Wäre ein Hybridpowermac möglich?

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  1. yens

    yens Thread Starter MacUser Mitglied

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    Der Powermac G5/Xeon.

    Das beste aus beide Welten. Ist das technisch überhaupt möglich ein Board für 2 Unterschiedlich Prozessoren zu bauen?

    Wie könnte die Speicheranbindung realisiert werden?
    Woran soll Darwin erkennen welcher Task an welchen Prozessor vergeben werden muss um optimal performance Rauzuholen?
    Wie könnte Apple so was vermarkten?

    Gruß Jens
     
  2. aeuglein

    aeuglein MacUser Mitglied

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    Ach weisst du, machbar ist alles, wenn man will...
    Aber welchen Vorteil würde das bringen? Hardware ist nicht alles, da gibts noch Software die in meinen Augen noch viel wichtiger ist und kein Entwickler will sich die Mühe geben und ständig jedes Programm für 2 Prozessoren optimieren.
     
  3. Flupp

    Flupp MacUser Mitglied

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    Das ist genau das Problem bei Mehrprozessorboards: Die Verteilung der Arbeit.
    Da im dümmsten Fall die Daten anders geliefert werden müssen, gibt es nur Nachteile.

    Aus Programmierersicht spielt es durch die Universal-Binarys keine Rolle mehr wo das Programm läuft.

    Fazit: In den Kisten nur gleiche CPU verbauen, wenn mehr Power benötigt wird, kann man mehrere (unterschiedliche) Kisten verbinden.
     
  4. yens

    yens Thread Starter MacUser Mitglied

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    Es gibt nicht so viele Programm die wirklich für 2 Prozessoren optimiert sind. Aber ich nutze immer einen Haufen Programme gleichzeitig. Man könnte also den Powerprozessor für die Poweroptimierten Programme verwenden und für die Sachen die es noch nicht auf X86 geschafft haben. Auf dem Intel könnte man Programme nutzen die auf X86 optimiert sind, z.B. Windowsprogramme in Virtual PC oder Vmware oder zukünftige Programme die es erst für die x86 Macs geben wird die überhaupt nie auf PowerPC laufen werden.

    So ein Hybridmac wäre doch sicher technisch sehr intressant. Vor allem wenn die Software soweit angepasst ist das die z.B. Photoshop den einen Filter auf Power ausführt und den anderen auf dem x86 je nachdem wo es schneller geht. Das wäre doch genial.

    Gruß Yens
     
  5. Ulfrinn

    Ulfrinn MacUser Mitglied

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    Theoretisch hast du recht, aber praktisch ist das sehr schwer umzusetzen. Allein schon deshalb, weil die beiden Prozessoren Zahlen mit einem Umfang von 16 bit und mehr unterschiedlich speichern (Little Endian vs. Big Endian). Die Konvertierung die zur Kommunikation nicht nur zwischen den Prozessoren sondern auch mit der anderen Hardware ggf. notwendig ist, würde das ganze erheblich ausbremsen.
     
  6. netXperience

    netXperience MacUser Mitglied

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    Ich bezweifle mal ernsthaft, dass G5 & Xeon rein praktisch so auf einem Meinboard verbauen kannst, damit diese wie ein SMP System funtionieren. Du mußt bedenken, dass völlig verschiedene Komponenten verbaut werden müssten, die von der jeweils anderen CPU nicht unterstützt werden (Memory-Controller, North-/South-Bridge, GTL+, MCH, ICH etc. pp.)
    Die einzige ökonomische Möglichkeit wäre wohl ein G5 mit Xeon-/P4-Erweiterungskarte (oder umgekehrt), die über PCI-X angebunden wird und auf der eine eigene Instanz von OS X läuft. So etwas ähnliches gab's übrigens schon Mitte der 90er Jahre von Apple, nur mit Windows auf der x86er-Karte. SUN hatte ähnliche Produkte für SPARC-Workstations und es gab mal auch einen Anbieter der G4-Karten mit Linux für PCs angeboten hat.

    Das Ganze wäre sehr aufwendig (= langsam & teuer), selbst mit 2 laufenden Darwin/MacOS X Instanzen, daher kaum attraktiv für die Nutzer. Ich bezweifle übrigens, dass MacOS X bei einem Fat-Binary entscheiden kann, auf welcher CPU der Code schneller abläuft... :D
    Darüber hinaus gibt es noch das Endian Problem mit den Daten, die im RAM liegen. Jede CPU würde wohl einen eigenen lokalen Speicher benötigen, um zu gewährleisten, dass nicht die little-endian CPU die Daten der big-endian CPU überschreibt. Man stelle sich nur mal die Geschwindigkeitseinbusen bei der Verwendung der Zwischenablage vor, wenn größere Datenmengen von der x86-Instanz von OS X zur PPC-Instanz kopiert werden (d.h. konvertieren und ggf. 2x im RAM halten). Auch eine transparente Kennzeichnung der Speicherbereiche als little- oder big-Endian würde einiges an Performance kosten und benötigt höchstwahrscheinlich eine aufwendig umgeschriebene Version von MacOS X, falls solch eine Funktion nicht bereits implementiert ist.

    Wahrscheinlich ist es für die meisten Nutzer sinnvoller und angenehmer, eine Zeit lang den PowerMac G5 zu behalten und sich dann parallel einen Apple-PC mit OS X zu kaufen. Irgendwann werden die Apple-PCs ja wohl schnell genug sein, sodass niemand mehr aus Performancegründen den PowerMacs nachheult. :rolleyes:
     
  7. Schon heute kommen Daten mal Big- und mal Little Endian rein. Big-Endian sind z.B. Netzwerk-Daten etc., Little Endian die Intel-Busse (PCI, USB)
     
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