Monatlicher Grundbetrag für freien Grafik-Designer

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von MacEnroe, 15.07.2005.

  1. MacEnroe

    MacEnroe Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo, hat jemand damit Erfahrungen?

    Als freiberuflicher Grafik-Designer könnte ich von e. Firma einen
    monatlichen "Sockelbetrag" bekommen. Für Telefonate mit Zulieferern,
    Presse, Datenversand und ständige "Rufbereitschaft"...

    Weitere Rechungen stelle ich dann nur noch für neue Produkte,
    Design/Illustrationen.

    Gibt es da rechtlich etwas zu bedenken? (die Fa. nimmt momentan
    ca. 80% meines Auftragsvolumens ein)

    Wie formuliert man dann so eine Vereinbarung?

    Bin auch für allgemeine Meinungen rund ums Thema dankbar,

    MacEnroe
     
  2. Oliver23

    Oliver23 MacUser Mitglied

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    Hallo, bei mir ist das anders, ich verkaufe nur meine Arbeitsstunden. Für Telefonate und Datenversand muss ich selber aufkommen. In der Schweiz ist es so üblich. Falls mir aber jemand noch einen Sockelbetrag bezahlen möchte hätte ich nichts dagegen.

    Gruss - Oli
     
  3. bekazor

    bekazor MacUser Mitglied

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    Bin mir da nicht sicher... aber ist das nich quasi genau das was mit "scheinselbständigkeit" gemeint ist ??

    Gruß Bekazor
     
  4. Kai-Christoph

    Kai-Christoph MacUser Mitglied

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    Auf so einen Deal würde ich mich nie einlassen.
    Du machst Dich doch dadurch schon fast zum "Immer-für-die-da-Sklaven", der dann auch noch quasi vertraglich an seine Breitschaft gebunden ist.

    Bei mir ist es genau so wie bei Oliver23, ich rechne alles per Stunde ab.

    Datenversand und Telefonate berechne ich natürlich nicht, in Zeiten von VoiP- und DSL-Flat fände ich das auch albern und nicht sehr kundenfreundlich. ;)

    Grüsse

    KC
     
  5. MacEnroe

    MacEnroe Thread Starter MacUser Mitglied

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    Thanx für die ersten schnellen Antworten!

    Das mit der Scheinselbständigkeit würde mich auch interessieren, werde dazu mal bißchen forschen...

    Zum Sklaven mache ich mich deshalb nicht, denke ich. Kommt auf den Vertrag an.

    Im Übrigen verbringe ich pro Woche sicher 3-4 Stunden am Telefon. irgendwo muss man das ja einkalkulieren. Das hat nix mit den Tel.-Gebühren zu tun.

    Noch mehr Meinungen...?
     
  6. Krill

    Krill Gast

    Die alte "Scheinselbstständigkeit" gibt's schon mehr als 2 Jahre nicht mehr.
    Von daher droht keine gefahr, höchstens steuerlich (wenn du das 7%-MwSt.-Privileg als Künstler hast) oder von seiten der KSK, falls Du da versichert bist.
    Wenn beides nicht zutrifft, musst Du Dir eigentlich nur überlegen, inwieweit Du Dich von der Firma abhängig machst. Was für Vorteile hast Du denn davon? Gibt so eine Vereinbarung Dir wirklich irgendwelche Sicherheiten?
    Und wäre die Alternative, die Unkosten in ganz normalen Rechnungen einzubeziehen, nicht sauberer?

    Ich denke, ohne ein enges Vertrauensverhältnis wenn zwischen Dir und der Firma bringt so ein Deal nur der Firma Vorteile.
     
  7. Ceresede

    Ceresede MacUser Mitglied

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    Hi,

    dafür ist eine Projektpauschale fällig:
    Projektmanagement, Kommunikation, Briefings,
    Datensicherung, Datenversand und -verwaltung.

    Dass du dich ständig technisch auf dem laufenden hältst und dafür Ausgaben hast, da profitieren die auch von. Mal abgesehen von Telefon- und Onlinekosten innerhalb laufender Jobs, da geht's nicht um 3,20 (auch wenn's am Ende des Monats die Summer macht), sondern um die Tatsache, dass du dein KnowHow und deine Technik und deine Zeit dafür zu Verfügung stellst. Kannst ja auch sagen: ne, macht den Kram mal intern, ich mach nur die grafische Leistung. Da könnten die ganz schnell noch nen Studenten einstellen dafür! Denn ohne Strukturierung geht gar nichts.
    Eine Sekretärin oder ein Projektmanager wird für genaus so was eingestellt und arbeitet auch nicht umsonst.

    Ahoi,

    Ceresede
     
  8. MacEnroe

    MacEnroe Thread Starter MacUser Mitglied

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    Also wenn ihr, sagen wir 1000,- EUR monatliche Pauschale von einer Firma haben könntet (zusätzlich zu den Projekten), würdet Ihr das wirklich alle ablehnen?

    Es ist so, dass ich sowieso zumindest per Handy oder Mail erreichbar sein muss und auch den Urlaub mit der Firma abstimme. Von daher hab ich ja keinen Mehraufwand. Es wird dann eben dies nur honoriert.

    Ich bin ja auch am zweifeln. Im Endeffekt hab ich auch nicht viel mehr Gewinn dabei, da der Gesamt-Etat sowieso so ziemlich fest ist.
     
  9. MacEnroe

    MacEnroe Thread Starter MacUser Mitglied

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    Was droht da für eine Gefahr? Ich rechne mit dieser Firma sowieso immer mit 16% ab. Ansonsten: KSK, meist 7%...
    Letztlich nicht. Die hab ich nur durch gute Arbeit.
    Das Vertrauensverhältnis ist sehr gut.
     
  10. Krill

    Krill Gast

    *Kopfkratz*
    Mir ist jetzt unklar, was die Firma für ihre 1000 Euro von Dir erwartet:
    Dass Du Deinen Aufwand für ein Projekt nicht mehr in die Rechnungen schreibst?
    Dass Du Deinen Urlaub mit der Firma abstimmst und ansonsten erreichbar bist?
    Und wird Dir das dann hinterher vom Honorar wieder abgezogen, oder wie ist der letzte Satz ("Im Endeffekt hab ich auch nicht viel mehr Gewinn dabei, da der Gesamt-Etat sowieso so ziemlich fest ist") zu verstehen?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.07.2005
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