Umstieg: Fragen über Fragen ...

Dieses Thema im Forum "Mac Einsteiger und Umsteiger" wurde erstellt von recipient, 08.11.2003.

  1. recipient

    recipient Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo Macianer,

    es muss mal wieder ein neues Arbeitgerät her. Da ich nicht mehr unbedingt auf bestimmte, nur unter Windows verfügbare, Software angewiesen bin und mit dem "e-" ja ein bezahlbarer Mac verfügbar ist, überlege ich sehr ernsthaft, wieder auf Apple umzusteigen (hatte in den Neunzigern schon mal einen Performa). Sympathisch wär's mir ja ...

    Allerdings sind auch nach intensiver Recherche auf der Apple-Website und in den Beiträgen dieses sehr hilfreichen Forums längst noch nicht alle Fragen beantwortet (teilweise sogar erst entstanden). Aber vielleicht kann mir der eine oder die andere von Euch auf die Sprünge helfen.

    Nach den hier zum Teil sehr hitzig geführten Diskussionen zum Thema Performance gehe ich mal davon aus, dass ich mich mit einem eMac (512 MB) im Vergleich zu meinem jetztigen Rechner (Dell Inspiron 5000e, PIII, 600 MHz, 320 MB RAM) zumindest nicht verschlechtern, wahrscheinlich aber sogar deutlich verbessern würde(?).

    Meine Fragen beziehen sich deshalb eher auf die Aspekte Service, Qualität und Software:

    AppleCare Protection Plan - -
    Eigentlich(!) hatte ich mir vorgenommen, nur noch einen Rechner mit Vor-Ort-Service zu kaufen. Aber sowas gibt's bei Apple anscheinend nicht (was übrigens nicht gerade vertrauensbildend wirkt). Was genau hat es denn mit dem "Protection Plan" auf sich? Die groß herausgestellte Garantieverlängerung von einem(!) auf drei Jahre ist angesichts der neuen Gesetzgebung in Sachen Gewährleistung ja eigentlich schon fast unseriös. Und Telefonsupport über 90 Tage hinaus - na ja ... Lohnt sich das trotzdem? Habe ich da vielleicht was übersehen? 200 EUR sind ja kein Pappenstiel!

    Und: Wie funktioniert der Service bei Harware-Defekten praktisch (auch ohne Protection Plan)? Muss man den Rechner durch die Gegend schicken? Wie lange dauert ein Reparatur-Vorgang denn so (sprich: sollte man sich einen Zweit-Rechner für den Notfall zulegen)?

    Apple Software - - - - - - - - - -
    Über Mac OS X hört und liest man ja viel gutes. Aber kann man auch die beigelegten Anwendungen ernst nehmen? Oder sollte man lieber gleich nach entsprechenden Alternativen Ausschau halten (und zusätzliche Kosten einplanen)? Wie ist es beispielsweise mit Apple Works? Kann man da was mit anfangen? Oder ist es doch eher mit MS Works vergleichbar? :D Und wie steht's mit der Datei-Kompatibilität zu Word & Co.? Ganz praktisch, meine ich ...

    Was gäbe es denn für (bezahlbare) Alternativen zu Apple Works?

    Oder dieses iDings: Spielzeug oder brauchbar? (Dabei fällt mir ganz konkret ein: Kann iPhoto mit Exif-Daten umgehen?)

    Apple Fonts - - - - - - - - - - - -
    Mit welchem Schriften-Format arbeitet Mac OS X? Kann man vorhandene True Type Fonts aus der Windows-Welt übernehmen?

    Last but not least: Wie könnte ich ggf. meine Daten (Dokumente, Fotos etc.) vom Win98-Notebook auf einen (e)Mac übernehmen? Sind immerhin mehrere GB. Auf der deutschsprachigen Apple-Switch-Seite wird zwar gesagt, das sei alles kein Problem und auf "Move2Mac" verwiesen, auf der entsprechenden Produktseite erfahre ich dann aber "Dieses Produkt sollte nur mit englischsprachigen Versionen von Betriebssystemen und Programmen verwendet werden." Sehr sinnig ...

    Viele Fragen, sorry. Aber ich dachte: Besser vorher dumm fragen als hinterher dumm dastehen! ;)

    Über Tipps, Hinweise und kurze Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank!

    Beste Grüße

    recipient
     
  2. BEASTIEPENDENT

    BEASTIEPENDENT MacUser Mitglied

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    hollahiho! ;)

    aaaaalso, zu leistung und apple care hast du wohl in etwas recht (letzteres is wirklich eine frechheit). allerdings hat man mir noch immer per e-mail bzw. mit kostenlosen anrufen/rückrufen geholfen - ohne rechnung (habe kein apple care).

    apple works kann ich dir nix zu sagen, sehe keinen sinn für so ein prog.

    für texte und office etc. kann man die kostenlose freeware open office nehmen, die mächtigste office-sw überhaupt. auch ragtime und viele andere office-pakete können mit den sch***-.doc-dateien umgehen, wenn man's unbedingt braucht.

    iphoto ist hübsch und nett zu bedienen, aber über 500 oder spätestens einigen 1.000 bildern nicht zu gebrauchen, da kommt es nicht mit klar. da empfiehlt sich eher zum anschauen und verwalten der ebenfalls mitgelieferte graphic converter.

    die anderen itools finde ich ziemlich gelungen, insb. itunes.

    daten rüberkriegen? nun, bei fotos oder dokumenten: kopieren - fertig! wofür braucht man da ein extra-tool? man kopiert per netzwerk, cd's, wlan, firewire, dvd's oder wie auch immer. .jpg's sind jpg's, ob linux, mac oder dose, ebenso .docs (die verboten gehören *grrr*, naja, anderes thema *g*).

    das einzige problem könnte sein, outlook express mails zu konvertieren. das geht entweder nur per imap (dann allerdings recht simpel) oder mittels exportieren in ein netscape/-mozilla-format, das kann dann auch apple mail wieder lesen (es verwendet wie die meisten mail-progs außer dem M$-schrott das .mbox-format).

    HTH

    edit: axo, schriften... ttf's unterstützt apple ebenso wie das mit M$ zusammen entwickelte offene system (open nochwas, namen vergessen) und noch einige weitere schriftart-formate... /edit
     
  3. recipient

    recipient Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo BEASTIEPENDENT,

    danke für die (erstaunlich) schnelle Antwort.

    Hm, könnte echt zum K.O.-Kriterium werden.

    Super Idee ... :p

    Um einmalig meine Daten zu übernehmen, wollte ich nicht unbedingt ein komplettes Netzwerk installieren. Ich dachte eher an eine einfache "Überspielmöglichkeit", per USB oder so ...(?)


    Heißt das, ja, ich kann meine Fonts aus Windows übernehmen?

    Dank & Gruß

    recipient
     
  4. ric

    ric MacUser Mitglied

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    Hi,
    ich arbeite auf einem Powerbook G4 400 MHz mit 256 MB RAM unter Mac OS X 10.3 Panther. Das ist eine Kombination, mit der ich auch tempomäßig gut bedient bin, auch im Vergleich zu meinem Desktop Pentium 4 mit 2 GHz unter XP. Das Apple Betriebssystem ist seit Jaguar richtig gut und mit Panther noch besser geworden.
    Zur Datenübernahme vom Windows Notebook stehen Dir viele Möglichkeiten zur Verfügung: Ethernet (Panther versteht sich auch auf SMB und kann damit Windows Freigaben nutzen), externe FAT-formatierte Festplatten via Firewire oder USB oder zur Not über gebrannte CDs.
    True Type Fonts kann Mac OS X ohne Konvertierung verwenden. Deine Bilder kannst Du problemlos weiterverwenden, MS Office Dokumente entweder ohne Inkompatibilitäten mit Office X (gibts teilweise im Bundle mit einem neuen Mac sehr günstig, ist nett designt) weiternutzen oder die .DOC Files mit dem für den Privatgebrauch kostenlosen Ragtime Privat 5.6 X oder auch - seit Panther - mit dem beigelegten Text Edit importieren.
    Ein Geheimtip ist übrigens Papyrus X, eine Office Software von R.O.M. logicware (www.rom-logicware.com) aus Berlin. Papyrus ist seit vielen Jahren auf anderen Plattformen verfügbar (Atari TOS, dann OS/2, Windows) und läuft seit dem Sommer unter Mac OS X. Auch Papyrus kann Word Dokumente lesen und schreiben, das Paket enthält außerdem Tabellenkalkulationsfunktionen und eine relationale Datenbank.
    Besser als das kaum noch weiterentwickelte Apple Works ist Papyrus auf jeden Fall.
    Generell muß man sagen, daß seit Mac OS X die Apple Welt offener geworden ist. Das fängt bei den Schnittstellen- und Netzwerk-Formaten an (in vielen Fällen ist Apple Trendsetter (Firewire, Airport/WLAN), in anderen (z.B. Bluetooth) ist die Implementierung eleganter als bei Windows) und setzt sich bei der Software fort. Dank CUPS-Unterstützung kann eine Vielzahl von Druckern angesteuert werden, für die die Hersteller keinen Apple Support bieten.
    Als Nutzer beider Welten kann ich Dich nur ermutigen, zum Mac zu switchen!

    Viele Grüße
    Volker
    clap
     
  5. Wuddel

    Wuddel MacUser Mitglied

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    Zum AppleCare Protection Plan: Der lohnt sich in seiner "teuren Version" mit internationalem Support nur für Leute mit mobilen Macs die den Support auch im Ausland brauchen. Es gibt leider nur auf Anfrage beim Mac-Händler glaube ich auch eine auf Deutschland beschränkte Version für 100 EUR.

    Mein iBook brauchte mal eine neue Festplatte. Es wurde abgeholt und war innerhalb von 48 Stunden wieder da, das hängt aber (wie bei allen Herstellern) stark vom Fehler ab.

    Wenn dein PC eine Netzwerkkarte hat: Gekreuztes Ethernet-Kabel für 3 EUR ansonsten CDs brennen.

    Was für Anwendungen brauchst du denn? Und musst du Word-Dateien auch schreiben können? Lesen geht mit TextEdit, der ist bei Mac OS X seit Panther dabei. Ansonsten halt die Mac-Version von Office.
     
  6. BEASTIEPENDENT

    BEASTIEPENDENT MacUser Mitglied

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    geht ja auch. wie gesagt: dvd, cd, firewire, usb... (okkay, letztgenanntes hatte ich vergessen zu erwähnen *g*). aber netzwerk "aufbauen"? wirklich aufzubauen is da nix groß, mit dem mac is das mehr als einfach ;)

     
    kA - du hast ja nich geschrieben, was es für welche sind! ich nehme mal an, treutype, (.ttf), da diese AFAIK die häufigsten sind. die solltest du problemlos übernehmen können. bei mir ging es.

    viel erfolg, falls du den schritt doch wagst. ;)

    falls du noch ein überredungskriterium *fg* brauchst: ich habe selber zehn jahre lang mit dosen gearbeitet, bis ich keine lust mehr auf die EWIGE frickelei und abstürze hatte. im april ist mein power book gekommen und seitdem macht mir JEDER griff, JEDER arbeitsschritt SPAß, der mac ist nicht NUR so ein werkzeug zum damit arbeiten, er ist durchdacht, kreativ, funktionell! alles funzt auf anhieb, alles ist einfacher, intuitiver und stabiler! os x ist das beste os, was ich je erlebt habe, und ich wäre derzeit nicht mehr bereit, mit einem pc zu arbeiten. ich würde mich schlichtweg weigern!
     
  7. recipient

    recipient Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo allerseits ...

    Schön zu hören. Mir fällt allerdings auf, dass anscheinend nicht wenige User neben ihrem Mac auch (noch) einen Windows-PC stehen haben - und ihn sogar benutzen! Das könnte aber bedeuten, dass zumindest die Kompakt-Macs de facto dann doch eher schicke Luxusartikel mit Lifestyle-Charakter wären, auf die allein zum (windows-) weltlichen Arbeiten sich aber kaum jemand verlassen mag ...(Herrjeh, was für ein Satz!)

    Ketzerisch, ich weiß. Aber könnte vielleicht doch so ein klitzleines Körnchen Wahrheit in dieser - zugegebenermaßen außerordentlich provokanten - These stecken? :D

    Papyrus und OpenOffice sind gute Tipps! Ich kenne sogar beide, hatte sie aber nicht mit Mac OS in Verbindung gebracht (wurden anscheinend ja auch erst vor kurzem portiert). Das wären in der Tat gute Alternativen.

    Gelegentlich schon, ja. Ist ja De-facto-Standard - ob es einem nun gefällt oder nicht - und als Texter kann ich mich medientechnisch nicht vom Rest der (Windows-) Welt abnabeln (und will ich ja auch gar nicht). Aber mit den angesprochenen Anwendungen (siehe ric) würde es ja gehen.

    Mag schon sein, aber ein Netzwerk hat immer zwei Punkte. Mindestens! In diesem Fall ist der andere Punkt halt ein Windows-Notebook (ohne Netzwerk-Anschluss und CD-Brenner). Ich hatte gehofft, dass jemand praktische Erfahrung mit sowas hat und 'ne einfache, preiswerte Standard-Lösung aus dem Hut zaubert. Aber okay, mit 'nem Datalink-Kabel via USB müsste es ja irgendwie gehen. Und was ich mac-seitig dafür brauche, würde ich ggf. sicher auch noch irgendwie herausfinden.

    Na ja, die Frage lautete: Kann ich meine True Type Fonts aus Windows übernehmen? Ich dachte, das wäre einigermaßen eindeutig formuliert ;)

    Aber egal, Du hast sie ja jetzt positiv beantwortet, wenn auch über Umwege :)

    Ein Problem weniger. Immerhin ...

    Geht mir ja genauso! Insofern muss ich eigentlich gar nicht mehr bekehrt werden (obwohl Ermutigung natürlich nie schadet :) )

    Wenn ich hier 'nen Stapel überflüssiger Euros herumliegen hätte, dann würden wir gar nicht über das "ob" diskutieren, sondern allenfalls über das "wie" (wann, wo ...). Habe ich aber nicht, deshalb muss ich das ganz pragmatisch entscheiden. Und das Preis-Leistungsverhältnis des eMac kann sich im Vergleich zur Pentium-Welt ja auch durchaus sehen lassen. Theroretisch. Was ich aber gerade hier im Forum zum Thema Qualität und Service gelesen habe, macht mich nicht sehr zuversichtlich. Und die Apple-Bedingungen selbst tragen auch nicht unbedingt zu mehr Vertrauen bei ... :confused:

    Okay, ich hätte für den Notfall (Reparatur) ja auch noch mein PIII-Notebook, aber erstens kann das ja nicht Sinn der Sache sein und zweitens - siehe These ganz oben ;)

    Na ja, ich habe mal das "Switcher-Formular" bei Apple ausgefüllt. Vielleicht rufen die mich ja tatsächlich an, dann kann ich das mit den Garantie- und Servicegeschichten ja mal genauer klären. Ehrensache, dass ich darüber berichten werde, falls es was zu berichten gibt!

    Einstweilen besten Dank für Eure Bemühungen! clap

    Viele Grüße

    recipient
     
  8. recipient

    recipient Thread Starter MacUser Mitglied

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    Kleiner, aber wichtiger Nachtrag zu Thema Garantie/Service:

    Einem Hinweis aus dem Hardware-Forum folgend bin ich bei Cancom auf folgende Lösung gestoßen:

    # 36 Monate kostenlose Vor-Ort-Garantie
    # 24 Std. Reaktionszeit (Regelwert)
    # Vor-Ort-Reparatur inkl. Ersatzteile
    # Keine Anfahrtskosten

    Na bitte, es geht doch! Gilt zwar leider nicht für den eMac (wird seine Gründe haben), aber vielleicht kann ich mich ja nun doch zu 'nem iMac entschließen.

    Schau 'mer mal ;)

    Grüße

    recipient
     
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