welcher codex macht sinn?

Dieses Thema im Forum "Digital Video" wurde erstellt von rhetoric, 24.02.2007.

  1. rhetoric

    rhetoric Thread Starter MacUser Mitglied

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    hallo liebes forum.

    ich würde nun gerne eine videoinstallation archivieren. dafür ist es wichtig, dass ich die originaldateien beibehalten kann, weil die arbeit nicht auf dvd abgespielt wird, sondern von einem max/msp/jitter-patcher.

    icch möchte also ungefähr 1.5 stunden videomaterial (welches in dvpal codiert ca. 14 gb wiegt)auf eine dvd bringen.
    mit welchem codex kann ich das material am sinnvollsten "komprimieren", so auf ca 3-4 gb, mit möglichst wenig verlust?

    lieber gruss und vielen dank.
    rhe
     
  2. k_munic

    k_munic MacUser Mitglied

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    also, richtig archivieren würd ich immer auf miniDV (=ausspielen auf camcorder)... = keinerlei Quali Verluste, Band hält lange...

    ansonsten wird's wohl h264 werden.. der komprimiert sehr gut bei guter Qualität... kann man aber später eben nicht gut weiterverarbeiten, weil alle Kompressoren ja verlustbehaftet sind.. vor allem, wenn du 3:1 kleiner machst....

    am besten mal 5min encodieren lassen, um hochzurechnen, mit welchen Einstellungen du auf deine Zielgröße kommst...

    PS: sicher, dass das nur 14GB sind..? 1.5h müsste bei dv-pal eher bei ~20Gb liegen....
     
  3. rhetoric

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    hallo.
    ich glaube du hast recht mit den 20 gb von 1.5h videomaterial in dvpal. hab mich irgendwie verschätzt.
    mit dem archivieren auf minidv, ist das vielleicht auch ganz gut. aber, gibts da irgendeine gute idee, wie ich da vorgehe, v.a. wenn ich mehrere videos habe, die ich für die arbeit, wie erwähnt, einzeln brauche?
    diese möchte ich gut auseinanderhalten können, vor allem wenn ich sie wieder einmal gebrauchen werde. soll ich beim expoertieren auf minidv irgendwelche untertrennungen, wie z.b. Farbbalken (macht zu beginn sowieso sinn), reinmachen?
    gibts da eventuell standarts, wie sowas gemacht wird?

    danke & gruss
    rhe
     
  4. k_munic

    k_munic MacUser Mitglied

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    Der Standard für Standard hat ein "D" .. :)

    Farbbalken ist bei consumer Produkten .. naja, 'albern', weil die Aufnahme ja nicht eingemessen wurde... sieht aber immer sehr profi-mäßig aus... ;)

    .. ja, wie Du das verteilst, kommt auf Deine An- und Verwendung an... miniDV kost' ja kein Vermögen, warum also einzelne 'Stückchen' nicht auf je eine Kassette, die ordentlich beschriftet (Kassette/Hülle) und gut is...?

    Falls Du mehrere Sequenzen gut erkennbar auf ein Band verteilen willst:
    * Band vorher einmal durchkodieren (Kamera, 60min Schwarze Wand filmen)
    * Dann aus iM ausspielen, zw den Stücken großzügig vorspulen
    * wieder ordentlich beschriften, genaue Angaben was wie lang...

    .. so würd ich das machen... geht bestimmt besser/anders/WDR-konform...
     
  5. Wildwater

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    Wird der angelegt Timecode nicht beim Exportiern durch iMovie überschrieben?

    ww
     
  6. k_munic

    k_munic MacUser Mitglied

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    mangels enstprechender Hardware.. kann ich nur klugschwätzen und nicht testen:

    a) sorgt das für timecode in den 'Lücken' ... das kann ja nicht schaden ;)
    b) sagen die einen so, die anderen so, einige sagen sogar, dass hinge vom Kameramodell ab...
    c) raten alle Klugen in FinalCut Foren, Bänder immer vorzukodieren,... FC(E) ist ja deutlich weniger robust, was TCFehler angeht als olle iMovie) ...

    ... rein von der Logik würde ich auch glauben, dass iM einen eigenen TC startet (bei 00:00:00), ... andererseits kann es auch sein, dass via dv-in bei vorhandenem TC sowas Kamera-intern als 'Insert'Schnitt gehandhabt wird... :confused:
     
  7. rhetoric

    rhetoric Thread Starter MacUser Mitglied

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    hm..
    also danke schon mal für die tips.
    meine situation: ich habe 5 filme, 1x ca 1 stunde, 4x ca je 10 minuten. dass ich da 5 dv tapes nehme, glaube ich kaum.
    am plausibelsten erscheint mir die lösung dass ich in fcp (weiss überhaupt nicht wie imovie funktioniert, schon 3 jahre her seit ich das das letzte mal auf hatte. son schrott, ist damals 1000x abgestürzt) eine neue sequenz mache und meine 4 filme im abstand von exakt einer minute platziere. (so brauche ich auch keine komprimierung) und natürlich das tape richtig anschreibe. für den 1 stündigen film, gibts dann halt ein einzelnes tape.
    der timecode sollte dann ja eh kein problem sein, weil fcp mir das ganze eh als einen film auf das tape schreibt.
    ach ja.. die filme die aufgenommen wurden, wurden zu beginn mit farbbalken eingemessen. ich denke ich werde einen neuen generieren, zu beginn. ich muss ja nicht den alten nehmen, oder?
     
  8. Guru74

    Guru74 MacUser Mitglied

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    Kameras unterstützen keinen Insertschnitt, sondern nehmen nur Assemble auf, der Timecode wird also immer überschrieben. Kameras sind keine Schnittrecorder und machen keine echten Prerolls, also ein exaktes Ansetzen ist nicht zu erwarten. Die einzige Möglichkeit, einen sauberen Playout zu haben, ist in einem Stück rauszuspielen.

    Vom allzu grossen Hin- und Herfahren würde ich sowieso abraten, denn das Bandlaufwerk einer Kamera ist nicht für sowas ausgelegt und wird nur unnötig belastet. Der Timecode kann bei den meisten Consumerkameras nicht eingestellt werden, kann aber sein, dass sich das bei neueren Modellen geändert hat.

    Eine schwarze Wand abfilmen nennt man nicht durchkodieren, sondern eine schwarze Wand abfilmen :D Man kann vom FCP aus Bänder codieren mit einem sauber generierten Blackburst ;) Oder ganz einfach manuell Schwarz rausspielen. Wenn ich einen Playout mache, codiere ich das Band nie vorher, wozu auch. Kostet nur sinnlos Kopfstunden, und schliesslich spiele ich in einem Stück raus, es bringt also absolut keinen Vorteil. Codieren muss man nur, wenn man immer wieder anhängen, inserten und nur einzelne Spuren beschreiben will, was beim Linearschnitt der Fall ist. Aber so...

    Das ist gar nicht üblich. So würden die darauffolgenden Filme jeweils irgendwo an einer Stelle mit höchst unsexy Timecode. Setze den nächsten Clip immer auf die folgende volle Minute, wenn der Abstand zwischen den Clips kleiner ist als 10-15 Sekunden, nehme ich die übernächste Minute (ich setze vor jeden Clip meist einen 10sek-Countdown hin).

    Wenn Du die alten nimmst, verfehlst Du den Sinn, Du darfst die gar nicht nehmen. Auf jeden Fall neue generieren.

    Standards gibt es unzählige, kommt auf Sender und auch Inhalt an. Hier mal drei einfache Beispiele:

    Newsbeiträge und Fernsehsendungen:
    00:00:00 - 00:00:50 Bars + Tone (1kHz -9dB)
    00:00:50 - 00:01:00 Black (oder Countdown)
    00:01:00 - Programm
    Sat.1 zum Beispiel macht die Bars eine Minute länger und fängt erst bei 2 Minuten an. Je nach Bandformat und -maschine wird beim Zurückspulen die Geschwindigkeit irgendwo um 1:30 gedrosselt, wenn man also 2 Minuten Vorlauf hat, kann man so mit voller Geschwindigkeit bis an den Anfang spulen ;) Aber der Hauptgrund liegt daran, dass der Anfang eines Tapes am anfälligsten ist auf Fehler oder Dreck, die sind halt einfach etwas vorsichtiger.

    Videoclips, Werbung:
    09:59:00 - 09:59:50 Bars + Tone (1kHz -9dB)
    09:59:50 - 10:00:00 Coundown + Slate (Texttafel mit Infos zum Inhalt)
    10:00:00 - PGM

    Spielfilme:
    09:58:00 - 09:59:30 Bars + Tone (1kHz -9dB)
    09:59:30 - 09:59:50 Black
    09:59:50 - 10:00:00 Coundown + Slate (Texttafel mit Infos zum Inhalt)
    10:00:00 - PGM
    Auch hier die 2 Minuten Vorlauf.

    Es gibt alle möglichen Variationen, nur schon der Programmstart kann 1min, 2min (eben Sat.1), 1h oder 10h sein.

    Mehrere Clips hintereinander wie gesagt auf die nächste volle Minute. Bei Werbung mit vielen Versionen und Remindern ist es üblich, 10sek Schwarz zu lassen, gerundet auf Sekunde genau. Wobei Werbespots eh auf die Sekunde genau sind. Sein sollten. Gibt immer wieder welche, die ein paar Frames daneben sind, ist aber nicht wirklich professionell.

    Sorry, bin wahrscheinlich für dieses Mal zu spät, aber jetzt hast Du mal ein paar Standards, oder zumindest Ansätze ;) Hab ich noch was vergessen?
     
  9. rhetoric

    rhetoric Thread Starter MacUser Mitglied

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    nicht zu spät. ich hatte noch anderes zu erledigen.

    mein videomaterial, geschnitten, liegt alles noch im dv-pal format vor, da ich dieses nie umgewandelt habe. wenn dann wurde es als moviefile mit dvpal codec für eine dvd umgewandelt.
    nun lese ich aber (in folgendem thread: http://www.macuser.de/forum/showthread.php?t=247212) dass dv, ihr sprecht da von dvpal ja?, verpönt wird.
    oder versteh ich das falsch?
    ehrlich gesagt ist doch die archivierung des geschinittenen filmes auf band im ursprünglichen format (wenn keine rückcodierung stattfinden muss) am geeignetsten, oder nicht?
     
  10. Guru74

    Guru74 MacUser Mitglied

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    Doch natürlich ;) Wenn man DV hat, dann bleibt man auch dabei. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es ein mittelmässiges Format ist.
     
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