Scheinselbständig oder nicht?

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von hk1805, 03.12.2005.

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  1. hk1805

    hk1805 Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,
    bin erst seit einigen Monaten als freier Grafik Designer unterwegs und gerade in Verhandlungsgesprächen mit einem potenziellen Kunden bzw. einer Agentur.

    Diese sitzt allerdings in Österreich und möchte das ich dort hin ziehe und vor Ort "frei" für Sie arbeite, was für mich auch OK wäre. Fakt ist das ich momentan auswelchen Gründen auch immer, hier in Deutschland gemeldet bleiben muss und offiziell von hier aus für die Agentur arbeiten werde.

    Allerdings sieht es im Moment so aus als wenn ich den großteil meiner Arbeitszeit diesem einzigen Kunden widmen muss. Habe allerdings die möglichkeit im Jahr 2-3 andere Projekte von andere Kunden anzunehmen, womit ich theoretisch nicht nur für einen Kunden arbeiten würde.

    Frage ist nun ob das Auftragsvolumen der einzelnenn Kunden in einem gewissen Verhältniss stehen muss, oder z.B. mein Hauptkunden 90% meines Gesamtertrages stellen darf und die anderen den Rest, ohne das eine Scheinselbständigkeit vorliegt?

    Für jegliche Antworten, und weitere Anregungen bezüglich der Scheinselbständigkeit bin ich dankbar.....
     
  2. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    Du hast eine Steuernummer, machst eigene Buchführung, zahlst Steuern auf den Einkommen, wo das Geld herkommt, ob von einem Kunden oder mehreren, ist doch egal?!? Dann müßte ja jeder Selbstständige, der gerade anfängt und mit einem Kunden startet, sich ständig den Vorwurf der Scheinselbstständigkeiten machen lassen.

    Ich habe hier noch etwas für Dich:

    -Wieviele Auftraggeber ein E-Lancer hat, spielt für die Frage, ob seine Arbeit als scheinselbstständig eingestuft wird, keine Rolle. Er kann mit einem Auftraggeber selbstständig sein – und mit fünfen scheinselbstständig.

    -Scheinselbstständig ist immer nur das Auftragsverhältnis, niemals die ganze Person: Wenn einer meiner Verträge als scheinselbstständig eingestuft wird, kann ich trotzdem für meine anderen Kunden als Selbstständiger weiterarbeiten.

    -Schwierigkeiten bekommt der Auftraggeber, wenn ein Vertrag als scheinselbstständig eingestuft wird – nicht der E-Lancer. Die Paragraphen zur Scheinselbstständigkeit sind zum Schutz der Auftrag- und Arbeitnehmern da.

    Also weitermachen :)

    Frank
     
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2005
  4. maxxio

    maxxio MacUser Mitglied

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  5. hk1805

    hk1805 Thread Starter MacUser Mitglied

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    hab nicht alles "durchgelinkt" allerdings bestätigen diese angabe nur das was ich vorher schon wusste....

    Kriteien die mich als Scheinselbständig einstufen:

    - Sie beschäftigen regelmäßig keine versicherungspflichtigen Angestellten (dazu zählen auch Familienangehörige mit mehr als 325 € im Monat),

    - Sie sind auf Dauer und im wesentlichen (d.h. zu mehr als 5/6) nur für einen Auftraggeber tätig,

    - Bei ihrem Auftraggeber (oder einem vergleichbaren) wird die gleiche Arbeit regelmäßig auch von Angestellten erledigt,

    - Die Tätigkeit läßt typische Merkmale unternehmerischen Handelns (z.B. eigene Preisgestaltung, eigene Werbung, eigene Investitionen) nicht erkennen.

    Das meiste hiervon lässt sich doch meist eh nicht ausschließen.
    Allerdings gibt es doch ohne ende Freelancer die regelmäßig für die selbe Agentur arbeiten und den Großteil Ihrer Ertäge durch diese erzielen.

    Wie funktioniert das dann?
     
  6. CharlieD

    CharlieD MacUser Mitglied

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    Such Dir nen Rechtsverdreher oder Steuerberater. Da werden sie geholfen! ;)
    Im Ernst, es ist kein Problem, nur für einen Kunden Tätig zu sein, allerdings muss man sich schon an ein paar Spielregeln halten. Und ein Steuerberater kann Dich da ordentlich unterstützen...
    Nur so als Beispiel für die "typischen Merkmale":
    Investitionen: Deinen Rechner, Software, etc.. Wer kauft das denn? Du? Also, is doch ne Prima Investition.
    Werbung: Schalte einfach jeden 2. Monat ne Anzeige in der lokalen Presse. Es kann Dir schliesslich niemand vorschreiben wo und wieviel Werbung Du zu buchen hast.
    Preisgestaltung: Dein Kunde zahlt seinen Angestellten 20 Öhr die Stunde, Dir 45.--. Das tut der aber normalerweise nicht aus reiner Gutherzigkeit sondern weil Du den Preis mit ihm verhandelt hast. Zudem, sollte über die Anzeigen in der Presse doch mal ein potentieller Auftrag kommen den Du nicht machen willst, kannste den immer noch mit der begründung "zu geringer Stundensatz" ablehnen.

    Es gibt da 1000 Schlupflöcher, und seid die Arbeitslosenzahlen >=5 Mio sind, sind die Ämter da noch lange nicht mehr so Engstirnig, wie sie mal waren...

    Charlie
     
  7. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    2ndreality hat Dir doch dazu oben etwas geschrieben, oder missverstehe ich da jetzt etwas?

    Als Beispiel: Ich arbeite als freier Mitarbeiter für einen TV-Konzern und erziele so einen nicht unerheblichen Teil meines Jahreshonorars, neben anderen eigenen Kunden, die mich buchen oder für die ich in Eigenregie Leistungen erbringe, sprich Grafik und Konzept. Ich habe mit o.g. Auftraggeber einen Vertrag, in dem mein Aufgabengebiet klar umrissen wird. Es wird klar gestellt, dass ich in der Wahl der Auftragserfüllung frei bin und auch Aufträge ablehnen kann. Begleitend dazu habe ich einen Wisch unterschrieben, der meinem Auftraggeber bescheinigt, dass ich zu genau den o.g. Punkten Stellung genommen habe und er als Auftraggeber somit im Falle einer Überprüfung des FA in Sachen Scheinselbstständigkeit aus dem Schneider ist.

    Besten Gruß, Al
     
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2005
  8. huetschemann

    huetschemann Banned

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    guetr thread danke für die info
     
  9. hk1805

    hk1805 Thread Starter MacUser Mitglied

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    ...denke auch das es da einige schlupflöcher gibt. Und weniger als 5/6 des Umsatzes ist wohl auch machbar. Ich hoffe das ich im nachhinein keine Überraschungen erwarten muss.
     
  10. BEASTIEPENDENT

    BEASTIEPENDENT MacUser Mitglied

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    sicher (wie bei uns journalisten auch). wichtig ist, dass du sozialversicherung abführst (bei uns zB über die künstlersozialkasse). dieser blödsinn "scheinselbstständigkeit" wurde hauptsächlich eingeführt, um nicht-versicherte selbstständige zu entdecken, zu ihrem schutz. ihnen - die sie "arbeitnehmerähnlich" sind - eine grundlage zu geben, sich in den betrieb einzuklagen (danach is die zusammenarbeit bestimmt ganz toll)...
     
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