OS X mit Linux oder pures Linux?

Dieses Thema im Forum "Mac OS X - Unix & Terminal" wurde erstellt von CaT, 16.08.2005.

  1. CaT

    CaT Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo zusammen

    Ich hab mir gestern ein Ibook mit Mac OS X gekauft. Und ich muss sagen ich bin bis jetzt sehr zufrieden. Ich habe bis jetzt eigentlich hauptsächlich mit Linux gearbeited (Debian und Gentoo) geschäftlich arbeite ich oft mit Solaris und das schon seit längerer Zeit. Also ist mir die ganze Welt nicht fremd. ABer wenn ich das Terminal von OS X aufmache sehe ich doch einige sachen die anders sind. Und jetzt wollte ich fragen ob ihr ne gute Seite habt wo ich also schon Unixkenner die Infos finde die mir zeigen wie das genau auf OS X aufgebaut ist.

    Weiterhin habe ich von diversen Ports gelesen um Linux Apps auf OS X zu installieren.. Wie Fink, Opendarwin usw. Jetzt wollte ich fragen was ihr damit für erfahrungen gemacht habt ? Was könnt ihr mir empfehlen ?
    Ich hätte jetzt daran gedacht Portage von Gentoo in OS X zu implementieren. Doch ich weiss nicht ob es evlt. bessere Lösungen gibt oder etwas anderes. Wie ist denn Opendarwin genau ?

    Nun noch eine frage zur Auswahl generel. Das ist sehr wichtig. Ich weiss nicht soll ich OS X drauflassen und einfach die Apps von Linux portieren. Oder lohnt es sich komplett eine Linuxdistribution zu installieren ? Ich meine von den Geschwindigkeitsvorteilen ? Denn OS X bietet mir schon einige Vorteile. Aber ich möchte Linux eigentlich nicht auslassen, da ich's doch oft benutze und desshalb bräuchte ich eine möglichst gleiche Umgebung. Und jetzt weiss ich nicht wie ihr's seht. Wenn es gut funktioniert mit dem portieren von Linuxprogrammen auf Mac OS X und alles gut läuft und auch die Rechnerleistung nicht unnötig beansprucht wird werde ich das nehmen. Wenn z.B. mit Linux und selbstkompiliertem Kernel usw. die Geschwindigkeit erheblich höher ist, würd ich eben wahrscheindlich Linux noch installieren. Aber da schon standartmässig OS X daruf ist möchte ich eigentlich nicht nochmal alles machen nur um's zu testen. Denn ich bin sicher es gibt hier einige die mir weiterhelfen können.

    Grüsse
    CaT
     
  2. altobelly

    altobelly MacUser Mitglied

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  3. schildkroeter

    schildkroeter MacUser Mitglied

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    Es gibt doch Linux das auf Mac läuft, dann könntest du doch theoretisch deine Festplatte partitionieren, und auf einer dein OS X laufen lassen, auf der anderen Linux.

    Sorry, dass ich nicht mehr Details hab, ich hab sowas in der Richtung noch nie gemacht, und ich verspüre auch kein Verlangen nach Linux auf meinem Powerbook. Aber ich bin sicher, es gibt Leute hier die sich auskennen!
     
  4. hns

    hns MacUser Mitglied

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    Darwin = Name des Mac OS X Kernel + Runtime-System (bin, lib, ...)
    OpenDarwin = weitere Apps dazu (Open Source)

    Darwin/MacOS X basiert auf Mach/BSD-Unix und das erklärt die meisten Abweichungen zu Linux. Meist gibt es alles unter etwas anderem Dateinamen und anderen Options. Z.B. heisst 'insmod' bei MacOS X 'kextload'.

    -- hns
     
  5. CaT

    CaT Thread Starter MacUser Mitglied

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    hi
    danke für den buchtipp.
    schildkroeter: Das ist ja genau der Punkt. Ich weiss dass es diverse Linux gibt die auf mac's laufen. Ich hatte auf meinem alten Ibook auch schon Linux daruf. Ohne Probleme. Nur will ich eben nicht umbedingt 2 Systeme. Desshalb frag ich ja wie gut das mit dem portieren klappt. Oder ob ein pures linux z.B. Leistungsmässig viel besser ist. Ich möchte eben nicht alles neu installieren nur um's auszuprobieren. Und desshalb wollte ich euch mal fragen. Und jetzt interessiert mich halt.
    OS X weiterhin verwenden und die Applikationen von Linux portieren
    oder eine pure Linuxinstallation.
    Wie siehts vorallem mit Programmen aus die X11 benötigen ? Basiert Aqua bereits auf X11 ? Ich müsste doch X11 noch installieren oder ? Oder funktionieren die Programme auch so ? (die rede ist halt von allem was nicht umbedingt in der konsole funktioniert sondern grafisches). Wie siehts z.b. mit QT usw. aus ? Können da einfach die Libs installiert werden und dann läuft ein Programm auch unter OS X ?
     
  6. CaT

    CaT Thread Starter MacUser Mitglied

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    oh das ist schonmal super hns. sind die apps von OpenDarwin in diesemfalle für FreeBsd oder einfach nur die sources die man selber kompiliert (configure, make, make install ) ?
    ahh schomal etwas das gut zu wissen ist mit z.b. insmod. woher finde ich genau mehr solche infos ? das ist genau was ich suche.
    kann man den kernel für mac os X auch selber kompilieren ? oder funktioniert der wie ein genkernel ?
     
  7. Rakor

    Rakor MacUser Mitglied

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    Die meisten guten Programme für Linux wurden auf OSX portiert. Du musst da selber eigentlich nix machen ausser sie per fink oder sonstwas zu installieren.
    Die Geschwindigkeit der Programme ist kaum schlechter als unter Linux... Geschwindikgeitsnachteile können eh nur durch schlechte portierung auftreten denn es läuft ja nativ auf dem System... also geht keine Leistung in Emulationen oder so.
    Ich empfehle dir (wenn es nur ums reine Arbeiten geht) ein pures OSX. Du wirst wohl fast alles wiederfinden was du unter Linux kanntest.

    Sowohl X11 als auch QT (und auch GTK) gibt es für den Mac. X11 kannst du auf der Apple-Seite laden (es ist nicht mit Aqua verwand, läuft aber darin).
    QT wurde von Trolltech auch für OSX bereit gestellt... daher kannst du z.B. auch viele KDE-Anwendungen in OSX verwenden.

    Wenn du wie gesagt nicht direkt das System Linux brauchst um daran zu bauen, aus Forschungszwecken oder sonst was empfehl ich dir bleib beim OSX. ;)
     
  8. Rakor

    Rakor MacUser Mitglied

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    AFAIK liegen die Quellen des Kernel offen... Ich hab aber von noch keinem User gehört der ihn sich selber gebaut hätte... Würd ich auch nicht machen (wüsste net warum.. und ich komm auch aus der Gentoo-Schiene). Genkernel ist doch das script das einen kernel selber baut oder? Dann lieber den Orginalkernel ;)

    Du musst bei den Programmen wie Fink eigenltich nix wirklich machen... Bedienung ist wie z.B. Apt oder Portage unter Linux... Du wählst aus was du willst und das System installiert dann das Paket (entweder als Binary oder aus den Sourcen ... je nach Paketverwaltungstool).... BTW: es wurde glaub ich auch Portage auf OSX portiert...
     
  9. CaT

    CaT Thread Starter MacUser Mitglied

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    oh hi rakor. Vielen dank auch für deine Infos !
    Also wurden QT und GTK für Mac geschrieben oder sind das Ports von Linux ? Denn das wäre natürlich interessant.
    Also läuft X11 quasi über Aqua ? Und ich muss da nix konfigurieren (alla XFree86.conf oder Xorg.conf)
    Nun zum entwickeln an Linux hab ich sonst schon noch Rechner zuhause :) Ich möchte es ehre zum arbeiten. Und ich möchte os X eigentlich schon behalten (vorallem wegen Designprogrammen) aber trotzdem möchte ich gerne die Sachen von Linux nutzen.

    Nunja ich frage wegen den Kernelquellen weil es mich interessiert ob sich evlt. noch etwas optimieren lässt bzw. unnötiges rausnehmen. Ich weiss eben wie gesagt nicht wie der Kernel von Mac aufgebaut ist.

    Ja Genkernel ist eigentlich ein Kernel der modularisiert ist. D.h. wenn er erkennt eigentlich die installierte Hardware und lädt die Treiber dafür. So kann man bequem neue Geräte hinzufügen und es läuft. Wenn man jedoch das System nicht erweitert und weiss was man für hardware hat mach das nicht gross Sinn. Dann kann man's ja fix reinkompilieren. Und ich wollte fragen ob der Mac Kernel auch so funktioniert.

    Betreffend Portage und OS X ja es gibt's. Desshalb hab ich ja im ursprünglichen Post gefragt, ob jemand erfahrungen damit hat.
     
  10. Rakor

    Rakor MacUser Mitglied

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    QT und GTK wurden lediglich portiert. Genaueres findest du sicher auf den Seiten von Trolltech und GTK (http://www.trolltech.com/ http://www.gtk.org).

    Das X11 rendert sozusagen die Grafik in Aqua.... Du musst da eigenlich nix mehr konfigurieren.... Guck auch mal hier vorbei [DLMURL]http://www.apple.com/de/macosx/features/x11/[/DLMURL]

    Du kannst in OSX selbst andere Windowmanager starten wenn du willst... ist aber etwas unnötig.

    Zu Kernelfragen und mehr schau dich mal hier um: http://www.opendarwin.org/
    Ich halte es nicht für notwendig da rumzuschrauben.. Die Hardwareparlette bei den Macs ist so überschaubar, dass ich mir net vorstellen kann, dass der Kernel überfettet ist...

    Allgemein kannst du dich mal hier durchwühlen: http://www.apple.com/downloads/macosx/unix_open_source/


    So wie ich das sehen ist für dich ein aufgebohrtest OSX ideal... Aber das ist meine persönliche Meinung...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25.10.2015
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