MS Windows Remotedesktop für OS X - Im LAN funktionieren Namen nicht

Dieses Thema im Forum "Internet- und Netzwerk-Hardware" wurde erstellt von Authorist, 03.04.2007.

  1. Authorist

    Authorist Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,

    habe leider nichts dazu im Forum gefunden, daher mal wieder ein neuer Thread.

    Also, ich nutze das Remotedesktop Programm von Microsoft um u.a. von OS X einen Windows Rechner im LAN zu steuern. Das funktioniert jedoch nur, wenn ich die IP als Zielrechner eintrage, nicht aber mit Namen wie "office", "server" o.ä. Selbst auf der HP von MS steht dazu nur, dass es manchmal Probleme gibt und man im Zweifelsfalle die IP eingeben soll. Hallo, Gates, geht´s noch? Nach der Logik müsste ich erst den Kollegen oder die Kollegin anrufen und fragen, welche IP er/sie hat bevor ich den Rechner fernwarten kann.

    Das kann doch nicht sein. Bestimmt gibts hier wieder so ein Namenskonventionsding das keiner kennt, denn die Name der Rechner erscheinen ja auch alle in der Auflistung im Finder unter Netzwerk.

    Weiss wer Rat?

    Danke
    A.
     
  2. der_Kay

    der_Kay MacUser Mitglied

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    Ganz einfach: Das "Namensding" ist entweder die Namensauflösung durch einen Domain Name Server, einen WINS-Server oder das Cachen von NetBIOS-Broadcasts.

    Das Bereitstellen von DNS ist Sache des Nutzers, nicht von Microsoft.

    Das Bereitstellen eines WINS ist ebenfalls Sache des Nutzers, nicht von Microsoft.

    NetBIOS-Broadcasts werden unter Mac OS X durch die Samba-Suite verarbeitet; mit der MS verständlicherweise auch wenig am Hut hat.

    Und je nach Netzwerktopologie kommen NetBIOS-Broadcasts einfach nicht durch; da kann MS auch nichts für. AppleTalk ist vom Prinzip her keinen Deut besser.

    Es ist nicht der Job einer Anwendung einen Namen aufzulösen, sondern der des Betriebssystems.
     
  3. Authorist

    Authorist Thread Starter MacUser Mitglied

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    Dann red ich mal mit meinem Betriebssystem über seinen Job und sag ihm mal, dass das so nicht geht. Aus Mitarbeitergesprächen kenn ich das Fazit schon, wenn es um Verantwortung geht: Ich bin selber schuld.

    Spass beiseite: Wie sieht die Lösung aus? Ich kann doch auch im Finder einen Pfad in der Form "smb://server/ordner" angeben, also kann es das doch und versteht auch hier, dass ich mit server 192.168.1.2 meine.

    A.
     
  4. der_Kay

    der_Kay MacUser Mitglied

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    Nur für Dich habe ich gerade den NetBIOS-Name meiner Win-Kiste verändert, auf dem Mac die MS-RDV angeworfen und mit einem Packet-Sniffer den Netzwerk-Verkehr mitgeschnitten:

    Die Win-Kiste announcet Ihren Namen im per NetBIOS im LAN, aber der RDV setzt auschliesslich TCP/IP DNS-Queries ab. NetBIOS ist in Mac OS X nicht implementiert und nur per Samba verfügbar und der Finder spricht es über Samba an.

    Die Lösung für Dich ist, einen Domain Name Server einzusetzen oder die Namen und IPs in /etc/hosts einzutragen.
     
  5. Manjo

    Manjo MacUser Mitglied

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    Wie man aus deinem ersten Post zwischen den Zeilen lesen kann, gibt es eine dynamische IP-Vergabe für die Rechner. Dann funzt das mit der /etc/hosts nicht. Es ist zwar einfach und praktisch, das ganze über dyn. IPs zu machen, aber was ist, wenn der DHCP-Server ausfällt? Dann steht das gesamte Netzwerk! Daher empfehle ich immer feste IPs. Und dann brauchts auch keinen DNS! Auf dem Server wird einfach die hosts-Datei abgelegt und nach jedem Boot holt sich jeder Rechner die hosts-Datei vom Server. Damit ist sichergestellt, dass jeder neue Rechner auch im Netz bekannt ist. (Oder man verteilt sie manuell nach Änderungen, nervig und aufwändig) Die Datei kann sich auch der Mac holen. Und dann gehts auch mit der Namensauflösung!
     
  6. Authorist

    Authorist Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hm. Klingt kompliziert. Was ist etc/hosts?

    Im Moment bin ich grad happy weil mein MacBook stressfrei sich die IP holt, sowohl im Betrieb als auch daheim und sonstwo. Mit fester IP ist da schonmal nix. Lösung die mir einfällt: Ein Router der IPs reserviert, was er im Moment beim Server ja auch macht. Zudem kommt aber ein untervermieteter Teil in meiner Firma mit eigenem Subnetz als Erschwernisfaktor hinzu, das ist nicht so ohne machbar. Der Router zeigt im übrigen auch die Namen und IPs an, irgendwie verstehe ich das nicht.

    Der Router ist doch automatisch auch DNS und DHCP, oder nicht?

    Danke für eure Mühen!!!!!

    A.
     
  7. der_Kay

    der_Kay MacUser Mitglied

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    DHCP ja, DNS in den allerwenigsten Geräten.
     
  8. Authorist

    Authorist Thread Starter MacUser Mitglied

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    Und wer übersetzt dann den Namen? Die Rechner selbst?
     
  9. der_Kay

    der_Kay MacUser Mitglied

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    Für DNS braucht es einen DNS Server. Ich setze bei mir zuhause [DLMURL="http://www.isc.org/index.pl?/sw/bind/"]bind[/DLMURL] zusammen mit einem DHCP-Server ein. Bei mir haben alle Geräte statische Adressen; ich habe mir nie die Mühe gemacht, dynamisches DHCP/DNS aufzusetzen.
     
  10. Manjo

    Manjo MacUser Mitglied

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    Wie oben schon geschrieben: Die Winkisten überstetzen die Namen per Netbios für die Namen im internen Netz, was der Mac nicht kann. Alles, was nach draußen geht, läuft über den Router, d.h. der Router spielt für die Rechner im LAN DNS, ist aber eigentlich nur eine Art DNS-Cache. Er leitet die DNS-Anfragen an die ihm durch den Provider zugewiesenen DNS weiter und schickt die Antwort dann ins interne LAN. Diese DNS können natürlich nur die Adressen im Internet auflösen. Wenn Du das ändern willst, muss der DNS im Router zu einem echten DNS werden, der zum einen die internen Adressen umsetzen kann und, falls es sich um eine Anfrage einer ext. Adresse handelt, die entsprechende Antwort beim DNS des Providers abholt. Die wenigsten Router können einen echten DNS.

    So wie es aussieht, gibt es bei Euch im Netz einen DHCP-Server, der die IPs vergibt. Wenn Du einen Rechner ins Netz hängst, fragt er i.a. erst einmal nach, ob es einen DHCP-Server gibt und holt sich dort die Infos, wer Router ist, Default Gateway, DNS und bekommt seine eigene IP zugewiesen. Man kann dem DHCP-Server sagen, dass er die IPs nach MAC-Adressen vergeben soll. Da die MAC-Adressen an die LAN-Karte gekoppelt sind und i.a. auch eindeutig sind, kann so jeder Rechner immer die gleiche IP zugewiesen bekommen. Damit haben wir es geschafft, ohne die Rechner anfassen zu müssen, jedem immer die gleiche IP zuzuweisen; lediglich die MAC-Adressen mussten wir uns einmal besorgen. Desweiteren kann man einen IP-Bereich definieren, der dynamisch vergeben wird, z.b. für Rechner, die nur gelegentlich ins Netz gehängt werden.

    Jetzt kannst Du Dir daraus eine hosts-Datei basteln und diese im Netz verteilen. "man hosts" ist Dein Freund.
     
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