Performancevergleich OSX-Linux

Dieses Thema im Forum "Mac OS X" wurde erstellt von Generalsekretär, 04.09.2005.

  1. Generalsekretär

    Generalsekretär Thread Starter MacUser Mitglied

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    Falls das nicht schon bekannst sein sollte - auf anandtech.com gab es Leistungsvergleiche zwischen OSX und Linux auf einem G5, zusätzlich wurden ein Xeon- und ein Opteron-System mit Linux verglichen.

    Der erste Teil vom 03.06 ist hier zu finden:
    http://www.anandtech.com/mac/showdoc.aspx?i=2436&p=1

    Der zweite Teil vom 01.09 hier:
    http://www.anandtech.com/mac/showdoc.aspx?i=2520&p=1

    Eine kurze Zusammenfassung des Tests würde lauten:
    OSX ist im Vergleich zu Linux eine Performance-Katastrophe was Anwendungsbenchmarks unter Apache und MySQL, aber auch synthetische Benchmarks betrifft.
    Der G5 ist an sich eine recht gute CPU, die erst unter Linux ihre Leistung wirklich ausspielen kann, ein Opteron ist aber fast immer noch ein Quentchen schneller.

    Weitere Interpretationen und Kommentare werden sehr gerne gelesen.
     
  2. Kajover

    Kajover MacUser Mitglied

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    Sicher ist Linux schneller, allerdings muss man auch berücksichtigen das es bei Linux fasst die Optik und Benutzerfreundlichkeit vernachlässigt wird! Keine Effekte = bessere Performance. Außerdem haben beide Betriebssysteme andere Schwerpunkte.
     
  3. sheep

    sheep MacUser Mitglied

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    @ Kajover
    Genau so sehe ich das auch!

    Und siehe da:

    DAS ist es doch, was mich als Anwender interessiert. OS X ist auf Desktops und Notebooks gerade wegen der tollen Bedienung und out-of-the-box-Funktionalität ungeschlagen, selbst wenn es ein bisschen langsamer wäre als Linux, würde ich es nicht wieder hergeben wollen.

    Mir scheint ohnehin, dass OS X nicht gerade das Parade-Server-Sytem ist, wer braucht da schon eine ausgefeilte GUI? Dienste bereitstellen können Linux oder *BSD schliesslich genau so gut und das wesentlich günstiger.
     
  4. Generalsekretär

    Generalsekretär Thread Starter MacUser Mitglied

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    Das Hinterherhinken von OSX bzgl. der Geschwindigkeit liegt aber wohl kaum an der Optik, wenn Du die beiden Artikel gelesen hast.

    Daß OSX bzgl. täglichem Klicki-Bunti oftmals besser ist als Linux, will ich nicht bestreiten.
     
  5. bunfi

    bunfi MacUser Mitglied

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    Wie der Autor des Artikels aber am Anfang anmerkt, will er GUI, Benutzerfreundlichkeit, Aussehen etc. außen vorlassen. Das Ziel ist, die Performance von mehreren Systemen anhand von MySQL und Apache zu vergleichen.

    Ergebnis ist: Der G5 ist im Vergleich zur x86-Konkurrenz zwar ganz gut, aber Mac OS X bremst den Rechner aus. Yellow Dog-Linux ist auf dem gleichen System um den Faktor 8 (!) schneller als Mac OS Tiger.

    Versteht mich nicht falsch, ich mag OS X wirklich, aber wenn man sich einen PowerMac oder einen XServe kauft, dann will man vor allem Performance und das will der oben genannte Test vergleichen. Natürlich hört niemand gern von solcher Kritik, aber man sollte sich von der Marketingabteilung nicht alles schönreden lassen und das ganze objektiv sehen.
    Betrachten wirs mal positiv: Es gibt (vor allem softwareseitig) wohl noch viel Raum für Verbesserung.
     
  6. Generalsekretär

    Generalsekretär Thread Starter MacUser Mitglied

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    Ich kann mich dem Vorredner nur anschließen.
    Interessant wird, ob Apple bei OSX86 etwas an der Performance-Schraube dreht, ansonsten könnte es bei Performancevergleichen mit WindowsXP oder Windows Vista ziemlich 'alt' aussehen.

    Eine Bemerkung noch zum zweiten Artikel:
    Anandtech stellt fast mit Bedauern fest, daß jetzt, da die GNU-Compiler den G5 wirklich ausnutzen können und sich zeigt, daß der G5 eine gute CPU ist, die PowerPC-Linie eingestampft wird. Schade drum.
     
  7. Larsen2k4

    Larsen2k4 MacUser Mitglied

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    Aber an dem Test sieht man gerade bei Linux auch wieder ganz deutlich, was viele Geeks nicht wahrhaben wollen, wenn sie es, im Glauben das beste Desktop-System zu haben, installieren: Es ist ein Server-System. :)
     
  8. Generalsekretär

    Generalsekretär Thread Starter MacUser Mitglied

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    Nur, weil es im Server-Bereich sehr schnell ist?
    Das ist mittlerweile auch Windows XP und 2003, zumindest in sehr vielen Bereichen.

    Die Diskussion, ob Linux ein 'gutes' Desktop-System sein kann, ist müßig.
    Mann *kann* es sich so einrichten (oder von Distributionen wie SuSE einrichten lassen), daß man recht gut damit graphisch arbeiten kann.
    An OSX wird es wohl oftmals noch nicht rankommen, aber das ist wohl der 'Preis' der Freiheit, unter verschiedenen Systemen (KDE, Gnome, etc.) und Distributionen wählen zu können.
     
  9. Thomas2872

    Thomas2872 MacUser Mitglied

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    Ich denke, dass in Linux auch gerade im Desktop-Bereich viel Potential stecken würde. Und was die Sicherheitsaspekte betrifft, kann Linux mit OSX voll mithalten.

    Das Problem ist, dass durch die Vielfalt an Distributionen, Versionen, etc. sich die Kräfte im Linux-Bereich sehr zerfransen. Ich könnte mir vorstellen, dass Konzentration auf ein gemeinsames Ziel, nämlich eine starke Distribution zu erstellen, die dann auch für mindestens 2 Jahre Bestand hat, den Marktanteil von Linux erheblich steigern könnte. So wie es jetzt ist, hat man nach der Installation und Konfiguration einer Distribution schnell das Gefühl, dass man eigentlich schon wieder mit einem veralterten System arbeitet, denn die nächsten Versionen stehen schon in den Startlöchern. Auch die Treiber-Problematik könnte sicher entschärft werden.

    So wie durch den erhöhten Marktanteil von Firefox bei den Browsern die Internetseitenersteller gezwungen werden, auf Kompatibiltät zu achten, so könnte es im Office-Bereich bezüglich OpenOffice auch werden. Dann wäre irgendwann das Fehlen des Internet-Explorers und des Microsoft-Office nicht mehr der große Hinderungsgrund für den Desktop-Einsatz von Linux.

    Aber, wie gesagt, meiner Meinung nach wäre für einen größeren Marktanteil von Linux im Desktop-Bereich eine Bündelung der Kräfte erforderlich.

    Viele Grüße,
    Thomas
     
  10. weebee

    weebee MacUser Mitglied

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    Wenns um schnellere Hardware geht, wird um nur wenige Prozentpunkte gefeilscht und gekämpft. Da wird hier optimiert und da gebastelt, nur um ein paar Prozent zu gewinnen. Auch in den (Hardware-)Tests gehts vornehmlich um Performance.

    Auf der anderen Seite scheint sich niemand wirklich ernsthaft Gedanken über langsame Software zu machen. In Testberichten ist das auch (fast) nie ein Thema. Und in diesem Bereich verschenken wir nicht nur ein paar Prozentpunkte, sondern wesentlich mehr! Wenn wir schnelle Systeme wollen, müssen wir die Software optimieren. Dann werden wir auch sparsamere und kühlere Systeme erhalten können. Diese könnten auch günstiger sein. Können wir heute eine Diplomarbeit besser schreiben, als vor zehn Jahren? Wo bleibt die Hardware-Performace, die wie heute (teuer gekauft) haben?

    Wir sollten nicht die Augen davor schließen und uns das schönreden. Es wird Zeit, dass das zum Thema wird, damit die Software-Hersteller endlich mal aufwachen. Apple ist das sicherlich ein guter Kandidat zum Wachrütteln. Es ist für mich völlig unverständlich, dass ein neu entwickeltes (=keine Altlasten) Produkt wie Pages dermaßen lahm sein muss. Leider sind viele Programme von Apple langsam, dummerweise auch das Betriebssystem selbst und das wichtigste Programm – der Finder – sowieso.

    Aber es trifft nicht nur Apple, auch Adobe, Macromedia und MS sind ganz groß im Schreiben lahmer Programme. Wenn's nicht einige Lichtblicke anderer Hersteller geben würde, oder eben den von Dir angesprochenen Text, müsste man annehmen, dass es nicht besser geht.

    Aber es ist nicht so; durch Software-Optimierungen sind durchaus Geschwindigkeitssteigerungen um den Faktor 10 möglich! Und wir sind so doof und akzeptieren die lahme Software und freuen uns schon, wenn wir durch teueres RAM oder ein Prozessorupgrade die Performance um wenige Prozente gesteigert haben.
     
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