Tagessatz für Repro

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von Mopi, 26.07.2006.

  1. Mopi

    Mopi Thread Starter MacUser Mitglied

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    26.07.2006
    Hallo, ich bin seit drei Jahren als Mediengestalter selbständig, habe eigene Kunden im mittelständischen Segment und arbeite frei für eine Agentur im Bereich Screendesign (mit einem sehr schlecht verhandelten Tagessatz). Jetzt habe ich eine Anfrage von einem Reprounternehmen. Hier geht es um Bildbearbeitung, Reinzeichnung und Druckvorstufe. Das kann ich und nehme bei meinen Kunden zwischen 40 und 50 Euro die Stunde. Das wäre dann ein Tagessatz zwischen 320 und 400 Euro. Das kommt mir für eine Freelancer-Tätigkeit sehr viel vor. Hatte jetzt im Kopf mich für 35 bis 40 Euro die Stunde dort anzubieten. Hat jemand Erfahrung mit freien Sätze in Reprounternehmen?
     
  2. Girgl42

    Girgl42 MacUser Mitglied

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    ...hm... also ich denke auch das du mit 35-40 euro besser beraten bist, vorausgesetzt es soll sich eine länger geschäftsbeziehung ergeben...

    ist halt "nur" repro... kein design.
     
  3. Nice

    Nice MacUser Mitglied

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    Hallo,
    naja, das kommt auch ein wenig auf den reginoalen Markt bei euch an. Ich weiß, dass es bei uns z.B. von frisch gebackenen Grafikern nur so wimmelt. Viele Studenten arbeiten eben neben ihrem Kom-Design-Studium schon in Agenturen als Freie, betreuen eigene Kunden und machen mit ihren Studenten-Preisen den Markt "eng".

    Von vielen Agenturen höre ich, dass sie verzweifelt nach guten Produktionern suchen. Sie brauchen Leute, die schnell und sauber Daten druckfertig machen können. Von daher kann man in so einer Situation für die Produktion einen vernünftigen Stundensatz nehmen. Ich mach da zwischen Gestaltung und Reinzeichung/Bildbearbeitung keinen Unterschied.

    Ich sehe auch nicht, dass es halt "nur" Produktion ist. Gute Handwerker sind eben auch teurer. Wenn du deine Sache beherrsscht, schaffst du ja in einer Stunde auch mehr weg als ein ungelernter, der dabei noch haufenweise Fehler produziert.Du bist sogesehen ein Facharbeiter/Spezialist und solltest dich auch als solcher bezahlen lassen. Unter 40 Euro/Stunde würde ich nicht gehen. Es sei denn die sagen dir ein festes Stundenkontingent zu, da kann man sicher noch ein paar Prozent runtergehen. ;)

    Viele Grüße
    Nicole
     
  4. gigiga

    gigiga MacUser Mitglied

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    na danke auch, hast du vielleicht auch schonmal daran gedacht das man als student eventuell auch nicht so dreist sein kann 40eur die stunde zu verlangen? wer bezahlt mir denn sowas? mal ganz im ernst, die agenturen und kunden die uns studenten diese "ENGMACHENDEN" preise zahlen die sind schuld, wobei man ihnen das auch nicht übelnehmen kann. halbfertige studenten kann man numal nicht mit einem stundensatz eines fertigen mediengestalters, geschweigedenn dipl. grafikers entlöhnen. wo kommen wir denn da hin? und was bleibt mir auch ohne bafög und zahlende eltern übrig?
    ich arbeite doch lieber praxisbezogen als mich bei H&M an die kasse zu stellen oder irgendwo zu kellnern.

    manchen kann mans echt nicht recht machen.
    deinen kommentar finde ich echt ein wenig vorschnell.

    cheers simon
     
  5. olymp

    olymp MacUser Mitglied

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    als Profi in der Bildbearbeitung nimmt man 90 Euro.
    Dafür muss aber die Arbeit dem Niveau entsprechend ausfallen.

    ansonsten lassen
     
  6. Nice

    Nice MacUser Mitglied

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    Da hast du in einen Satz von mir zu viel hineininterpretiert. Der Satz war ziemlich wertfrei und lediglich eine Feststellung. Hier geht es um freie Marktwirtschaft. Wenn das Angebot größer ist als die Nachfrage sinken eben die Preise. Wenn man in einer Stadt arbeitet, die nicht über eine FH oder Uni verfügt, die so viele Grafiker hervorbringt, sind die Marktpreise eben andere. That's all.

    Und wenn der Threadstarter in seinem Markt-Umfeld viele gute ausgebildetet Produktioner hat, sind die Stundensätze für Produktioner eben entsprechend.

    Viele Grüße
    Nicole
     
  7. aro74

    aro74 MacUser Mitglied

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    Zwischen "druckfertig machen" und "druckfertig machen" gibt's aber auch himmelweite Unterschiede. Wenn es nur darum geht, das Bild einigermaßen sicher zu separieren und eventuell mal einen Grashalm zu retuschieren, sind 35 bis 40 Euro angemessen. Ein EBV-Profi, der gleichzeitig auch fotografieren kann und somit Anhnung vom richtigen Licht hat und vielleicht sogar noch mit Grafiktablett und Stift bewaffnet den Licht- und Schattenfall in Gesichtern verändern bzw. Gesichtszüge modellieren kann und das für den jeweiligen Auftrag auch anwenden muss, kann auch 90 Euro pro Stunde verlangen.

    Es ist auch die Frage, ob Du Equipment bereitstellst und welches das genau ist. Verwendest Du nur einen G4 und einen notdürftig kalibrierten Monitor, dann wirst Du wahrscheinlich nicht dieselben Stundensätze berechnen wie ein Profi mit 'ner Quantel Paintbox.

    @Girgl42
    "nur" Repro? Das kann nur jemand schreiben, der keine Repro macht. IMHO verdient man mit Repro & Co wesentlich besser als die meisten Designer. Einige Gestalter meinen, dass sie die Repro ja auch beherrschen und den Produktioner quasi nur als Schergen und Handlanger beschäftigen, ähnlich wie eine Putzfrau. Bisher habe ich aber nur wenige Designer kennen gelernt, die eine gute Reinzeichnung anfertigen können, Farbmanagement beherrschen und professionelle Lithokenntnisse haben. Wenige? Keinen. Soll aber kein Angriff sein, ist die persönliche Erfahrung eines reproiden Produktioners, der auch ein wenig gestalten kann ... ;)
     

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