Neuling hat Frage(n) - nebenberufl. schreiben?

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von Kiesel, 09.11.2005.

  1. Kiesel

    Kiesel Thread Starter MacUser Mitglied

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    09.11.2005
    Hallo Leute,

    ich denke Ihr könnt mit mit Eurer Erfahrung sicher weiterhelfen.
    Ich bin Ärztin, aber mit Texter-Background (war vor dem Medizinstudium drei Jahre lang Werbetexterin, und habe auch ein BWL-Diplom). Und: Das Schreiben fehlt mir.

    Mir spukt eigentlich zunehmend im Kopf herum, neben meinem Klinikjob regelmäßig den ein- oder anderen medizinisch fundierten "laienverständlichen" Artikel für Zeitschriften zu schreiben - da hätte ich richtig Spaß dran.

    Aber mal ganz "dumm" gefragt: Wie mach ich das? Schreib ich da einfach ein paar Redaktionen an und sage "Hi, da bin ich, was braucht ihr"? Schreibe ich zuerst ein paar Artikel und versuche diese dann zu verkaufen? Wie ist das Procedere bezüglich Finanzamt? Brauch ich da gleich nen Steuerberater? Ich will das ja nur nebenbei als Hobby machen, ich habe nicht vor meinen Klinikjob aufzugeben! Bin ich dann Freiberufler? Brauch ich einen Gewerbeschein? An wen kann ich mich wenden? Was für Fallstricke gibt es, in die ich mich verheddern könnte?

    Bin für jeden Rat und jeden Tipp wirklich dankbar...

    Viele Grüße,
    Kiesel
     
  2. MIC71

    MIC71 Banned

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    hey kiesel ...komme selbst aus der werbung, bin jetzt in der musikbranche und arbeite sehr viel mit verlagen zusammen!

    habe gerade nicht so viel zeit, schick dir später mal eine PM.

    liebe grüsse,
    mic
     
  3. aro74

    aro74 MacUser Mitglied

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    Hmm ... mit BWL-Diplom solltest Du das eigentlich wissen ;) ... genauere Infos zu den oben zititerten Themen findest Du auf www.mediafon.net.

    Redaktionelle bzw. journalistische Arbeit sollte als Freiberufler anerkannt werden, Du brauchst dazu nur dem Finanzamt eine Mitteilung senden, dass Du ab dem xx.xx. freiberuflich als Journalist (oder was auch immer) arbeitest. Einen Gewerbeschein müsstest Du bei der zuständigen Behörde (Ordnungsamt o.ä.) beantragen, das wird automatisch dem Finanzamt gemeldet, Gewerbesteuer fällt aber erst bei relativ hohen Gewinnen/Umsätzen an.

    Einen Steuerberater brauchst Du nicht unbedingt, wenn Du Dich mit der Einnahme-Überschuss-Rechnung auskennst. Bilanzierungspflichtig bist Du in der Regel wegen zu geringer Umsätze nicht, die genauen Regeln und Definitionen findest Du auch auf mediafon.net.

    Viel Glück!
    wavey
     
  4. Kiesel

    Kiesel Thread Starter MacUser Mitglied

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    09.11.2005
    @MIC71: Freu mich drauf!

    @aro74:
    "Hmm ... mit BWL-Diplom solltest Du das eigentlich wissen"

    Öh... touché... :D
    Hab mich für Steuerkram u.ä. nie interessiert und bin dann ja in der Werbung auch ganz schnell auf der Kreativenseite gelandet - war sicher besser so... für alle... ;)

    Der Link ist schon mal ausgesprochen hilfreich, danke!
    Dass ich hauptberuflich ja einen ganz normalen Angestelltenjob habe, und das Schreiben nur nebenher mache, ist fürs Finanzamt einerlei? Ich teile denen ganz einfach mit dass ich nebenbei jetzt auch noch freiberuflich arbeiten will? Das ist eine meiner Hauptfragen, da ich bei den übrigen Infos im Internet immer nur Sachen gefunden habe für "Selbständige" - bin ich hauptberuflich ja gar nicht.

    Viele Grüße,
    Kiesel
     
  5. Ma(r)c

    Ma(r)c Banned

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    schreib nen blog, macht doch eh alles und jeder
     
  6. coming soon

    coming soon MacUser Mitglied

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    ein blog wäre wirklich nicht schlecht als anfang - ist aber auch sehr schwer damit richtige leserschaft zu erreichen...
     
  7. Difool

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    Soweit, so richtig – bis auf die "Kleinigkeit", dass man als freier Texter/Journalist keinen Gewerbeschein braucht.
    §18 > http://www.freie-kulturberufe.de/html_service/steuerberatung.html
    Lediglich eine Steuernummer beantragen beim Finanzamt inkl. §18.

    Gruß Difool
     
  8. Kiesel

    Kiesel Thread Starter MacUser Mitglied

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    Juchuu, immer mehr gute Links und Tipps...
    Aber was um alles in der Welt ist ein blog?? (Ich sach ja, bin Neuling...)

    Gruß,
    Kiesel
     
  9. aro74

    aro74 MacUser Mitglied

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    @Difool
    "Einen Gewerbeschein müsstest Du ..." -> Konjunktiv! ;)

    @Kiesel
    Das Finanzamt wird nichts dagegen einwenden, dass Du nebenbei arbeitest. Zusätzlich zur Anlage N, in der Du Deine Einnahmen aus Deiner abhängigen Beschäftigung erklärst, gibst Du zusätzlich die Anlage GSE ab. Hier schreibst du rein, wie hoch Dein Überschuss im Steuerjahr war und legst Deine Einnahme-Überschuss-Rechnung bei. Die sieht ungefähr so aus:

    A. Einnahmen
    Honrare XXX,XX Euro
    ----------------------------------------
    Einnahmen gesamt XXX,XX Euro

    B. Ausgaben
    Büromaterial XXX,XX Euro
    Reisekosten XXX,XX Euro
    Porti, Frachten XXX,XX Euro
    Sonstiges XXX,XX Euro
    ----------------------------------------
    Ausgaben gesamt XXX,XX Euro

    C. Gewinn
    Einnahmen XXX,XX Euro
    Ausgaben - XXX,XX Euro
    ----------------------------------------
    Gewinn XXX,XX Euro

    AfA und GWG musst Du natürlich ebenfalls beachten, für Reisekosten (Fahrtkosten) gelten derzeit 30 Cent pro gefahrenem Kilometer, eventuell musst Du ein Fahrtenbuch führen usw. Am besten bestellst Du Dir irgendwo einen Ratgeber ähnlich "Steuern für Selbständige", da ist das Meiste erklärt. Eventuell lohnt es sich, einen Steuerberater noch mal über die fertige EÜR und Steuererklärung drüber gucken zu lassen (oder eine ehemalige Komilitonin, je nachdem). Das Thema ist zwar ein bisserl komplex, aber das ist ein Medizinstudium ja auch. ;) :D

    Ach ja, als "Kleinunternehmer" darfst Du wählen, ob Du Umsatzsteuer einnehmen und Vorsteuer geltend machen willst. An diese Erklärung bist Du fünf Jahre gebunden.Wenn ja, musst Du entweder jährlich oder vierteljährlich eine "Umsatzsteuer-Voranmeldung" abgeben und erklären, wie viel Umsatzsteuer Du eingenommen und wie viel Mehrwertsteuer Du an andere Unternehmen bezahlt hast (Vorsteuer). Wenn Du das bisschen Papierkram auf Dich nimmst, sparst Du de facto bei allen Ausgaben die Mehrwertsteuer. § 19 UStG.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.11.2005
  10. winimac

    winimac MacUser Mitglied

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