Steuer: Morgen, morgen, nur nicht heute

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von flieger, 06.09.2006.

Steuererklärungen sind für mich...

Diese Umfrage wurde geschlossen: 20.09.2006
  1. ...eine spannende Herausforderung.

    5 Stimme(n)
    11,6%
  2. ...eine Aufgabe wie jede andere in meinem Job.

    20 Stimme(n)
    46,5%
  3. ...viel zu häufig notwendig.

    18 Stimme(n)
    41,9%
  1. flieger

    flieger Thread Starter Gast

    Ich habe es heute geschafft, meinen Steuerordner beim Steuerberater abzugeben (Erklärung 2005). Ich habe das immer wieder verschoben, den Mai-Termin verpasst und nun hat mein Berater auch nur noch knapp drei Wochen Zeit, das ganze Ding rund zu kriegen. Ist das peinlich... Ich finde das inhaltlich nicht besonders kompliziert, aber irgendwie schiebe ich die Termine immer weiter.

    Nun habe ich aber das Gefühl, ein Haus fertig gebaut zu haben. Kennt ihr das? Immer wenn ich die Unterlagen zusammengestellt habe oder - wie früher - die Erklärung selbst erstellt und beim Finanzamt abgegeben habe, war erst einmal "Feiertag" für mich. Wie Abi machen oder heiraten. Irgendwie ein großer Abschluss.;) Und Wochen oder Monate zuvor Magengeschwüre.
     
  2. svmaxx

    svmaxx MacUser Mitglied

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    Ich warte immer auf die Drohung vom FA, nehme dann einen Tag Urlaub und mache die Erklärung. Hinterher ist es immer gar nicht so schlimm gewesen ;)
     
  3. esszett

    esszett MacUser Mitglied

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    Die Unterschrift und Abgabe der Steuererklärung sehe ich sehr emotionslos. Da ich eigentlich immer auf dem Laufenden bin, weiß ich auch, ob es Geld gibt oder ob ich drauflegen muss. Damit weiß ich dann auch, ob ich mit der Abgabe trödeln oder Gas geben soll.
    Immerhin ein netter Anlaß sich wieder mit der Steuerberaterin zu treffen.

    Grüße

    esszett
     
  4. kraftwerk

    kraftwerk MacUser Mitglied

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    Von wegen drei Wochen. Das war einmal. Die Abgabefrist verlängert sich ohne besonderen Antrag bis zum 31.12.2006, auf Antrag sogar bis zum 28.02.2007. Quelle: http://www.iww.de/quellenmaterial/abruf.php3
    Dort die Abrufnummer: 060807 eingeben.

    Sollte Dir dein Steuerberater diese Abgabefrist genannt haben, kannst Du ihn ja mal ein wenig schulen…

    Gruss Kraftwerk
     
  5. Difool

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    Aktuell habe ich mitbekommen, bei meiner Anforderung von Umsatz-
    & Einkommenssteuer 2005, dass man gepflegt beim Fiskus anrufen kann,
    mit der Bitte um zeitlichen Aufschub.

    So kann man den einen oder anderen Monat hintendran hängen. ;)
    Soweit war der Mensch da ganz umgänglich – er meinte nur, dass
    es ja die Hauptsache wäre, dass die Unterlagen halt bei Zeiten ankommen.
     
  6. Fantômas

    Fantômas Thread Starter Gast

    Will jetzt niemandem zu nahe treten, aber ich kapiere einfach nicht,
    warum doch sehr viele »selbständige« Unternehmer in solchen Dingen
    so extrem unselbständig sind...

    Eigentlich ist es doch nicht so schwierig, am Termin XY seine Unterlagen
    zusammen zu suchen und beim Steuerberater abzugeben.
    Man kennt den Termin seit Monaten. Es ist kein Termin, der plötzlich
    und unerwartet kommt.

    Ich habe es jetzt im Bekannten- und Kollegenkreis schon einige Male mit-
    bekommen, dass wirklich wichtige Termine bezüglich Steuer verschlafen
    bzw. verdrängt wurden, teilweise wurde sogar »vergessen«, die Umsatzsteuer (!)
    zur Seite zur legen, um dann ein paar Monate später mit wirklich grossen
    Problemen da zu sitzen... :( Ich bin manchmal echt fassungslos...

    Die Miete wird pünktlich überwiesen, aber bei der Steuer kann man sich ja Zeit lassen...
    (Das Finanzamt setzt mich ja auch nicht vor die Tür...)

    Womit hat das zu tun?
    Ist es Selbstüberschätzung? Vergesslichkeit? Bequemlichkeit? Oder steckt da
    doch mehr dahinter? Angst vor dem Staat?

    Wahrscheinlich sind die Konsequenzen, die sich aus diesem Verhalten
    ergeben, nicht drastisch genug.

    Ich spreche jetzt nicht für das Finanzamt, nicht falsch verstehen, ich versuche
    vielmehr zu verstehen, wie sich einige gewiss nicht dumme Zeitgenossen
    immer und immer wieder durch das systematische Verschlafen eines einfachen
    Termins in Probleme bringen...

    Los, Ihr notorischen Steuerbummler, lasst mich in Eure Seele schauen! ;)

    Gruss
    Ollo, der es immer pünktlich schafft und auch keine Probleme damit hat...
     
  7. kennyalive

    kennyalive MacUser Mitglied

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    bin 20 und musste erst eine Steuererklärung machen, bei der mir meine Mutter geholfen hat
    bringt es euch irgendwas, die Steuererklärung vor euch herzuschieben?
     
  8. esszett

    esszett MacUser Mitglied

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    Wenn du erwartest, dass du für das betreffende Jahr Steuern nachzahlen musst, bringt das zumindest Liquidität. In diesem Fall würdest du für die Folgezeit auch höher Veranlagt. D.h. die Steuervorauszahlungen erhöhen sich. Das kostet dann auch wieder Liquidität.

    Gruß

    esszett
     
  9. Difool

    Difool Frontend Admin

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    Eigentlich – nein.
    Zwei Dinge können einen Freiberuflichen davon abhalten.
    Arbeit & Zwischenfälle
    Bist du selbständig, ollo?
     
  10. Altair

    Altair MacUser Mitglied

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    Dieses Jahr habe ich es zum ersten Mal pünktlich geschafft, aber eigentlich würde ich die Steuererklärung am liebsten auch Jahre vor mir herschieben. Ich finde diese ganze Materie einfach ekelhaft und völlig undurchschaubar. Das ist immer wie ein Berg vor mir, den ich nicht überwinden kann, weshalb ich ihm lieber ausweiche. Vor allem habe ich ständig das Gefühl, alles falschzumachen, wenn ich diese Steuervordrucke nur angucke, geschweigedenn ausfüllen muß. Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer habe ich in den letzten Jahren auch schon damit beauftragt, aber das war auch nicht wesentlich besser. Erstens muß ich für die ja auch alle Unterlagen erstmal zusammenstellen und zweitens hatte ich bei bislang keinem das Gefühl, daß sie mich gut beraten haben (haben sie auch nicht, wie ich immer etliche Monate oder Jahre später bemerken mußte). Ich habe mal überschlagen, daß mir in den letzten 11 Jahren etwa 50.000 Euro durch die Lappen gegangen sind, weil ich nicht richtig versteuert habe (das freut natürlich den Staat). Wenn die Steuererklärung dann doch irgendwann abgegeben ist, ist das jedesmal so, als hätte ich gerade wieder die Abi-Prüfung bestanden.

    Die Konsequenzen sind übrigens drastisch genug, habe ich bereits mitbekommen: Irgendwann schätzt das FA in Eigenregie Deine Steuerschuld, pfändet Dein Gehalt/Konto und droht sogar mit einigen Tagen Ordnungshaft.

    Ich müßte dringend mal bei der IHK, dem FA etc. einen Crashkurs belegen, worauf man als Selbstständiger/Freiberufler schon während des Jahres achten muß, wenn sich die Unterlagen ansammeln und ich Ausgaben habe (was kann man alles absetzen und wie, welche Unterlagen muß man aufbewahren, was ist speziell auf meinen Beruf/meine Situation zugeschnitten usw.). Aber auch das schiebe ich schon 4 Jährchen vor mir her... Um die KSK habe ich mich auch noch nicht gekümmert, fällt mir gerade ein...

    Hat also nichts mit Selbstüberschätzung, Vergesslichkeit oder Bequemlichkeit zu tun. Mir wird bei der Materie einfach übel. Dieser schnöde Bürokratenkram stört meinen Gedankenfluß.
     
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