sublima?

Dieses Thema im Forum "Drucktechnik" wurde erstellt von hauptfrau, 31.05.2006.

  1. hauptfrau

    hauptfrau Thread Starter MacUser Mitglied

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    ihr druckvorstüfler und drucker alle.
    hat jemand von euch erfahrung mit sublima? wenn ja- welche vorteile bietet das system und was ist an tücken zu beachten (vorallem für den grafiker)?
    freut sich über ein bisserl info

    annika
     
  2. Ogilvy

    Ogilvy MacUser Mitglied

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    Hallo Annika,

    da das bei uns auch mal im Gespräch war (vielleicht noch ist,
    so genau weiß man das nicht ;) ) hab ich im MGI mal zum
    Thema »Sublima« nachgefragt.

    http://www.mediengestalter.info/forum/7/agfa-sublima-erfahrungsberichte-nachteile-37313-1.html?highlight=sublima



    Gruß
    Ogilvy
     
  3. aro74

    aro74 MacUser Mitglied

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    Agfa Sublima ist ein Hybridraster, also eine Mischung aus "normalem" amplitudenmodulierten Raster und FM-Raster, also frequenzmodulierter Rasterung.

    AM (z.B. Agfa Balanced Screening) stellt unterschiedliche Tonwerte durch die Größe der Rasterpunkte dar, FM durch eine unterschiedliche Anzahl gleich großer und zufällig verteilter Rasterpunkte. FM (z.B. Agfa CristalRaster) hat den Vorteil, feinste Details wiedergeben zu können (quasi fotorealistischer Druck), stellt aber höhere Anforderungen an die Druckerei. Der Tonwertzuwachs ist beim FM wesentlich höher als beim AM. FM ist zudem nicht standardisiert, in der entsprechenden Norm (ISO 12647-2) geht man von konventionellem Raster aus. Weiter muss die Plattenkopie/-belichtung stimmen und auch feine Punkte sicher reproduzieren können. Gleiches gilt für den Druck. FM wird zudem in den Flächen leicht unruhig.

    Durch die Kombination von AM und FM nutzt man die jeweiligen Vorteile beider Technologien. In den Lichtern (bis etwa 25 %) wird frequenzmoduliert gerastert, um feinste Details wiedergeben zu können. Im Bereich von etwa 25% bis 75% Rastertonwert benutzt man normales AM-Raster, damit erstens der Tonwertzuwachs nicht so hoch ist und technische Raster (also gerasterte Flächen mit konstantem Tonwert, z.B. Fonds) nicht wolkig wirken. Ab etwa 75% wird dann wieder FM-Raster eingesetzt, um in den Tiefen mehr Zeichnung zu erhalten.

    Die Druckerei Deines Vertrauens sollte Dich hier entsprechend beraten können. Sinn macht Sublima bzw. auch FM-Raster nur dann, wenn Du auch entsprechende Motive und fein aufgelöste Bilddaten hast. Beachte auch, dass Du eine höhere Bildauflösung (ca. 400 bis 450 dpi statt 304,8 dpi beim 60er oder 355,6 dpi beim 70er Raster) benötigst.

    Besonders gerne wird FM eingesetzt bei Abbildungen von Schmuck, Bildbänden, Modemotiven oder Aufnahmen, die eine ausgeprägte Ortsfrequenz aufweisen (z.B. Stoffe mit Webstruktur, Verpackungen aus feiner Wellpappe), die im konventionellen Raster zu Moirés führen. Hierbei sollte man auch die Finger vom Sublima lassen, weil es im Mitteltonbereich schließlich konventionelle Rastertechnologie einsetzt.

    Siehe auch hier: http://agfabeint01.net.agfa.com/BU/GS/DMS/MARKETING.NSF/AllDocs/312A01700F8DBACEC1256F8600340013/$FILE/BR_SublimaTechnology_DE_030501 3.0.pdf

    Tipp: Wenn Deine Druckerei behauptet, dass sie FM oder Hybridraster beherrscht, sollte sie Dir auch (meistens voller Stolz, und das nicht zu unrecht) einige Druckmuster zeigen können ... ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.07.2006

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