Was genau ist im PDF eine "eingebettete Untergruppe"?

Dieses Thema im Forum "Drucktechnik" wurde erstellt von MacSchneck, 09.11.2005.

  1. MacSchneck

    MacSchneck Thread Starter MacUser Mitglied

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    Ich dachte man kann die Schrift komplett einbinden (was man meines Wissens für Print tun sollte, Stichwort: x3) - oder eben "nur die in diesem PDF verwendeten Buchstäbelchen" - das dachte ich wäre dann "nur" eine eingebettete Untergruppe. D.h. man kann z.B. im Text im PDF nichts ändern, wenn ein Buchstabe nicht schon dort vorkommt.

    Ich bekam heute Nachricht aus einer neuen Druckerei, mein X3 hätte keine eingebetteten Untergruppen.
    Ich: Ja stimmt, Schrift ist komplett eingebunden.
    Sie: Ja dann können wir keine Garantie übernehmen, und keine Reklamationen annehmen, wenn sie sie Untergruppe nicht einbetten.
    Ich: Aber ich habe doch mehr als die Untergruppe drin, nämlich die ganze Schrift, warum ist das ein Problem?
    Sie: Nein, Untergruppen, sind die "Zusätzlichen Zeichen".
    Ich: Hä?
    Sie: ja und wenn sie im Programm etwas kursiv machen oder fett.

    Bitte klärt mich auf. Ich dachte ich hätte es dank cleverprinting endlich kapiert. Und jetzt DAS!

    Was ist eine Untergruppe???
     
  2. hoffMan666

    hoffMan666 MacUser Mitglied

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    Hallo,

    also ich habe das genauso verstanden wie du und kann mit der Reaktion deiner Druckerei nur bedingt etwas anfangen.

    Also es ist so, daß man um auf Super-Nummer-Sicher zu gehen, sagen kann Schriften als Untergruppen einbetten und den Wert auf 100% setzt. D.h. die Schrift wird immer komplett als Untergruppe eingebettet, denn der Wert 100% bezieht sich auf die aus der Schrift vorkommenden Zeichen.

    Wenn man Untergruppen in seinen PDFs hat, dann kriegen die einen zufällig generierten Namensanfang, d.h. jede Schrift hat einen ganz speziellen Namen und ein RIP kann nie in die Verlegenheit kommen eine Schrift evtl. zu ersetzen.

    Die Idee ist zwar irgendwo berechtigt, aber meines Erachtens etwas zu pingelig, denn wenn man eine Schrift einbettet, dann dürfte ein RIP eigentlich nicht in die Verlegenheit kommen, die auszutauschen. Und ausserdem, für die ganz pingeligen, ist ne komplett eingebette Schrift datenmäßig kleiner als eine komplett als Untergruppe eingebettete.

    Gruß
    hoffMan
     
  3. Klauf

    Klauf MacUser Mitglied

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    Hallo MacSchneck,

    Du hast das mit den Untergruppen absolut richtig verstanden.

    Ich befuerchte mal, dass die Dame von der Druckerei da etwas mit den Schriftschnitten der Schriftenfamilie durcheinander gebracht hat.

    Gruss
    Klauf
     
  4. don.raphael

    don.raphael MacUser Mitglied

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    Ich schieß mal in´s Blaue:

    "Sie: ja und wenn sie im Programm etwas kursiv machen oder fett."

    vestehe ich so, daß Du wohl irgendwo im Programm keinen echten kursiven oder bold Schnitt verwendet hast, sondern eine Schrift einfach per Button gefettet oder elektronisch schräggestellt hast (pfui, pfui). Da kann es passieren, daß das beim rippen nicht mit übernommen wird. Auch manche TT-Fonts lassen sich nicht einbinden.

    hast Du also auf die bösen fett/schräg-Knöpfe gedrückt, ohne daß der Schnitt sauber als PS-Font dahintersteht??
     
  5. MacSchneck

    MacSchneck Thread Starter MacUser Mitglied

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    Nein habe ich natürlich nicht!!!! Habe ich ihr auch gesagt.

    Aber hätte das denn damit zu tun? Also ich meine vielleicht wollen die sich dagegen absichern - hätte es also Auswirkungen ob Untergruppe oder nicht wenn ich ohne Schnitt auf schräg geklickt hätte?
     
  6. ThoRic

    ThoRic MacUser Mitglied

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    Nein.

    Wenn du übers Programm fettest oder kusiv stellst und die Fette oder Kursive Variante nicht da ist, wird so oder so eine simulierte Version dieses Effektes erzeugt.

    Ich gehe mit den anderen auch insofern kondom, dass wenn eine schrift komplett drin ist, das eigentlich das Optimum ist. Wenn dann noch evtl. Textkorrekturen per Pitstop vorgenommen werden (das nimmt im unterschied zu Acrobat _immer_ die Dokumentschriften, so sie denn komplett vorhanden sind), ist man eigentich rundum auf der sicheren Seite. Und ein RIP sollte _niemals_ so konfiguriert sein, das es vorhandene Schriften ersetzt.

    MfG

    ThoRic
     
  7. hoffMan666

    hoffMan666 MacUser Mitglied

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    Hallo,

    also meinses Wissens macht das keinen Unterschied, das könnte man absichern wenn man die Schriften vektorisiert. Das ist aber nicht so einfach in jedem Programm machbar und ausserdem hat es den Nachteil, daß hinterher die Texte nicht mehr editierbar sind.

    Stimme ich voll und ganz zu! Ich habe allerdings die Tage die Release Notes von Harlequin7 gelesen und das kann sogar Schriften emulieren...

    Gruß
    hoffMan
     
  8. aro74

    aro74 MacUser Mitglied

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    @ThoRic
    Absolut richtig, sehe ich auch so. (OT: Klausur 2,3 ;))

    @MacSchneck
    Schick' der netten Dame doch mal den CleverPrinting-Link ... :D
     
  9. ThoRic

    ThoRic MacUser Mitglied

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    Hallo,

    @ aro74
    Respekt, hat es sich ja gelohnt zu büffeln! Ich bitte nochmals um Entschuldigung, dich davon abzuhalten versucht zu haben.

    @hoffMan

    > Ich habe allerdings die Tage die Release Notes von Harlequin7 gelesen und das
    > kann sogar Schriften emulieren...

    Das macht Acrobat, bzw. der Reader doch schon seit Version 3 (?) und zwar oft so gut, dass ohne Preflight mehrere Auflagen gedruckt werden, bis es jemandem (optisch) auffällt.

    MfG

    ThoRic
     
  10. MacSchneck

    MacSchneck Thread Starter MacUser Mitglied

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    Danke euch!
    Habe grade nochmal telefoniert. Also die sagen sie hätten manchmal Probleme mit Mac Daten wenn die FontUntergruppe nicht eingebettet ist. Weil dann die Schrift nicht gefunden wird! Hä?? Also doch ein RIP das ersetzt??
    Ich habe dann alles erklärt was ich weiß, cleverprinting kennen sie auch, (sollten es mal lesen!), und was ihr geschrieben habt.
    Deren Rip ist natürlich auch auf keinen Fall Schuld wenn es etwas ersetzt!!

    Jemand noch eine Idee warum es mit Macdaten wenn die Untergruppe nicht eingebunden ist Umbrüche etc. verändern könnte?
     
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