Objekte/Produkte fotografieren - Hohlkehle oder Lichtzelt?

Dieses Thema im Forum "Fotografie" wurde erstellt von Heat Vision, 22.01.2006.

  1. Heat Vision

    Heat Vision Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo zusammen,

    meine Liebste macht Keramik (Raku - teils glasiert und teils unglasiert, und Porzellan) und die Fotos, die wir für ihr erstes Exposé gemacht haben, sind auf ziemlich dilettantische Art und Weise mit einer improvisierten Hohlkehle und diversen Schreibtischlampen entstanden (dafür sahen einige aber - nach der Bearbeitung - dann doch ganz akzeptabel aus).

    Für den nächsten Schwung ihrer neuen Arbeiten würd ich das ganze gern etwas versierter angehen, da mir der blau anlaufende Hintergrund auf einigen Fotos nicht ganz gefallen hat :). Jetzt stellt sich mir die Frage (und die möchte ich gern an Euch stellen), was sinnvoller ist - einen Aufnahmetisch mit Hohlkehle oder ein Lichtzelt zu verwenden. Letzteres hat natürlich den offensichtlichen Vorteil, daß es nicht so viel Platz wegnimmt, wenns nicht gebraucht wird (was überwiegend der Fall sein wird). Für welchen Zweck ist eigentlich was zu empfehlen? Und wieviele Lampen braucht man jeweils, um brauchbare Ergebnisse zu erzielen?

    Danke,
    oLi
     
  2. janpi3

    janpi3 MacUser Mitglied

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    ich würd dir das Lichtzelt empfhelen, denn es hat den Vorteil dir gleich eine difuse Beleuchtung zu bieten, dazu brauchst du dann noch 2 Baustellenscheinwerfer (14,00 Euro pro Stück) und schon kannst du gut ausgeleuchtet Bilder mit schönem Hintergund machen.
    Das Lichtzelt solltest du bei eBay kaufen, im Handel sind die Dinger einfach zu teuer (am besten ein mit 75 cm dann können die Tonstücke auch etwas größer sein).

    DerAufnahmetisch hätte den Nachteil das du dich noch um eine richtige Beleuchtung kümmern musst


    Welche Cam verwendest du eigentlich?
     
  3. janpi3

    janpi3 MacUser Mitglied

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  4. Heat Vision

    Heat Vision Thread Starter MacUser Mitglied

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    Auf den Thread bin ich heute schon gestoßen :) Hast Du das mit den Kanten und der Rundung (Post von Joschi) hingekriegt?

    Ich hab ne Fuji Finepix E550 (kompakt).
     
  5. Krill

    Krill Gast

    Hier im Forum wurde dazu ein sehr nützliches Buch empfohlen:
    "Lowbudgetshooting" von Cyrill Harnischer (ISBN 3-00-016166-X). Es bietet eine Mnge guter Tipps und Ideen für das Selbstbauen von derartigen Installationen, auch eines Lichtzeltes.

    http://www.lowbudgethooting.de
     
  6. Heat Vision

    Heat Vision Thread Starter MacUser Mitglied

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    Danke, das hab ich schon in Augenschein genommen. Das scheint sich jaeher auf die handwerklichen Aspekte zu beschränken. Ich glaube ich brauche vorher noch ein wenig Input von den Fotografieexperten...
     
  7. janpi3

    janpi3 MacUser Mitglied

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    Ne hatte bis jetzt leider noch keine Zeit :(
     
  8. Heat Vision

    Heat Vision Thread Starter MacUser Mitglied

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    Zerknittert so ein Lichtzelt eigentlich?
     
  9. tau

    tau MacUser Mitglied

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    Du mußt bei solchen Arbeiten einen benutzerdefinierten Weißabgleich einstellen. Die meisten Kameras der mittleren Preisklasse können das.
    Man hält ein weißes Papier anstatt dem Produkt vor die Linse und speichert die Einstellung, die dann nur für exakt diese Lichteinstellung gilt.
    Wichtig ist auch die Belichtungsmeßmethode.. keine Messung über das ganze Bild einstellen, sonst wird das Weiß grau. Spotmessung aufs Produkt ist besser, oder gleich manuell mit Rumprobieren.
     
  10. Der Fotograf

    Der Fotograf MacUser Mitglied

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    Hallo zusammen,

    also ich bin nicht wirklich ein Freund des Lichtzelts. Nun hab ich gut reden, da ich als Profi auf die ein oder andere Lampe mehr zurückgreifen kann als der Amateur. Aber auch der Profi hat mal klein angefangen und stand ebenso vor dem Problem, welche gerade greifbare Lampe kann mir helfen. In der Regel sind das Punktlichtquellen, wie z.B. Schreibtischlampen oder für die Freunde der kleinen Blende und kurzen Zeiten eben besagte Baustrahler oder der Handblitz. Das Resultat sind dann meist harte Kreuzschatten und ausgefressenen Spitzlichter (insbesondere bei glasierter Keramik).

    Aber das, was ein Lichtzelt mit der gesamten Lichtsituation macht kann man auch gezielt an jeder einzelnen Lampe einsetzen. Nämlich Transparentpapiere und Folien oder auch Stoff in verschiedenen Dichten. Damit läßt sich einfach und günstig sowohl der Lichtkarakter als auch die Intensität steuern. Aber Vorsicht bei Bautrahler. Die können sowas auch schnell mal ankokeln.

    Und immer wieder gern genommen sind Aufheller, sei es Spiegel oder auch nur weißer Karton. Das kann die ein oder andere Lampe ersetzen. Und zur besseren Modulation vielleicht auch noch der "Neger", den wohl nur noch Fotografen noch so nennen dürfen, ohne als Rassist zu gelten. Also schwarze Pappen, um Licht wegzunehmen.

    Gerade in der reinen Produktfotografie lassen sich so auch mit geringem Budget saubere Ergebnisse erzielen.

    Gruß Der Fotograf
     
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