Verträge aufsetzen - für Kunden und Freiberufler

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von Chrismarto, 13.02.2007.

  1. Chrismarto

    Chrismarto Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo!

    Ich versuche zur Zeit mein kleines Webdesign-Studio aufzubauen und habe dazu eine Frage:

    Ich würde gerne Verträge vorbereiten, die der Kunde bei einem Auftrag unterschrieben muss (und ich natürlich auch), AGBs und Verträge für eventuelle freie Mitarbeiter. Gibt es irgendwo im Netz Beispiele an denen ich mich orientieren kann? Oder sonstige Hilfe?

    Vielen Dank!

    Chrismarto
     
  2. Peterpanter

    Peterpanter MacUser Mitglied

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    Welchen Zweck soll das denn haben?

    Wenn du einem Kunden beim Auftrag einen Vertrag unter die Nase hältst, dürftest du ihn eher abschrecken. Üblich sind in dem Business solche Verträge eigentlich nicht (es sei denn, du gewinnst einen Millionentat für, sagen wir, Coca Cola :)

    Das einzige, was freie Mitarbeiter normalerweise bei Agenturen unterschreiben sind Verschwiegenheitserklärungen. Aber auch das meist nur bei großen Agenturen.
     
  3. Chrismarto

    Chrismarto Thread Starter MacUser Mitglied

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    Ich hatte vor ca. 3 Jahren den Fall, dass der Kunde anfing zu "bocken" und da wäre ein schriftlicher Vertrag zumindest mit Auftragsvergabe, Copyright, Nutzungsrecht usw. hilfreich gewesen. Ich arbeite als Dozent an mehreren Schulen und da sind Honorarverträge selbstverständlich (für Freiberufler). Brauch ich so etwas nicht, wenn ich als Webdesign-Studio Aufträge annehme bzw. an Dritte weitergebe?

    Gruß

    Chrismarto
     
  4. Peterpanter

    Peterpanter MacUser Mitglied

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    wie gesagt: bei institutionen, großen firmen etc. läuft das gelegentlich anders. aus meiner erfahrung kann ich aber sagen, dass in der kreativbranche die meisten agenturen sowas nicht machen. dass es ein vorteil wäre, grundlegendes vorher schriftlich zu vereinbaren, liegt auf der hand. doch die meisten kunden werden dich ziemlich merkwürdig anschauen. du kannst es ja versuchen.

    falls es musterverträge gibt, was ich bezweifle, dürftest du die bei den einschlägigen berufsverbänden und gewerkschaften bekommen

    aber vielleicht können ja noch andere was dazu sagen. eine meinung ist keine meinung :)
     
  5. Jim Panse

    Jim Panse MacUser Mitglied

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    Hast du schon mal an einen Fachmann gedacht? Ich habe mal gehört, dass es in Deutschland Rechtsanwälte gibt. Die bieten Vertragsgestaltung und Beratung. Klar das Kostet Geld. Aber man ist meist auf der sicheren Seite. Und wenn man Pech hat, dann haften die Anwälte auch. Und soo teuer sind die auch nicht, wenn du nur "kleine" Verträge willst.

    Und du denkst da richtig. Schriftliche Abreden sind sicherer im Geschäftsverkehr, gerade wenn man sich streitet. Bei Verträgen um die Freie Mitarbeit muss man aber auch aufpassen; oftmals sollen normale Arbeitsverträge dahinter stehen. Im Streit hilft's dann nicht viel.

    Viel Erfolg! :)

    PS: Ich sag "Ja" zum Fachmann. :)
     
  6. mex

    mex MacUser Mitglied

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    Unter dem Stichwort AGB findest Du hier ausreichend Stoff um Stoned zu werden.
     
  7. Plainswalker

    Plainswalker MacUser Mitglied

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    Wer schreibt, der bleibt. Ich kann Dein Bedürfnis verstehen.
    Jim hat aber schon recht. Lass das ganze von einem Anwalt machen. Ich arbeite neben der Promotion in einer Großkanzlei, und wenn es in die Richtung Probleme gibt, dann wegen zwei Sachen:
    - Gentlemen's Agreements
    - besch***ene Verträge.

    Was da regelmäßig auf den Schreibtisch kommt, geht echt auf keine Kuhhaut. Solltest Du wirklich was gutes haben wollen, such Dir nen Rechtsverdreher. Und such Dir nen guten. Das kostet zwar gleich mehr, aber die haben dann auch Ahnung. Ansonsten kannst Du Dir (wenn Du Pech hast) das Geld gleich sparen.
     
  8. Chrismarto

    Chrismarto Thread Starter MacUser Mitglied

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    Vielen Dank an alle! Jetzt weiß ich, dass Verträge nicht unbedingt nötig sind, aber es nicht schlecht wäre wenn man sie hätte... :)
     
  9. Bom0815

    Bom0815 MacUser Mitglied

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    Wenn man das "Schreckgespenst" eines formellen Vertrages vermeiden will, gibt's für übersichtliche Jobs als Mittelding noch den formlosen Austausch von Mails oder Faxen, in denen man eine etwa telefonisch getroffene Absprache nochmal kurz zusammenfasst.

    Also nach dem Motto "....wie heute/gestern telefonisch besprochen, werde ich bis X.X.XXXX ABC für 50.000 € fertigstellen...".

    Hat für beide Vorteile: der Auftraggeber ist dadurch selbst intern "abgesichert" (kann nachweisen,welchen Auftrag mit welcher Terminabsprache er an wen vergeben hat), der Auftragnehmer hat ein Stück mehr Sicherheit, was die Konditionen anbelangt.

    Bei großen, umfangreichen oder komplexeren Projekten allerdings würde ich auch eher eine formelle, schriftliche Vereinbarung, in der möglichst viele Details fixiert sind, vorziehen.
     
  10. Chrismarto

    Chrismarto Thread Starter MacUser Mitglied

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    @Bom0815: Danke für den Tipp! ;)
     
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