Wissenswertes AGD

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  1. Girgl42

    Girgl42 Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hi Leuts,

    folgendes: Gestern kam mein Vergütungheftchen der AGD, nun überlege ich beizutreten.

    So und nun Ihr, wer ist dabei, warum? wer nicht? warum nicht? vorteile, nachteile, was findet ihr gut, was nicht, warum sollte man usw.

    hoffe der thread regt zur diskussion an, erzählt einfach bisschen was...
     
  2. netmikesch

    netmikesch MacUser Mitglied

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    hier mein senf:

    wenn die kunden mitspielen, ist die sache mit der nutzungsvergütung natürlich ne feine sache. die arbeit ist eigentlich längst getan - man hat aber trotzdem das vergnügen periodisch rechnungen zu schreiben :)

    monatlich kommt so ein agd journal, welches teilweise recht lesenswert und auch nett gemacht ist. jede ausgabe behandelt ein bestimmtes thema: editorial design, corporate design, typo/schrift, illustration etc

    mit den infos und vor allem der software zu den (angeblich) gängigen vergütungen für verschiedenste designleistungen hat man jederzeit sehr schnell einen ersten anhaltspunkt für nahezu jedes projekt. für alle, die sich bei der angebotserstellung schon immer gefragt haben "bin ich zu teuer oder bin ich zu billig" eine feine sache

    wers braucht, findet auch reichlich gelegenheit zu irgendwelchen agd-internen treffen oder veranstaltungen anzureisen, ebenso wie es immer wieder irgend welche kurse und seminare gibt - ich finde die kosten/nutzen rechnung aber i.d.r. eher zweifelhaft...derlei veranstaltungen kosten ja nicht gerade wenig und sind auch über andere kanäle buchbar als via agd

    es gibt ja auch die möglichkeit telefonisch mit sog. experten zu sprechen.
    ich habe bisher 2 x dort angerufen, um konkrete dinge zu erfragen. dort war man stets freundlich und bemüht - insgesamt ist der ganze verein aber auch irgendwie abgehoben...ich war nach den telefonaten teilweise verwirrter als zuvor.

    teilweise ist es recht anstrengend, seinen kunden das ganze agd prozedere zu erklären. i.d.r wollen die kunden doch nur jemanden haben, der ihre jobs gut über die bühne bringt - komplizierte details zu den nutzungsrechten, recht umfangreiche vertragswerke die es im vorfeld zu unterschreiben gilt usw. nerven den kunden schon mal ein wenig.

    und kunden, denen die agd bereits ein begriff ist, haben bei mir auch schon mehrfach im vorfeld klar gemacht, dass sie sich darauf nicht einlassen wollen.
    in der tat ist es teilweise so, dass designer, die dem potentiellen auftraggeber mit nutzungsrechten im allgemeinen und agd im speziellen kommen, von vorneherein aussortiert werden. den auftrag bekommt dann jemand, der einen rund-um-sorglos-glücklich-komplett preis präsentiert, bei dem es ansonsten keine weiteren details zu berücksichtigen gibt.

    der jahresbeitrag ist mit 240 euro auch recht üppig - so lange man nicht häufiger steuerliche/rechtliche fragen mit irgendwelchen agd experten diskutiert, fragt man sich schon mal, wofür man eigentlich die ganze kohle bezahlt. für existenzgründer kostet das erste jahr allerdings nur die hälfte.

    mittlerweile ist auch die website erneuert - die war zuvor nicht der rede

    fazit:
    so lange man treue kunden hat, mit denen man nutzungsrechtsvergütungs-technisch ein paar gute euro macht, kann man den jahresbeitrag wohl verkraften und hat so die gewähr, dass man stets die aktuellste version der vergütungstabellen usw. vorliegen hat. das journal nimmt man gerne, die ganzen flyer für irgendwelche veranstaltungen landen bei mir in ablage P

    würde sich meine kundenstruktur deutlich verändern, würde ich aber auch ohne zu zögern wieder austreten. die vergütungs-infos müsste man ja nicht zurück geben und könnte man das größte plus (aus meiner sich) - nämlich den weitestgehend objektiven anhaltspunkt für die eigenen kalkulationen (buch + software) - weiter benutzen. lediglich die erwähnung "agd" würde man weg lassen müssen.

    und als letzter hinweis:
    je nach skills, konkurrenz, standort usw. wird man die vom agd vorgeschlagenen preise nicht im alltag verlangen können.
    nach kurzer zeit hat man aber un gefähr raus, wieviel prozent der angegebenen preise für einen selbst praxistauglich sind.

    im großen und ganzen ist der agd nicht unbedingt auf die bedürfnisse und situation von freelancern und einzelkämpfer zugeschnitten, d.h. jedoch nicht, dass man nicht einigen nutzen aus einer mitgliedschaft ziehen könnte.

    ich hoffe, dass war ein post nach deinem geschmack und hilft dir bei der entscheidung.
     
  3. Girgl42

    Girgl42 Thread Starter MacUser Mitglied

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    vielen vielen dank, klasse antwort...
     

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