Provision für Druckabwicklung?

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  1. salino

    salino Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo Forum,

    ich soll für einen Kunden einen Job (8-seitiger Prospekt) mit Druckabwicklung übernehmen.

    Jetzt überlege ich, wie die Kalkulation aussehen soll.

    Ich kann ja nicht nur die reinen Druckkosten in Rechnung stellen, sondern
    es kommen ja Datenübergabe, Proof, Druckabnahme und vieeel Telefoniererei und Fahrerei hinzu.

    Darüber hinaus bleibt für mich ein gewisses Risiko, auch wenn ich die Daten korrekt anliefere (Schneiden usw.)

    Schließlich muss ich bei der Druckerei erst mal in Vorleistung gehen und dann auf das Geld des Kunden warten.

    Wie berechnet Ihr die Druckabwicklung und das ganze Drumherum?

    Ich dachte an eine Art Provision. Wäre da 25 % vom Druckpreis angemessen oder ist das zu viel? Oder sollte ich lieber einen Festpreis veranschlagen?

    Viele Grüße, salino
     
  2. Smurf511

    Smurf511 MacUser Mitglied

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    Provision ist, wenn zwei Leute ein Geschäft miteinander machen und Du als Initiator dieser Kommunikation von einem oder beiden eine an der Höhe des Umsatzes oder Gewinns orientierte Beteiligung bekommst, ohne aber das unternehmerische Risiko oder eine Verantwortung zu tragen.

    HIer scheinst Du mir aber Teile Deines Auftrages (Druck) entsprechend zu deligieren und trägst gegenüber Deinem Kunde die verantwortung.

    Da würde ich normal kalkulieren, so wie Du das schon sicherlich oft gemacht hast....

    ...denkt der Smurf
     
  3. salino

    salino Thread Starter MacUser Mitglied

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    Danke für deine schnelle Antwort, smurf.

    Normalerweise rechne ich bei kleineren Sachen die Gestaltung (also meine Leistung) und die Druckkosten getrennt ab.

    Dieser Kunde möchte aber ein Komplettpaket und es geht um 50.000 Exemplare ...
     
  4. JürgenggB

    JürgenggB MacUser Mitglied

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    Hallo Salino,

    herbei ist es nicht einfach eine Empfehlung
    zu geben.


    Du kannst ja nicht den Kunden bei einem Auftrags-
    volumen von 100.000 € 25.000 € als Provision in
    Rechnung stellen. Ebenso wenig rechnet es sich
    für Dich bei einer Summe von 2.000 €.

    Du hast mehrere Möglichkeiten:

    Service-Fee: bis zu 15% der Produktionskosten
    (beinhaltet Angebotseinholung und -Auswertung,
    Drucküberwachung, Orga-Kosten wie Telefon-
    und Portokosten, Fahrten und Dein technisches
    Know-How) abhängig von Auftragsvolumen.

    Zweite Möglichkeit: welche ich immer präferiere,
    die Tagespauschale. Bei einem halben Tag 70%
    der Tagespauschale, bei längerer Dauer eine
    niedrigere Tagespauschale.

    Gruss Jürgen
     
  5. salino

    salino Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo Jürgen,

    Provision ist dann wohl nicht ganz der richtige Ausdruck, aber die von dir genannte "Service Fee" ist genau das, was ich meinte, im Prinzip also so eine Art Dienstleistungspauschale. Die umfasst dann auch häufig schon mal Tätigkeiten, die dann später bei der Rechnung unter den Tisch fallen.

    Danke für deine Einschätzung,
    salino
     
  6. Sterling

    Sterling Banned

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    Einspruch, Euer Ehren! Der Angeklagte hat sein Anliegen ordnungsgemäß vorgetragen und hat das Recht auf eine fachgerechte Antwort. Die Hinweise der Nebenkläger sind in der Sache unvollständig. Erlauben Sie, Herr Vorsitzender, dass ich mit meinen Ausführungen beginnen kann? Ich habe Fachleute zu Rate gezogen, deren Glaubwürdigkeit unbestritten ist. Ich rufe den Etat-Kalkulator der "creativ collection Verlag GmbH" als vereidigten Sachverständigen in den Zeugenstand und erteile ihm nun das Wort.

    Prospekt 8-seitig
    DIN A4, 4/4 c
    Bilderdruck 135 g / qm
    Rückstichheftung
    Scans: 2 x A4 / 6 x A6 / 7 x A7

    Agenturkosten
    Kreative Leistung:
    Kontakt/ Konzeption / Layout = 2.540,-
    eventl. Alternative / Änderung = 610,-
    Texthonorar = ab 1.200,-

    Technische Umsetzung:
    DTP-Reinzeichnung = 1.020,-
    Scans = 515,-
    Belichtung / Proof = 470,-

    Produktionskosten
    Druckkosten inkl. Papier
    Auflage A (10.000) = 2.135,-
    Auflage B (50.000) = 7.135,-
    Auflage C (100.000) = 13.405,-

    Gesamtkosten inkl. Agenturleistungen
    Auflage A = 7.880,-
    Auflage B = 12.880,-
    Auflage C = 19.150,-

    Stückpreis inkl. Agenturleistungen
    Auflage A = 0,79 Euro
    Auflage B = 0,26 Euro
    Auflage C = 0,19 Euro

    Wer den Stückpreis nicht kennt, wenn ein Kunde danach fragt, hat nicht kalkuliert, geschweige denn Kosten berücksichtigt, an die der Etat-Kalkulator erinnert! Der Etat-Kalkulator hat sich schon seit Jahren bei allen Dienstleistungsunternehmen bewährt, die mit Werbung ernsthaft zu tun haben und die Liste der Nutzer ist sehr lang (von "A" wie ARD bis "Z" wie ZDF und dazwischen eine Vielzahl von Unternehmen (auch unser Studio), die alle anderen Medien abdecken.

    Alle Preise schnell verfügbar, zum Beispiel:
    • Internet-Dienstleistungen
    • Anzeigen-Schaltkosten
    • Kinowerbung
    • Direktmarketing
    • Außenwerbung
    • Honorare
    • Plakatwerbung
    • Druckkosten
    • Online-Werbung

    Der Etat-Kalkulator informiert preiswert und unkompliziert über alle aktuellen Werbe- und Marketingkosten in Deutschland und Österreich. Die Angaben werden stets aktualisiert und als Anbieter verfügt man mit dem Etat-Kalkulator über eine praxisgerechte Orientierung bei einer transparenten Preisgestaltung. Wer diese Hilfe nicht benutzt, dem kann auch der liebe Gott nicht helfen.

    Von Profis für Profis und für die, die Profis werden wollen. Dein Auftragsbeispiel findet sich in der Drehscheibe, denn die ist Bestandteil des Etat-Kalkulators. Gibt es auch auf CD.

    Infos unter: www.creativecollection.com

    Empfehlung:
    Den Auftrag bis zur Erstellung der Druckvorlage, PDF/X-3-Datei nach ISO-Norm 15930-3:2002 für den Prozess-Standard Offset (bvdm), gestrichenes Papier (Type 1 & 2), 60 L/cm (gemäss ISO 12647-2:2004) aus Composite-PostScript von Layoutprogrammen mit Prozess- und Sonderfarben eigenverantwortlich annehmen, durchführen und abrechnen.

    Die Produktionskosten (Druckerei) nicht im Voraus leisten sondern den Kunden als Auftraggeber angeben (mit Liefer- und Rechnungsadresse). Dich selbst nur als Kontaktperson nennen. Auf Provision ganz verzichten, denn wenn Du freiberuflich tätig bist, kann es Probleme mit dem Finanzamt geben, weil eine Vermittlungsprovision zu einer gewerblichen Tätigkeit gezählt wird.

    Kosten für Anfahrt, Datentransfer, Kommunikation und neues Toilettenpapier sind Bestandteil der Abrechnung der Entwurfs- und Gestaltungstätigkeit der Druckvorlage. Die eigentlichen Produktionskosten (Druckerei oder Presswerk) übernehmen unsere Kunden 1:1, denn wir nennen sie als Auftraggeber und hatten noch nie Probleme mit Vorleistungen, denn in der heutigen Zeit ist das ein Spiel mit dem Feuer! Sollten Druckereien, Presswerke technischen "Mist bauen", dann sind wir nicht in Haftungsfragen zu belangen und gehen zusammen mit dem Kunden gegen die Verantwortlichen vor. Die Zeiten, in denen man bis zum Ende eines Auftrags gemeinsam in einem Boot sitzen bleiben muss und für jeden Tropfen Wasser die Verantwortung übernehmen muss, der die Fahrgäste nass macht, sind längst vorbei, denn es gibt auch Kunden, die haben eine Hausdruckerei und wollen keine anderen Zulieferer. Selbstverständlich lassen wir uns die Vermittlung auch honorieren, allerdings als Pauschalbetrag – über die gute alte Spesenabrechnung, wie beim Fernsehen üblich!

    ALDI hat die Kunden daran beteiligt, die Ware selbst aus den Kartons zu holen, damit sie beim Einkaufen sparen können. Ähnlich funktioniert es auch bei uns, denn wir ziehen den Kunden mit in den Produktionsprozess, verteilen Rechte und Pflichten und teilen auch die Verantwortung, um für den Kunden den bestmöglichen Preis zu erzielen. Dazu gehört es auch, das der Kunden den Druckauftrag selbst erteilt, wir nehmen ihm nur (wie Lotto Faber, die Arbeit ab, das Kreuz an die richtige Stelle zu machen). In Zeiten schlechter Zahlungsmoral würden wir nur für Kunden in Vorkasse treten, die wir seit Jahren kennen und stets pünktlich bezahlten. Es gibt genug Agenturen, die durch Vorkasse an ihre Subunternehmen am Ende waren, weil die Kunden nie zahlten.

    - Sterling
     
    Zuletzt bearbeitet: 07.10.2006
  7. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    Schon klar, aber salino hatte doch schon zweimal geschrieben, dass er genau das in diesem Fall offenbar mal anders machen möchte bzw. soll.
    Für gut und üblich halte ich es aber ebenfalls, den Kunden gerade bei den Druckkosten in Vorleistung gehen zu lassen. Zumindest solltest Du den Betrag für den Druck dann auf dem Konto haben, wenn Du die Printobjekte erhalten hast und die Druckereirechnung an Dich gestellt wird. Wieviel Du dann letztendlich an den Kunden aufschlägst als „Handling–Fee“, ist eine andere Geschichte.
    Und klar, auch von mir der Hinweis, dass Du damit gewerblich handelst und ggf. Deinen Status als Freiberufler gefährdest.
    Ich schließe mich der Optimallösung „Druck übernimmt Kunde direkt“ an.
    Gruß, Al
     
  8. Sterling

    Sterling Banned

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    Mein Traumziel wäre sogar "Konzeption, Entwurf und Produktion übernimmt Kunde" und überweist uns vorab den Rechnungsbetrag für die Tätigkeiten, die wir ihm komplett überlassen. Reine Erziehungssache, denn Call Center Mitarbeiter einer dubiosen "Finanzdienstleistung" schaffen es auch ohne nennenswerte Eigenleistung, von der Kursentwicklung der Aktienpakete zu leben, die sie am Telefon Ärzten aufzuschwatzen, von denen man annehmen sollte, sie finden ihren Hintern mit beiden Händen. Offensichtlich nicht. Dagegen ist unsere Branche fast schon eine Wohltätigkeitsstiftung, denn Kunden dürfen nicht mal allein auf die Toilette, wenn es nach einigen Agenturen gehen würde, die von Kundenservice und Kooperation sprechen, aber Abhängigkeit meinen. Wenn Agenturen ihren Kunden die Arbeit abnehmen wollen, mit Druckereien und Presswerken zu verhandeln, dann wird das keinesfalls günstiger, als wenn das Kunden selbst machen. Wozu sich noch die Mühe machen, eine unnötig gewordene Verantwortung zu übernehmen, nur weil Kunden träge sind? Geliefert und abgerechnet wird nach Wunschadresse, auch bei Fremdaufträgen, wo man nur den Kontakt "vermittelt".

    Aber vielleicht trägt "Salino" zu Recht den Namen einer Protagonistin des Films "Der Clou" (1973), denn die Auftragskillerin wurde auch mit dem Satz des mächtigen Unterweltbosses Lonnegan in Szene gesetzt, nachdem die anderen Killer jämmerlich versagten: "Beauftrage Salino damit, das dauert zwar etwas länger, aber dafür klappt die Sache am Ende." Das Risiko für Kunden in Vorleistung zu treten, kann auch in diesem Fall tödlich für Salino enden!

    - Sterling

    ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 07.10.2006
  9. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    Ich hoffe für salino, dass sie sich weder wie die gleichnamige Killerin umnieten noch wie das gleichnamige Lakritzleckerchen vom Kunden vernaschen lässt, sollte irgend etwas in die Bux gehen. :D

    In meinen AGB stehen meine Rechte und Pflichten genau beschrieben. Es ist ja nicht so, dass ich für alles ein Freifahrtschein haben möchte. Wenn ich eine Auflage grob fahrlässig verbocke, dann bin ich dran. Dafür gibt es übrigens Versicherungen (hatten wir schon mehrere Threads zu). Aber in JEDEM Fall steht bei der Druckabnahme der Hans-Willi des Kunden als Signatur unter dem Andruck. Safety first.
    Gruß, Al
     
  10. gester

    gester MacUser Mitglied

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    salino hätte 'den kunden' (johnny hooker) auch schon früher im bett erledigen können...
    rob
     

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