotzdem wird er als 32bit-Prozessor bezeichnet.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13.03.2003
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