Wie funktioniert Spionage?

Dieses Thema im Forum "Sicherheit" wurde erstellt von A&e, 07.02.2004.

  1. A&e

    A&e Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo, ich hab mal ne Frage:
    Immer wieder lese ich, dass von Softwarefirmen spioniert wird. Was genau versteht man darunter und wie funktioniert das? Was für Daten werden spioniert? Ich arbeite auf Mac mit Panther, Microsoft Office. Vor meinem Mac ist ein Router. Kann da Microsoft, wenn ich auf die Microsoft Homepage gehe, meine persönlichen Dokumente und Daten runterladen? Oder was genau geht da ab mit dem Spionieren? Vielen Dank schon mal für die Antwort!
     
  2. marcoo

    marcoo MacUser Mitglied

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    wenn wir das wüsste, gäbe es software, die sowas verhindert:)

    ich hatte mal vor längerer zeit gelesen, dass wohl keine informationen über die leitung gehen - beim normalen surfen. bei registrierungen ist das allerdings eine andere sache. nur leider kann man das heutzutage kaum noch umgehen.

    hilft, wenn überhaupt, nur sperren der entsprechenden ips und der ports. aber das ist glaub insgesamt ein zu weitläufiges thema..
     
  3. nicolas

    nicolas MacUser Mitglied

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    mit littlesnitch (versiontracker.com) lässt sich feststellen ob programme nach hause (oder irgendwohin) telefonieren wollen. das kannst du dann zulassen oder unterbinden.
     
  4. GForce

    GForce MacUser Mitglied

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    ja, das ist das "killertool" schlechthin, sehr zu empfehlen! man bekommt ein stück kontrolle und "privacy" zurück. das sollte zusammen mit einem werbeblocker (z.b. privoxy) und evt. noch einem anonymizer standard sein.

    greetz
    GF

    P.S. mit M$ Produkten ist das noch viel schlimmer. z.b. wird in der Reg. datei dein surfverhalten gespeichert, ein sog. "einkaufshelfer" von amazon glaube ich, genannt "bubbles" geht sogar noch weiter: er "erschnüffelt" auch kontostände,etc. (!) eigentlich sollte das strafbar sein, das ist im grunde nix anderes als ein getranter trojaner - E.T. software eben...
     
  5. A&e

    A&e Thread Starter MacUser Mitglied

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    Okay, aber wie genau funktioniert das? Ich hab doch einen Router. Wie kommt man da vorbei?
     
  6. nicolas

    nicolas MacUser Mitglied

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    wenn du im internet rumsurfst kommst du da ja auch vorbei... port80 (http) z.b. wird wohl offen sein, sonst köntest du hier garnicht posten. und genauso kann jedes x-beliebige programm (sofern es offen ist) andere IPs kontakten
     
  7. A&e

    A&e Thread Starter MacUser Mitglied

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    D.h. irgendeine Website installiert ohne mein Wissen ein kleines Programm auf meinem Mac. Und dieses Programm sendet dann Informationen meines Computers wo auch immer hin? Das heisst, es kann jeder X-beliebige Dateien von meinem Computer runterholen, Dateien verändern, Programme öffnen nach Lust und Laune. Der sieht alles, was ich tue, Dokumente, etc... Das kann doch nicht sein, oder?
     
  8. nicolas

    nicolas MacUser Mitglied

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    neinein... von sich selbsttätig installierenden programmen hab ich am mac noch nix gehört. wüsste auch nicht wie das möglich wäre. dateien verändern und programme starten kann ein programm nur, wenn du ihm die rechte dazu gegeben hast, sprich deine benutzerrechte. dafür musst du es allerdings selbst installieren und dich gegebenenfalls authentifizieren.
    ich meinte nur, das programme, wie z.b. dein webbrowser zu anderen IPS kontakt aufnehmen kann, ohne das du was davon merkst. ist ja im grunde auch sinnvoll. und genau diese aktionen kannst du mittels littlesnitch überwachen und ggf. unterbinden.
     
  9. maceis

    maceis MacUser Mitglied

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    hallo zusammen,

    ein beispiel für diese Art von Spionage ist die Praxis, die u. a. von Adobe eingesetzt wird.

    Wenn Ihr z. B.: Photoshop installiert, wird (so wars jedenfalls bei 7) ein Verzeichnis /Library/Application Suport/Adobe/Web angelegt.
    Außerdem wierden im übergeordneten verzeichnis die Registrierungsnummer ezc. hinterlegt.

    Wenn Ihr nun Photoshop startet und mit dem internet verbunden oder verbindbar seid, werden zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt die von Euch eingegebene Registrierungsdaten samir eurer IP an Adobe geschickt.

    Abhilfe ist in diesem Fall durch Löschen des o. g. Ordners möglich, was bei CS ausgeheckt wurde. kann ich nicht sagen, aber ich bin überzeugt, dass der "Brief nach Hause" noch besser versteckt wurde.

    Einerseits verständlich, da die Piraterie Rate inzwischen bei Adobe mit rd. 28% geschätzt wird, andererseits trotzdem m. E. nicht tolerierbar, da im Grunde Polizei- und Überwachungsstaat Methoden.

    Fazit:
    Wer seinen Rechner mit dem Internet verbindet, der sollte wissen, dass es keine Privatheit mehr gibt - is leider so.


    btw:

    um das zu erreichen genügt ein shellskript, bei dem das SUID Bit gesetzt ist.
    dazu ein kleiner Eintrag in der /etc/rc o. ä. und der Kittel ist geflickt
     
  10. xlqr

    xlqr MacUser Mitglied

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    ich hab das prefpane littlesnitch installiert, welches alle rausgehenden aktivitäten anzeigt. da aber so viele applikationen 'raustelefonieren' wollen, wird es ziemlich schnell ziemlich nervig. aber richtig überrascht hats mich nicht: staat und kapital lieben nunmal den gläsernen bürger.
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