wer braucht heute noch PostScript?

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  1. ckrumm

    ckrumm Thread Starter MacUser Mitglied

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    Ich stehe vor der Anschaffung eines neuen Druckers. (Laser) Nun gibt es ja von OKI z.b. gute Laserdrucker, die aber nicht PS fähig sind. Die PS Fähigkeit kostet ja direkt einige 100Euronnen mehr.

    Für wen lohnt sich den noch PS. Unter Gimp mit GhostScript kann man ja sogar auf nicht PSfähigen Druckern eine PS-Ausgabe machen.

    Wofür also noch mehr Geld ausgeben? Weiß das jemand?

    Danke
     
  2. Godzilla

    Godzilla MacUser Mitglied

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    Ganz einfach: mehr Geld für mehr Qualität. Möglicherweise kommts bei dir nicht so drauf an, aber Postscript-fähige Drucker erzielen wesentlich bessere Ergebnisse als Drucker ohne Postscript. Dieses Qualitätsunterschied kann man mit blosem Auge sehen, aber jeder hat eben andere Ansprüche.
    Ich habe übrigens einen Oki ohne Postscript gekauft, was ich heute noch bereue - aber damals gab's für dieses Modell die PS-Option noch nicht.

    Im Übrigen: "Wer brauch heute noch Postscript?" Falls du es nicht wissen solltest: Jeder! Sicher kennst du PDF-Dateien. Das ist ein reines Postscriptformat, welches man auch in High-End-Bereich für den Offsetdruck benutzt. Jeder Belichter kann PS und alle Satzprogramme können PS-Dateien importieren.

    Da könnte ich noch zig Beispiele aufzählen, aber tu' dir einfach was Gutes und kaufe den mit Postscript, wenn möglich mit Level 3.
     
  3. box

    box MacUser Mitglied

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    In einer Agentur hier in der nähe gibt es z.B. Probleme beim Ausdruck von InDesign auf einen Laserdrucker - weil dieser eine nicht kompatible PostScript Emulation benutzt...
    Es kommt auf den Einsatztweck an. Im Layoutbereich mit Xpress, Indesign etc. geht es nicht ohne PS. Hier sind klare, erprobte Produktionswege wichtiger als ein paar eingesparte euro.
     
  4. Beruflich brauche ich Postcript auf jeden Fall (Zeitschrift), für zuhause hatte ich mir für meinen (postscript-fähigen) Epson damals ein Rip gekauft (Software mit der Postcriptdruck möglich war – OS9), war zusammen immer noch billiger als ein PS-Farbdrucker.
    Für private Zwecke würde ich mir keinen PS-Drucker mehr kaufen, allderweil ich festgestellt habe, dass ich über pdf ein ähnlich gutes Ergebnis bekomme (ist PS). Liegen mir bestimmte Bilder am Herzen lade ich die in Quark, schiebe sie in den Acrobat Destiller und drucke die pdf aus. Hervorragende Qualität!
    Wenn du also Acrobat hast (das Vollprogramm mit Distiller) kann man gut auf PS-fähigen Drucker verzichten.
    Was OKI-Drucker angeht, haben Kollegen von mir die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Über den Preis waren alle begeistert, von der Qualität weniger (störanfällig, langsam etc.). Aber das kann sich ja geändert haben.
     
  5. mecks

    mecks MacUser Mitglied

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    Zu Postscript - Ghostscript:

    Wenn Du dir nen "echten" Postscript-Drucker kaufts, hast du - neben den hier schon genannten Vorteilen - normalerweise nen Ethernet-Anschluss dabei, d.h. einen vollwertigen Netzwerkdrucker. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass der Druckjob im Drucker berechnet (gerastert) wird, und nicht auf deinem Rechner.

    Ghostscript is an sich ne feine Idee, ich habs mal installiert, um nen Epson-Tintenstrahler anzusprechen, weil Epson sich mit der OS-X Unterstützung so unglaublich viel Zeit ließ.
    Die Qualität war ok, aber die ganze Installation und das Zusammensuchen der einzelnen Komponenten war mir persönlich zu umständlich. Ausserdem belastet das interne Rastern der Druckjobs den Rechner, und ob das alles so 100% kompatibel zu "echtem" Postscript ist, weiss man auch nicht.

    mecks
     
  6. hondo

    hondo Gast

    Also, von OKI würde ich aus leidvoller Erfahrung abraten, da selbst die aktuellen Geräte (s/w wie Farbe) sehr störanfällig sind: Antriebsmotor geht ein paar mal hintereinander kaputt (O-Ton OKI: jaja, muss halt ein neuer rein), bei Trommelwechsel (s/w) ist gleich mal neuer Toner fällig, da der beim Einfüllen komplett in die Trommeleinheit fällt, die Farbgeräte sind (obwohl billig) qualitativ nicht berauschend: Fixiereinheit dreckt schnell zu, Papierfachmechanik löst sich schnell in ihre Bestandteile auf, farblich eher lau. Wenn Farbe, dann würde ich eher einen günstigen HP oder QMS-Minolta empfehlen.

    Postscript macht privat dann Sinn, wenn man wirklich das aufs Papier bekommen möchte, was man auf dem Monitor sieht. Selbst mit Ghostscript kannst Du Dein blaues Wunder erleben ;-))
    Im beruflichen Umfeld (Grafik-Gewerbe) ist Postscript immer noch ein Muß. Geht bei s/w-Geräten mit der Typo-Genauigkeit los und hört bei Farbgeräten mit der Möglichkeit zum Kalibrieren (Scanner-Monitor-Drucker) auf.

    Wenn Du aber ein Gerät nur für den Privatgebrauch brauchst und zwingend keine Postscript-Schriften benutzt sowie eher selten druckst, wirst Du mit einem guten Mittelklasse-Tintenstrahler besser bedient sein.

    Gruß, Hondo.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18.10.2003
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