Wieviel Stunden für 400-Euro-Job

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von Nice, 09.08.2006.

  1. Nice

    Nice Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,
    ich arbeite selbstständig als freie Grafikerin. Ich betreue eigene Kunden und springe auch hin und wieder bei Werbeagenturen ein, wenn dort "Not am Mann" ist.

    Nun hat mich eine neue Agentur kontaktiert. Sie möchten mich aber nicht als "Freie" sondern gern auf 400-Euro-Basis. In ein paar Tagen habe ich einen Gesprächstermin mit der Agentur und überlege gerade wieviel Stunden ich für die 400 Euro arbeiten kann/will.

    Meinen normalen Stundensatz kann ich hier ja nicht zugrunde legen. Arbeitsplatz wird gestellt und wenn ich richtig informiert bin, ist man bei einem 400-Euro-Job ja auch über den Arbeitgeber sozialversichert. Oder?
    (Wie das dann in der Kombination mit meiner Selbstständigkeit und der KSK etc. ist, ist auch noch die Frage)

    Soweit ich weiß sind diese 400-Euro-Jobs steuerfrei oder? Hat irgend jemand von euch Erfahrung mit der Kombination Selbstständigkeit und 400-Euro-Job?

    Ich werde in dem Gespräch auf jeden Fall den Wunsch äußern als "Freie" zu arbeiten und mir damit vermutlich eine Menge Papierkram ersparen. Aber ich möchte trotzdem soweit vorbereitet sein, dass ich eine Stundenzahl nennen kann, die ich für 400 Euro arbeiten würde.

    Freue mich über Tipps.
    Viele Grüße
    Nicole
     
  2. sutz2001

    sutz2001 MacUser Mitglied

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    Tja, das musst du schon selbst entscheiden, für welchen Stundenlohn du arbeiten willst.
    Also 400-Euro-Job zahlt dein Arbeitgeben Sozialversicherungsabgaben, das ist richtig.

    Ich persönlich würde so max. 25-30 Stunden dafür arbeiten gehen, aber ich bin auch noch Student, da sind die Anprüche nicht so hoch. :)
    Ansonsten finde ich 20 Stunden noch einen recht guten Kompromiß.
     
  3. tomat3

    tomat3 Banned

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    20 std würd ich sagen.

    zugrunde liegt die rechnung, das ich als ausilfe 8e/std bekomm
     
  4. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    Hi nice.

    Ob die KSK da mitspielt, weiß ich leider auch nicht, aber ich nehme an, dass sie es nicht tun wird.

    Wie lange Du für 400 Euro etwas machst, hängt doch von der Art der Tätigkeit ab. Pappenschneiden war schon immer billiger als produktionssichere EBV. :D
    Du weißt, was Du wert bist. Also verkaufe Dich nicht zu billig.
    Und wenn Du wie ich im Freelance beim Kunden bist, weißt Du auch, dass das gerade mal ein Tagessatz sein kann. Aber wenn schon ein 400 Euro-Job ausgelobt wird, dann wird es auf die Billigschiene hinauslaufen, also möglichst viel Leistung für möglichst wenig Gehalt.
    Meine Meinung, unbesehen: Mach es nicht.
    Wenn, dann Nägel mit Köpfen, also nur frei.

    Lieben Gruß, Al
     
  5. gerri

    gerri MacUser Mitglied

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    Die Agentur hat dich kontaktiert? Dann sollen sie dafür zahlen oder verschenken die etwas an ihre Kunden?

    Verkauf dich bloß nicht unter Preis und mach den Lohndrückerscheiß mit ...
     
  6. brinki

    brinki MacUser Mitglied

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    Und ich kann dir noch den guten Tipp geben, komm niemals über die 400€!
    Hab in den Ferien auf einem Lager geholfen, bin auf ca. 450€ gekommen und nun sind 100€ weg an die ganze Anzahl von Rentenversicherung und so weiter!
    d.h. ich hab mehr gearbeitet und bekomm am ende noch weniger!
     
  7. joemallik

    joemallik MacUser Mitglied

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    Mini-Jobs (400€-Jobs) unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht.
    Der Arbeitgeber bezahlt eine pauschale Lohnsteuer.
    Ist kein Problem. Da pauschal versteuert - brauchst du dich um nichts weiter kümmern.

    Wenn du über die 400€ kommst, wird es sofort zum sozialversicherungspflichtigen Job und du musst deine Hälfte der Sozialversicherung zahlen. Dann hast du nur noch ca. 320€ für deine Arbeit.

    Mehrere gleichzeitige Minijobs sind übrigens auch nicht möglich.
     
  8. Fuzzelabbe

    Fuzzelabbe MacUser Mitglied

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    Moin moin,

    auf dieser Basis würde ich maximal 2 volle Tage zum Tanz antreten unter der Voraussetzung, dass der bürokratische Aufwand im Rahmen ist und der Schuss steuer- bzw. versicherungstechnisch nach Hinten losgeht.

    Es kann auch gut sein unter Seinesgleichen zu sein und die Möglichkeit für neue Kontakte nutzen. Je nach Auftragslage sind die 400 schon ein paar Steine für die Mauer, die jeden Monat aufs neue errichtet werden muss.

    Rein rechnerisch:
    Der Monat eines Angestellten hat ca.160 Arbeitsstunden. 2 Tage je 8 Stunden macht 1/10 davon. Ergo würde ein Monat auf dieser Basis 4000.- kosten, wobei der Arbeitgeber im Vergleich zu einem Festangestellten bei den Sozialabgaben wohl nen besseren Schnitt macht und in Punkto Kündigungsschutz sich keine Gedanken machen muss. Urlaubsgeld muss er auch keines zahlen.

    Dennoch kann er beim Kunden den vollen Satz abrechnen.

    Holzauge sei wachsam!

    Ciao
    Fuzzel
     
  9. Nice

    Nice Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo an euch alle!

    Vielen Dank für die Anregungen und Tipps. Aus dem Bauch heraus habe ich auch gedacht dass 16-20 Stunden angemessen sind. Das habt ihr mir ja auch nochmal bestätigt.
    Es handelt sich nicht um reines "Pappen schneiden", sondern normale Gestaltungsjobs inkl. Reinzeichnung, Druckabwicklung etc.

    Und das ungute Gefühl auf "Billigheimer" getroffen zu sein, habe ich auch. Mal sehen was das Gespräch ergibt. Vielleicht gibt es ja wirklich gute Gründe für einen 400-Euro-Job, statt dem üblichen Freelancer-Vertrag.
    Ich lass euch auf jeden Fall wissen wie es ausgegangen ist. Bin selbst gespannt.

    Viele Grüße
    Nicole
     
  10. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    Äh, ja. Das mit dem Pappenscneiden war ja auch eher ein Prakti-Extrembeispiel als Kontrapunkt. :)
    Viel Erfolg jedenfalls, vielleicht ist es ja doch ein guter Kontakt auf einer anderen Ebene. Und lass Dich nicht veräppeln.
     
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