Von Linux zum Mac

Dieses Thema im Forum "Mac Einsteiger und Umsteiger" wurde erstellt von sheep, 02.04.2005.

  1. sheep

    sheep Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo allerseits

    Ich habe ein PC-Notebook mit Linux, überlege jedoch derzeit ernsthaft, ein aktuelles Powerbook als Ersatz für meinen alten Acer anzuschaffen. Zuerst hatte ich eigentlich an ein IBM Thinkpad gedacht, nach mehr oder weniger eingehendem "Vergleich" habe ich allerdings festgestellt, dass ein Mac insbesondere durch das vorinstallierte Unix, die faszinierenden Graphik-Funktionen etc. für mich als Unix-Fan und nebenberuflichen Webdesigner tatsächlich mehr Vorteile bieten würde, als ein vergleichbarer PC.

    Mir drängen sich in diesem Zusammenhang jedoch ein paar Fragen bezüglich OS X auf. Insbesondere würde mich interessieren, ob die ganzen Linux- / Unix-Tools (z.B. crontab) auch unter OS X verfügbar sind - ich habe bereits auf den Apple-Seiten ein paar Hinweise gefunden (z.B. vi gibt es, auch mutt etc.), auch wie man die Bash als Standard-Shell einstellt, habe ich herausgefunden, was für mich sehr wichtig ist, aber es wurden halt nicht alle für mich wichtigen Dinge erwähnt. Die paar wichtigsten Fragen, die mir derzeit einfallen:

    - funktionieren Shell-Scripts, die unter Linux geschrieben wurden, unter OS X? Es ist mir natürlich klar, dass dafür die entsprechenden Befehle vorhanden sein müssen - das wäre dann die Folgefrage...
    - wie schnell ist das Apple-Terminal und lässt sich das gegebenenfalls z.B. durch aterm ersetzen?
    - ist der X-Server für OS X wirklich so unhandlich und hässlich? Ich weiss, das ist eine sehr subjektive Frage, aber ich lese immer wieder, dass Mac-User OpenOffice und Gimp eher meiden, weil sich die Programme unter Aqua unergonomisch anfühlen.
    - ist es möglich, eine andere Unix-GUI wie z.B. Fluxbox unter X11 unter OS X zu betreiben? Ich glaube gerne, dass das eigentlich niemand will dank Aqua, wahrscheinlich auch ich nicht, aber es interessiert mich halt ;)
    - und dann noch ganz etwas anderes: ich habe noch eine MS Office 2003 Lizenz für Windows, weiss jemand, ob man da günstig auf MS Office:mac "upgraden" kann? Ich möchte nicht unbedingt OpenOffice auf einem Mac benutzen, wenn ich durch Office:mac Kompatiblitätsprobleme ausschalten kann, die ich gerade unter Linux hatte

    Naja, vielleicht fällt mir im Laufe der Zeit noch mehr ein, aber es würden mich natürlich auch einfach Meinungen von Leuten, die selber von Linux oder einem anderen Unix auf OS X umgestiegen sind, interessieren, denn sonst liest man hier ja fast immer nur Sachen von frustrierten Windowslern, das ist auch der Grund, warum ich überhaupt einen eigenen Thread aufgemacht habe :rolleyes:.

    Ich danke im Voraus :).

    MfG sheep
     
  2. blackalicious

    blackalicious MacUser Mitglied

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    Im X-Server für OS X sehen die Programme im großen und ganzen so aus wie unter Linux. Die Linux Oberflächen/Programme haben halt i.d.R. eine andere Bedienphilosophie als Mac OS X. Deswegen empfinden das viele als unergonomisch denke ich mal. Es ist halt dann so, dass man zwei unterschiedliche Bedienkonzepte gleichzeitig nutzt, das von Mac OS X und das von Linux (und wenn man das Mac typische kennt, kommt einem halt häufig das Konzept von Linuxprogrammen und Windows umständlich und unergonomisch vor). Ansonsten laufen unter X11 Linuxprogramme ziemlich fein.
     
  3. Junior-c

    Junior-c Gast

    Eher weil sich Programme unter Aqua ergonomischer anfühlen. ;) Nein. Soo schlimm ist X11 auch nicht, aber wenn man sich mal an Aqua gewöhnt hat will man nur ungern drauf verzichten. Außerdem sind bei X11 die Menüleisten in dem jeweiligen Fenster und nicht wie sonst in der Menüleiste (dort ist dann X11 aktiv).
    Ich glaube nicht, dass das geht. Aber falls du Student/Lehrer bist dann bekommst du das Office 2004 für MacOS um 150 Euro (in etwa).

    Leider kann ich deine Linux/Terminal fragen nicht wirklich beantworten weil ich da noch zuwenig Ahnung habe, aber ich würd mal sagen dass deine Scrips laufen sollten außer du verwendest darin Verzeichnisse die unter MacOS nicht vorliegen. Hatte mal einen Linux Workshop gemacht und alle Befehle die ich dort erlernt habe funktionieren im Terminal (habs auf bash gestellt).

    MfG, juniorclub.
     
  4. d@tenmaulwurf

    d@tenmaulwurf MacUser Mitglied

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    Genauso habe ich auch gedacht! Ich komme auch von Linux und wollte mir auch zuerst ein ThinkPad holen und habe dann doch zum Apple gegriffen (zwar nur ein iBook, iss aber egal hier).

    Was ich sagen kann ist, dass mir das OpenSource-Gefühl hier stark fehlt! Hier kostet wirklich ziemlich viel Software Geld (habe extra das Wort "alles" oder "fast alles" gemieden) - und wenn es was unkommerzielles gibt dann ist es halt nur Freeware.

    Software, für die ich keinen Ersatz gefunden habe und welche ich sehr misse, sind z.B. iptraf, xmms (es läuft zwar unter X11 aber gibt keinen Sound von sich) und gftp (welches problemlos unter X11 läuft).

    Ansonten will ich meinen Apple nicht mehr missen - und schon gar nicht in Sachen Programmierung und Design.

    Zum Thema Terminal: Ich habe früher ja immer Eterm verwendet und habe als für zufriedenstellendes Terminal iTerm gefunden. Hier kann man einzelne Shells "tabben" á la Fluxbox, wo wir uahc schon beim nächsten Thema sind: Blackbox läuft ohne Probleme parallel zu Aqua - sogar KDE hatte ich ma ausprobiert - war sogar recht ansehnlich mit entsprechenden Themes.

    Parallel habe ich noch - wegen den OS-Sachen - ein Debian Sarge installiert - welches auch ohne Probleme wunderbar läuft.

    Viel Spaß mit deinem PB,

    d@tenmaulwurf
     
  5. der grimm

    der grimm MacUser Mitglied

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    Also XMMS erledigt seinen Dienst tadellos bei mir (per Fink installiert). Als Output-Plugin habe ich in den Einstellungen von XMMS allerdings eSound Output wählen müssen.
     
  6. n0ll4k

    n0ll4k MacUser Mitglied

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    ich habe mir vor kurzen auch ein powerbook zugelegt und habe zusätzlich noch eine linux workstation hier

    man kriegt viele programme auch für mac, versiontracker ist da sehr zu empfehlen da findet man oft auch freeware. das man für die meisten programme bezahlen muss gefällt mir auch nicht so sehr aber nix ist perfekt. dafür ist die leistung echt überzeugend nehme das powerbook auch für webdesign und habe auch gimp am laufen ich finde es nicht so schlimm wie immer gesagt wird mit x11 etwas zu machen aber das liegt vermutlich auch daran das ich selbiges auf einem anderen rechner laufen habe und es gewöhnt bin.
     
  7. Flupp

    Flupp MacUser Mitglied

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    Zu Shell-Scripts + Apple-Terminal:
    Für mich ist es schnell genug (Ausser das Einwählen per ssh geht 1-2s länger, aber sobald die Verbindung steht kein Unterschied mehr)
    Die "Standart"-Befehle sind da, die anderen müssen ev. mit Fink oder bei Versionstracker geholt werden. ABER die Pfade sind anders, so ist z.B. "/Users/Flupp" statt "/home/flupp"

    Der X-Server ist nicht hässlich, nur Aqua ist schöner !

    Ein anderes UNIX-GUI sollte gehen, wird aber eine grosse Arbeit da nicht vorgesehen und wohl auch kaum erwünscht.

    Office: Wer sagt denn, dass es zwischen Win+Mac Versionen einwandfrei geht ...

    Ich bin auch von Linux zu Mac gewechselt: Linux ist schön und billig, wenn man zuviel Zeit hat. Linux ist super für Server, aber der Mac ist besser zum direkt daran Arbeiten. Alleine schon wegen dem perfekten Zusammenspiel von Mail, Adressbuch und iSync zum Händy !
    Und natürlich iChat. Aber der "Zündfunke" war das iBook, damals das Einzige mit dem Preis/Leistungsverhältnis, klein genug (12") und erst noch 4h Akku !
     
  8. sheep

    sheep Thread Starter MacUser Mitglied

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    Wow, das sind ja mal viele Antworten :D. Vielen Dank euch allen!

    Genau das habe ich gemeint. Aber wenn sich X11-Programme nur "anders anfühlen" ist es für mich eher irrelevant, da ich an diese ja ohnehin gewohnt bin. Gerade GIMP wäre mir schon wichtig, über Photoshop kann ich dann immer noch nachdenken.

    Okay, danke. Hätte mich bei der microsoft'schen Kundenpolitik ja auch eher erstaunt :rolleyes:.

    Sehr schön, mehr will ich ja gar nicht. Die Sache mit den Pfaden ist nicht weiter tragisch, das kann man ja ändern.

    Das freut mich natürlich zu hören, ich wusste doch, dass es noch mehr von meiner Sorte geben muss ;).

    Damit habe ich bereits gerechnet, das finde ich nicht weiter schlimm. Irgendwie gehören für mich Linux / *BSD und OpenSource eng zusammen, bei Apple ist das für mich persönlich nicht so stark der Fall - ich erwarte bei einem Mac eher, dass die Qualität der Software vergleichsweise höher ist (man kennnt ja das "Problem" von Linux, dass ständig immer alles in der Entwicklung steckt), dafür bin ich auch bereit, zu bezahlen, solange sich die Preise in Grenzen halten.

    Das freut mich als Fluxbox-Fan natürlich, besonders die Sache mit den Tabs, das ist es nämlich gerade, was ich unter sämtlichen GUIs immer vermisse!

    Davon, dass Debian PPC gut auf Macs läuft, habe ich auch bereits gehört, allerdings bin ich da etwas skeptisch, da ich ein Dualbootsystem nach Möglichkeit vermeiden will, da bin ich im Allgemeinen nicht so begeistert davon.

    Das mit X11 wurde ja bereits erwähnt, das würde mich in dem Fall ebenfalls nicht stören, Hauptsache, die paar Sachen, die ich benötige, laufen wie gewohnt.

    Danke, das mit der Geschwindigkeit habe ich ja nicht wegen geringfügiger Unterschiede erwähnt, es ist halt nur so, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass es unter Linux massive Unterschiede in der Performance gibt, bspw. ist das Gnome-Terminal teilweise wirklich um ein vielfaches langsamer als Eterm oder aterm. Die Pfade sind ja schnell geändert, das ist nicht so wichtig, aber gut zu wissen. Aber an das /Users/ werde ich mich gewöhnen müssen :rolleyes:.

    Mit wieviel Aufwand das verbunden wäre, müsste ich dann halt ausprobieren, aber du hast bestimmt Recht damit, dass man das eigentlich gar nicht will...

    Hmm - wie schlimm ist das wirklich? Davon habe ich gehört, aber da die Kompatibilität zwischen verschiedenen Versionen von Windows-MS Office auch nicht perfekt ist, bin ich eigentlich nicht davon ausgegangen, dass das nicht so gravierend sein kann?!

    Naja, ich benutze Linux nicht, weil es "billig" ist, diese Argumente kommen doch sonst eher von Windows-Trolls :rolleyes:. Das mit der Zeit stimmt allerdings, ist für mich ja gerade der Grund, warum ich das Powerbook dem Thinkpad vorziehe, um mir "Frickeleien" zu ersparen, die bei einem neuen PC-Notebook mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei Linux nötig würden. Wegen der Preise der iBooks bin ich übrigens völlig einverstanden, ich bekomme eben als Student einen ziemlich grossen Rabatt (um die 20%) daher ist das Powerbook auch recht günstig, sogar einiges günstiger als ein vergleichbarer Thinkpad mit Rabatt. Ausserdem haben die PBs eine ganz anständige Akkulaufzeit, ich glaube 5 h bei 12'' und 4.5 h bei 15'' - da bin ich sowieso noch am überlegen, welches der beiden ich nehmen soll, wenn jemand Argumente für oder gegen eines der beiden hat, würde es mich natürlich freuen, diese zu hören :).
     
  9. benjii

    benjii MacUser Mitglied

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    Zu MS-Office Update: Ob das geht, weiß ich nicht. Microsoft hat für Mac-Office 2004 allerdings verstärkte Anstrengungen in Sachen Kompatibilität unternommen. So gibt es jetzt für jedes Dokument die Option einer "Kompatibiltätsprüfung". Meine Erfahrung (mit Word und Entourage): Der Austausch der Dokumente ist ähnlich problemlos wie der von Office-Dokumenten unter Windows.
     
  10. d@tenmaulwurf

    d@tenmaulwurf MacUser Mitglied

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    *lol* - das sagt ja dann alles ;)
     
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